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	<title>Relationale Typologie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:35:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Relationale_Typologie&amp;diff=1509453&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;K8M8S8 am 27. Februar 2026 um 12:51 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-27T12:51:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;relationale Typologie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschäftigt sich damit, wie Sprachen die beiden [[Argument (Linguistik)|Aktanten]], die als [[Agens (Linguistik)|Agens]] bzw. [[Patiens]] fungieren, in [[Transitivität (Grammatik)|transitiven]] und [[Intransitivität (Grammatik)|intransitiven]] Sätzen [[Morphologie (Linguistik)|morphologisch]] und [[Syntax|syntaktisch]] zum Ausdruck bringen. Bei den verschiedenen Typen dieser grammatischen Fundamentalrelationen spricht man auch von Typen unterschiedlicher (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Morphosyntax|morphosyntaktischer]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Morphosyntaktische Ausrichtung|Ausrichtung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (englisch &amp;#039;&amp;#039;alignment&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen von Satzrelationen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Morphologic-Alignement.png|mini|hochkant=3.2|zentriert|Sprachen der Welt unterscheiden sich in ihrer grammatischen Struktur darin, mit welchen Typen der morphosyntaktischen Ausrichtung sie jeweils die Beziehungen zwischen Aktanten eines Satzes zum Ausdruck bringen (in dieser grafischen Darstellung sind 190 Sprachen berücksichtigt):&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Haspelmath, Matthew S. Dryer, David Gil: &amp;#039;&amp;#039;The World Atlas Of Language Structures.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, 2005, ISBN 0-19-925591-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;grau – ohne explizit einen morphologischen Kasus zu markieren [Neutral] (52 %);&amp;lt;br /&amp;gt;blau – [[Akkusativsprache|Nominativ-Akkusativ]] [S/A, P] Standard (24 %), blaue Raute – markierter Nominativ (3 %);&amp;lt;br /&amp;gt;rot – [[Ergativ]]-[[Absolutiv]] [S/P, A] (17 %), dunkelroter Kreis – [[Ergativ-Akkusativ-Sprache|Ergativ-Akkusativ]] [S, A, P] (2 %);&amp;lt;br /&amp;gt;gelb – [[Aktivsprache|Aktiv-Inaktiv-Sprache]] [SP/P, SA/A] (2 %).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausrichtung der monotransitiven Konstruktionen ===&lt;br /&gt;
In monotransitiven Konstruktionen ist das Verb des Satzes mit zwei Argumenten ([[Agens (Linguistik)|Agens]] und [[Patiens]]) verbunden. Je nachdem, welches der beiden Argumente die Eigenschaften des einzigen intransitiven Argumentes hat, unterscheidet man drei Haupttypen der Ausrichtung:&lt;br /&gt;
* [[Akkusativsprache]]n, wie z.&amp;amp;nbsp;B. fast alle europäischen Sprachen&lt;br /&gt;
* [[Ergativsprache]]n, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Baskische Sprache|Baskisch]] oder fast alle [[Kaukasische Sprachen|kaukasischen Sprachen]]&lt;br /&gt;
* [[Aktivsprache]]n, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Dakota (Volk)|Dakota]] oder [[Guaraní (Sprache)|Guaraní]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner unterscheidet man&lt;br /&gt;
* neutrale Ausrichtung, wie z.&amp;amp;nbsp;B. bei der [[Nominalflexion]] im [[Englische Sprache|Englischen]]&lt;br /&gt;
* [[Ergativ-Akkusativ-Sprache|dreigeteilte Ausrichtung]]&lt;br /&gt;
* hierarchische Ausrichtung, wie z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Cree (Sprache)|Plains Cree]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausrichtung der ditransitiven Konstruktionen ===&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Unterscheidung wird für Ditransitiv-Konstruktionen vorgeschlagen, also Konstruktionen, bei denen das Verb obligatorisch mit drei Argumenten verbunden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;haspelmath2005&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=[[Martin Haspelmath (Linguist)|Martin Haspelmath]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Argument Marking in Ditransitive Alignment Types&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=Linguistic Discovery&lt;br /&gt;
