<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Reisl%C3%A4ufer</id>
	<title>Reisläufer - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Reisl%C3%A4ufer"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reisl%C3%A4ufer&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T11:53:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reisl%C3%A4ufer&amp;diff=316147&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 12. April 2026 um 08:08 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reisl%C3%A4ufer&amp;diff=316147&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-12T08:08:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;{{Weiterleitungshinweis|&amp;#039;&amp;#039;Reisige&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Reisiger&amp;#039;&amp;#039;|Weitere Bedeutungen sind unter [[Reisiger (Begriffsklärung)]] zu finden.|mehrzahl=ja}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Reisläufer&lt;br /&gt;
|4=Schweizer Truppen in fremden Diensten&lt;br /&gt;
|12=f|2=Oktober 2025|1=… [[Benutzer:Spyridon|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;««&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]]&amp;amp;nbsp;Man77&amp;amp;nbsp;[[Benutzer Diskussion:Spyridon|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;»»&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]] &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:40%;&amp;quot;&amp;gt;Alle Angaben ohne Gewehr.&amp;lt;/span&amp;gt; 14:05, 22. Okt. 2025 (CET)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt das spezifische [[Söldner]]wesen der [[Alte Eidgenossenschaft|Alten Eidgenossenschaft]], das als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reisläuferei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Kriegsdienst gegen Sold in fremden Diensten“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reislaufen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ralf Vollmuth]]: &amp;#039;&amp;#039;Die sanitätsdienstliche Versorgung in den Landsknechtheeren des ausgehenden Mittelalters und der frühen Neuzeit: Probleme und Lösungsansätze.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1991 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 51), ISBN 3-88479-800-6; zugleich Medizinische Dissertation Würzburg 1990, S. 63–64.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet wird. Ausübende waren &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reisläufer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die Reisläuferei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schweizer Soldaten und Offiziere in fremden Diensten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war Machtinstrument und wesentliche Einkommensquelle des [[Patriziat (Alte Eidgenossenschaft)|Patriziats]]. Der Artikel [[Schweizer Truppen in fremden Diensten]] bietet eine Übersicht der militärischen Engagements von Schweizern im Ausland. Diese sogenannten «Fremden Händel» stiessen im modernen [[Politisches System der Schweiz|Schweizer Bundesstaat]] auf Ablehnung und waren ein Ausgangspunkt für die [[Neutralität der Schweiz|Schweizer Neutralitätspolitik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seit dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert unterschied man bei Reisigen zwei Kategorien:&lt;br /&gt;
* Ein &amp;#039;&amp;#039;Reisiger&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Reisiger Knecht&amp;#039;&amp;#039; war ein (bewaffneter) [[Kavallerie|Reiter]], meist mit eigenem Pferd und eigener Ausrüstung. Reisige dienten anfangs nicht unbedingt auf [[Sold]], sondern konnten nicht-adliger Teil eines aus Untertanen gebildeten [[Lehnswesen|Lehensaufgebots]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Ernst Demandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Regesten der Grafen von Katzenelnbogen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau.&amp;#039;&amp;#039; 11). Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1954, {{DNB|450899055}}, Nr. 4767, Ende des Jahres 1452.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1495 war die Anwerbung von unbeaufsichtigt umherziehenden (und damit oft landfremden und [[marodieren]]den) &amp;#039;&amp;#039;reisigen Knechten&amp;#039;&amp;#039; gemäss §&amp;amp;nbsp;7 des [[Ewiger Landfriede|Ewigen Landfriedens]] verboten, wurde aber trotzdem vielfach weiter praktiziert.&lt;br /&gt;
* Ein &amp;#039;&amp;#039;Reisläufer&amp;#039;&amp;#039; war ein als [[Infanterie|Fusssoldat]] dienender [[Söldner]], der vorwiegend aus der [[Schweiz]] stammte. Bis ins 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert stand er [[Schweizer Truppen in fremden Diensten|im Dienst wechselnder europäischer Herrscher]] und verdingte sich auf eigene Faust. Das unterschied ihn von jenen Schweizer Soldaten, die sich zum &amp;#039;&amp;#039;kapitulierten&amp;#039;&amp;#039; Dienst verpflichteten. Dieser vollzog sich auf Basis einer zwischen zwei Ländern vereinbarten [[Kapitulation (Truppenstellungsvertrag)|Militärkapitulation]], also eines binationalen «Liefervertrags für Soldaten». &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Reislaeufer Luzerner Schilling.jpg|Eidgenössische Reisläufer beim Zug über die [[Alpen]] ([[Diebold Schilling der Jüngere]])&lt;br /&gt;
