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	<title>Remota - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T20:38:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Remota&amp;diff=66494&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Greuenweit: Ein Buchstabe fehlte</title>
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		<updated>2025-06-01T16:07:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ein Buchstabe fehlte&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Sekretierung|Zur Absonderung von Körperflüssigkeiten siehe [[Sekretion]].}}&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Remota&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Plural|Pl.]]; selten [[Singular|Sg.]] das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Remotum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Latein|lat.]] „Weggeschafftes, Entferntes“) bezeichnet im [[Bibliothekswissenschaft|Bibliothekswesen]] Bestände einer Mediensammlung, die aus politischen, juristischen oder moralischen Gründen der Allgemeinheit der Benutzer nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sein sollen. Im Fall des eingeschränkten, eine Sondergenehmigung erforderlichen Zugangs spricht man von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Separierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, im Fall der weitgehenden Zugangssperre von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sekretierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|secretum}} für „Abgeschiedenheit“, aber auch „Geheimnis“).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ursula Rautenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Sachlexikon des Buches : Von der Handschrift zum E-Book.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-15-011022-5, S. 335, s.&amp;amp;nbsp;v. &amp;#039;&amp;#039;Remota&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Birgit Althaus: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch-Wörterbuch : Nachschlagewerk für Büchermacher und Buchliebhaber.&amp;#039;&amp;#039; Area, Erftstadt 2004, ISBN 3-89996-256-7, S. 241, s.&amp;amp;nbsp;v. &amp;#039;&amp;#039;Remota&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff wurde vor dem 21. Jahrhundert außerhalb Bayerns im Bibliothekswesen selten benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Schmidmaier]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/BFUP.2006.95/html Der ›Giftschrank‹: Erotik, Sexualwissenschaft, Politik und Literatur – ›REMOTA‹: die weggesperrten Bücher der Bayerischen Staatsbibliothek.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek. Forschung und Praxis&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 30 (2006), S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekretierte Sonderbestände werden oft auch nicht im allgemeinen [[Bibliothekskatalog|Katalog]] der [[Bibliothek]] aufgeführt, sondern es wird eine gesonderte Liste geführt. Ziel der Einrichtung solcher Bestände ist die gewünschte Unterdrückung der [[Rezeption (Kunst)|Rezeption]] des Inhalts der betreffenden Schriften, die aus verschiedenen Gründen für die Allgemeinheit als zu gefährlich erachtet wird. Es kann sich dabei beispielsweise um [[Pornografie]], aber auch politisches oder theologisches Schrifttum unerwünschter Art handeln. Die Sekretierung erlaubt es, die Verbreitung unerwünschter Inhalte zu unterdrücken, ohne dabei die betreffenden Medien physisch vernichten zu müssen, wie etwa bei der [[Bücherverbrennung]]. Eine besondere Rolle spielte in Deutschland die nach Ende des [[Drittes Reich|Dritten Reiches]] der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Ideologie verbundene Literatur, die in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] aufgrund einer [[Liste der auszusondernden Literatur]] sekretiert wurde. Auch in der Bundesrepublik existierten und existieren analoge Beschränkungen für nationalsozialistische Literatur und andere Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bekanntesten derartigen historischen Bestände sind &amp;#039;&amp;#039;L’[[enfer]]&amp;#039;&amp;#039; (franz. „Die Hölle“) der [[Bibliothèque nationale de France|Französischen Nationalbibliothek]] in [[Paris]] und der &amp;#039;&amp;#039;Private Case&amp;#039;&amp;#039; der [[British Library]] in [[London]]. Aber auch in deutschen Bibliotheken existieren solche Sonderbestände, so wurden beispielsweise in der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]] in [[München]] über die Zeit fünf Sonderbestände (&amp;#039;&amp;#039;Remota&amp;#039;&amp;#039; I bis V) entsprechend ihrer spezifischen Herkunft und Anlagemotivation angelegt. So enthielt &amp;#039;&amp;#039;Remota&amp;#039;&amp;#039; III gegen den [[Nationalsozialismus]] gerichtete Schriften und [[Emigrationsliteratur]], &amp;#039;&amp;#039;Remota&amp;#039;&amp;#039; IV hingegen die umfassende Sammlung [[Erotische Literatur|erotischer Literatur]], die der bayrische Staatsbeamte [[Franz von Krenner]] im 18. und 19. Jahrhundert angelegt hat. 2002 machte die Bayerische Staatsbibliothek ihre Remota zum Thema einer  Sonderausstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Kellner: {{Webarchiv | url=http://www.wissenschaftsministerium.bayern.de/downloads/aviso/2002_3_aviso_40-41.pdf | wayback=20040728031116 | text=Remota – Ein Blick in den Giftschrank}}. In: Aviso, Jahrgang 2002, Ausgabe 3, Seiten 40–41 über eine Ausstellung zu den Remota der Bayerischen Staatsbibliothek München (PDF-Datei; 10 kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Bücherei]] in Leipzig, Vorgängerin der [[Deutsche Nationalbibliothek|Deutschen Nationalbibliothek]], separierte seit