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	<title>Reisediarrhoe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T10:00:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reisediarrhoe&amp;diff=702414&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-13T03:20:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = A09&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Diarrhoe und Gastroenteritis, vermutlich infektiösen Ursprungs&lt;br /&gt;
| 02-CODE = E86&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Volumenmangel mit [[Exsikkose]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reisediarrhoe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder Reisedurchfall (RD) wird eine [[Infektionskrankheit]] des Darmes ([[Gastroenteritis]]) bezeichnet, die durch [[Toxin]]e verschiedener Bakterien verursacht wird&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Feldmeier: [https://www.nzz.ch/wissenschaft/viele-asien-reisende-tragen-antibiotikaresistente-keime-mit-sich-ld.1631931 &amp;#039;&amp;#039;In gewissen Ländern infiziert sich praktisch jeder mit antibiotikaresistenten Bakterien – und trägt sie oft auch in die Heimat&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Neue Zürcher Zeitung|nzz.ch]], 18. Juli 2021, abgerufen am 22. Juli 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei einer Reise in die [[Tropen]] oder [[Subtropen]] (meist in den ersten Tagen) auftreten kann. Bei Reisenden, die aus gemäßigten Zonen kommen, handelt es sich um die häufigste Reisekrankheit überhaupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erreger ==&lt;br /&gt;
Normalerweise befindet sich die (regional unterschiedlich zusammengesetzte) [[Darmflora]] in einem Gleichgewicht, das durch das plötzliche Vorhandensein von anderen Bakterien unterschiedlich stark gestört wird. Deren [[Enterotoxin]]e (nachgewiesen bei [[ETEC|enterotoxischen E. coli]] (ETEC), [[Campylobacter]]-Species, [[Shigellen]] und [[Salmonellen]]) führen zu einer aktiven Sekretion von [[Chloride|Chlorid]]-Ionen aus der Darmzelle in das Darm[[Lumen (Biologie)|lumen]] (ins Darminnere). Diesen folgen Natrium-Ionen und Wasser passiv. Neben der gestörten Resorptionstätigkeit kommt es somit zu einer sogenannten &amp;#039;&amp;#039;sekretorischen [[Diarrhoe]]&amp;#039;&amp;#039;, bei letztgenannten Erregern durch direkten Befall der Darmschleimhaut auch zu einer [[Entzündung|entzündlichen]] [[Dysenterie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ETEC sind in Lateinamerika zu 50 %, in Asien nur zu 15 % für die Durchfälle verantwortlich zu machen. Campylobacter, Shigellen und Salmonellen werden für 1–15 % der Erkrankungen verantwortlich gemacht. Klinisch lassen sich die von den unterschiedlichen Erregern verursachten Durchfälle kaum unterscheiden. Ein Erregernachweis ist in den meisten Fällen nicht nötig, da dieser speziell bei den leichteren Formen der Erkrankung keine Auswirkung auf eine allfällige Therapie hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inzidenz ==&lt;br /&gt;
Die mittlere [[Inzidenz (Medizin)|Häufigkeit]] ist je nach Reiseziel unterschiedlich:&lt;br /&gt;
* Ein hohes Risiko mit einer Inzidenz bis 50 % besteht bei Reisen nach Lateinamerika, Asien und Afrika – auf einigen [[Nil]]kreuzfahrten sind bis zu 80 % der Passagiere betroffen, was zu Synonymen wie &amp;#039;&amp;#039;Pharaos Rache&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Fluch des Pharao&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Pyramiden-Sidestep&amp;#039;&amp;#039; führte. Bei Reisen nach Mittel- und Südamerika wird dementsprechend von &amp;#039;&amp;#039;[[Moctezuma II.#Montezumas Rache|Montezumas Rache]]&amp;#039;&amp;#039; gesprochen.&lt;br /&gt;
* Ein mittleres Risiko mit einer Inzidenz von 10–20 % besteht für Südeuropa, Israel, Karibik&lt;br /&gt;
* Ein geringes Risiko mit einer Inzidenz von weniger als 8 % besteht bei Reisen nach Nordeuropa, Nordamerika, Australien, Neuseeland und Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
Die Reisediarrhoe wird in zwei unterschiedliche Verlaufsformen eingeteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akute Reisediarrhoe ===&lt;br /&gt;
Eine Reisediarrhoe manifestiert sich in 90 bis 95 % als akute Reisediarrhoe. Die [[Inkubationszeit]] beträgt wenige Stunden bis wenige Tage, was bedeutet, dass die Mehrzahl der Reisenden ihre Durchfälle innerhalb der ersten vier Tage der Reise bekommen. Damit kommt es&lt;br /&gt;
