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	<title>Relevanz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__NOTOC__&amp;lt;!-- Artikel zu klein, Inhaltsverzeichnis (IV) stört hier eher. Falls der Artikel an Umfang zunimmt, bitte den Befehl entfernen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Relevanz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat./ital.: &amp;#039;&amp;#039;re-levare&amp;#039;&amp;#039; „[den Waagebalken, eine Sache] wieder bzw. erneut in die Höhe heben“) ist eine Bezeichnung für die [[Bedeutung|Bedeutsamkeit]] und damit sekundär auch eine situationsbezogene [[Wichtigkeit]], die jemand etwas in einem bestimmten Zusammenhang beimisst. Das Wort ist der [[Bildungssprache]] zugeordnet&amp;lt;ref&amp;gt;„bildungssprachlich“ nach &amp;#039;&amp;#039;Brockhaus Wahrig – Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, fünfter Band, 1983, Lemma &amp;#039;&amp;#039;Relevanz&amp;#039;&amp;#039;. Diese Zuordnung findet sich aber auch in anderen deutschsprachigen Wörterbüchern.&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezieht sich auf Einschätzungen und Vergleiche innerhalb eines Sach- oder Fachgebietes. Das [[Antonym]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Irrelevanz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Adjektiv: &amp;#039;&amp;#039;irrelevant&amp;#039;&amp;#039;) ist entsprechend eine Bezeichnung für Bedeutungslosigkeit im gegebenen Zusammenhang, umgangssprachlich vereinfacht auch für allgemeine Sinnlosigkeit oder Unwichtigkeit. Das Fremdwort für eine allgemeine, qualitativ messbare Wichtigkeit ist [[Importanz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „Relevanz“ ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt, seine heutige Bedeutung entwickelte sich im 20. Jahrhundert unter dem Einfluss des englischen &amp;#039;&amp;#039;relevant&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EDuden&amp;quot;&amp;gt;Satz nach &amp;#039;&amp;#039;Duden «Etymologie» – Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Dudenverlag, 1989, Lemma &amp;#039;&amp;#039;relevant&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;relevant&amp;#039;&amp;#039; ist seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar und soll aus der lateinischen Fügung &amp;#039;&amp;#039;relevantes articuli&amp;#039;&amp;#039; („berechtigte, beweiskräftige Argumente [im Rechtsstreit]“) entstanden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EDuden&amp;quot; /&amp;gt; Die ursprüngliche Bedeutung war „schlüssig, richtig“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EDuden&amp;quot; /&amp;gt; Im 20. Jahrhundert entwickelte sich, unter dem Einfluss des englischen &amp;#039;&amp;#039;relevant&amp;#039;&amp;#039;, die heutige Wortverwendung im Sinne von „bedeutungsvoll, wesentlich, [ge]wichtig“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EDuden&amp;quot; /&amp;gt; Der Etymologie-Duden attestiert für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts den Status eines „Modewortes“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EDuden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommunikation ==&lt;br /&gt;
Als [[Terminus]] findet sich &amp;#039;&amp;#039;Relevanz&amp;#039;&amp;#039; heute in der deutschsprachigen [[Kommunikationswissenschaft]]. Die Aufmerksamkeit für eine [[Nachricht]] wird von der Neuigkeit, der formalen Auffälligkeit (Präsentation) und von der Relevanz der Inhalte für den [[Rezipient]]en beeinflusst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ruhrmann&amp;quot;&amp;gt;Satz nach Georg Ruhrmann: &amp;#039;&amp;#039;Ereignis, Nachricht und Rezipient&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Die Wirklichkeit der Medien&amp;#039;&amp;#039;, Opladen, 1994, S. 245.