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	<title>Relevanter Markt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T01:45:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Relevanter_Markt&amp;diff=376217&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tärkein kampa: /* Allgemeines */ BK aufgelöst</title>
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		<updated>2023-05-18T14:12:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Allgemeines: &lt;/span&gt; BK aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;relevanter Markt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Betriebswirtschaftslehre]] eine [[Marktabgrenzung]] bezeichnet, auf die sich das [[Marketing]] oder die [[Marktbearbeitung]] konzentriert. Im [[Wettbewerbsrecht|Wettbewerbs-]] und [[Kartellrecht]] betrifft der [[Rechtsbegriff]] [[Unternehmen]] mit [[Marktbeherrschende Stellung|marktbeherrschender Stellung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Ein relevanter Markt ist der [[Teilmarkt]] eines Gesamtmarktes, den ein [[Güterangebot|Anbieter]] beispielsweise aufgrund der räumlichen Lage oder der [[Präferenz (Wirtschaftswissenschaften)|Präferenzen]] der [[Nachfrage]]r für bedienbar hält.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Management_von_Beschaffung_Produktion_un/C0MUw6myOH0C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Relevanter+markt%22&amp;amp;pg=PA115&amp;amp;printsec=frontcover Rainer Palupski, &amp;#039;&amp;#039;Management von Beschaffung, Produktion und Absatz&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 115]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Marktsegment]]e sind wiederum Teilmärkte eines relevanten Marktes und ergeben sich durch die [[Segmentierung (Ökonomik)|Segmentierung]] eines Gesamtmarkts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
Ein relevanter Markt ist der Einflussbereich von [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] und [[Nachfrage (Mikroökonomie)|Nachfrage]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Einf%C3%BChrung_in_die_Volkswirtschaftslehre/0hYywaZfIiQC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Relevanter+markt%22&amp;amp;pg=PA173&amp;amp;printsec=frontcover Lothar Wildmann, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Volkswirtschaftslehre, Mikroökonomie und Wettbewerbspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 2007 , S. 173]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Einfluss]] bedeutet, dass das Angebot Nachfrager erreichen kann und dass Nachfrager vom Angebot [[Kenntnis]] erlangen und zu einer [[Kaufentscheidung]] veranlassen können. Der relevante Markt von seiner räumlichen Ausdehnung kann deshalb bloß der [[Wochenmarkt]], darüber hinaus auch der [[Binnenmarkt]] einer [[Region]] oder eines ganzen [[Staat]]es, der [[Europäischer Binnenmarkt|Europäische Binnenmarkt]] der [[EU-Mitgliedstaaten]] oder gar der [[Weltmarkt]] sein:&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Der Begriff des Binnenmarktes wird auch zur Unterscheidung eines nationalen Marktes innerhalb eines Staates vom Weltmarkt verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Internationaler_Handel/3Z_wBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=binnenmarkt+weltmarkt&amp;amp;pg=PA35&amp;amp;printsec=frontcover Peter Zweifel/Robert H. Heller, &amp;#039;&amp;#039;Internationaler Handel: Theorie und Empirie&amp;#039;&amp;#039;, 1992, S. 35]&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus lässt sich folgende [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregationsebene]] je nach Verbreitung eines Marktes ableiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Marktform]]&lt;br /&gt;
! [[Marktpreis]]&lt;br /&gt;
! ökonomische &amp;lt;br /&amp;gt; Ebene&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wochenmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Preis (Wirtschaft)|lokaler Preis]] || [[Mikroebene]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Binnenmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Binnenmarktpreis]] || [[Mesoebene]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Europäischer Binnenmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Binnenmarktpreis]] || [[Mesoebene]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Weltmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Weltmarktpreis]] || [[Makroebene]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Marktabgrenzung werden insbesondere die [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]] oder [[Dienstleistung]]en markt- und kundenspezifisch [[Positionierung (Marketing)|positioniert]] und [[Marktnische]]n oder [[Marktlücke]]n identifiziert. Für den relevanten Markt werden [[strategische Geschäftseinheit]]en und [[Strategische Planung (Betriebswirtschaft)|strategische Planungen]] aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Das_neue_Lexikon_der_Betriebswirtschafts/eWbpBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Relevanter+Markt+lexikon&amp;amp;pg=PA826&amp;amp;printsec=frontcover Siegfried G. Häberle (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Das neue Lexikon der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 826]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der relevante Markt soll die [[Substitutionsgut|Substitutionsbeziehungen]] zwischen Produkten oder Dienstleistungen sichtbar machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Kompakt_Lexikon_Marketing/81egBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Relevanter+Markt+lexikon&amp;amp;pg=PA433&amp;amp;printsec=frontcover Ludwig G. Poth/Marcus Pradel/Gudrun S. Poth, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Marketing&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 433]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
Traditionell werden bei der Marktabgrenzung [[Wirtschaftszweig|Branchen]] betrachtet. Problematisch hierbei ist jedoch, dass auch zwischen Branchen Konkurrenzbeziehungen in Form der [[Substitutionskonkurrenz]] bestehen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Straßengüterverkehr]] vs. [[Schienengüterverkehr]]). Folglich werden häufig mögliche Beziehungen zwischen Leistungen betrachtet. Dabei können folgende Operationalisierungen zugrunde gelegt werden: &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Datenkranzkonzept&amp;#039;&amp;#039;: Die [[Preis-Absatz-Funktion]] ist eine vom Markt gegebene, [[exogen]]e Größe ([[Datenparameter]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elementarmarktkonzept&amp;#039;&amp;#039;: Jedes Gut hat einen eigenen relevanten Markt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konzept der physisch-technischen Ähnlichkeit&amp;#039;&amp;#039;: Der relevante Markt umfasst alle [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]], die sich nach Eigenschaft, Stoff, Verarbeitung, Form, technischer Gestaltung und [[technische Daten|technischen Daten]] gleichen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; Konzept der [[Kreuzpreiselastizität]]&amp;#039;&amp;#039;: Der relevante Markt umfasst alle Produkte, die sich durch eine hohe Kreuzpreiselastizität auszeichnen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Grundbedürfnis]]konzept&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Konzept der funktionalen Ähnlichkeit&amp;#039;&amp;#039;: Der relevante Markt umfasst alle Güter, die das gleiche Grundbedürfnis/Funktion erfüllen. Dieses Konzept ist verwenderorientiert.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konzept der konjekturalen [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Konkurrenz]]-[[Situation]]&amp;#039;&amp;#039;: Der relevante Markt umfasst alle Konkurrenzprodukte, die ein Anbieter in seinen Absatzplanungen berücksichtigt. Dieses Konzept ist anbieterorientiert.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konzept der verwenderorientierten/subjektiven Austauschbarkeit&amp;#039;&amp;#039;: Der relevante Markt umfasst alle Produkte, die vom Verwender als subjektiv [[Substitutionsgut|austauschbar]] angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftstheorie == &lt;br /&gt;
In der [[Wirtschaftstheorie]] grenzt sich eine Gruppe von Anbietern und Nachfragern derart von anderen ab, dass die nicht zur Gruppe gehörenden Anbieter und Nachfrager nur unbedeutenden Einfluss auf die [[Preisbildung]] innerhalb der Gruppe ausüben können.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, 1984, Sp. 1011; ISBN 3409303839&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Abgrenzung dient die Theorie der [[Substitutionslücke]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joan Robinson]], &amp;#039;&amp;#039;The Economics of Imperfect Competition&amp;#039;&amp;#039;, 1933, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Austin Robinson]], &amp;#039;&amp;#039;Monopoly&amp;#039;&amp;#039;, 1949, S. 4 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Theorie des Elementarmarktes.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich von Stackelberg]], &amp;#039;&amp;#039;Marktform und Gleichgewicht&amp;#039;&amp;#039;, 1934, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleichbare [[Substitutionsgut|Substitutionsgüter]] (wie mehrere [[Brotsorte]]n) bilden eine [[Produktgruppe]], die auf einem exklusiven relevanten Markt (hier: Markt für [[Backware]]n) gehandelt wird und diesen von anderen relevanten Märkten abgrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wettbewerbsrecht == &lt;br /&gt;
