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	<title>Remetschwil - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Bevölkerung */ Archivdatum korrigiert</title>
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		<updated>2024-12-07T19:00:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bevölkerung: &lt;/span&gt; Archivdatum korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Remetschwil&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Remetschwil 2024.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = CHE Remetschwil COA.svg&lt;br /&gt;
| BILD = Remetschwil 086.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Remetschwil&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-AG&lt;br /&gt;
| BEZIRK = [[Bezirk Baden (Aargau)|Baden]]&lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Bezirk Baden, Aargau&lt;br /&gt;
| BFS = 4039&lt;br /&gt;
| PLZ = 5453&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47.40856&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 8.32735&lt;br /&gt;
| HÖHE = 528&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 3.88&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GEMEINDEAMMANN = Vreni Sekinger&lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.remetschwil.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Remetschwil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[schweizerdeutsch]]: [{{IPA|ˌrɛmətʃˈʋiːl}}]) ist eine [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Aargau]]. Sie gehört zum [[Bezirk Baden (Aargau)|Bezirk Baden]] und liegt zwischen [[Baden AG|Baden]] und dem [[Mutschellen]], oberhalb des [[Reuss (Fluss)|Reusstals]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist nicht zu verwechseln mit der [[homophon]]en Ortschaft [[Remetschwiel]] im Landkreis Waldshut des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Remetschwil liegt am gleichmässig abfallenden Südwesthang des Rohrdorferbergs. Diese Erhebung bildet einen Teil der [[Heitersberg]]-Hügelkette, die das [[Reuss (Fluss)|Reusstal]] vom weiter östlich gelegenen [[Limmattal]] trennt. Der westliche Teil des Gemeindegebiets besteht aus [[Schotter|Niederterrassenschotter]], der während der [[Würm-Kaltzeit]] durch den [[Reussgletscher]] abgelagert wurde. Weiter hangaufwärts ist älterer Deckenschotter aus der [[Riß-Kaltzeit|Riss-Kaltzeit]] (vor 150&amp;#039;000 bis 200&amp;#039;000 Jahren) zu finden. Die Zwischenzonen sind zum Teil mit Schwemmlehm aufgefüllt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geo&amp;quot;&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 18–19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Kilometer westlich von Remetschwil liegt, durch ein tief eingeschnittenes Tobel getrennt, der Ortsteil Busslingen ({{Höhe|410|CH}}). Der Ort befindet sich auf einem [[Schwemmkegel]] aus abgeschwemmtem Schotter; in dessen Nähe ist ein [[Aufschluss (Geologie)|Aufschluss]] der [[Molassebecken|oberen Meeresmolasse]] zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geo&amp;quot; /&amp;gt; Die Bebauung von Busslingen ist mit jener der Nachbargemeinde [[Stetten AG|Stetten]] zusammengewachsen. Oberhalb von Remetschwil, etwa einen Kilometer östlich auf {{Höhe|660|CH|link=true}}, liegt der Weiler Sennhof.&amp;lt;ref&amp;gt;Landeskarte der Schweiz, Blatt 1090, Swisstopo.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 388 [[Hektar]]en, davon sind 89 Hektaren mit Wald bedeckt und 80 Hektaren überbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/raum-umwelt/bodennutzung-bedeckung/gesamtspektrum-regionalen-stufen/gemeinden.assetdetail.6646410.html |titel=Arealstatistik Standard – Gemeinden nach 4 Hauptbereichen |hrsg=[[Bundesamt für Statistik]] |datum=2018-11-26 |abruf=2019-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der höchste Punkt liegt auf 695 Metern an der südöstlichen Gemeindegrenze, der tiefste auf 405 Metern bei Busslingen. Nachbargemeinden sind [[Niederrohrdorf]] und [[Oberrohrdorf]] im Norden, [[Spreitenbach]] im Osten, [[Bellikon]] und [[Künten]] im Süden sowie [[Stetten AG|Stetten]] im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Archäologische Funde aus prähistorischer Zeit sind am Rohrdorferberg relativ selten, die ältesten auf dem Gemeindegebiet reichen in die [[Hallstattzeit]] vor etwa 2800 Jahren zurück. Aus verschiedenen Funden in Nachbargemeinden kann jedoch geschlossen werden, dass die Gegend während der frühen [[Mittelsteinzeit]] vor etwa 11&amp;#039;500 Jahren besiedelt gewesen sein könnte. 