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	<title>Reiniger, Gebbert &amp; Schall - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T23:39:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reiniger,_Gebbert_%26_Schall&amp;diff=455970&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Von RGS zu den Siemens-Reiniger-Werken */ Punkt vor und nach Ref-Tag korrigiert</title>
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		<updated>2025-05-26T19:41:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Von RGS zu den Siemens-Reiniger-Werken: &lt;/span&gt; Punkt vor und nach Ref-Tag korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Reiniger Gebbert und Schall Briefkopf 1896 001.JPG|miniatur|hochkant=1.7|Briefkopf von &amp;#039;&amp;#039;Reiniger, Gebbert &amp;amp; Schall&amp;#039;&amp;#039; (1896)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[offene Handelsgesellschaft]] „Vereinigte Physikalisch-Mechanische Werkstätten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reiniger, Gebbert &amp;amp; Schall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – Erlangen, New York, Stuttgart“ (RGS) war ein Hersteller von feinmechanischen, physikalischen, optischen und elektromedizinischen Apparaten. Sie entstand 1886 als Zusammenschluss der Erlanger Werkstatt [[Erwin Moritz Reiniger]]s und des Stuttgarter Betriebs von [[Max Gebbert]] und [[Karl Friedrich Schall]]. Die Werkstätten in Stuttgart und New York wurden bald aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem gemeinsamen Unternehmen zeichnete Reiniger verantwortlich für die kaufmännischen Belange, Gebbert für die Fabrikation und Schall für die Konstruktion und den Vertrieb. Produkte waren etwa [[Galvanometer]], Stirn-, Mund- und Kehlkopflampen, Batterien, ärztliche Induktionsapparate oder Mikroskopierlampen, 1890 kamen unter anderem Bogenlampen, Motoren und elektrische Lichtanlagen hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen erwies sich jedoch bald als zu klein, um drei Inhaber-Familien zu ernähren. Deshalb schied Karl Schall im Jahre 1887 aus dem Betrieb aus, um mit eigenem Kapital in London ein Geschäft zu gründen, das mit großem Erfolg die Generalvertretung von RGS für Großbritannien und die Kolonien übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 zogen die mittlerweile rund 100 Mitarbeiter in ein neues Fabrikgebäude. Auch die Produktpalette hatte sich erweitert, z.&amp;amp;nbsp;B. um Glühlampen, zahnärztliche Bohrmaschinen und Induktionsapparate sowie Geräte und Elektroden für [[Galvanisation]], Faradisation und [[Endoskopie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reiniger trat 1895 aus dem Unternehmen aus und ließ sich 100.000 [[Goldmark|Mark]] Abfindung auszahlen. Damit erwarb er die &amp;#039;&amp;#039;Bayerische Glühlampenfabrik&amp;#039;&amp;#039; in München. Max Gebbert war nun Alleinunternehmer. Kurz danach machte [[Wilhelm Conrad Röntgen]] seine revolutionäre Entdeckung einer „neuen Art von Strahlen“. Gebbert reagierte schnell und sorgte dafür, dass sich bereits 1896 die Fabrikation von RGS vor allem auf [[Röntgenröhre]]n und -apparate konzentrierte. 1896/97 legte die Firma einen Entwurf für das in [[Neustadt an der Aisch]] 1898 konzessionierte Elektrizitätswerk&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Döllner]]: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933.&amp;#039;&amp;#039; 1950; 2. Auflage, Ph. C. W. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 758.&amp;lt;/ref&amp;gt; vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 wurde das Unternehmen in eine [[Aktiengesellschaft]] mit 1.250.000 Mark Stammkapital umgewandelt. Ein Jahr später starb Max Gebbert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von RGS zu den Siemens-Reiniger-Werken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reiniger, Gebbert &amp;amp; Schall AG 1928.jpg|mini|Aktie über 100 RM der Reiniger, Gebbert &amp;amp; Schall AG vom Januar 1928 mit Stempelüberdruck von 1932 mit nuem Firmennamen Siemens-Reiniger-Werke AG]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erlangen Reiniger, Gebbert und Schall 001.JPG|mini|Die 1893 errichteten Gebäude von Reiniger, Gebbert&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Schall&amp;amp;nbsp;AG an der Ecke Luitpold-/Gebbertstraße in Erlangen. Auf dem Areal fertigten später auch die daraus hervorgegangenen Siemens-Reiniger-Werke und schließlich der Unternehmensbereich Medizintechnik der Firma Siemens. Im Jahr 2000 schenkte das Unternehmen Siemens das Gebäude der Stadt Erlangen.]]