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	<title>Reiz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T06:24:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reiz&amp;diff=30486&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jan4458: Quelle hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-10-25T13:54:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quelle hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stimulus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Mehrzahl: &amp;#039;&amp;#039;Stimuli&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Physiologie]] ist eine [[physikalische Größe|physikalische]] oder eine [[Chemisches Potential|chemische Größe]] der inneren Umgebung oder der äußeren Umwelt eines [[leben]]den Systems, die durch veränderten Energiebetrag auf dieses lebende System einwirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sinne der [[Neurobiologie]] ist ein Reiz somit die Einwirkung auf eine [[Sinneszelle]], mit der eine Veränderung des [[Membranpotential]]s ihrer [[Zellmembran]] hervorgerufen wird ([[Rezeptorpotential]]) und zu einer [[Hyperpolarisation (Biologie)|Hyperpolarisation]] oder [[Depolarisation (Physiologie)|Depolarisation]] führt. Bei einer zugeordneten [[Nervenzelle]] löst ein [[Schwellenpotential|überschwelliger]] Reiz ein [[Aktionspotential]] aus. Die Aktionspotenziale sorgen dann für die [[Erregungsleitung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fähigkeit eines [[Lebewesen]]s, auf äußere Einwirkungen zu reagieren, wird als &amp;#039;&amp;#039;Erregbarkeit, Reizbarkeit&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Irritabilität]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reizarten ==&lt;br /&gt;
=== Adäquate Reize ===&lt;br /&gt;
[[Adäquat]] werden Reize genannt, die nach ihrer Weise einer bestimmten Art von Sinneszellen besonders entsprechen, da diese für solche Reize optimiert sind. Daher sind es in der Regel auch diejenigen Reize, die schon mit vergleichsweise geringer Energie ein Rezeptorpotential in der Sinneszelle aufbauen bzw. ein Aktionspotential in der Nervenzelle auslösen können. Beispielsweise sind Lichtreize für die [[Zapfen (Auge)|Zapfen]] und [[Stäbchen (Auge)|Stäbchen]] im [[Auge]] adäquate Reize.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inadäquate Reize ===&lt;br /&gt;
Inadäquate Reize können ebenfalls eine Potentialänderung hervorrufen. Doch sind sie Reize, die der Sinneszelle nicht entsprechen und somit nur mit vergleichsweise hoher Energie zu einem Rezeptorpotential führen oder auch gar keine Erregung auslösen. Beispielsweise kann auch bei mechanischem Druck auf die Netzhaut (wie etwa dem Schlag einer Faust aufs Auge) ein visueller Eindruck entstehen (als weiße Flecken oder „Sternchen“). Ebenso sind durch von außen angelegte leichte elektrische Spannungen, z.&amp;amp;nbsp;B. an der Zunge, den Sinneszellen zugeordnete [[Empfindung]]en im Zentralnervensystem auslösbar (etwa ein „süß-saurer“ Eindruck). Doch wird helles Licht auch bei herausgestreckter Zunge nicht geschmeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschwellige Reize ===&lt;br /&gt;
Auch bei adäquaten Reizen kann es vorkommen, dass die Energiemenge nicht hinreicht, die zugeordnete Nervenzelle zu erregen ([[Alles-oder-nichts-Prinzip]]). Treffen solche Reize allerdings in raschen zeitlichen Abfolgen oder geringen räumlichen Abständen ein, so können sie durch [[Summation (Neurophysiologie)|Summation]] zu einem überschwelligen Reiz werden und das [[Afferent#Afferenzen zum ZNS|afferente]] Neuron erregen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Medizinexpert*innen bei DocCheck |url=https://flexikon.doccheck.com/de/Reiz |titel=Reiz |sprache=de |abruf=2025-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überschwellige Reize ===&lt;br /&gt;