# zu mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag, die&lt;br /&gt;
# von herabgesetzter Konsistenz und damit ungeformt bzw. meist wässrig sind. In bis zu 10 % der Fälle kann Blut im Stuhl gefunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen können [[Übelkeit]] und [[Erbrechen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei etwa einem Prozent der Betroffenen sind die Durchfälle so schwer, dass eine Krankenhausaufnahme notwendig ist, circa 20 Prozent sind bettlägerig, die restlichen gut 80 Prozent fühlen sich in ihrer Bewegungsfreiheit mehr oder weniger eingeschränkt und sind damit nur leicht erkrankt. Die mittlere Krankheitsdauer beträgt drei bis fünf Tage. Die Durchfälle sind in der Regel selbst terminierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chronische Reisediarrhoe ===&lt;br /&gt;
Bei 8 bis 15 Prozent dauert sie über eine Woche, 2–3 % (bis 10 %) entwickeln eine chronische Diarrhoe, die mehr als vier Wochen lang besteht und deshalb oft erst nach der Rückreise ins Heimatland abgeklärt wird. Der am häufigsten nachgewiesene Erreger hier ist &amp;#039;&amp;#039;[[Giardia lamblia]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prophylaxe ==&lt;br /&gt;
Auch wenn die Reisediarrhoe in den meisten Fällen selbstlimitierend ist, empfiehlt es sich, die Erkrankung durch angemessene Prophylaxe zu verhindern. Diese kann bestehen aus:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fauna-reisen.de/seiten/reisehinweise Reisehinweise: Reisegesundheit.] fauna-reisen.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Impfung]]: Erhältlich ist diese gegen [[Cholera]], [[ETEC]] und [[Typhus]].&lt;br /&gt;
* Vermeidung bzw. Desinfektion infizierter Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
** nur original verschlossene (keine gezapften) Getränke konsumieren; Eiswürfel vermeiden&lt;br /&gt;
** Wasser [[abkochen]] und/oder [[Wasserfilter|filtern]]; direktes Trinken von [[Leitungswasser]] vermeiden&lt;br /&gt;
** Lebensmittel vor dem Verzehr entweder schälen oder kochen; frische Lebensmittel vermeiden („&amp;#039;&amp;#039;cook it, peel it, or leave it&amp;#039;&amp;#039;“)&lt;br /&gt;
** nur frisch gekochte und heiße Speisen zu sich nehmen; aufgewärmtes Essen vermeiden.&lt;br /&gt;
* [[Prävention|prophylaktische]] Medikamente, wie eine [[Antibiotika]]-Prophylaxe (diese ist im Moment nicht empfohlen, nur in Ausnahmefällen sinnvoll, daher nur in Absprache mit einem Reisemediziner anwenden)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.cdc.gov/ncidod/dbmd/diseaseinfo/travelersdiarrhea_g.htm |wayback=20080403234924 |text=&amp;#039;&amp;#039;Traveler’s Diarrhea&amp;#039;&amp;#039;. |archiv-bot=2019-05-09 18:08:30 InternetArchiveBot}} CDC.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Hohmann: [https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm1_26_2004 &amp;#039;&amp;#039;Keine Antibiotika zur Prophylaxe&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Pharmazeutische Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 26, 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Behandlung erfolgt wie bei einer gewöhnlichen [[Gastroenteritis#Therapie|Gastroenteritis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Harald Kretschmer, Gottfried Kusch, Helmut Scherbaum&lt;br /&gt;
   |Titel=Reisemedizin&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Beratung in der ärztlichen Praxis&lt;br /&gt;
   |Auflage=2., neu bearbeitete und erweiterte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Elsevier&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-437-21511-6}}&lt;br /&gt;
* Hans Jochen Diesfeld u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Praktische Tropen- und Reisemedizin.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart / New York 2003, ISBN 3-13-108342-5.&lt;br /&gt;
* Werner Lang u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Tropenmedizin in Klinik und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart / New York 2000, ISBN 3-13-785803-8.&lt;br /&gt;
* D.J. Diemert: &amp;#039;&amp;#039;Prevention and self-treatment of traveler’s diarrhea&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Clin Microbiol Rev.&amp;#039;&amp;#039;, 2006 Jul, 19(3), S. 583–594, PMID 16847088. (Review)&lt;br /&gt;
* J. Yates: [https://www.aafp.org/afp/20050601/2095.html &amp;#039;&amp;#039;Traveler’s diarrhea&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Am Fam Physician&amp;#039;&amp;#039;, 2005 Jun 1, 71(11), S. 2095–2100, PMID 15952437. (Review)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bakterielle Infektionskrankheit des Menschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tropenkrankheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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