 | Band=Vol. 3&lt;br /&gt;
 | Nummer=1&lt;br /&gt;
 |Datum=2005| Seiten=1–21&lt;br /&gt;
 | Online=https://journals.dartmouth.edu/cgi-bin/WebObjects/Journals.woa/xmlpage/1/article/280?htmlOnce=yes&lt;br /&gt;
 | Abruf=2010-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wird meist anhand des Verhaltens des Verbes „geben“ festgelegt. Derjenige, der gibt, ist dabei das &amp;#039;&amp;#039;Agens&amp;#039;&amp;#039;, das, was gegeben wird, ist das &amp;#039;&amp;#039;Thema&amp;#039;&amp;#039;, und derjenige, dem etwas gegeben wird, ist das &amp;#039;&amp;#039;Ziel&amp;#039;&amp;#039; (englisch &amp;#039;&amp;#039;goal&amp;#039;&amp;#039;, manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;Rezipient&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Empfänger&amp;#039;&amp;#039;). Der ditransitive Typ gibt an, welches der beiden [[Objekt (Grammatik)|Objekt]]-[[Argument (Linguistik)|Argumente]] eines ditransitiven Satzes sich wie das Objekt eines transitiven Satzes verhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;indirektive Ausrichtung&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h., das Patiens des transitiven Satzes wird gleich markiert wie das Thema des ditransitiven, wie z.&amp;amp;nbsp;B. im Deutschen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;sekundative Ausrichtung&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h., das Patiens des transitiven Satzes wird gleich markiert wie das Ziel des ditransitiven, wie z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Yoruba (Sprache)|Yoruba]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;neutrale Ausrichtung&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h., die beiden Objekt-Argumente des ditransitiven Satzes werden nicht markiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Split-Systeme ==&lt;br /&gt;
Es gibt Sprachen, in denen sich mehrere Typen der Ausrichtung feststellen lassen. In diesen Sprachen hängt es meist von bestimmten Eigenschaften der [[Argument (Linguistik)|Argumente]] oder des [[Prädikat (Grammatik)|Prädikates]] ab, welche der möglichen Ausrichtungsarten verwendet wird. Dieser Wechsel in der Ausrichtung der Argumentmarkierung wird als &amp;#039;&amp;#039;Split&amp;#039;&amp;#039; (bzw. einschränkender als [[Split-Ergativität]]) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Fällen ist hierfür die Position der Argumente auf einer Skala, welche auf den Parametern Belebtheit (Animatheit) und [[Definitheit (Linguistik)|Definitheit]] beruht, entscheidend. Diese Skala ist auch als [[Belebtheitshierarchie]] bekannt. Steht dabei beispielsweise das Objekt eines transitiven Satzes höher in der Hierarchie als das Subjekt, wird in diesen Sprachen eine andere Ausrichtung verwendet als im umgekehrten Fall, in dem das Subjekt höher in der Hierarchie steht als das Objekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Sprachen kann ein Wechsel in der Ausrichtung auch durch andere formale Merkmale hervorgerufen werden. Im [[Hindi]] beispielsweise wird die Ausrichtung durch den [[Aspekt (Linguistik)|Aspekt]] bzw. das [[Tempus]] gesteuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sprachtypologie]]&lt;br /&gt;
* [[Morphosyntaktische Ausrichtung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Hartmut Lauffer: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 4., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Glück]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler-Lexikon Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage; Verlag J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2010, ISBN 3-476-02335-4&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=[[Martin Haspelmath (Linguist)|Martin Haspelmath]] | Titel=Ditransitive constructions | Sammelwerk=Annual Review of Linguistics | Band=1|  Datum=2015| Seiten=19-41| DOI=10.1146/annurev-linguist-030514-125204}}&lt;br /&gt;
* [[Frans Plank]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Relational typology.&amp;#039;&amp;#039; Mouton, Berlin 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguistische Typologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Syntax]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;K8M8S8</name></author>
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