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	<title>Reitergrab von Schnelsen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T15:09:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reitergrab_von_Schnelsen&amp;diff=2674001&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bullenwächter am 24. November 2025 um 19:55 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-24T19:55:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Fund&lt;br /&gt;
| NAME= Reitergrab von Schnelsen&lt;br /&gt;
| FUNDBEZEICHNUNG= Hamburg-Schnelsen, Fundplatz 3, Befund I, 1&lt;br /&gt;
| KARTE= &lt;br /&gt;
| KARTENBESCHREIBUNG= &lt;br /&gt;
| BILD= Urne HHSchnelsen Grabhügel-1.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG= Urne aus einer Urnenbestattung der Völkerwanderungszeit im Bereich des Grabhügels I&lt;br /&gt;
| LAGE-POLITISCH= [[Hamburg]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| LAGE-FUND= Gräberfeld von Schnelsen&lt;br /&gt;
| LAGE-FUND-BEZ= Fundort&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD= 53.627847&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD= 9.912833&lt;br /&gt;
| REGION-ISO= DE-HH&lt;br /&gt;
| POSKARTE= Deutschland Hamburg&lt;br /&gt;
| ALTERNATIVKARTE=&lt;br /&gt;
| FLÄCHE= &lt;br /&gt;
| MASSE= &lt;br /&gt;
| EINORDNUNG-WANN= zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
| EINORDNUNG-WO= Heidlohstraße 104/106, [[Hamburg-Schnelsen]]/[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
| BESONDERHEITEN= [[Archäologisches Museum Hamburg]]&lt;br /&gt;
| BESONDERHEITEN1= &lt;br /&gt;
| BILD1= &lt;br /&gt;
| BILD1-BESCHREIBUNG= &lt;br /&gt;
| BILD1-BREITE=  &lt;br /&gt;
| BILD2-BREITE= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reitergrab von Schnelsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das [[Bestattung|Begräbnis]] eines [[Sachsen (Volk)|sächsischen]] Kriegers zusammen mit einem [[Hauspferd]]. Das Grab wurde 1952 bei Bauarbeiten in [[Hamburg-Schnelsen]] gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamburg-Schnelsen, Fundplatz 3, Befund I, 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Das an einem [[bronzezeit]]lichen [[Grabhügel]] angelegte Grab gehört zu den wenigen Reiter- und Pferdebestattungen des [[Frühes Mittelalter|frühen Mittelalters]] nördlich der [[Elbe]] und es ist eines der frühesten spätsächsischen Körpergräber.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rüdiger Articus, [[Jochen Brandt]], Elke Först, Yvonne Krause, Michael Merkel, Kathrin Mertens, [[Rainer-Maria Weiss]] |Hrsg=[[Rainer-Maria Weiss]] |Titel=Archäologisches Museum Hamburg, Helms-Museum: Ein Rundgang durch die Zeiten |Reihe=Veröffentlichungen des Archäologischen Museums Hamburg Helms-Museum |NummerReihe=101 |Ort=Hamburg |Datum=2009 |ISBN=978-3-931429-20-1 |Seiten=104}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Grabinventar wird in der archäologischen [[Dauerausstellung]] des [[Archäologisches Museum Hamburg|Archäologischen Museums Hamburg]] in [[Hamburg-Harburg]] gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Themenbereich Naturlandschaft, Vitrine Nr. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundplatz ==&lt;br /&gt;
Der [[Befund (Archäologie)|Fundplatz]] liegt auf einem seit dem 17. Jahrhundert [[landwirtschaft]]lich genutzten [[Acker|Hochacker]] nördlich der Heidlohstraße in Hamburg-Schnelsen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Mirjam Briel | Titel=Das „Reitergrab“ von Hamburg-Schnelsen. | Jahr=2011 | Seiten=30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Boden des Feldes war an dieser Stelle sehr [[sand]]ig mit nur geringen [[Humus]]anteilen. Dass es archäologische Funde auf dem Feld gab, war unter den Anwohnern bekannt. Diese Funde wurden über viele Jahre undokumentiert von den Feldern abgesammelt oder ausgegraben. 