1948 wurde im Gebiet Grosshau das Grab eines [[Helvetier|helvetischen]] Mannes aus dem 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. entdeckt, also aus der Anfangszeit der [[Römisches Reich|römischen]] Besatzung. 1955 kam nahe der Strasse von Busslingen nach Stetten Keramik der im nahe gelegenen Lager [[Vindonissa]] stationierten [[Legio XXI Rapax]] zum Vorschein. Die [[Kantonsarchäologie Aargau]] vermutet deshalb in diesem Bereich einen Gutshof.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 20–21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäss der [[Toponomastik|Ortsnamenskunde]] dürfte Busslingen zwischen dem 6. und 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von den [[Alamannen]] besiedelt worden sein, Remetschwil zwischen dem 8. und 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Der Sennhof geht auf eine hochmittelalterliche Rodung im 11. oder 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 22–23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste urkundliche Erwähnung von &amp;#039;&amp;#039;Reimiswilare&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1184 in einem [[Urbar (Verzeichnis)|Urbar]] des [[Kloster Engelberg|Klosters Engelberg]]. Der Ortsname stammt vom [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutschen]] &amp;#039;&amp;#039;Reinmareswilari&amp;#039;&amp;#039; und bedeutet «Hofsiedlung des Reinmar».&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Beat Zehnder | Herausgeber=Historische Gesellschaft des Kantons Aargau | Titel=Die Gemeindenamen des Kantons Aargau | Sammelwerk=Argovia | Band=Band 100 | Verlag=Verlag Sauerländer | Ort=Aarau | Jahr=1991 | Seiten=347–348 | ISBN=3-7941-3122-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 11. und frühen 12. Jahrhundert übten vermutlich die Freiherren von [[Sellenbüren (Adelsgeschlecht)|Sellenbüren]] die Herrschaft am Rohrdorferberg aus. Später gelangte das Gebiet unter die Kontrolle der [[Habsburg]]er, die hier auch über ansehnlichen [[Allod|Eigenbesitz]] verfügten und nach 1259 von der [[Fürstabtei Murbach]] das [[Kirchenpatronat]] der [[Pfarrkirche St. Martin (Oberrohrdorf)|Kirche Rohrdorf]] übernahmen, zu deren Pfarrei Remetschwil gehörte. Die Habsburger sicherten sich im Jahr 1273 nach dem Erlöschen des mit ihnen konkurrierenden Geschlechts der Grafen von [[Kyburg (Adelsgeschlecht)|Kyburg]] die Landesherrschaft. [[Ministeriale]] übernahmen in ihrem Auftrag Verwaltungsaufgaben, zunächst die Herren von Rüssegg, ab 1344 die Herren von Hünenberg. In der ersten Hälfte des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bildete sich das [[Amt Rohrdorf]] heraus, das mit dem Gebiet der Pfarrei weitgehend übereinstimmte. Bedeutendste Grundbesitzer in Remetschwil waren die Klöster [[Kloster Wettingen|Wettingen]] und [[Kloster Oetenbach|Oetenbach]], während in Busslingen das [[Kloster Muri]] tonangebend war. 1413 verkaufte Herzog [[Friedrich IV. (Tirol)|Friedrich&amp;amp;nbsp;IV.]] den Rohrdorfer [[Kirchensatz]] an das [[Kantonsspital Baden#Geschichte|Agnesspital]] in [[Baden AG|Baden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 27–33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April und Mai 1415 eroberten die [[Alte Eidgenossenschaft|Eidgenossen]] den Aargau mit dem Amt Rohrdorf von den Habsburgern. Remetschwil war nun Teil der [[Grafschaft Baden]], einer [[Gemeine Herrschaft|gemeinen Herrschaft]]. Der alle zwei Jahre wechselnde, in [[Baden AG|Baden]] residierende eidgenössische [[Landvogt]] übte die Landesherrschaft und die [[Blutgerichtsbarkeit]] aus. In Busslingen war er zusätzlich im Besitz der [[Niedere Gerichtsbarkeit|niederen Gerichtsbarkeit]], während in Remetschwil das Kloster Oetenbach diese Aufgabe innehatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 36–37.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Offnung]], die das Verhältnis zwischen Niedergerichtsherr und Dorfbevölkerung regelte, reicht bis 1475 zurück und ist in einer Fassung von 1645 erhalten geblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter der Führung von Pfarrer Heinrich Buchmann, dem Bruder von [[Theodor Bibliander]], trat die Pfarrei Rohrdorf im Jahr 1529 zur [[Reformation]] über. Zwei Jahre später, nachdem die reformierten Orte im [[Zweiter Kappelerkrieg|Zweiten Kappelerkrieg]] unterlegen waren, musste die Bevölkerung wieder die katholische Konfession annehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen Ende des [[Schweizer Bauernkrieg|Bauernkrieges]] von 1653 war der Rohrdorferberg Aufmarschgebiet der Zürcher Truppen auf dem Weg zur Entscheidungsschlacht bei [[Wohlenschwil]]. Während des [[Toggenburgerkrieg|Zweiten Villmergerkriegs]] von 1712 besetzten die katholischen Innerschweizer Orte am 12.