ihrer Gründung im Jahre 1912 moralisch anstößige Literatur und war ab 1926 Sitz der Oberprüfstelle für „[[Gesetz zur Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmutzschriften|Schmutz- und Schundschriften]]“ (Außenstellen in Berlin und München). Nachdem ab 1933 zunächst vom Nationalsozialismus bekämpfte Schriften als zweite Kategorie separiert wurden, traf dies ab 1945 das nationalsozialistische und militaristische Schrifttum (Alliierter Kontrollratsbeschluss vom 13. Mai 1946). Die Entscheidung, [[Liste der auszusondernden Literatur|welche Titel im Einzelnen]] betroffen waren, wurde für die [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]]/[[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] verbindlich an der Deutschen Bücherei getroffen. Hinzu kam als dritte Kategorie alles im weiteren Sinne Antisowjetische, Antikommunistische und „Westlich-Dekadente“, darunter auch die Werke [[Ungesetzlicher Grenzübertritt im DDR-Recht|republikflüchtiger]] Autoren. Die Titel dieses „Sachgebiets für spezielle Forschungsliteratur“ waren im Katalog aufgeführt, jedoch mit einem unauffälligen Dreieck markiert. Erhältlich waren sie nur unter besonderen Voraussetzungen (bspw. für bescheinigte Forschungsvorhaben) in einem schwer zugänglichen Lesesaal in einem Turmzimmer. Nach 1990 wurden die Sperrbestände zum größten Teil aufgelöst und in den frei zugänglichen Hauptbestand integriert.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Räuber: [https://blog.dnb.de/die-giftschraenke-der-deutschen-buecherei/ &amp;#039;&amp;#039;Die Giftschränke der Deutschen Bücherei&amp;#039;&amp;#039;]. DNB-Blog, 28. August 2023, zuletzt abgerufen am 6. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden Remota in den Bibliotheken im Allgemeinen nicht mehr physisch separiert, vielmehr erfolgen Zugangsbeschränkungen über entsprechende Vermerke im Katalogeintrag. Auf diese Weise wird zum Beispiel in der Regel der [[Jugendschutz]] bei der Ausleihe von Medien in öffentlichen Bibliotheken realisiert. Darüber hinausgehende Beschränkungen kann es zum Beispiel geben bei Werken, die einem [[Verbreitungsverbot]] unterliegen, zum Beispiel bei [[Gewaltpornografie]] oder aus Gründen des Schutzes von Persönlichkeitsrechten. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Roman [[Esra (Roman)|Esra]], dessen Verbot das [[Bundesverfassungsgericht]] bestätigt hat. Weiter ist aufgrund des [[Waffengesetz (Deutschland)|Waffengesetzes]] in Deutschland der Besitz bestimmter Gegenstände strafbar ([[verbotene Gegenstände]]), darunter auch Anleitungen zum Bombenbau und dergleichen. Dementsprechend ist einschlägige Literatur in Bibliotheken gesperrt für alle, die kein berechtigtes Interesse nachweisen können, zum Beispiel als Wissenschaftler oder im Fall der Bombenbauanleitung als Kriminalbeamter oder Sprengmittelexperte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich wird in Zusammenhang mit Remota-Beständen auch vom „Giftschrank“ einer Bibliothek gesprochen, in Analogie zum [[Giftschrank]] im Gesundheitswesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgesonderte oder gesperrte Bestände gibt es nicht nur in Bibliotheken, sondern in jeder Art von Archiv und Mediensammlung. Im [[Rundfunk]] etwa gibt es Remota-Bestände von Filmen und Beiträgen, die aus inhaltlichen oder rechtlichen Gründen nicht gezeigt werden dürfen. Zum Beispiel sind fünf [[Tatort (Fernsehreihe)|Tatortfolgen]] mit einem senderinternen Sperrvermerk belegt und für jede zukünftige Ausstrahlung bis auf Weiteres gesperrt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tatort-fans.de/tatort-giftschrank/ Tatort Giftschrank]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sandra Häse: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Literatur in Bibliotheken: Praxisanalyse und Konzipierung eines einheitlichen Sekretierungssystems.&amp;#039;&amp;#039; Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Bachelor-Arbeit 2010. [https://reposit.haw-hamburg.de/bitstream/20.500.12738/5379/1/Haese_Sandra_100824.pdf Volltext online.]&lt;br /&gt;
* [[Werner Fuld]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch der verbotenen Bücher : Universalgeschichte der Verfolgten und Verfemten von der Antike bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Galiani, 2012, ISBN 978-3-462-30546-3.&lt;br /&gt;
* Stephan Kellner, [[Wolfgang Ernst (Medienwissenschaftler)|Wolfgang Ernst]]: &amp;#039;&amp;#039;Der „Giftschrank“ : Erotik, Sexualwissenschaft, Politik und Literatur - „Remota“ : Die weggesperrten Bücher der Bayerischen Staatsbibliothek : Eine Ausstellung der Bayerischen Staatsbibliothek München, 2. Oktober - 17. Dezember 2002.&amp;#039;&amp;#039; Ausstellungskatalog Bayerische Staatsbibliothek, München 2002, ISBN 3-9802700-9-2.&lt;br /&gt;
* Ulrike Verch: [https://reposit.haw-hamburg.de/bitstream/20.500.12738/10652/4/Verch_Giftschraenke_in_Bibliotheken.pdf &amp;#039;&amp;#039;Giftschränke in Bibliotheken. Sekretierung von Beständen aus historischer und juristischer Perspektive.&amp;#039;&amp;#039;] API Magazin, Januar 2021.&lt;br /&gt;
* Hendrik Werner: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.welt.de/welt_print/article1620483/Im-Giftschrank.html Im Giftschrank, Pornos, Nazis, Hassgedanken: Noch immer lagern in den deutschen Universitäts-Bibliotheken Tausende verbotener Werke.]&amp;#039;&amp;#039; in [[Die Welt]] vom 1. Februar 2008, S. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliotheksbestand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zensur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Greuenweit</name></author>
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