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	<title>Reinhold Tiling - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T12:13:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reinhold_Tiling&amp;diff=88115&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Charly Hotel: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-03-02T11:28:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tiling-mit-rakete.jpg|mini|Reinhold Tiling neben einer Rakete am [[Flugplatz Osnabrück-Atterheide|Flugplatz Atterheide]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-11541, Osnabrück, Erste deutsche Postrakete.jpg|mini|Start der Postrakete am 15. April 1931 am Dümmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabkreuz Reinhold Tiling.jpg|mini|Grabkreuz Reinhold Tilings auf dem [[Hasefriedhof]] in Osnabrück]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkstätte Reinhold Tiling.jpg|mini|Gedenkstätte Reinhold Tiling in Bohmte]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reinhold Tiling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Juni]] [[1893]] in [[Absberg]], [[Franken (Region)|Franken]]; † [[11. Oktober]] [[1933]] in [[Osnabrück]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Ingenieur]], [[Pilot]] und [[Raketenpionier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Reinhold Tiling wurde 1893 in Absberg im heutigen [[Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen]] als der Sohn eines Pastors geboren. Als er zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] zum [[Kriegsdienst]] eingezogen wurde, hatte er gerade ein Studium des [[Maschinenbau]]s und der [[Elektrotechnik]] begonnen. 1915 meldete er sich freiwillig als [[Jagdflieger]] zu der im Aufbau befindlichen [[Luftstreitkräfte (Deutsches Kaiserreich)|Luftwaffe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende verdiente sich Tiling seinen Lebensunterhalt zunächst als [[Kunstflieger]]. Wegen seiner waghalsigen Vorführungen wurde er bald überregional bekannt. 1926 wurde Tiling Flugleiter des Osnabrücker Flughafens Netter Heide.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hanns-Gerd Rabe |Titel=Geschichte des Osnabrücker Flugwesens, Sportfliegerei und Verkehrsflug 1911-1939 |Sammelwerk=Osnabrücker Mitteilungen |Band=76 |Verlag=Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück |Ort=Osnabrück |Datum=1969 |Seiten=130ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich inspiriert durch [[Hermann Oberth]]s Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Rakete zu den Planetenräumen&amp;#039;&amp;#039; begann er 1924, sich der [[Rakete]]ntechnik zuzuwenden und startete 1928 seine ersten Experimente mit Raketen. Tiling entwickelte wiederverwendbare [[Raketenflugzeug]]e, die als Rakete starten und mit ausklappbaren Flügeln landen sollten. Nach dem Prinzip eines Raumschiffs, das mittels Raketenantrieb startet und im Gleitflug landet, funktionierte später bspw. das [[Space Shuttle]] der [[NASA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine sichere und unbeschädigte Landung seiner Raketen zu gewährleisten, entwickelte Tiling zwei Raketentypen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei dem so genannten [[Raketenflugzeug]] klappten nach Beendigung des Höhenfluges zwei Flügel, die zuvor als Leitwerk gedient hatten, im rechten Winkel von der Rakete ab. Somit konnte es wie ein [[Segelflugzeug]] zur [[Erde]] gleiten.&lt;br /&gt;
* Beim so genannten [[Kreiselflugzeug]] spreizte sich nach Beendigung des Höhenfluges das Leitwerk propellerartig ab. Dies erzeugte eine [[Rotationsbewegung|Rotation]], welche die Rakete abbremste. 1929 meldete Tiling das Kreiselflugzeug zum [[Patent]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den notwendigen Schub und eine ausreichende Brenndauer erreichten seine Raketen durch eine bahnbrechende Verbesserung gebräuchlicher Pulverraketen. Eine massive Pulverladung verlängerte die Brenndauer, hatte aber einen geringen Schub. Die so genannte „Seele“, eine durchgehende Bohrung im Pulver, erhöhte zwar den Schub, hatte aber nur eine kurze Brenndauer. Durch eine Kombination aus einzelnen Komponenten beider Systeme in verschiedenen Kammern erzielte Tiling ein optimales Verhältnis von Schub und Brenndauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1929 stellte ihm Gisbert Freiherr von Ledebur (1899–1980) auf seinem [[Schloss Arenshorst]] in [[Bohmte]] bei Osnabrück eine Werkstatt zur Verfügung. Nach einigen erfolgreichen Vorführungen im Juni 1929, bei denen seine Flugkörper eine Höhe bis zu 1.000&amp;amp;nbsp;Meter erreichten, bot ihm das damalige [[Oldenburg (Land)|Land Oldenburg]] ein Experimentierfeld auf der [[Ostfriesische Inseln|ostfriesischen Insel]] [[Wangerooge]] an. Dort erreichten Raketen, die zur Postbeförderung vorgesehen waren, eine Höhe von 8000&amp;amp;nbsp;m und flogen bis zu 8&amp;amp;nbsp;km weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13.