&amp;amp;nbsp;Mai den Hügelzug zwischen Reuss- und Limmattal. Wiederholt kam es zu Raubzügen; unter anderem überfielen Bewohner des Rohrdorferbergs die Mühle von [[Spreitenbach]]. Rund 5&amp;#039;000 Zürcher rückten am 21.&amp;amp;nbsp;Mai gegen [[Mellingen AG|Mellingen]] vor. Während Ober- und Niederrohrdorf von den Truppen schwer geplündert wurden, blieb Remetschwil verschont, da die Stadt [[Zürich]] als Rechtsnachfolgerin des aufgelösten Klosters Oetenbach Inhaberin der dortigen Niedergerichtsbarkeit war.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 46–47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Herrschaftsordnung brach 1798 mit dem [[Franzoseneinfall (Schweiz)|Franzoseneinfall]] und der Ausrufung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] zusammen. Gegen die neue revolutionäre Ordnung leisteten etliche Bewohner des Rohrdorferbergs Widerstand, den die französischen Truppen jedoch im [[Gefecht bei Hägglingen]] niederschlugen. Im neuen Einheitsstaat war Remetschwil eine [[Munizipalität]] im Distrikt [[Bremgarten AG|Bremgarten]] des kurzlebigen [[Kanton Baden|Kantons Baden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 90–92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der [[Mediation (Geschichte)|Mediationsverfassung]] von 1803 entstand der neue Kanton Aargau, und Busslingen gehörte vorübergehend zur Gemeinde Oberrohrdorf. 1805 vereinigten sich Busslingen, Niederrohrdorf, Oberrohrdorf, Remetschwil und [[Staretschwil]] zur Gemeinde [[Rohrdorf AG|Rohrdorf]], wobei die fünf Gemeindeteile je einen Vertreter im Gemeinderat stellten. Wie es zu diesem Zusammenschluss kam, ist unklar, da die Quellen den Ablauf nicht detailliert darstellen. Treibende Kräfte waren Bezirksamtmann Johann Ludwig Baldinger und Friedensrichter Johann Vogler, die vermutlich einige Entscheide selbstherrlich gefällt und sich über das demokratische Mitbestimmungsrecht hinweggesetzt hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 103–104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Remetschwil-LBS H1-014054.tif|mini|Luftansicht (1952)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Rohrdorf war strukturschwach. Das Leben war fast ausschliesslich auf die Landwirtschaft ausgerichtet, die wenigen Gewerbebetriebe dienten den lokalen Bedürfnissen. Die Ablösung der Feudallasten zog sich über Jahrzehnte hin. Aufgrund von Armut und Hungersnöten kam es nach 1816 («[[Jahr ohne Sommer]]») und erneut in den 1840er Jahren zu Auswanderungswellen. Einen weiteren Bevölkerungsschwund gab es Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Wiederholt gab es Bemühungen der zum Teil autonomen Dorfgemeinschaften, die Grossgemeinde wieder zu trennen, da die Zusammenarbeit in organisatorischen und finanziellen Belangen nicht reibungslos funktionierte. Entsprechende Gesuche lehnte die Kantonsregierung in den Jahren 1813, 1816, 1832, 1842, 1850 und 1853 ab. Sämtliche Gesuche gingen von Remetschwil aus, während Staretschwil und Busslingen diese meist nicht unterstützten.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schliesslich forderte der [[Grosser Rat (Aargau)|Grosse Rat]] die Regierung auf, die Trennung durchzuführen. 1854 wurde Rohrdorf in die drei Gemeinden Niederrohrdorf (mit Holzrüti und Vogelrüti), Oberrohrdorf (mit Staretschwil) und Remetschwil (mit Busslingen) getrennt.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1912 besass Busslingen eine eigenständige [[Bürgergemeinde|Ortsbürgergemeinde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts diversifizierte sich die Wirtschaft allmählich. Es begannen sich Gewerbebetriebe anzusiedeln, die über den rein lokalen Markt hinaus produzierten. Die Mechanisierung der Landwirtschaft machte eine Zusammenlegung der vielen kleinen Parzellen notwendig, um sie rationeller bewirtschaften zu können. Die dazu notwendige Güterregulierung liess bis 1941 auf sich warten.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 159–160.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1897 begann auf genossenschaftlicher Basis der Bau eines Wasserversorgungsnetzes, 1911 erfolgte der Anschluss ans Stromnetz.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 276–277.