  Niklaus Manuel 1553.jpg|Niklaus Manuel d.&amp;amp;nbsp;J. in der Tracht eines eidgenössischen Reisläufers, 1553&lt;br /&gt;
  Urs Graf Reislaeufer 1.jpg|Reisläufer nach einer Darstellung von [[Urs Graf der Ältere|Urs Graf]]&lt;br /&gt;
  IB157reisige0001.JPG|[[Insel-Bücherei]] 157/1, &amp;#039;&amp;#039;Lieder der Landsknechte&amp;#039;&amp;#039;, [[Holzschnitt]] von [[Hans Burgkmair]]: &amp;#039;&amp;#039;Kampf der Reisigen und Fußknechte&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
  Reislaeufer Bettler.jpg|Zeitgenössische Kritik am Söldnerwesen: Links ein prosperierender eidgenössischer Reisläufer, rechts ein invalider Bettler, 16. Jahrhundert&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
* Das mittelhoch&amp;amp;shy;deutsche &amp;#039;&amp;#039;reise&amp;#039;&amp;#039; bedeutet ‚Aufbruch‘, ‚Zug‘, ‚Reise‘; ‚Kriegszug‘, ‚Heereszug‘,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Matthias Lexer]]: &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutsches Handwörterbuch. […].&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände. Leipzig 1872–1878, Band 2, Sp. 393–394.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch ‚kriegerischer Auszug‘ und ‚[[Feldzug]]‘, und ist der Vorläufer des neuhochdeutschen Wortes &amp;#039;&amp;#039;[[Reise]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Band VI, Spalte 1288&amp;amp;nbsp;ff., Artikel &amp;#039;&amp;#039;Reis&amp;#039;&amp;#039; ([https://digital.idiotikon.ch/p/lem/175813 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Abgeleitet davon nannte man im Mittelalter bewaffnete [[Dienstmann|Dienstleute]] oder berittene Begleitpersonen &amp;#039;&amp;#039;Reisige&amp;#039;&amp;#039;, die auf ihres Herrn Geheiß „Reisen“ (d.&amp;amp;nbsp;h. Feldzüge) unternehmen mussten.&lt;br /&gt;
* Im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden mit obigem Begriff „Dienstleute“ (bewaffnete) Reiter bezeichnet. Im Gegensatz dazu gehörten &amp;#039;&amp;#039;Reisläufer&amp;#039;&amp;#039; dem Fussvolk, will heissen: den Kämpfern der [[Infanterie]], an.&lt;br /&gt;
* Im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]] wurde das (schon damals altertümlich erscheinende) Wort &amp;#039;&amp;#039;Reisige&amp;#039;&amp;#039; durch die Verwendung in der Kaiserhymne &amp;#039;&amp;#039;[[Heil dir im Siegerkranz]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinrich Harries]] wieder populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
Die [[Innerschweiz]]er Söldner und Kriegsknechte ([[Uri]], [[Kanton Schwyz|Schwyz]], [[Unterwalden]]) waren schon vor der Gründung der [[Alte Eidgenossenschaft|Alten Eidgenossenschaft]] auf den damaligen europäischen Kriegsschauplätzen gefürchtet und begehrt. Die [[Ennetbirgische Feldzüge|Ennetbirgischen Feldzüge]] ab 1402, während denen [[Herzogtum Mailand|mailändische]] Täler erobert wurden, markierten den Beginn der schweizerischen Expansionsbestrebungen. Zwischen 1400 und 1848 verdienten viele Schweizer ihren Lebensunterhalt als Söldner in fremden Armeen, die meisten von ihnen flohen damit vor der Armut im Heimatland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swissworld.org/de/bevoelkerung/auslandschweizer/ &amp;#039;&amp;#039;Bevölkerung &amp;gt; Auslandschweizer &amp;gt; Frühere Auswanderer&amp;#039;&amp;#039;], In: swissworld.org, Herausgeber: [http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/dfa/orgcha/gensec/prs.html &amp;#039;&amp;#039;Präsenz Schweiz&amp;#039;&amp;#039;], Generalsekretariat des [[Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten|Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten]]. Zugriff: 13. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ihre Kriegshilfe bei [[Faenza]] erhielten sie von [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] den Freiheitsbrief. Ihr Kampfgeist gegen eine verheerende Übermacht in der [[Schlacht bei St. Jakob an der Birs]] führte 1444 zu einem Vertrag mit Frankreich mit der Möglichkeit, eidgenössische Söldner anzuwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reisläufer wurden seit den militärischen Erfolgen der [[Alte Eidgenossenschaft|Eidgenossen]] in den [[Burgunderkriege]]n (1474–1477) im grossen Stil angeworben. Schon zuvor entstand in den Konflikten mit [[Habsburg]], insbesondere auf Grund der Schlachten von [[Schlacht am Morgarten|Morgarten]] und [[Schlacht bei Sempach|Sempach]], der Ruf, die eidgenössischen Truppen seien «unbesiegbar». Die militärische Durchschlagskraft der eidgenössischen Reisläufer beruhte auf der neuen Infanterietaktik des «[[Gewalthaufen]]s», die den zeitgenössischen Ritterheeren überlegen war. Hauptwaffen