1880 existierten auf dem Feld noch mindestens drei Grabhügel, die jedoch bei einer [[Prospektion (Archäologie)|Feldbegehung]] 1951 im Zuge der geplanten Bauarbeiten für eine Siedlung bereits alle niedergepflügt und nur noch als Bodenverfärbungen erkennbar waren. Nachdem bei den Bauarbeiten dann archäologische Funde zu Tage gekommen waren, wurden die Bauplätze ab März 1952 archäologisch untersucht. Bei Nachgrabungen 1955 wurde nördlich bei den ehemaligen Grabhügeln II und III ein frühmittelalterliches [[Gräberfeld]] mit mehreren &amp;lt;!--mit 17--&amp;gt;[[Feuerbestattung|Brand-]] und &amp;lt;!--drei--&amp;gt; [[Flachgrab|Körperbestattungen]] geborgen. Bei Grabhügel III wurde eine weitere [[eisenzeit]]liche Urnenbestattung und bei Grabhügel II zwei Körpergräber aus der [[Völkerwanderung]]szeit entdeckt. Der Grabhügel I lag auf dem Bauplatz der Häuser Heidlohstraße 104/106 und enthielt eine [[Beigabensitte|beigabenführende]] bronzezeitliche Bestattung und zwei [[Brandgrubengrab|Brandgrubengräber]] der Völkerwanderungszeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Mirjam Briel | Titel=Das „Reitergrab“ von Hamburg-Schnelsen. | Jahr=2011 | Seiten=18–28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Reitergrab von Schnelsen wurde 1952 am nördlichen Rand des bronzezeitlichen Grabhügels I entdeckt. Das Grab war in Nord-Süd-Ausrichtung als [[Nachbestattung]] an dem bestehenden Grabhügel angelegt worden. Verrottete Holzreste zeigten, dass die Bestattung in einer hölzernen Grabkammer von 210 × 150&amp;amp;nbsp;cm angelegt war und mit [[Lesestein (Geomorphologie)|Lesesteinen]] abgedeckt wurde. Die zusammengesunkene Grabgrube hatte eine Tiefe von nur noch 70&amp;amp;nbsp;cm unterhalb der Humusschicht. Das südliche Ende der Grabkammer war durch Baggerarbeiten angeschnitten und gestört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_34-39&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Mirjam Briel | Titel=Das „Reitergrab“ von Hamburg-Schnelsen. | Jahr=2011 | Seiten=34-39}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Befunde ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reitergrab Schnelsen Pferdezähne.jpg|mini|Die erhaltenen Pferdezähne aus dem Reitergrab]]&lt;br /&gt;
Die [[Erhaltungsbedingungen für organisches Material]] waren aufgrund des lockeren, gut durchlüfteten und kalkarmen Sandbodens an den Fundstellen ausgesprochen ungünstig. Von den Verstorbenen haben sich nur in wenigen Körpergräbern schwache [[Leichenschatten]] erhalten. Der saure Boden bot ebenso ungünstige Bedingungen für den Erhalt von Metallgegenständen. In welchem Maße archäologische Befunde durch den vorangegangenen Ackerbau, durch [[Raubgrabung]]en und schließlich durch die Bauarbeiten verloren gingen, ist nicht mehr abschätzbar. Zudem wurden die Rettungsgrabungen durch Arbeiter und Anwohner erschwert, die Funde übersahen, störten oder vernichteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Reitergrab von Schnelsen waren von der Leiche des Bestatteten keine sicheren Spuren erkennbar. Im Nordwesten des Grabes lagen die erhaltenen [[Oberkiefer|Ober-]] und [[Unterkiefer]] eines Pferdes mit [[Zahn|Zähnen]], jedoch waren die Knochen so fragil, dass nur noch die Zähne geborgen werden konnten. Eine genauere Bestimmung, ob im Grab der Körper eines Menschen bestattet wurde, war nicht möglich, ebenso war nicht erkennbar, ob nur ein Pferdekopf oder ein ganzes Pferd beigegeben wurde. Das Grab enthielt eine für das 8. Jahrhundert typische [[Waffe]]nausstattung, bestehend aus einem sächsischen [[Sax (Waffe)|Langsax]] mit den Resten einer verzierten [[Scheide (Behälter)|Saxscheide]], einem [[Messer]] mit ebenfalls verzierter Scheide und einer [[Lanze]]nspitze. Die Waffen wurden mit ihren Spitzen in Richtung Norden abgelegt. Am südlichen Ende der Grabkammer lag der eiserne [[Schildbuckel|Buckel]] eines vergangenen [[Schild (Schutzwaffe)|Schildes]]. Des Weiteren wurden zahlreiche [[Schnalle]]n, Riemenbeschläge, ein Paar dreieckige Schlaufen mit eingehängten Ösen und eine einfache [[Trense|Ringtrense]] gefunden, deren Lage im Grab jedoch nur grob dokumentiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_34-39&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waffenausstattung ===&lt;br /&gt;