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] baute die [[Schweizer Armee]] die [[Limmatlinie|Limmatstellung]] aus, zu der auch ein komplexes System von Festungsanlagen auf dem Heitersberg-Hügelzug gehörte; im Unterried bei Busslingen entstand eine Artilleriestellung. Mit der [[Schweizer Réduit|Réduitstrategie]] verlor die Limmatstellung im Sommer 1940 ihre Bedeutung, und die im Dorf zahlreich einquartierten Truppen wurden abgezogen. Der [[Plan Wahlen]] erforderte eine markante Vergrösserung der Anbaufläche. Ab Herbst 1940 war auf dem Sennhof eine Kompanie internierter [[Polen|polnischer]] Soldaten einquartiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 192–198.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Einwohnerzahl jahrzehntelang stagniert hatte, begann sie ab den 1960er Jahren aufgrund des Siedlungsdrucks in den Zentren Baden und Zürich allmählich anzusteigen. 1967 wurde ein Zonenplan verabschiedet, um die Bautätigkeit in geordnete Bahnen zu lenken. Bei den Neubauten handelte es sich fast ausschliesslich um Einfamilienhäuser an Hanglage. Weitaus am stärksten war das Wachstum während des Baubooms der 1990er Jahre, als die Einwohnerzahl um mehr als 50 % zunahm. Die Siedlungsflächen von Busslingen und [[Stetten AG|Stetten]] wuchsen zusammen, während der Sennhof weiterhin ländlich geprägt blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 293–294.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Remetschwil}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung]] des Gemeindewappens lautet: «Geteilt von Gelb mit schreitendem rotem, rücksehenden Rehbock und von Rot mit gelbem Reichsapfel.» Das Wappen wurde 1854 nach der Auflösung der Gemeinde Rohrdorf geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Joseph Galliker, Marcel Giger | Titel=Gemeindewappen des Kantons Aargau | Verlag=Lehrmittelverlag des Kantons Aargau | Ort=Buchs | Jahr=2004 | Seiten=250 | ISBN=3-906738-07-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahlen entwickelten sich wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |titel=Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Kantons Aargau seit 1850 |hrsg=Statistik Aargau |werk=Eidg. Volkszählung 2000 |datum=2001 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114614/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-06-01 |format=Excel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1780 || 1860 || 1900 || 1930 || 1950 || 1960 || 1970 || 1980 || 1990 || 2000 || 2010 || 2020&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 221 || 575 || 482 || 489 || 490 || 469 || 629 || 796 || 1168 || 1759 || 2017 || 2023&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am {{EWD|CH-AG}} lebten {{EWZ CH|CH-AG|4039}} Menschen in Remetschwil, der Ausländeranteil betrug {{FormatZahl|{{Metadaten Ausländeranteil CH-AG|4039}} }} %. Bei der Volkszählung 2015 bezeichneten sich 39,0 % als [[Römisch-katholische Kirche in der Schweiz|römisch-katholisch]] und 25,0 % als [[Evangelisch-reformierte Kirchen der Schweiz|reformiert]]; 36,0 % waren [[Konfessionslosigkeit|konfessionslos]] oder gehörten anderen Glaubensrichtungen an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |titel=Wohnbevölkerung nach Religionszugehörigkeit, 2015 |werk=Bevölkerung und Haushalte, Gemeindetabellen 2015 |hrsg=Statistik Aargau |abruf=2019-06-01 |format=Excel |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191020011839/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |archiv-datum=2019-10-20 |offline=ja |archiv-bot=2023-01-01 10:55:39 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 93,8 % gaben bei der Volkszählung 2000 [[Deutsche Sprache|Deutsch]] als ihre Hauptsprache an, 1,4 % [[Italienische Sprache|Italienisch]], 0,9 % [[Albanische Sprache|Albanisch]], 0,8 % [[Englische Sprache|Englisch]] sowie je 0,6 % [[Französische Sprache|Französisch]] und [[Spanische Sprache|Spanisch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |titel=Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Hauptsprache sowie nach Bezirken und Gemeinden |hrsg=Statistik Aargau |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114554/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-06-01 |format=Excel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Recht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Remetschwil komunuma domo 087.jpg|mini|Gemeindehaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versammlung der Stimmberechtigten, die [[Gemeindeversammlung]], übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der fünfköpfige [[Gemeinderat (Schweiz)|Gemeinderat]]. Er wird im [[Mehrheitswahl|Majorzverfahren]] vom Volk gewählt, seine Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Gemeinderat führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm vom Kanton zugeteilt wurden. Für Rechtsstreitigkeiten ist in erster Instanz das [[Bezirksgericht (Schweiz)|Bezirksgericht]] Baden zuständig. Remetschwil gehört zum Friedensrichterkreis V (Mellingen).