der Reisläufer waren [[Spieß|Spiesse]] und [[Hellebarde]]n, für den Nahkampf [[Schweizerdolch|Schweizer Dolche und -degen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der eidgenössischen Reisläufer eines Kriegsherrn bestimmte seine Siegchancen. Das galt insbesondere in den [[Italienische Kriege|Italienischen Kriegen]] ab 1494, die durch den Einmarsch [[Königreich Frankreich|Frankreichs]] im Kampf um die [[Königreich Neapel#Unter dem Haus Trastámara-Aragón|Thronfolge in Neapel]] ausgelöst wurden und sich zum Kampf zwischen [[Heiliges Römisches Reich|Heiligem Römischem Reich]], Frankreich, [[Spanien]] und dem [[Papst]] um die Vorherrschaft in [[Liste der historischen Staaten in Italien|Italien]] ausweitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reisläufer unterstanden nicht der [[Gerichtsbarkeit]] des [[Kriegsherr]]n, sondern derjenigen ihrer eigenen Hauptleute, und damit eigenen [[Militärgericht|Richtern]] und eigenem Recht. Übervölkerung vor allem in den [[Urkanton]]en, Abenteuerlust, Beute und [[Sold]] waren wichtige Gründe, den jeweiligen Aufgeboten der Obrigkeit Folge zu leisten oder auch auf eigene Faust auszuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wichtigstes Mittel der Anwerbung bürgerte sich das Zahlen von [[Pension (Schweizer Geschichte)|Pensionen]] an offizielle Vertreter der Kantone oder einflussreiche Persönlichkeiten wie Kardinal [[Matthäus Schiner]] ein. Nicht selten überboten sich die künftigen Kriegsgegner gegenseitig zum Vorteil der eidgenössischen Politiker, was diese, spätestens seit der [[Schlacht bei Marignano]], in den Ruf der [[Korruption]] auf Kosten des Volks brachte. Es häuften sich Fälle, in denen Schweizer gegen Schweizer kämpften. [[Jakob Meyer zum Hasen]], von 1516 bis 1521 Bürgermeister der Stadt [[Basel]], wurde samt seinen Ratskollegen im «Pensionensturm» 1521 seines Amts enthoben. Das Pensionenwesen als die wirtschaftliche Seite des Reislaufs war eine der wichtigsten Triebfedern der [[Reformation]] [[Huldrych Zwingli|Zwinglis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang zu stehenden Schweizer Regimentern ===&lt;br /&gt;
{{Panorama|Cent Suisses vers02 compilation cropped.jpg|1200|[[Schweizer Truppen in niederländischen Diensten#ned26|Schweizer Garde]] der [[Republik der Sieben Vereinigten Provinzen|Generalstaaten]] 1752, mit den &amp;quot;[[Hautboist]]en&amp;quot; voran}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz Rudolf Frisching.jpg|mini|hochkant|[[Franz Rudolf Frisching]], Oberst in der Schweizergarde in [[Holland]], mit seinem [[Berner Laufhund]], gemalt von [[Jean Preudhomme]], 1785]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankreich war das erste Land, das 1497 mit der Gardetruppe der [[Cent-suisses|Hundertschweizer]] eine längerfristig eingerichtete Schweizer Einheit aufstellte. Im 15.&amp;amp;nbsp;und 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden die meisten Söldnertruppen nur für den Zeitraum eines Konflikts beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge der [[Schlacht bei Marignano]] schloss die Schweiz am 29.&amp;amp;nbsp;November 1516 in [[Freiburg im Uechtland]] den &amp;#039;&amp;#039;Ewigen Frieden&amp;#039;&amp;#039; mit Frankreich. Im Kapitulationsvertrag, der bis 1792 mehrmals erneuert wurde und der als Vorbild für Verträge mit anderen europäischen Mächten diente, verpflichtete sich das &amp;#039;&amp;#039;Helvetische Corps&amp;#039;&amp;#039; (Bezeichnung der Eidgenossenschaft im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert), für Frankreich Kontingente zu stellen, die in der Schweiz ausgehoben werden durften. Im Vertrag wurde festgehalten, dass:&lt;br /&gt;
# die Schweizer nur in Schweizer-Regimentern, unter der Schweizer Fahne und unter Schweizer Offizieren dienen durften, und der oberste Schweizer Befehlshaber (Generaloberst) nur direkt dem König oder einem Mitglied der königlichen Familie unterstellt werden durfte.&lt;br /&gt;
# die Schweizer Soldaten nur durch Schweizer Richter, nach schweizerischem Recht und unter eidgenössischer Hoheit verurteilt werden durften.&lt;br /&gt;
# die [[Tagsatzung]] jederzeit das Recht hatte, die Schweizer Regimenter für die Verteidigung zurückzurufen, wenn die Eidgenossenschaft bedroht war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albert A. Stahel]]: &amp;#039;&amp;#039;Von den Fremdendiensten zur Milizarmee.&amp;#039;&amp;#039; In: Albert A. Stahel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Armee 95 – Chance für die Milizarmee?