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	<title>Reiterstein von Hornhausen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reiterstein_von_Hornhausen&amp;diff=1065474&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;32X: Form</title>
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		<updated>2026-01-23T12:26:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Halle (Saale), Landesmuseum für Vorgeschichte, das Monument von Hornhausen.jpg|mini|hochkant=1.15|Der Reiterstein von Hornhausen im [[Landesmuseum für Vorgeschichte (Halle (Saale))|Landesmuseum für Vorgeschichte]] in [[Halle (Saale)]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DE-ST 15-0-83 Landkreis Boerde COA.svg|mini|hochkant=1.15|Wappen des Landkreises Börde mit dem Reiter von Hornhausen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reiterstein von Hornhausen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hornhäuser Reiterstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Steinplatte mit der bildlichen Darstellung eines Reiters, die auf das 7. Jahrhundert datiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://agisa.de/hornhausen-im-fruehen-mittelalter/ Hornhausen im frühen Mittelalter] bei agisa.de, abgerufen am 11. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Original befindet sich im Besitz des [[Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt|Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt]] in [[Halle (Saale)]], eine Kopie wurde in die Südwand des Turmes der [[Hornhausen|Hornhäuser]] St.-Stephani-Kirche eingelassen. Der Reiterstein weist stilistisch und motivisch in den nordgermanischen Bereich, so dass man darauf schließt, in ihm den Grabstein eines Sachsen zu erblicken, der von den Franken 531 im Nordthüringgau zwischen Bode und Ohre angesiedelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ralf Schwarz (Archäologe)|Ralf Schwarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Des Kriegers letzter Ritt nach Walhall.&amp;#039;&amp;#039; In: Landesmuseum für Vorgeschichte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schönheit Macht und Tod. 120 Funde aus 120 Jahren Landesmuseum für Vorgeschichte Halle.&amp;#039;&amp;#039; Landesamt für Archäologie, Halle (Saale) 2001. ISBN 3-910010-64-4, S. 58 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als [[Scherenschnitt]] stilisierte Darstellung des Hornhäuser Reiters dient dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie als Logo. Der zum 1. Juli 2007 gegründete [[Landkreis Börde]] wählte ebenfalls den Hornhäuser Reiter zu seiner Wappenfigur.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel vom 18. Juli 2007 in der &amp;#039;&amp;#039;Volksstimme&amp;#039;&amp;#039; Magdeburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entdeckung ==&lt;br /&gt;
Der Reiterstein von Hornhausen wurde 1874 beim Pflügen eines Ackergrundstücks in der Nähe des Ortes gefunden. Die Finder der Steinplatte, die Bauern Friedrich und Christoph Dietrich, nutzten den Stein als Eingangsplatte zu ihrem Kuhstall. Erst 1912 erfuhr die Fachwelt von diesem Bildstein, und das Museum Halle begann 1913 mit systematischen [[Grabung]]en. In deren Verlauf wurden in den Jahren 1923–1925 insgesamt 63 Gräber entdeckt. Ab 2013 wurden weitere Gräber gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:U678.jpg|mini|hochkant=1.15|Stein von Skokloster; das schwedische Gegenstück]]&lt;br /&gt;
Die Reliefplatte aus Sandstein (Breite 66 cm, Höhe noch 78 cm, ursprünglich ca. 108 cm) stellt vermutlich einen [[Sachsen (Volk)|sächsischen]] Krieger des 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts dar. Im Mittelfeld ist der Reiter mit Helm, Schild, Schwert und [[Flügellanze]] dargestellt. Darunter ist eine Schlange [[Mäander (Ornamentik)|mäanderartig]] angeordnet, über die das Pferd hinwegschreitet. Darunter sind wiederum zwei verflochtene Tiere dargestellt. Über dem Reiter befindet sich ein waagerechtes [[Flechtband]], wie es vor allem [[gotländische Bildsteine]] zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein als Reiterdarstellung hat Parallelen auf den viel älteren [[Runenstein]]en von [[Runenstein von Möjbro|Möjbro]], einem der [[Runensteine der Ålum Kirke]], dem Runenstein U 855 von „[[Balingsta prästgård]]“ und dem [[Runenstein von Skokloster]] im [[Schweden|schwedischen]] [[Uppland]] (siehe Bild). Aber während der thüringische Reiter einen Schild mit einer [[Wirbelrad]]darstellung trägt (die eigentlich für den Norden typisch ist), hat der uppländische Reiter gar keinen und der ältere einen unverzierten Schild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reiterstein von Hornhausen soll Teil einer Altarschranke gewesen sein, doch der dargestellte Krieger, der die gut belegte [[Odin|wodanische]] bzw. heidnische Doppelschlangen-Chiffre überreitet, steht in Tradition eines Bildmotivs, wie es auf den [[Runenstein von Skokloster|Runensteinen von Skokloster]] und [[Runenstein von Möjbro|Möjbro]] im schwedischen [[Uppland]] und auf dänischen Goldbrakteaten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Nær Køge-C]]) vorkommt, ebenso wie auf Pressblech-Zierbildern der [[Brillenhelm]]e aus der [[Vendelzeit]] (650–800 n. Chr.). Unmöglich ist, nach frühchristlicher Sitte, dass rein heidnische Motive vor dem Altar ihren Platz fanden. Dafür war oftmals im Bildwerk des [[Tympanon (Architektur)|Tympanon]] Raum gegeben und zuweilen bei den Taufsteinreliefs, um dem Täufling zu demonstrieren, wem er abzuschwören hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung als Wappen ==&lt;br /&gt;