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rezipienten orientieren sich überwiegend an der &amp;#039;&amp;#039;Relevanz&amp;#039;&amp;#039;, die sie den Nachrichten zumessen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ruhrmann&amp;quot; /&amp;gt; Bei der Einschätzung der Relevanz wird Alltagswissen über die behandelten Themen sowie die Einschätzung des jeweiligen [[Medium (Kommunikation)|Medium]]s, des Kommunikationsmittels, und seiner Arbeitsweise verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ruhrmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommunikationswissenschaftler [[Klaus Merten]] definiert [[Öffentlichkeit]] als Situation mit charakteristischen Elementen „die […] Diskurse anstößt zu […] Themen, die […] nach Relevanz behandelt werden […]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Merten&amp;quot;&amp;gt;zitiert nach Klaus Merten &amp;#039;&amp;#039;Vorlesung Public Relations SS 2005&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zum Begriff von Öffentlichkeit&amp;#039;&amp;#039;, erste Seite, online unter http://egora.uni-muenster.de/ifk/personen/bindata/VV10ABST.5.doc, abgerufen am 8. November 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; und schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „[Die Öffentlichkeit] besitzt damit von Anfang an zwei politische Komponenten insofern, als die Behandlung von Themen [dort] nach Kriterien gesamtgesellschaftlicher Relevanz erfolgt und durch die dazu artikulierte Meinungsbildung die laufende Beobachtung von Graden der Zustimmung und Ablehnung zu dem jeweiligen Thema erlaubt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Merten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übereinstimmung der Relevanzsysteme nach Alfred Schütz ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Alfred Schütz#Typik und Relevanz|titel1=Typik und Relevanz}}&lt;br /&gt;
Nach der &amp;#039;&amp;#039;Generalthese der Reziprozität der Perspektiven&amp;#039;&amp;#039; von [[Alfred Schütz]] findet beim Menschen eine &amp;#039;&amp;#039;Idealisierung der Übereinstimmung der Relevanzsysteme&amp;#039;&amp;#039; statt, das heißt beim Versuch der Verständigung mit anderen Menschen können individuelle Unterschiede der Relevanzsysteme unbeachtet bleiben. Bei der Idealisierung treten also die Gemeinsamkeiten in den Relevanzsystemen hervor, sodass bei gegenseitiger Anwendung zwar keine vollständige, jedoch eine für die Kommunikation ausreichende Übereinstimmung der Relevanzsysteme entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quantitatives ==&lt;br /&gt;
In einigen quantitativen Wissenschaften, etwa in der physikalischen Theorie der [[Kritische Phänomene|Kritischen Phänomene]], in der [[Soziophysik|Sozio-]] und der [[Ökonophysik]]. wird der Begriff „Relevant“ mathematisch-streng benutzt, indem statt des realen Systems stark vereinfachte Modelle mit denselben &amp;#039;&amp;#039;relevanten&amp;#039;&amp;#039; Wechselwirkungen &amp;#039;&amp;#039;exakt&amp;#039;&amp;#039; gelöst werden, was nur für die vereinfachten Modelle möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden also [[Äquivalenzklasse]]n verschiedener Modelle mit gleichem &amp;#039;&amp;#039;relevanten&amp;#039;&amp;#039; Verhalten gebildet und statt des realen Systems jeweils das einfachste Modell seiner Klasse exakt gelöst, was genau die relevanten Eigenschaften des realen Modells ergibt. Dabei wird in Kauf genommen, dass andere Eigenschaften, eben die „irrelevanten“, falsch herauskommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Beispiel ===&lt;br /&gt;