&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Strategische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 7). Verlag der Fachvereine, Zürich 1994, ISBN 3-7281-2094-4, S. 11 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem [[Schweizer Truppen in fremden Diensten|offiziellen]], auf Kapitulationen begründeten Dienst nahm auch der wilde Solddienst im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert noch zu. Während die Kantone und [[Graubünden]] Kapitulationen abschlossen mit [[Spanien]], [[Savoyen]], [[Venedig]] und [[Genua]], zogen Hunderte von Schweizern in den ungeregelten Solddienst, vor allem nach [[Schweden]], [[Sachsen]] und [[Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig XIV. ging schließlich dazu über, ab 1671 elf Schweizer Linienregimenter in den dauernden Dienst Frankreichs zu stellen, was sich bis 1758 hinzog, als die beiden letzten (es waren dann doch zwölf geworden) in Dienst genommen wurden (Régiment de Lochmann und Régiment d&amp;#039;Eptingen) → [[Infanterie étrangère de ligne]]. Dazu kamen weitere ungeregelte freie Kompagnien. Andere Länder kopierten diese Einrichtung, so Spanien (Kapitulation mit katholischen Kantonen), die [[Niederlande]] (Kapitulation mit den reformierten Kantonen), Venedig (bis 1719), [[England]], [[Polen]], [[Österreich]] (bis 1740) sowie [[Sardinien-Piemont]]. So kämpften in den meisten Kriegen in Europa im 17.&amp;amp;nbsp;und 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Schweizer Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Reisläuferei ===&lt;br /&gt;
[[Datei:GSB-Werbung.jpg|mini|hochkant|Preussische Werber in Neuchâtel um 1840]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Uniformen Schweizer in niederländischen Diensten.jpg|mini|hochkant|Uniformen der Schweizer Regimenter in niederländischen Diensten nach 1815]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verschärfung des Drills, die Einschränkung der Plünderei und die Geldentwertung ließen den Solddienst für junge Männer immer weniger attraktiv erscheinen. So wurde es im ausgehenden 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert für die Soldunternehmer und [[Regimentschef|Regimentsinhaber]] zunehmend schwieriger, die Bestände der Regimenter zu füllen. Die Risiken wurden den Soldaten immer bewusster angesichts hoher Verluste von Schweizer Einheiten. Nach Beginn der französischen Revolution entließ Frankreich die im Volk unbeliebten Schweizer Regimenter im Anschluss an den [[Tuileriensturm]] am 20.&amp;amp;nbsp;August 1792 in Verletzung aller bestehenden Verträge. Zahlreiche Söldner verdingten sich darauf in regulären französischen Einheiten oder suchten Dienst in anderen europäischen Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum [[Franzoseneinfall (Schweiz)|Einmarsch französischer Truppen]] in die Schweiz 1798 gab es keine regulären Schweizertruppen in Frankreich. Die [[Helvetische Republik]] verpflichtete sich zwar, Frankreich wieder Truppen zu stellen, konnte die Bestände aber nur mit Zwang und unter grossen Mühen füllen. Während der [[Napoleonische Kriege|Napoleonischen Kriege]] dienten Zehntausende Schweizer Söldner für Frankreich, Spanien, Grossbritannien und Österreich. Besonders in Spanien und auf dem [[Russlandfeldzug 1812]] kam es zu hohen Verlusten bei den Schweizer Einheiten. In Spanien dienten insgesamt etwa 30&amp;#039;000 Schweizer auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der napoleonischen Kriege schlossen die Kantone neue Militärkapitulationen mit Frankreich, den Niederlanden, [[Preussen]], dem [[Der Heilige Stuhl|Heiligen Stuhl]] und dem [[Königreich beider Sizilien]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 1814 gründete der preussische König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]], der [[Fürst]] des 1814 der Eidgenossenschaft beigetretenen [[Kanton Neuenburg|Kantons Neuenburg]] war, in Abstimmung mit dem Staatsrat des Kantons das preussische [[Garde-Schützen-Bataillon]]. Ihm sollten Neuenburger und andere Schweizer Freiwillige angehören. Für die Offiziersstellen besaß der Staatsrat von Neuenburg ein Benennungsrecht. Allerdings waren bis 1848 nur wenige Schweizer bereit, in preussische Dienste zu treten, weshalb sich das Bataillon bald ganz überwiegend aus preussischen Freiwilligen zusammensetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankreich und die Niederlande beendeten die Praxis, fremde Regimenter einzustellen, 1830 bzw. 1829. In Frankreich traten eine grosse Zahl der damals in den Schweizerregimentern dienenden Männer in die neu gegründete [[Légion étrangère|Französische Fremdenlegion]] über, so dass diese zu Beginn stark von Schweizer Söldnern geprägt war. In Italien kämpften die Schweizerregimenter für den Papst oder für den König beider Sizilien gegen die liberalen und nationalistischen Aufständischen 1821, 1830 und 1848. Dadurch wurde der Solddienst bei den liberalen Schweizer Politikern zunehmend unbeliebt. Die [[Kantonsverfassung]]en untersagten deshalb seit 1830 den Abschluss von Militärkapitulationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Bundesbeschluss vom 20.