Der Landkreis Börde verwendet diesen Reiterstein in seinem Wappen. Die Familie [[Rockhausen (Adelsgeschlecht)|von Rockhausen]] führt ein Wappen, das im Motiv dem Schild des Reiters entspricht und vermutet deshalb in diesem einen frühen fränkischen Vorfahren. Auch im Wappen von [[Adenstedt (Ilsede)|Adenstedt]] im [[Landkreis Peine]] steht – leicht abgewandelt – der Reiter von Hornhausen seit 1954 im Schild. Dort steht er für den germanischen Göttervater [[Odin|Wotan, bzw. Odin]], der in einer alten Sage von Adenstedt eine Rolle spielt. Die Sage bezieht sich auf die Hügelgräber im Adenstedter Lah.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnold Rabbow]]: &amp;#039;&amp;#039;Neues Braunschweigisches Wappenbuch die Wappen und Flaggen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel, Wolfsburg.&amp;#039;&amp;#039; Stark erweiterte Neuauflage, Braunschweiger Zeitungsverlag, Braunschweig 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|15|130||Hornhausen|[[Hermann Ament]]}} ([https://www.degruyter.com/view/GAO/RGA_2587 kostenpflichtig] abgerufen über [[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde#Germanische Altertumskunde Online|GAO]], [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online)&lt;br /&gt;
* [[Dieter Kaufmann (Prähistoriker)|Dieter Kaufmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachlese zur Erwerbsgeschichte der Bildsteine von Hornhausen, Ldkr. Bordekreis, zugleich ein Blick in die Geschichte des Landesmuseums.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 90, 2006, S. 385–399 ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/jsmv/article/view/87018 Online]).&lt;br /&gt;
* [[Erik Nylén]], Jan Peder Lamm: &amp;#039;&amp;#039;Bildsteine auf Gotland.&amp;#039;&amp;#039; Wachholtz, Neumünster 1981, 1991 (2. Auflage), ISBN 3-529-01823-6.&lt;br /&gt;
* Hans-Gerhard Pernutz: Der Reiter von Hornhausen, Altes Zeugnis germanischer Bildhauerei, in: Leipziger Neueste Nachrichten – Mitteldeutsche Rundschau, Frankfurt/Main, Nr. 6/1962, Seite 5.&lt;br /&gt;
* [[Ralf Schwarz (Archäologe)|Ralf Schwarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Des Kriegers letzter Ritt nach Walhall&amp;#039;&amp;#039; In: Landesmuseum für Vorgeschichte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schönheit Macht und Tod.&amp;#039;&amp;#039; 2002, ISBN 3-910010-64-4, S. 58.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Schwarz (Prähistoriker)|Wolfgang Schwarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Hornhausen, Ldkr. Bördekreis.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Siegfried Fröhlich (Prähistoriker)|Siegfried Fröhlich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aus der Vorgeschichte Sachsen-Anhalts.&amp;#039;&amp;#039; Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale), Halle (Saale) 1995, ISBN 3-910010-13-X, Nr.&amp;amp;nbsp;36.&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Andert]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Reiterstein von Hornhausen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der fränkische Reiter.&amp;#039;&amp;#039; Dingsda-Verlag Querfurt, Leipzig 2006, ISBN 3-928498-92-4.&lt;br /&gt;
* Ernst Rieger, Artur Rockhausen, Johannes Webers: &amp;#039;&amp;#039;Die Sippe Rockhausen.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.youtube.com/watch?v=2JLC4raYiCo Die Bildsteine von Hornhausen | Museum exklusiv.]&amp;#039;&amp;#039; [[Landesmuseum für Vorgeschichte (Halle (Saale))|Landesmuseum für Vorgeschichte Halle]]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[YouTube]].&amp;#039;&amp;#039; 1. September 2022, abgerufen am 1. September 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Sachsen-Anhalt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Germanen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vendelzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildende Kunst (Germanische Kultur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiterrelief]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal im Landkreis Börde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmal in Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesmuseum für Vorgeschichte (Halle (Saale))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Oschersleben (Bode))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skulptur (Sachsen-Anhalt)]]&lt;/div&gt;</summary>
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