Nach {{§|18|gwb|juris}} Abs. 1 [[Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen|GWB]] ist ein Unternehmen marktbeherrschend, wenn es als Anbieter oder Nachfrager einer bestimmten Art von Waren oder gewerblichen Leistungen auf dem sachlich und räumlich relevanten Markt ohne [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerber]] ist ([[Monopol]]), keinem wesentlichen Wettbewerb ausgesetzt ist ([[Teilmonopol]]) oder eine im Verhältnis zu seinen Wettbewerbern überragende [[Marktstellung]] ([[Marktführer]] mit mindestens 40 % [[Marktanteil]]) hat. &amp;#039;&amp;#039;Sachlich relevant&amp;#039;&amp;#039; ist ein Markt, wenn die [[Handelsobjekt]]e aus Sicht der Nachfrager [[Funktionalität (Produkt)|funktionell]] austauschbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Kling/Stefan Thomas, &amp;#039;&amp;#039;Grundkurs Wettbewerbs- und Kartellrecht&amp;#039;&amp;#039;, Teil II, 2004, Rn. 106; ISBN 978-3406765919&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein &amp;#039;&amp;#039;räumlich relevanter&amp;#039;&amp;#039; Markt ist für alle zum sachlich relevanten Markt gehörenden Produkte/Dienstleistungen vorhanden, wenn diese aus Sicht des Nachfragers räumlich austauschbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Messe_und_Ausstellungsrecht/9nUiEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Relevanter%22+Markt+gwb&amp;amp;pg=PA17&amp;amp;printsec=frontcover Heinrich Hilderscheid, &amp;#039;&amp;#039;Messe- und Ausstellungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 18]&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter dem räumlich relevanten Markt versteht man das geografische Gebiet, in dem Unternehmen austauschbare Produkte anbieten oder am Ende austauschbarer Absatzwege als Nachfrager tätig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kartellrecht/cpUECrIbc4wC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Relevanter+markt%22&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;printsec=frontcover Andreas Neef, &amp;#039;&amp;#039;Kartellrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 67]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[kartellrecht]]lich relevante Markt ist in sachlicher, räumlicher und zeitlicher Hinsicht von anderen Märkten abzugrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Kommission]] hat im Dezember 1997 zwei [[Legaldefinition]]en herausgegeben:&amp;lt;ref&amp;gt;{{CELEX|31997Y1209(01)|Europäische Kommission (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Bekanntmachung der EU-Kommission über die Definition des relevanten Marktes im Sinne des Wettbewerbsrechts der Gemeinschaft&amp;#039;&amp;#039;}}, in: [[Amtsblatt der Europäischen Union]] vom 9. Dezember 1997, C 372/5, S. 5 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Der &amp;#039;&amp;#039;sachlich relevante Produktmarkt&amp;#039;&amp;#039; umfasst sämtliche Erzeugnisse und/oder Dienstleistungen, die von den Verbrauchern hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Preise und ihres vorgesehenen Verwendungszwecks als austauschbar oder substituierbar angesehen werden.“ &lt;br /&gt;
* „Der &amp;#039;&amp;#039;geographisch relevante Markt&amp;#039;&amp;#039; umfasst das Gebiet, in dem die beteiligten Unternehmen die relevanten Produkte oder Dienstleistungen anbieten, in dem die Wettbewerbsbedingungen hinreichend homogen sind und das sich von benachbarten Gebieten durch spürbar unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen unterscheidet“. &lt;br /&gt;
Demnach bezieht sich der sachlich relevante Markt auf die Austauschbarkeit von Handelsobjekten, der geografisch relevante auf homogene Wettbewerbsbedingungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kartellrecht ==&lt;br /&gt;
Im Kartellrecht ist das Konzept des relevanten Marktes Teil der Analyse, welche die wettbewerbsbeschränkende Wirkung einer [[Kartell|Abrede]] oder eines [[Unternehmenszusammenschluss|Zusammenschlusses]] bestimmt bzw. feststellt, ob ein Unternehmen eine [[marktbeherrschende Stellung]] besitzt. So ist ein Produzent von Äpfeln, welcher auf einem Apfelmarkt als marktbeherrschend eingestuft wurde, auf einem Markt für Früchte möglicherweise nicht marktbeherrschend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim relevanten Markt wird zwischen dem räumlichen, zeitlichen und dem sachlichen relevanten Markt unterschieden. Der &amp;#039;&amp;#039;sachlich relevante Markt&amp;#039;&amp;#039; umfasst