&amp;amp;nbsp;Juni 1849 untersagte der neu gegründete liberale Schweizer Bundesstaat den Abschluss von Militärkapitulationen (Art. 11 BV) nun auch auf Bundesebene. Auch durften Mitglieder der Bundesbehörden weder fremde Pensionen noch Titel oder [[Orden und Ehrenzeichen|Orden]] annehmen (Art. 12 BV). Die Kantone weigerten sich jedoch, die bestehenden Militärkapitulationen aufzukündigen, so dass sich das Verbot nur auf den Abschluss von neuen Verträgen bezog. Die Bundesgesetzgebung untersagte zudem das wilde Anwerben von Schweizern ausserhalb der bestehenden Militärkapitulationen, allerdings noch ohne Strafbestimmung (Bundesgesetz 1/432, 20. Juni 1849). 1851 wurde das Anwerben von dienstpflichtigen Schweizern verboten, 1853 von allen Einwohnern der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:London Gazette 2 Dec 1879 issue 24788 page 7148.png|mini|Verleihung des [[Victoria Cross]] an [[Christian Ferdinand Schiess]] (1879)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem rekrutierte Grossbritannien noch 1855 3338 Soldaten in der Schweiz für den [[Krimkrieg]], jedoch ohne Abschluss einer Militärkapitulation. Doch bevor die «[[British Swiss Legion]]» (B.S.L) gegen die [[Kaiserlich Russische Armee|russischen Truppen]] ins Feld ziehen konnte, wurden die Feindseligkeiten eingestellt. Während des [[Sardinischer Krieg|Lombardisch-österreichischen Krieges]] 1859 kam es nach der Plünderung [[Perugia]]s durch päpstliche Truppen, unter denen auch Schweizer Söldner waren, zu starken antischweizerischen Reaktionen in [[Italien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Meuterei unter den Schweizer Söldnern im Dienst des [[Königreich Neapel]] verbot der Bundesrat durch Bundesgesetz vom 30. Juli 1859 (B.G. 6/312) die aktive Anwerbung von Söldnern und den Eintritt von Schweizer Bürgern in fremde Dienste, so dass die Verträge mit Neapel, die am 15.&amp;amp;nbsp;Juli 1859 ausgelaufen waren, nicht mehr erneuert werden konnten. Dies bedeutete das Ende des Militärunternehmertums in der Schweiz, rund 7500 Söldner kehrten aus [[Neapel]] zurück in die Schweiz, Hunderte schlossen sich anderen Armeen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pioixblesstroup.jpg|mini|Letzte Segnung der Schweizer Truppen durch den Papst vor der Einnahme Roms durch die italienischen Truppen 1870]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 1859 hinaus dienten jedoch Tausende Schweizer Söldner in der Fremdenlegion. Zahlreiche Offiziere nahmen Kommandos in fremden Armeen an, so etwa der ehemalige Bundesrat [[Ulrich Ochsenbein]], denn das Bundesgesetz erlaubte den Dienst in den regulären nationalen Truppen des Auslandes, solange die Dienstpflicht in der Schweiz nicht verletzt wurde. Auch der Dienst in Schweizerregimentern war mit bundesrätlicher Bewilligung noch möglich. So konnten die Schweizer Truppen im Dienst des Heiligen Stuhls bestehen bleiben. Neben der [[Päpstliche Schweizergarde|Schweizergarde]] hatte der Papst im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert über eine Kapitulation mit den Kantonen zwei Regimenter für seine Armee angeworben. Eines dieser Regimenter blieb bis 1870 im Dienst, als der [[Kirchenstaat]] von Italien erobert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Situation ===&lt;br /&gt;
Obwohl das Anwerben verboten war, blieb das Eintreten in fremde Militärdienste für den einzelnen Schweizerbürger straffrei. Erst mit dem Inkrafttreten des [[Militärstrafgesetz (Schweiz)|Militärstrafgesetzbuches]] (MStG) von 1929, das in Art. 94 ein Verbot ausspricht, wurde dieses Verhalten strafbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem kämpften im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] zahlreiche Schweizer für die [[Zweite Spanische Republik|spanische Republik]]. Auch in der [[Wehrmacht|deutschen Wehrmacht]] dienten eine ganze Reihe Schweizer und erlangten teils hohe Auszeichnungen, so etwa der Luftwaffenpilot Walter Rubensdörffer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tracesofwar.com/persons/70975/Rubensd%C3%B6rffer-Walter.htm |titel=Rubensdörffer, Walter |werk=Traces of war |sprache=en |abruf=2023-12-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, der das [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]] erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Der immer wieder in diesem Zusammenhang angeführte [[Franz von Werra]] war zwar als Schweizer geboren, besaß jedoch die deutsche Staatsbürgerschaft, da er als Kleinkind von deutschen Pflegeeltern adoptiert worden war.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schweizer gab es auch in der [[Ausländische Freiwillige der Waffen-SS#Schweiz|Waffen-SS]]; nach ihrer Rückkehr in die Schweiz wurden sie strafrechtlich verfolgt. Der Dienst in der französischen Fremdenlegion ist noch immer strafbar. Umstritten ist, ob [[Privates Sicherheits- und Militärunternehmen|private Militärunternehmen]], die ihre Dienste im Irak und anderswo anbieten, unter die Definition von Art. 94 MStG fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzige Ausnahme ist die [[Päpstliche Schweizergarde]], wo noch Schweizer dienen. Hier wird der Einsatz aber als (Haus-)Polizeidienst betrachtet, womit die Gardisten nicht unter das Söldnerverbot fallen. Für den Eintritt wird vorheriger Dienst und Ausbildung in der [[Schweizer Armee]] vorausgesetzt sowie katholischer Glauben und untadeliges Verhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taktik und Kriegsführung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Urs Graf Schrecken des Kriegs 1521.jpg|Die Schrecken des frühneuzeitlichen Schlachtfeldes aus der Sicht des Reisläufers und Künstlers [[Urs Graf der Ältere|Urs Graf]], 1521&lt;br /&gt;