Der Langsax lag mit der Spitze in Richtung Norden, also der Füße des Toten. Die Saxklinge entspricht der für die Zeit typisch sächsischen Form und ist eine sorgfältige [[Schmied]]earbeit, jedoch ohne weitere schmiedetechnische Besonderheiten. Die Gesamtlänge beträgt 635&amp;amp;nbsp;mm, die Klinge hat eine Länge von 520&amp;amp;nbsp;mm und eine Breite von 45&amp;amp;nbsp;mm. Der [[Ort (Waffe)|Ort]] liegt auf Höhe der [[Klinge|Schneidenlinie]]. Bei der Bergung waren Reste einer hölzernen Scheide mit einer Dicke von drei bis vier mm erkennbar. [[Reinhard Schindler]] beschrieb eine Wicklung der Saxscheide aus [[Leder]] oder [[Flachsfaser|Leinen]], die mit silbernen [[Rosette (Ornamentik)|rosettenförmigen]] [[Niet]]köpfen besetzt war. Der hölzerne [[Heft (Griffstück)|Griff]] des Saxes war ebenfalls mit einer Wicklung aus Leder versehen, darüber lagen sehr dünne Streifen aus [[Silber]]blech mit ebenfalls silbernen Nieten befestigt waren. Der Griff war bei der Auffindung weitgehend erhalten, zerfiel aber bei der Bergung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halb unter der Saxscheide lag ein Messer mit teilweise erhaltener verzierter Scheide. Das Messer hatte eine geknickte Rückenlinie und lag ebenfalls mit der Spitze in Richtung der Füße des Verstorbenen. Das Eisen des Messers war sehr stark [[Korrosion|korrodiert]] und ist jetzt nicht mehr erhalten.&lt;br /&gt;
Im Südwesten der Grabgrube lag eine stark korrodierte eiserne Lanzenspitze, mit einem flachen, lanzettförmigen Blatt und schmaler [[Tülle (Werkzeug)|Tülle]]. Die Gesamtlänge der Lanzenspitze beträgt 423&amp;amp;nbsp;mm, Das Blatt hat seine breiteste Stelle mit 55&amp;amp;nbsp;mm im unteren Drittel. Die Tülle hat eine Länge von 115&amp;amp;nbsp;mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schutzwaffe war ein Schild beigeben, von dem sich nur der eiserne Schildbuckel und ein Teil der [[Schildfessel]] erhalten hat. Der Schildbuckel hat eine für das 8. Jahrhundert typische Zuckerhutform&amp;lt;ref&amp;gt;IX nach HÜBENER&amp;lt;/ref&amp;gt;, wie sie aus zahlreichen Grabfunden und historischen Abbildungen bekannt ist. Der Buckel hat eine Höhe von 175&amp;amp;nbsp;mm, einen Durchmesser von 155&amp;amp;nbsp;mm und einen Nietrand von 15&amp;amp;nbsp;mm Breite. An dem Nietrand waren Reste von sechs Nieten erhalten. Ursprünglich war der Schild mit seiner Front gegen die Kopfwand der Grabkammer gelehnt, so als ob er seinen bestatteten Träger schützte.&lt;br /&gt;
Angaben zur qualitativen Ausstattung der organischen Waffenteile lassen sich aufgrund der schlechten Erhaltung nicht mehr treffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_50-79&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Mirjam Briel | Titel=Das „Reitergrab“ von Hamburg-Schnelsen. | Jahr=2011 | Seiten=50-–79}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reitzeug ===&lt;br /&gt;
Von der Pferdeausstattung waren sieben Schnallen, ein Paar rechteckige Riemenbeschläge, ein Paar Dreipassbeschläge, ein Paar dreieckige Schlaufen mit eingehängten Ösen, zwei Riemenzungen, eine einfache Ringtrense, zwei runde Ösen mit auslaufenden Zwingen und eingehängten Beschlägen, ein Ring mit dem Überrest einer Zwinge, ein Ring mit rechteckigem Querschnitt, ein eiserner Nietstift mit erhaltenen Holzresten, zwei Lederbeschläge und einen Riemenendbeschlag erhalten. Einige dieser Teile sind jetzt nicht mehr im Bestand des Museums auffindbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_210-265&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Mirjam Briel | Titel=Das „Reitergrab“ von Hamburg-Schnelsen. | Jahr=2011 | Seiten=210–265}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datierung ===&lt;br /&gt;