alle Waren und Leistungen, die von der Marktgegenseite hinsichtlich ihrer Eigenschaften und ihres vorgesehenen Verwendungszweckes als substituierbar angesehen werden. Der &amp;#039;&amp;#039;räumlich relevante Markt&amp;#039;&amp;#039; umfasst das Gebiet, in welchem die Marktgegenseite die den sachlichen Markt umfassenden Waren oder Leistungen nachfragt oder anbietet. Die &amp;#039;&amp;#039;zeitliche Abgrenzung&amp;#039;&amp;#039; ist vor allem bei Märkten mit starker saisonaler oder zeitlicher Schwankung der Nachfrage von Bedeutung: So ist im [[Strommarkt]] die Nachfrage nach Strom mittags erheblich höher als nachts, was Auswirkungen auf die Marktgröße und die [[Marktmacht]] einzelner Anbieter hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bestimmung  &lt;br /&gt;
Zur Bestimmung des relevanten Marktes wird unter anderem auf die Nachfragesubstituierbarkeit und die Angebotsumstellungsflexiblität abgestellt. Die &amp;#039;&amp;#039;Nachfragesubstituierbarkeit&amp;#039;&amp;#039; klärt, was bei einer kleinen, dauerhaften Preiserhöhung eines Produkts oder einer Produktegruppe (Erhöhung um 5–10 %) geschieht. Weichen die Nachfrager auf andere Produkte aus und machen so die Preiserhöhung unrentabel, gehören diese anderen Produkte ebenfalls zum relevanten Markt. Diese Analyse wird [[SSNIP-Test]] ({{enS|Small but significant and nontransitory increase in price}}) genannt, der erstmals 1982 in den USA aufkam.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Patente_in_der_Fusionskontrolle/xorO5BHj7kwC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=relevanter+markt+ssnip-test&amp;amp;pg=PA99&amp;amp;printsec=frontcover Carsten F. Albert, &amp;#039;&amp;#039;Patente in der Fusionskontrolle&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 99 FN 157]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispiel: Kaufen bei einer 5- bis 10-prozentigen Erhöhung der Apfelpreise die Konsumenten vermehrt andere Früchte und machen so die Preiserhöhung unrentabel, so gehören die Früchte, auf welche die Konsumenten im Wesentlichen ausweichen, zum relevanten Markt. Der SSNIP-Test kann bei marktbeherrschenden Unternehmen irreführend sein, da das [[Preisniveau]] des Produktes des beherrschenden Unternehmens eventuell bereits überhöht ist (sog. [[Cellophane Fallacy]]). Darüber hinaus findet der SSNIP-Test keine Anwendung in den Märkten der [[New Economy]], weil die starken Fluktuationen ein aussagekräftiges Ergebnis verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Angebotsumstellungsflexibilität&amp;#039;&amp;#039; klärt, ob es Anbietern von anderen Produkten möglich ist, als Reaktion auf kleine, dauerhafte Preiserhöhungen ihre Produktion auf die relevanten Erzeugnisse umzustellen und sie kurzfristig auf den Markt zu bringen, ohne dass dadurch spürbare Zusatzkosten oder Risiken entstehen. Entsprechende andere Produkte werden ebenfalls zu dem relevanten Markt gezählt. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Papiermärkte, denn die Hersteller können fast ohne jeglichen finanziellen und organisatorischen Aufwand die Produktion auf andere Papiertypen und -größen umstellen. Auch in Fällen wie „Cellophane Fallacy“ ist dieser „Test“ theoretisch anwendbar, auch wenn unter normalen Umständen z.&amp;amp;nbsp;B. Zellophan und Alu nicht austauschbar wären; hier ist jedoch die Preiselastizität schon voll ausgereizt, so dass die Abnehmer trotzdem auf ein anderes Produkt umsteigen, auch wenn das vielleicht nicht ganz so geeignet, dafür aber viel billiger ist. Dies zeigt eine weitere Grenze dieser Messmethode auf. Auch ist hier zu beachten, dass auch die Umstellung auf Seiten der Abnehmer Kosten verursacht und so oft eine Umstellung unrentabel macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die EU-Kommission hat sich das [[Bundeskartellamt]] nicht auf die generelle Anwendung des SSNIP-Tests zur Messung der Substituierbarkeit festgelegt, wendet ihn allerdings immer häufiger an.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundeskartellamt (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Wettbewerbsschutz und Verbraucherinteressen im Lichte neuer ökonomischer Verfahren&amp;#039;&amp;#039;, September 2004, S. 4 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{EU-LegisSum|l26073|Definition des relevanten Marktes|abruf=2021-10-06|abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4140525-0}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartellrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wettbewerbsrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tärkein kampa</name></author>
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