&amp;amp;nbsp;März 1931 gelang Tiling und seinem Mitarbeiter [[Karl Poggensee]] bei [[Berlin]] der Start einer Feststoffrakete. Die Rakete flog elf Sekunden lang und erreichte eine Höhe von 1.800&amp;amp;nbsp;Metern. In den folgenden Wochen wurden weitere Raketenstarts unternommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchbruch gelang Tiling am 15.&amp;amp;nbsp;April 1931 auf dem [[Ochsenmoor]] am [[Dümmer]] südlich von [[Hüde]] mit dem ersten Start einer [[Postrakete]], die 188 Postkarten sicher beförderte. Bei zahlreichen weiteren Starts konnte Tiling die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit seiner Raketen unter Beweis stellen. Er war mittlerweile in ganz [[Deutschland]] berühmt und zeigte seine Raketen bei vielen öffentlichen Flugvorführungen. Am 21. August 1932 führte Tiling vor 4000 Zuschauern auf dem [[Flugplatz Osnabrück-Atterheide]]&lt;br /&gt;
einen Flugtag zur Präsentation der von ihm entwickelten Raketen durch.&lt;br /&gt;
Die Versuche fanden inzwischen auch bei militärischen Stellen großes Interesse. Bereits seit 1929 förderte die [[Reichsmarine]] die Entwicklung so genannter „Pfeilgeschossraketen“. Trotz der Unterstützung durch Freunde und Gönner hatte Tiling jedoch Zeit seines Schaffens mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Vorbereitungen zu einer Vorführung kam es am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 1933 in seiner Werkstatt auf Schloss Arenshorst vermutlich durch Überhitzung beim Pressen des Pulvers zum Füllen einer Rakete zu einer [[Explosion]]. Reinhold Tiling, seine Assistentin Angela Buddenböhmer und sein Mechaniker Friedrich Kuhr erlitten dabei schwerste Verbrennungen, denen sie trotz Behandlung im [[Klinikum Osnabrück|Stadtkrankenhaus Osnabrück]] am folgenden Tag erlagen. Die Trauerfeier fand im heute noch existierenden Hangar des [[Flugplatz Netter Heide|Flugplatzes Netter Heide]] in Osnabrück statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludwig Hoffmeyer |Titel=Chronik der Stadt Osnabrück |Auflage=6 |Verlag=Meinders &amp;amp; Elstermann |Ort=Osnabrück |Datum=1995 |Seiten=558}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Rückseite des gusseisernen Grabkreuzes Tilings auf dem [[Hasefriedhof]] in Osnabrück zeigt die Darstellung einer Rakete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überreste der damaligen Werkstatt sind immer noch bei dem Schloss Arenshorst in Bohmte erhalten. Eine Gedenktafel erinnert an das Wirken von Reinhold Tiling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Der Krater [[Tiling (Mondkrater)|Tiling]] auf der Rückseite des Mondes ist nach Reinhold Tiling benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Osnabrücker Stadtteil [[Sonnenhügel]] erinnert der Reinhold-Tiling-Weg und in Bohmte die Tilingstraße an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reinhold Tiling}}&lt;br /&gt;
* Deutschlandfunk: [https://www.deutschlandfunk.de/vergessener-deutscher-raketenpionier-reinhold-tiling-und-100.html Vergessener deutscher Raketenpionier: Reinhold Tiling und die deutschen Postraketen]&lt;br /&gt;
* Spiegel Geschichte: [https://www.spiegel.de/fotostrecke/postraketen-fotostrecke-107031.html Schöne Grüße aus dem Himmel]&lt;br /&gt;
* Encyclopedia Astronautica: [http://www.astronautix.com/t/tiling.html Tiling, Reinhold] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119552531|VIAF=311413519|LCCN=n2014036097}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tiling, Reinhold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pilot (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrtpionier (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstflugpilot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Osnabrück)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tiling, Reinhold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ingenieur, Pilot und Raketenpionier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Juni 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Absberg]], [[Franken (Region)|Franken]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Oktober 1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Osnabrück]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Charly Hotel</name></author>
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