Das Beispiel betrifft das sog. [[Kritisches Phänomen|kritische Verhalten]] gewisser physikalischer Systeme, kommt aber auch in der [[Soziophysik]] vor&amp;lt;ref&amp;gt;W. Weidlich, mit G. Haag: &amp;#039;&amp;#039;Concepts and Models of Quantitative Sociology&amp;#039;&amp;#039;, Springer Wissenschaftsverlag, Berlin 1983&amp;lt;/ref&amp;gt;: Es werden gewisse Eigenschaften &amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039; eines großen Systems betrachtet, das von vielen Wechselwirkungskonstanten abhängt, symbolisch geschrieben durch eine Menge &amp;lt;math&amp;gt;\boldsymbol{W} &amp;lt;/math&amp;gt;. Es werde vorausgesetzt, dass&lt;br /&gt;
* (erstens) das System auf einem unendlich ausgedehnten Graphen gegebener &amp;#039;&amp;#039;Dimension&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;d&amp;#039;&amp;#039; definiert ist (z.&amp;amp;nbsp;B. auf einem dreidimensionalen Gitter), wobei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (zweitens) die Wechselwirkungen eine gewisse &amp;#039;&amp;#039;Symmetrie&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;SYM&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. Drehinvarianz) besitzen sollen, und wobei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (drittens) die Reichweite &amp;#039;&amp;#039;RW &amp;#039;&amp;#039; der Wechselwirkung endlich kurz oder unendlich lang, aber exponentiell oder stärker abfallend sein soll. Zusätzlich sollen die Eigenschaften des Systems von einem Parameter &amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039; abhängen, z.&amp;amp;nbsp;B. von der Temperatur, der einen sog. &amp;#039;&amp;#039;kritischen Wert&amp;#039;&amp;#039; besitzen soll, &amp;#039;&amp;#039;T=T&amp;lt;sub&amp;gt;c&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;. In der Nähe dieses Wertes gilt oft ein sog. Skalengesetz: In der Nähe des kritischen Parameters zerfällt die Gesamtheit der Wechselwirkungen aus verschiedenen Gründen in zwei Klassen, symbolisch geschrieben: &amp;lt;math&amp;gt;\boldsymbol{W}=\boldsymbol{W_1}\otimes\boldsymbol{W_2} ,&amp;lt;/math&amp;gt; wobei nur die erste Klasse, &amp;lt;math&amp;gt;\boldsymbol{W_1}&amp;lt;/math&amp;gt;, „relevant“ ist, die zweite dagegen „irrelevant“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Eugene Stanley: &amp;#039;&amp;#039;Introduction to Phase Transitions and Critical Phenomena.&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford 1971, ISBN 0-19-505316-8&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ergibt &amp;lt;math&amp;gt;E(\boldsymbol  {W}) \cong c_{\pm}\cdot |T-T_c|^x +\dots ,&amp;lt;/math&amp;gt; wobei die drei Punkte vernachlässigbare Terme bedeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hängt der sog. „kritische Exponent“ &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; nur vom relevanten Teil der Wechselwirkungen ab, nämlich von der Dimension &amp;#039;&amp;#039;d&amp;#039;&amp;#039;, von ihrer Symmetrie &amp;#039;&amp;#039;SYM&amp;#039;&amp;#039; und von ihrer Reichweite &amp;#039;&amp;#039;RW&amp;#039;&amp;#039;. Die Vorfaktoren &amp;lt;math&amp;gt;c_\pm&amp;lt;/math&amp;gt; hängen dagegen auch von allen sonstigen Einzelheiten der Wechselwirkung ab, sind oberhalb und unterhalb der kritischen „Temperatur“ verschieden, sind aber irrelevant. Denn „robust“, d.&amp;amp;nbsp;h. „ungeändert“, bleibt beim Übergang zu einem anderen System derselben „Universalitätsklasse“ nur der relevante Teil der Wechselwirkung. Der Vorfaktor vor dem Potenzgesetz ist dagegen irrelevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* [http://www.swisseduc.ch/informatik/internet/internet_recherche_werkstatt/docs/pf3.pdf Relevanz] (PDF; 122&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.swisseduc.ch/informatik/internet/internet_recherche/informationsbeschaffung_im_internet/Relevanz_Dokuments.html Relevanz eines Dokuments]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abstraktum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikationswissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Makerspace2020</name></author>
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