&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=49.59643|EW=11.01861|type=landmark|region=DE-BY|dim=50}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolgreich ab 1910 bis ca. 1935 verkaufte &amp;#039;&amp;#039;Reiniger, Gebbert &amp;amp; Schall&amp;#039;&amp;#039; weltweit 16.000 sogenannte „Erlanger Pantostaten“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showobjekt.php?m_tid=696&amp;amp;tid=700&amp;amp;objekt=7591&amp;amp;ver=standalone |titel=Militärischer Versorgungsraum |werk=museum-digital |abruf=2023-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst im Einsatz war er im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Traumatisierte Mannschaftssoldaten wurden mittels äußerst schmerzhaften [[Elektrokrampftherapie|Elektroschocks]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Sigmund Freud]]: &amp;#039;&amp;#039;Gutachten über die elektrische Behandlung der Kriegsneurotiker&amp;#039;&amp;#039;. [1920] In: &amp;#039;&amp;#039;Sigmund Freud, Gesammelte Werke, Nachtragsband, Texte aus den Jahren 1885–1938&amp;#039;&amp;#039;, S. 704–710&amp;lt;/ref&amp;gt; behandelt, der „[[Elektrotherapie#Geschichte|Überrumpelung]]“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. hierzu Reinhard Platzek: &amp;#039;&amp;#039;Die psychiatrische Behandlung nach Kaufmann – in Wahrheit ärztliche Folter? Eine Überlegung zur modernen Wahrnehmung der Elektrosuggestivtherapie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung&amp;#039;&amp;#039;, Band 34, 2015 (2016), S. 169–193. Zum Begriff „Überrumpelung“ insbesondere S. 173 f. und 179–182&amp;lt;/ref&amp;gt; durch das Setzen von kurzen Schmerzreize mittels „Erlanger Pantostaten“  statt „faradischem Strom“, der  gefährlichere „[[sinusoid]]alem [[Wechselstrom]]“ angewendet, um sie wieder einsatzfähig für den Dienst zu machen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://rlp.museum-digital.de/object/6740 |titel=Erlanger Pantostat |hrsg=Historisches Museum der Pfalz, Speyer |abruf=2023-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Schütz: [https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:YUCT5g9D04UJ:https://www.gerhard-schuetz.de/app/download/1630525/therapeutische_schockmethoden.pdf+&amp;amp;cd=1&amp;amp;hl=de&amp;amp;ct=clnk&amp;amp;gl=de&amp;amp;client=firefox-b &amp;#039;&amp;#039;Therapeutische Schockmethoden&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei Todesfälle dokumentiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Meinhold |Titel=Zur Frage der Todesfälle bei sinusoidalem Strom |Sammelwerk=DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift |Band=44 |Nummer=18 |Datum=1918-05 |ISSN=0012-0472 |DOI=10.1055/s-0028-1134423 |Seiten=490–490 |Online=http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0028-1134423 |Abruf=2023-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1916 kaufte RGS die durch den Krieg in Schwierigkeiten geratenen, in Frankfurt ansässigen VEIFA-Werke von dem Röntgenpionier [[Friedrich Dessauer]].&amp;lt;ref&amp;gt; {{Literatur |Titel=Friedrich Dessauer (1881-1963): eine politische Biographie des Frankfurter Biophysikers und Reichstagsabgeordneten.  |Autor=Michael Habersack |Seiten=76-82|Verlag=Ferdinand Schöningh |Datum=2011 |ISBN=978-3-506-77121-6 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 wurde [[Karl Wilhelm Zitzmann]] Generaldirektor der gegründeten &amp;#039;&amp;#039;INAG&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Industrie-Unternehmungen Aktiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, einer Holding-Gesellschaft der RGS-Gruppe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.proveana.de/de/person/zitzmann-karl-wilhelm |titel=Zitzmann, Karl Wilhelm {{!