Die [[Datierung]] der Grablege erfolgte [[Klassifikation|typologisch]] aufgrund der [[Räumliche Orientierung|räumlichen Ausrichtung]] des Grabes und vor allem der charakteristischen Waffenausstattung des Saxes, des Schildbuckels und der verzierten Riemenbeschläge in die zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_34-39&amp;quot; /&amp;gt; Naturwissenschaftliche Datierungen mittels [[Dendrochronologie]] oder [[Radiokohlenstoffdatierung]] waren bisher aufgrund der schlechten Erhaltung organischer Materialien im Grab nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung ==&lt;br /&gt;
Das [[Geschlechtsbestimmung|Geschlecht]] des Toten sowie seine Lage in der Grabkammer konnten nur aus der Lage der Grabbeigaben abgeleitet werden. Die Beigabe von Waffen, Pferde und Reitzeug sprechen relativ sicher für einen [[Mann|männlichen]] Verstorbenen. Die Ausrichtung der Waffen im Grab, die allesamt mit ihren Spitzen in Richtung Norden abgelegt waren, sprechen dafür, dass der Tote mit dem Kopf in Richtung Süden, mit Blick in Richtung Norden, bestattet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_34-39&amp;quot; /&amp;gt; Die Tatsache, dass bei der Bergung keine Spuren von dem Toten erkennbar waren, lässt ebenfalls die Möglichkeit zu, dass das Grab ohne Bestatteten als Leergrab ([[Kenotaph]]) angelegt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_294-295&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Mirjam Briel | Titel=Das „Reitergrab“ von Hamburg-Schnelsen. | Jahr=2011 | Seiten=294–295}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund von Vergleichsfunden aus Reitergräbern wie in [[Rullstorf]] lassen sich die Ringtrense, die verschiedenen Zwingen, Ösen und Riemenbeschlagteile relativ sicher einer Pferdeausstattung bestehend aus [[Zaumzeug]], [[Reitsattel]] und Trense zuordnen. Die Dreieckschlaufen mit eingehägten Ösen lassen sich zu [[Steigbügel (Reiten)|Steigbügeln]] ergänzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_34-39&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_210-265&amp;quot; /&amp;gt; Die Reitzeugteile und die Pferdekiefer deuten darauf hin, dass dem Toten ein Pferd beigegeben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_34-39&amp;quot; /&amp;gt; Jedoch ergab die [[Zahnaltersschätzung]] der Pferdezähne durch [[Wolf Herre]] ein [[Lebensalter]] des Tieres von drei bis vier Jahren. Somit wäre das Pferd noch nicht ausgewachsen und als Reitpferd zu jung gewesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_281-283&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Mirjam Briel | Titel=Das „Reitergrab“ von Hamburg-Schnelsen. | Jahr=2011 | Seiten=281–283}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob jedoch nur ein Pferdekopf [[pars pro toto]] oder ein ganzes Pferd beigegeben wurde, lässt sich heute nicht mehr klären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_34-39&amp;quot; /&amp;gt; Die Größe der Schnelsener Grabkammer wäre für die Beigabe eines ganzen Pferde ausreichend dimensioniert gewesen, wie Vergleichsfunde aus [[Liebenau (Niedersachsen)|Liebenau]] oder dem [[Mahndorfer Gräberfeld]] in [[Bremen]]-[[Mahndorf (Bremen)|Mahndorf]] bestätigten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_294-295&amp;quot; /&amp;gt; Das im Vergleich zu normalen Körperbestattungen seltene Vorkommen von Pferdebestattungen und die gehobene Beigabenausstattung des Grabes sowie dessen Anlage an einem bestehenden älteren Grabhügel lassen vermuten, dass der Verstorbene eine besondere [[Sozialer Status|Stellung]] in seinem sozialen Umfeld innehatte oder dort eine hohe [[Wertschätzung]] genoss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briel_50-79&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parallelen ==&lt;br /&gt;