Hier reicht die Energiemenge eines Reizes aus, um mit den [[Rezeptor (Biochemie)|rezeptiven]] Strukturen der Zelle zu interagieren und eine zelluläre [[Signaltransduktion]] einzuleiten, die in ein Rezeptorpotential der [[Rezeptor (Physiologie)|Sinneszelle]] mündet, das in der zugeordneten Nervenzelle in Serien von Aktionspotentialen überführt wird – die beispielsweise über den [[Sehnerv]] geleitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abhängig von den jeweiligen Bedingungen im weiterleitenden afferenten System (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Laterale Hemmung|Kontrastierung]] und [[Adaptation (Auge)|Adaptation]]) sowie vom aktuellen Wachheitsgrad ([[Vigilanz]]status) sind dann auch Empfindungen möglich, die als Sinneseindrücke bewusst wahrgenommen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reizverarbeitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Parasitoid-Increases-Survival-of-Its-Pupae-by-Inducing-Hosts-to-Fight-Predators-pone.0002276.s001.ogv|miniatur|Diese Mottenlarve reagiert auf Kontakt mit einem Fraßfeind.]]&lt;br /&gt;
Empfindungen und [[Sinn (Wahrnehmung)|Sinneseindrücke]] entstehen erst im [[Zentralnervensystem]] und sind nicht mehr direkt messbar ([[Black Box (Systemtheorie)|Blackbox]]). Sie können nur mit psychologischen Methoden erfasst werden. [[Wahrnehmung]]en entstehen durch Verknüpfung der Sinneseindrücke mit [[Erfahrung]]en und der eigenen Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewesen reagieren sowohl auf äußere (aus der Umwelt stammende) als auch auf innere (im [[Organismus]] selbst hervorgebrachte) Reize. Auf einen Reiz kann eine [[Reiz-Reaktions-Modell|Reaktion]] folgen; doch kann eine solche durch der Reizaufnahme nachfolgende Verarbeitungsschritte auch gehemmt werden (vgl. hierzu auch [[Reizfilterung]]). In einem Lebewesen werden aufgenommene Reize unterschieden (differenziert), auf einander bezogen (integriert) und auf mögliche Reaktionen hin bewertet – bezüglich der Koordination zwischen Teilsystemen eines Lebewesens wie hinsichtlich der Interaktion zwischen Lebewesen und Umwelt. Bei Tieren sind Sinneszellen über [[Synapse]]n mit dezentralen [[Ganglion (Nervensystem)|Nervenknoten]] oder auch mit einem zentralen Nervensystem verbunden, in dem durch Reize hervorgerufene Erregungen in Bezug auf Reaktionsmöglichkeiten verarbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reiz-Reaktionskette bei Tieren ===&lt;br /&gt;
Ein Reiz wirkt auf die [[Rezeptor (Physiologie)|Rezeptoren]] (Sinneszellen) oder Akzeptoren (Sinnesorgane) eines Organismus ein und wird [[afferent]] über sensible bzw. sensorische Nerven weiter zum Zentralnervensystem ([[Rückenmark]] und/oder [[Gehirn]]) geleitet und dort verarbeitet. Daraufhin kann [[efferent]] über motorische Nerven ein Impuls an einen [[Effektor (Physiologie)|Effektor]] (Erfolgsorgan) wie etwa einen Muskel oder eine Drüse übermittelt werden. Als Antwort oder Effekt kann beispielsweise eine Muskelkontraktion erfolgen, mit der das Verhältnis zur Umgebung reizbezogen verändert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reizbarkeit bei Pflanzen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Pflanzenbewegung}}&lt;br /&gt;
Bei [[Pflanzen]] erfolgt die [[Signaltransduktion|Signalweiterleitung]] fast ausschließlich durch [[Chemische Reaktion|chemische Reaktionen]], wobei vor allem [[Licht]] ein sehr wichtiger Reiz ist (vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Licht#Licht als Ökofaktor|Licht als Ökofaktor]]&amp;#039;&amp;#039;). Die [[Temperatur]]en, das [[Substrat (Boden)|Substrat des Bodens]], andere [[Chemischer Stoff|chemische Stoffe]], die [[Gravitation]] und andere Einflüsse können auch als Reize wirksam sein. Bei der Verarbeitung kann es zu einer Wechselwirkung ([[Synergie]]) verschiedener Reize kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahrnehmungsarten und ihre Reize ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Die Wahrnehmung ist an [[Elektromagnetisches Spektrum|Spektrum]] und [[Intensität (Physik)|Intensität]] der benötigten Reize angepasst (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Hörschwelle]]). So kennt der Mensch folgende [[Exterozeption|Außensinne]] und die dazugehörigen Reize:&lt;br /&gt;
* [[Tastsinn|Tasten]] ([[Haut]]) – Druck/Berührung, Temperatur.&lt;br /&gt;
* [[Gustatorische Wahrnehmung|Schmecken]] ([[Zunge]]) – salzig, sauer, süß, bitter, [[umami]], fett.&lt;br /&gt;