 Marignano.jpg|1515: [[Schlacht bei Marignano]]&lt;br /&gt;
 Urs Graf consiglio di guerra.jpg|[[Urs Graf der Ältere|Urs Graf]]: Kriegsrat auf dem [[Pavierzug]]&lt;br /&gt;
 Wilhelm Froelich by Hans Asper.jpg|[[Hans Asper]]: Der Zürcher Söldnerführer Wilhelm Frölich im Jahr 1549&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Taktik der Reisläufer bestand darin, die gegnerischen Truppen mit [[Gewalthaufen]] zu überfallen, bevor diese richtig zur Aufstellung gekommen waren. Ein Gewalthaufen oder Kader war eine bis zu 50 Glieder tiefe Kampfformation. Vorne standen die [[Pikenier]]e mit ihren fünf Meter langen [[Spieß|Spiessen]], dahinter kamen die [[Hellebarde]]nträger und Schwertkämpfer mit langen [[Zweihänder]]n. Das erste und oft auch das letzte Glied bildeten gepanzerte [[Doppelsöldner]], diese trugen einen Eisenhelm ([[Morion]]) und waren mit [[Arkebuse]]n bewaffnet. Wenn die Spiesse und Hellebarden im Gedränge nicht mehr benutzt werden konnten, kämpfte man mit kurzen Schwertern, den [[Katzbalger]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft standen den Reisläufern deutsche [[Landsknecht]]e gegenüber, mit welchen es immer wieder zu blutigen Schlachten um die Gunst des Goldes der Fürsten und Kriegsherren gekommen war. Die Landsknechte selbst orientierten sich in ihrer Aufstellung stark an den Schweizer Söldnerheeren und entwickelten diese später immer weiter. Anfangs galten Landsknechte als die schlechteren Schweizer und erhielten geringeren Sold und weniger Beute. Durch verschiedene politische Ereignisse und militärische Niederlagen der Reisläufer schwand jedoch ihr Ansehen und ihre Verfügbarkeit, wodurch die deutschen Landsknechte in den folgenden Kriegen Europas die verbreitetsten Söldnertruppen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Länder mit offiziellen Schweizer Truppen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Di Lorenzi Oberst Kommandant CH Truppen Neapel.jpg|mini|hochkant|Kommandierender Oberst des 2. Schweizer Regiments im Dienst des Königreichs Neapel, ca. 1850]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fieffe fremdtruppen tafel6.jpg|mini|hochkant|Uniformen der Angehörigen der Schweizertruppen in kaiserlich französischen Diensten 1812]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fieffe fremdtruppen tafel20.jpg|mini|hochkant|Uniformen der Angehörigen der königlichen Garderegimenter in französischen Diensten 1824]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schweizer Truppen in fremden Diensten}}&lt;br /&gt;
Als «offizielle» Schweizer Truppen galten diejenigen Einheiten, deren Rekrutierung von den beteiligten Kantonen in einer Militärkapitulation explizit erlaubt worden war. Diese Einheiten waren nicht Teil der normalen Streitkräfte der rekrutierenden Länder und erhielten einen vertraglich festgelegten Sold, schworen aber dem soldgebenden Monarchen die Treue.&amp;lt;ref&amp;gt;De Vallière, S. 464–737.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der Länder mit Schweizer Gardetruppen ===&lt;br /&gt;
* [[Königreich Frankreich (987–1791)|Königreich Frankreich]]: [[Cent-suisses]], [[Gardes suisses (Frankreich)|Schweizergarde]] 1616–1792, 1815–1830; ca. 2&amp;#039;400 Mann&amp;lt;br/&amp;gt;{{Siehe auch|Maison militaire du roi de France}}&lt;br /&gt;
* [[Habsburgermonarchie|Österreich]]: [[Schweizer Truppen in lothringischen Diensten|Hundertschweizer]] in der [[Hofburg#Schweizertrakt|Hofburg]]&lt;br /&gt;
* [[Sardinien-Piemont]]: [[Schweizer Truppen in savoyischen Diensten#sav9|Hundertschweizer, Schweizergarde]], 1579–1831; zwischen 175 und 112 Mann&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://xoomer.virgilio.it:80/bandsabaude/Bandieres1.html |titel=Bandiere Sabaude s1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20121023085135/http://xoomer.virgilio.it:80/bandsabaude/Bandieres1.html |archiv-datum=2012-10-23 |abruf=2025-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Republik der Sieben Vereinigten Provinzen]]: [[Schweizer Truppen in niederländischen Diensten#ned3|Leibgarde „Guardes Zwitzers“]] 1672– k.&amp;amp;nbsp;A., bis zu 100 Mann; [[Schweizer Truppen in niederländischen Diensten#ned26|Schweizergarde]] 1748–1796, ca. 1&amp;#039;600 Mann&lt;br /&gt;
* [[Königreich Neapel]]: [[Schweizer Truppen in neapolitanischen Diensten#nea5|Schweizer Garderegiment]] 1734–1798; ca. 1&amp;#039;660 Mann&lt;br /&gt;