Zwanzig Reitergräber ({{daS|&amp;#039;&amp;#039;Ryttergraven &amp;#039;&amp;#039;}}) wurden auch auf der [[Kimbrische Halbinsel|Kimbrischen Halbinsel]] (Fregerslev; Grimstrup) und in Torgård in Norwegen gefunden. Eines der markantesten Gräber der [[Wikingerzeit]] Norwegens ist das Grab eines Reiters, &amp;#039;&amp;#039;Gjermundbugraven&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Gjermundbufunnet&amp;#039;&amp;#039;) von [[Ringerike]] in [[Buskerud]]. Es ist reich an Ausrüstungen, aber weltberühmt gemacht hat es der [[Gjermundbu-Helm]] und die [[Brünne|Ringbrünne]], der im Grab war. Dies ist der einzige Helm und die einzige Ringbrünne in der Wikingerzeit. Neben einer größeren Anzahl sogenannter Reiterbestattungen des frühen Mittelalters liegt mit der Bestattung aus Grab Nr. 3 aus [[Hollenstedt]] ([[Landkreis Harburg]]) ein nahezu identisch ausgestattetes Reitergrab der gleichen Zeitstellung südlich der Elbe vor. Bei diesem Grab war das Pferd jedoch außerhalb der Grabkammer beigesetzt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Mirjam Briel | Titel=Das „Reitergrab“ von Hamburg-Schnelsen. | Jahr=2011 | Seiten=266-269}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Mirjam Briel | Titel=Das „Reitergrab“ von Hamburg-Schnelsen. | TitelErg=Befund und Deutung – ein Beitrag zur Sachsenforschung | Herausgeber=Universität Hamburg | Ort=Hamburg | Jahr=2011 | Kommentar=Magisterarbeit}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Herausgeber=[[Ralf Busch (Kunsthistoriker)|Ralf Busch]] | Titel=Verborgene Schätze in den Sammlungen | TitelErg=100 Jahre Helms-Museum | Verlag=Wachholtz | Ort=Neumünster | Jahr=1998 | Seiten = 82–83 | ISBN=3-529-02001-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = Ingrid Sudhoff | Titel = Pferd und Reiter aus Hamburg-Schnelsen | Herausgeber=Ralf Busch | Sammelwerk = Fund und Deutung – Alte und neue Funde aus den archäologischen Sammlungen | Verlag = Hamburger Museum für Archäologie und die Geschichte Harburgs Helms-Museum | Ort = Hamburg-Harburg | Jahr=1995 | Seiten = 90–91}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = [[Reinhard Schindler]] | Titel = Ausgrabungen in Alt-Hamburg: neue Ergebnisse zur Frühgeschichte der Hansestadt | Verlag = Ges. der Freunde des Vaterländ. Schul- und Erziehungswesens | Ort = Hamburg | Jahr = 1957 | Seiten = 103–111 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = Reinhard Schindler | Titel = Ein sächsisches Reitergrab in Hamburg-Schnelsen | Sammelwerk = Hammaburg | Nummer = 3/VIII | Jahr = 1952 | ISSN = 0173-0886 | Seiten = 132 ff |Kommentar = Erstpublikation }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Karolingerzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:8. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologisches Museum Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburg-Schnelsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer (Religion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Germanen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altsachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pferdebestattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reitergrab|Schnelsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzgrabkammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierkult]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Hamburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bullenwächter</name></author>
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