* [[Olfaktorische Wahrnehmung|Riechen]] ([[Nase]]) – Duftmoleküle (hat auch Anteil am Geschmackssinn).&lt;br /&gt;
* [[Visuelle Wahrnehmung|Sehen]] ([[Auge]]n) – Helligkeit (Licht) und Farbe.&lt;br /&gt;
* [[Auditive Wahrnehmung|Hören]] ([[Ohr]]en) – [[Schallwelle]]n (Töne, Klänge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chemische, mechanische oder thermische Reize, die von [[Nozizeptor]]en aufgenommen werden, stellen Schmerzreize&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pschyrembel.de/Schmerzreiz/B1AP3 |titel=Pschyrembel Online |abruf=2025-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dar. Jedoch ist [[Schmerz]] eine Empfindung, die auch ohne äußere Reize auftreten kann (so etwa [[Phantomschmerz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wirtschaftsleben – namentlich in der Konsumgüterwerbung und in der [[Handelspsychologie]] – wird das gesamte Reizspektrum eingesetzt, um Interesse an Waren zu wecken und darüber hinaus Kaufhandlungen auszulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu treten die Sinne, die der Eigenwahrnehmung dienen (für eine Übersicht siehe [[Sensibilität (Medizin)]]):&lt;br /&gt;
* [[Propriozeption]]&lt;br /&gt;
* [[Enterozeption|Entero- oder Viszerozeption]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings existieren darüber hinaus noch unzählige andere Reizqualitäten wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Magnetismus]] und [[Ultraschall]], die der Mensch nicht wahrnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung: Reiz und Erregung ==&lt;br /&gt;
Äußere Einwirkungen wie Wärme oder Druck stellen Reize dar, die zum Beispiel in der [[Haut]] durch [[Sinneszelle]]n (Rezeptoren) aufgenommen werden. Ein überschwelliger Reiz kann an den nachgeschalteten Nervenzellen die Entstehung elektrischer Impulse bewirken, die als [[Erregungsleitung|Erregung]] bezeichnet werden. Eine „Reizleitung“ gibt es nicht, da allein die elektrischen Impulse von den [[Nervenfaser]]n weitergeleitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Umstände finden sich im [[Herzmuskel]], wo normalerweise im [[Sinusknoten]] spezialisierte Zellen mit einem [[Schrittmacherpotenzial]] spontan eine Erregung bilden, die über Vorhöfe und Kammern weitergeleitet und ausgebreitet sich auf das Arbeits[[myokard]] überträgt, sodass es zur koordinierten Kontraktionen des Hohlmuskels kommt. Diese eigene Erregungsbildung im Organ lässt das Herz auch ohne nervale Impulse oder äußere Reize selbständig schlagen (Autonomie des Herzens).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Stefan Silbernagl]], [[Agamemnon Despopoulos]] |Titel=Taschenatlas Physiologie |Auflage=8 |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2012 |ISBN=978-3-13-567708-8 |Seiten=204 f. |Online={{Google Buch |BuchID=nvff2_nmqn4C |Seite=204}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bildwahrnehmung einer Werbeanzeige]]&lt;br /&gt;
* [[Brownianismus]]&lt;br /&gt;
* [[Funktionelle Elektrostimulation]]&lt;br /&gt;
* [[Konditionierung]]&lt;br /&gt;
* [[Reizgeneralisierung]]&lt;br /&gt;
* [[Reizüberflutung]]&lt;br /&gt;
* [[Reizfilterung]]&lt;br /&gt;
* [[Reiz-Organismus-Reaktions-Modell]]&lt;br /&gt;
* [[Störung der Sinnesverarbeitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jörgen Markl: &amp;#039;&amp;#039;Biologie.&amp;#039;&amp;#039; Spektrum Akademischer Verlag, München 2006, ISBN 978-3-8274-1630-8.&lt;br /&gt;
* Ulrich Weber: &amp;#039;&amp;#039;Biologie Oberstufe Gesamtband.&amp;#039;&amp;#039; Cornelsen, Berlin 2007, ISBN 978-3-464-17150-9.&lt;br /&gt;
* Sigrid Oehler-Klein, Manfred Wenzel: &amp;#039;&amp;#039;Reizbarkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1230–1231.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4177644-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurophysiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verhaltensbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biopsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrnehmung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jan4458</name></author>
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