* [[Kirchenstaat]]/[[Vatikanstadt]]: [[Päpstliche Schweizergarde]] seit 1506&amp;lt;br/&amp;gt;{{Siehe auch|Schweizer Truppen in päpstlichen Diensten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Länder mit Schweizertruppen im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Zur Zeit des [[Friede von Aachen (1748)|Aachener Friedens]] 1748 verfügten die folgenden Länder über Schweizertruppen:&lt;br /&gt;
* Frankreich:&lt;br /&gt;
: 12 Linienregimenter,&lt;br /&gt;
: Regiment der Gardes suisses,&lt;br /&gt;
: Hundertschweizer,&lt;br /&gt;
: [[Compagnie des Suisses de Monsieur le comte d’Artois]]&lt;br /&gt;
: Compagnie des Gardes suisses de Monsieur le comte de Provence&lt;br /&gt;
: einige Freikompagnien; 23&amp;#039;055 Mann&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Infanterie étrangère de ligne#Schweizer}}&lt;br /&gt;
* Österreich: 1 Regiment, Hundertschweizer; 2&amp;#039;400 Mann&lt;br /&gt;
* Republik der Sieben Vereinigten Provinzen (1693–1795): 9 Regimenter; 20&amp;#039;400 Mann&lt;br /&gt;
* Savoyen-Sardinien: 5 Regimenter, 1 Bataillon, Hundertschweizer; 10&amp;#039;600 Mann&lt;br /&gt;
* Spanien: 6 Regimenter; 13&amp;#039;600 Mann&lt;br /&gt;
* Neapel (ab 1734): 3 Regimenter, 1 Bataillon; 6&amp;#039;700 Mann&lt;br /&gt;
* Kirchenstaat: [[Päpstliche Schweizergarde|Päpstliche Garde]]; 133&lt;br /&gt;
Insgesamt dienten 1748 36 Regimenter mit 76&amp;#039;988 Mann in regulären Schweizertruppen in fremden Diensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Länder mit Schweizertruppen zur Zeit der Napoleonischen Kriege ===&lt;br /&gt;
* Frankreich 1798–1803: 33 Bataillone Infanterie, 3 Schwadrone Kavallerie, 1 Batterie; 18&amp;#039;000 Mann&lt;br /&gt;
* Frankreich 1803–1814: 4 Regimenter; 16&amp;#039;000 Mann, ab 1812 12&amp;#039;000 Mann (inkl. Truppen aus Neuenburg und Wallis)&lt;br /&gt;
* Grossbritannien 1795–1816: 2 Regimenter (de Meuron in Ceylon, 1813 in Kanada; von Roll): ca. 3&amp;#039;100 Mann&lt;br /&gt;
* Grossbritannien 1799–1801/1816: Schweizer Emigrantenarmee bzw. Legion Rovéréa (4 Regimenter, 2 Bataillone), ab 1801 Regiment Wattenwyl: Bestand stark schwankend&lt;br /&gt;
* Spanien bis 1820/35: 6 Regimenter; 12&amp;#039;000 Mann (&amp;#039;&amp;#039;Suizos azurros&amp;#039;&amp;#039; nach ihren hellblauen Uniformen)&lt;br /&gt;
* Kirchenstaat: Päpstliche Garde; 133&lt;br /&gt;
* Sardinien-Piemont: bis 1815, Hundertschweizer bis 1832&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Länder mit Schweizertruppen 1814–1859 ===&lt;br /&gt;
* Frankreich 1814–1830: 4 Linienregimenter, 2 Garderegimenter, Hundertschweizer; 14&amp;#039;100 Mann&lt;br /&gt;
* Preussen 1814–1848: [[Garde-Schützen-Bataillon]]; 429 Mann&lt;br /&gt;
* Vereinigtes Königreich der Niederlande 1814–1829&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://home.wanadoo.nl/g.vanuythoven/Swiss%20troops%20in%20Netherlands%20service.htm |wayback=20100308102733 |text=Swiss troops in Netherlands service 1814-1829 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;: 4 Regimenter; 10&amp;#039;000 Mann&lt;br /&gt;
* Neapel 1829–1855/59/61: 4 Regimenter; ca. 8&amp;#039;000 Mann&lt;br /&gt;
* Kirchenstaat: 2 Regimenter (bis 1870), Päpstliche Garde (bis heute); 350 Mann&lt;br /&gt;
* Grossbritannien (1855): British Swiss Legion; 3&amp;#039;300 Mann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Soldatenhandel]]&lt;br /&gt;
* [[Königlich französische Fremdenregimenter#Schweizer Regimenter|Liste von Schweizer Linienregimentern in französischen Diensten]]&lt;br /&gt;
* [[Reismusketen-Schützengesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizer Truppen in fremden Diensten]]&lt;br /&gt;
* [[Söldner#Söldner in der europäischen Geschichte|Söldner in der europäischen Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Regula Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Mit der Stadt in den Krieg. Der Reisrodel der Zürcher Constaffel, 1503-1583&amp;#039;&amp;#039;. (= Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, Band 89). Zürich: Chronos-Verlag, 2022, ISBN 978-3-0340-1663-6. ([https://www.chronos-verlag.ch/node/28380 Kurztext])&lt;br /&gt;
*Jost Auf der Maur: &amp;#039;&amp;#039;Söldner für Europa. Mehr als eine Schwyzer Familiengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Echtzeit Verlag, Basel 2011, ISBN 978-3-905800-52-4.&lt;br /&gt;
*{{HLS|8608|Fremde Dienste|Autor= Philippe Henry}} [2017]&lt;br /&gt;
* {{HLS|8607|Reisläufer|Autor=Alain-Jacques Czouz-Tornare}} [2011]&lt;br /&gt;
*{{Meyers Online|13|706|spezialkapitel=Reisige}}&lt;br /&gt;
*[[Werner Meyer (Historiker, 1937)|Werner Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Eidgenössischer Solddienst und Wirtschaftsverhältnisse im schweizerischen Alpenraum um 1500.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Stefan Kroll]], [[Kersten Krüger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Militär und ländliche Gesellschaft in der frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Herrschaft und soziale Systeme in der frühen Neuzeit,&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Lit, Münster u.&amp;amp;nbsp;a. 2000, ISBN 3-8258-4758-6, S.&amp;amp;nbsp;23–39.&lt;br /&gt;