}} Proveana |abruf=2023-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://pm20.zbw.eu/folder/co/0430xx/043076/about.de.html |titel=INAG Industrie-Unternehmungen AG {{!}} ZBW Pressearchive |abruf=2023-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem im November 1923 die Umstellung auf die [[Rentenmark]] erfolgt war, gestaltete sich die Lage des Unternehmens noch schlechter, als es zu Inflationszeiten ausgesehen hatte: Die Verschuldung betrug 6&amp;amp;nbsp;Millionen [[Mark (1871)|Goldmark]], verzinst mit 24 %, bei einem Aktienkapital von 3&amp;amp;nbsp;Millionen Goldmark. Wegen zweifelhafter Geschäfte von Zitzmann geriet die RGS in Schwierigkeiten. Er verwendete Gewinne, teils noch aus der Kriegsproduktion, auch zur Erweiterung des Unternehmens um zahlreiche &amp;#039;&amp;#039;Untergesellschaften&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Expansionskurs, mit zum Teil branchenfremden, oft unrentablen Werken – insbesondere südamerikanische Unternehmen brachten den Gesamtkonzern nach Ende der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Hochinflation]] (Umstellung auf die Rentenmark im November 1923) bedeutende Belastungen. Zitzmann wurde für die Verschuldung des Konzerns mit rund sechs Millionen [[Mark (1871)|Mark]] persönlich verantwortlich gemacht und musste 1924 die RGS verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://pm20.zbw.eu/mirador/about.html |titel=Inag - Reiniger, Gebbert &amp;amp; Schall. Mißwirtschaft des früheren Generaldirektors |werk=Frankfurter Zeitung No. 80 |hrsg=zbw.eu |datum=1925-01-30 |abruf=2023-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch einen Zusammenschluss mit der [[Siemens &amp;amp; Halske]] AG konnte das Unternehmen gerettet werden, der Anfang 1925 durch die Gründung der [[Siemens-Reiniger-Werke|Siemens-Reiniger-Veifa GmbH]] vollzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Alternative zum Konkurs bot sich das Zusammengehen mit einem ähnlich ausgerichteten Unternehmen an. Hier kamen die [[AEG]] oder [[Siemens &amp;amp; Halske|Siemens&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Halske]] in Berlin in Frage. Die AEG zeigte sich nicht interessiert, mit Siemens &amp;amp; Halske begannen 1924 Verhandlungen. Anfang 1925 einigte man sich auf den Verkauf der RGS-Aktien zum Kurs von 200 % an Siemens &amp;amp; Halske sowie den Verbleib der medizintechnischen Fabrikation in Erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 wurden RGS mit der &amp;#039;&amp;#039;Phönix Röntgenröhren-Fabriken&amp;amp;nbsp;AG&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz [[Rudolstadt]] (Thüringen) und dem Vertriebsunternehmen &amp;#039;&amp;#039;Siemens-Reiniger-Veifa Gesellschaft für medizinische Technik m.b.H.&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin]] (Veifa: „Vereinigte Elektrotechnische Institute [[Frankfurt am Main|Frankfurt]]-[[Aschaffenburg]]“) zur „[[Siemens-Reiniger-Werke|Siemens-Reiniger-Werke&amp;amp;nbsp;AG]]“ vereinigt. Die elektromedizinische Fabrikation von Siemens&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Halske wurde sukzessive von Berlin nach Erlangen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.medmuseum.siemens-healthineers.com/ Siemens Healthineers MedMuseum und Archiv]&lt;br /&gt;
* [http://w4.siemens.de/archiv/de nationale und internationale Geschichte der Siemens AG vom Konzernarchiv Corporate Archives in München]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/045393|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Erlangen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizintechnikunternehmen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Erlangen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siemens-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1932]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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