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	<title>Relikt (Botanik) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T11:33:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Relikt_(Botanik)&amp;diff=1555164&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF)</title>
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		<updated>2025-11-16T22:47:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2011-08-01 17-41-36 Switzerland Segl-Maria.jpg|mini|hochkant=1.5|In Norddeutschland eine glaziale Reliktart: Das [[Moosglöckchen]]|alternativtext=auf dem durch etwa drei gleichverteilte Bögen untergliedertem Bild befindet sich am unteren, unscharf dargestellten Bereich eine kleine Menge von Pflanzen mit kleinen Blättern verschiedener Strukturen, im mittigen Bereich sind eine Formation hellblütiger nach unten geöffneter Kelchpflanzen kleiner Statur in dichter Menge, wo die meiste in eine Richtung schauen, einige aber eingedreht andere Richtungen wählen, Blüten sind weißlich hell rosa im Farbverlauf, die Stängel zart dunkler und scheinbar robuster als die Blüten, der Formation schließt sich im oberen zugleich hinteren Teil ein unscharfer Bereich eines Felsmassiv und einer größeren Laubbaumformation an, welche scheinbar tiefer wachsend nach oben hinter dem scharfen mittleren Abschnitt ragt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Relikt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (beziehungsweise einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reliktart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) handelt es sich in der [[Geobotanik]] um [[Art (Biologie)|Pflanzenarten]] an einem [[Standort (Ökologie)|Standort]], dessen [[klima]]tische Bedingungen nicht mehr die für diese Art typischen Voraussetzungen erfüllt. Während sich die Wuchsgebiete der [[Population (Biologie)|Stammpopulation]] aufgrund von Klimaveränderungen verlagert haben, konnten einige kleinere Vorkommen (zumeist am Rand des ehemaligen Verbreitungsgebietes in [[Refugialraum|Refugialräumen]]) unter den veränderten Bedingungen überdauern. Durch ihr nunmehr isoliertes Vorkommen ist der Gen- und [[Diaspore]]naustausch eingeschränkt. Zudem besitzen sie unter den ungünstigen Standortbedingungen kein Ausbreitungsvermögen mehr; sie können sich nur noch an den bisherigen Wuchsorten fortpflanzen und behaupten. Wird eine Reliktart entfernt, kann sie sich nicht mehr regenerieren und der Standort wird von anderen Pflanzenarten übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisweilen spricht man auch bei ganzen [[Biom]]en von &amp;#039;&amp;#039;Relikten&amp;#039;&amp;#039;, so etwa bei der „[[Tertiärrelikt]]-Hypothese“ der kanarischen [[Laurisilva|Gebirgs-Lorbeerwälder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
Die vorkommenden [[Glazialrelikt|Glazial-]] und [[Xerothermrelikt]]e werden in drei Gruppen eingeteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Regressive Relikte wie die [[Alpen-Kuhschelle]] sind stark zurückgegangen.&lt;br /&gt;
*Konservative Relikte weisen isolierte Wuchsorte auf, so zum Beispiel [[Moor]]standorte. Zu diesen Relikten zählen die [[Alpen-Rasenbinse]] oder die [[Verarmte Segge]].&lt;br /&gt;
*Progressive Relikte sind auf anthropogene Flächen gewechselt, beispielsweise die [[Erd-Segge]] oder das [[Wiesen-Rispengras]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Zu den Reliktstandorten gehören [[Hochmoor|Hochmoore]], Steinschuttfluren, Berggipfel und [[Schwermetall]]böden. Man findet sie etwa in den südlichen Alpen als Felsspaltenfluren. In Mitteleuropa kann nach Ellenberg die Bunte Erdflechtengesellschaft als Reliktgesellschaft der [[Postglaziale Wärmezeit|postglazialen Wärmezeit]] aufgefasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
[[Floristik (Wissenschaft)|Floristisch]] vielfältige Reliktgesellschaften aus dem [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] findet man im submediterranen Raum. Im Speziellen als [[Glazialrelikt]] beherbergen beispielsweise kühle, saure Moorgewässer im [[Alpen]]vorland die seltene Gesellschaft der [[Kleine Teichrose|Kleinen Teichrose]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Nupharetum pumilae]]&amp;#039;&amp;#039;). Im Gebiet der [[Karnische Alpen|Karnischen Alpen]] findet man auch heute noch auf den Überdauerungsort beschränkt beispielsweise [[Blaues Mänderle]] (&amp;#039;&amp;#039;Paederota bonarota&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Schopfteufelskralle]] (&amp;#039;&amp;#039;Physoplexis comosa&amp;#039;&amp;#039;, früher &amp;#039;&amp;#039;Phyteuma sieberi&amp;#039;&amp;#039; benannt). In der [[Pannonische Florenprovinz|Pannonischen Florenprovinz]] treten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Tátorján-Meerkohl]] und [[Europa-Hornmelde]] als eiszeitliche Kältesteppenrelikte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für ein Glazialrelikt im norddeutschen Raum ist das Moosglöckchen (Linnaea borealis L.), das sich dort während der letzten Kaltzeit ausgebreitet hat und heute durch zu warme Winter als Reliktart geführt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlev Metzing: &amp;#039;&amp;#039;Küstenflora und Klimawandel – der Einfluss der globalen Erwärmung auf die Gefäßpflanzenflora des deutschen Küstengebietes von Nord- und Ostsee&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, Oldenburg 2005, [https://oops.uni-oldenburg.de/138/2/metkue05.pdf Online PDF-Version], abgerufen am 18. Oktober 2020, S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz Ellenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer, dynamischer und historischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; 5., stark veränderte und verbesserte Auflage. Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-2696-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesprochene Version&lt;br /&gt;
|datei      = de-Relikt_(Botanik)_Wikipedia-Artikel.ogg&lt;br /&gt;
|länge      = 6:01&lt;br /&gt;
|größe      = 5,5 MB&lt;br /&gt;
|sprecher   = Conny&lt;br /&gt;
|geschlecht = männlich&lt;br /&gt;
|dialekt    = Hochdeutsch&lt;br /&gt;
|version    = 229188150&lt;br /&gt;
|datum      = 2022-12-25&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geobotanik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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