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/de/gerichte/schlichtungsbehoerden/friedensrichter/friedensrichterkreise/friedensrichterkreise_1.jsp |titel=Friedensrichterkreise |hrsg=Kanton Aargau |abruf=2019-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In Remetschwil gibt es gemäss der im Jahr 2015 erhobenen Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) rund 500 Arbeitsplätze, davon 11 % in der Landwirtschaft, 35 % in der Industrie und 54 % im Dienstleistungsbereich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |titel=Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) |hrsg=Statistik Aargau |datum=2016 |abruf=2019-06-01 |format=Excel, 157 kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190508143920/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |archiv-datum=2019-05-08 |offline=ja |archiv-bot=2023-01-01 10:55:39 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten Unternehmen sind in der Gewerbezone von Busslingen angesiedelt, wobei das Baugewerbe die grösste Bedeutung hat. Die meisten Erwerbstätigen sind Wegpendler und arbeiten mehrheitlich in der Agglomeration [[Baden AG|Baden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Remetschwil liegt an der Kantonsstrasse 282 zwischen [[Baden AG|Baden]] und der [[Mutschellen]]-Passhöhe, Busslingen an der Kantonsstrasse 281 nach [[Bremgarten AG|Bremgarten]]. Es gibt keine direkte Strassenverbindung zwischen Remetschwil und Busslingen, beide Ortsteile sind nur mit einem Umweg über [[Oberrohrdorf]] erreichbar. Der Anschluss Baden-West der [[Autobahn 1 (Schweiz)|Autobahn A1]] ist nur wenige Kilometer entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Remetschwil führt die Postautolinie vom [[Bahnhof Baden]] nach [[Berikon]]-[[Widen]] (Haltestelle der [[Bremgarten-Dietikon-Bahn]]). Busslingen wird durch die Postautolinie Baden–[[Stetten AG|Stetten]]–Bremgarten erschlossen. Zwischen Remetschwil und Busslingen gibt es keine direkte Verbindung, Busfahrgäste müssen in [[Niederrohrdorf]] umsteigen. Während der Hauptverkehrszeit gibt es eine weitere Postautolinie vom [[Bahnhof Mellingen Heitersberg]] (Anschluss an die [[S-Bahn Zürich]]) über Remetschwil nach Widen. Ferner verkehrt ein Schnellbus der Gesellschaft [[Limmat Bus]] zum [[Bahnhof Zürich Enge]]. An Wochenenden verkehrt ein Nachtbus von Baden nach Berikon-Widen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfügt über einen [[Kindergarten]] und ein Schulhaus, in dem die [[Primarschule]] unterrichtet wird. Die [[Realschule]], die [[Sekundarschule]] und die [[Bezirksschule]] können in [[Niederrohrdorf]] besucht werden. Die nächstgelegenen Gymnasien sind die [[Kantonsschule Baden]] und die [[Kantonsschule Wettingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Schule am Rohrdorferberg existierte ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Oberrohrdorf; dabei handelte es sich um eine «Winterschule», die nur das Notwendigste an Bildung vermittelte. Nach der Einführung der allgemeinen Schulpflicht im Jahr 1805 wurde das Angebot allmählich ausgebaut. Die Kinder gingen zunächst weiterhin in Oberrohrdorf zur Schule, bis Remetschwil 1830 ein eigenes Schulgebäude baute. Dieses erhielt 1910 einen Anbau und wird heute noch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Furter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Rohrdorferberg.&amp;#039;&amp;#039; S. 136–140.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Hans G. Conrad]] (1926–2003), Fotograf und Designer&lt;br /&gt;
* [[Konstantin Karl Falkenstein]] (1801–1855), Historiker und Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Emil Gsell]] (1899–1973), Professor für Wirtschaftswissenschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|1650|Autor=Patrick Zehnder}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Fabian Furter, Martin Handschin, [[Bruno Meier]], René Roca, Miriam Rorato |Titel=Rohrdorferberg – Geschichte von Oberrohrdorf, Niederrohrdorf und Remetschwil |Jahr=2011}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.remetschwil.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Remetschwil]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirk Baden Aargau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4696025-9|VIAF=238785161}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1184]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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