* Valentin Groebener (d. i.: [[Valentin Groebner]]): &amp;#039;&amp;#039;Gefährliche Geschenke. Ritual, Politik und die Sprache der Korruption in der Eidgenossenschaft im späten Mittelalter und am Beginn der Neuzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Konflikte und Kultur. Historische Perspektiven.&amp;#039;&amp;#039; Band 3 (d.&amp;amp;nbsp;i. 4)). UVK – Universitäts-Verlag, Konstanz 2000, ISBN 3-87940-741-X (Habilitationsschrift Uni Basel 1997).&amp;lt;ref&amp;gt;siehe besonders: &amp;#039;&amp;#039;Pensionen in Basel, September 1501 bis Oktober 1521&amp;#039;&amp;#039; und für Zwinglis Kampf gegen Reislauf und Pensionen: Postskript 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Reformation der gefährlichen Geschenke und die Körper der Frauen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Christian Padrutt: &amp;#039;&amp;#039;Staat und Krieg im alten Bünden. Studien zur Beziehung zwischen Obrigkeit und Kriegertum in den Drei Bünden vornehmlich im 15. und 16. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Geist und Werk der Zeiten.&amp;#039;&amp;#039; Heft 11, {{ISSN|0435-1673}}). Fretz und Wasmuth, Zürich 1965 (Zugleich Dissertation Uni Zürich, Philosophische Fakultät I); Neuausgabe durch den Verein für Bündner Kulturforschung, Bündner Monatsblätter, Chur 1991, ISBN 3-905241-20-X.&lt;br /&gt;
* [[Walter Schaufelberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Der alte Schweizer und sein Krieg. Studien zur Kriegsführung vornehmlich im 15. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft, Gesellschaft, Staat.&amp;#039;&amp;#039; Band 7, {{DNB|364567546}}). Europa, Zürich 1952 (zugleich Dissertation Uni Zürich); 3. Auflage, Huber, Frauenfeld 1987, ISBN 3-7193-0980-0.&lt;br /&gt;
*Henri Ganter: &amp;#039;&amp;#039;Histoire du Service Militaire des Régiments Suisses à la Solde de &amp;#039;Angleterre, de Naples et de Rome.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Eggimann &amp;amp; Cie., Genf 1906, {{OCLC|715068556}} (französisch).&lt;br /&gt;
* [[Johann Jakob Romang]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Englische Schweizerlegion und ihr Aufenthalt im Orient.&amp;#039;&amp;#039; F. Wyß, Langnau 1857, {{OCLC|602320820}}.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Behr (Archivar)|Hans-Joachim Behr]]: &amp;#039;&amp;#039;Garden und Vergardung. Das Problem der herrenlosen Landsknechte im 16. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039; [[Westfälische Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039; 145 (1995), S. 41–72 ([https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/txt/wz-9144.pdf PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Reisiger}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.unilu.ch/files/proseminararbeit_kindersoldaten.pdf Jonas Briner: &amp;#039;&amp;#039;Kindersoldaten in der Eidgenossenschaft&amp;#039;&amp;#039;, mit ausführl. Lit.-Verz.] (PDF-Datei; 321&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.bsl.150m.com: Geschichte der British Swiss Legion]&lt;br /&gt;
* [https://www.kriegsreisende.de/voelker/schweizer.htm Die Schweizer – Reisläufer aus den Alpen auf kriegsreisende.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.kriegsreisende.de/neuzeit/italien.htm Schweizerschlachten – In Italien trafen Schweizer Reisläufer und Landsknechte aufeinander auf kriegsreisende.de]&lt;br /&gt;
* {{BAR-CH|3857|Schweizerregimenter in französischen Diensten}}&lt;br /&gt;
* {{BAR-CH|3858|Schweizerregimenter in Diensten des Vatikans}}&lt;br /&gt;
* {{BAR-CH|3859|Schweizerregimenter in holländischen Diensten}}&lt;br /&gt;
* {{BAR-CH|3860|Schweizerregimenter in britischen Diensten}}&lt;br /&gt;
* {{BAR-CH|3861|Schweizerregimenter in neapolitanischen Diensten}}&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/geschichte/article218875714/Eidgenossen-als-Grossmacht-Als-Schweizer-Reislaeufer-Frankreichs-Armeen-ueberrannten.html Als Schweizer Reisläufer Frankreichs Armeen überrannten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7739748-4|LCCN=sh85131283|REMARK=Ansetzungsform GND: „Swiss mercenaries“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reislaufer}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärdienstleister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizerische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsknecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppengattung (historisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Infanterie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizerische Geschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Schweiz in der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Söldnerwesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>