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	<title>Reinhold Maier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reinhold_Maier&amp;diff=33964&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jesi: /* Ehrungen */ Jahr wie auf leo-bw</title>
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		<updated>2026-04-15T11:49:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ehrungen: &lt;/span&gt; Jahr wie auf leo-bw&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den deutschen Politiker, für den Verkehrswissenschaftler siehe [[Reinhold Maier (Verkehrswissenschaftler)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Freiburg Rathaus; Empfang der Stuttgarter Regierung in Freiburg; Presseempfang im Rathaus; Ministerpräsident Dr. R. Maier, Oberbürgermeister Dr. Hoffm - W134Nr.022204a - Willy Pragher (cropped).jpg|mini|Reinhold Maier (1952)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reinhold Otto Maier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Oktober]] [[1889]] in [[Schorndorf]], [[Königreich Württemberg|Württemberg]]; † [[19. August]] [[1971]] in [[Stuttgart]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Deutsche Demokratische Partei|DDP]], ab 1945 [[Freie Demokratische Partei|FDP]]/[[Demokratische Volkspartei|DVP]]). Er war von 1945 bis 1952 [[Ministerpräsident]] des Landes [[Württemberg-Baden]] und von 1952 bis 1953 der erste Ministerpräsident von [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor war er bereits von 1930 bis 1933 Wirtschaftsminister des [[Volksstaat Württemberg|Volksstaates Württemberg]], von 1932 bis 1933 Mitglied des württembergischen Landtags und des Reichstages. Von 1946 bis 1964 war Maier Mitglied des Landtags von Württemberg-Baden bzw. Baden-Württemberg, von 1953 bis 1956 und 1957 bis 1959 Mitglied des Deutschen Bundestags und von 1957 bis 1960 Bundesvorsitzender der FDP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reinhold-Maier-Geburtshaus.JPG|mini|Geburtshaus Reinhold Maiers in Schorndorf]]&lt;br /&gt;
Maier, der [[evangelisch]]er Konfession war, wurde als Sohn des Stadtbaumeisters Gottlieb Maier in [[Schorndorf]] geboren, das im [[Remstal]] östlich von Stuttgart liegt und damals Sitz eines württembergischen Oberamts war. Sein älterer Bruder Hermann nannte sich nach seiner Eheschließung [[Hermann Maier-Leibnitz]] und wurde Bauingenieur. Nach dem Besuch der Lateinschule in Schorndorf wechselte Reinhold Maier auf das [[Dillmann-Gymnasium]] in Stuttgart und machte dort 1907 sein Abitur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend studierte er [[Rechtswissenschaft]]en an der [[Universität Grenoble]] und an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]]. Er war seit dem Sommersemester 1908 Mitglied der dem süddeutschen Liberalismus nahestehenden Tübinger [[Studentenverbindung]] „[[Akademische Gesellschaft Stuttgardia Tübingen|Akademische Gesellschaft Stuttgardia]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürg Arnold: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgardia Tübingen 1869–1994. Geschichte der Akademischen Gesellschaft Stuttgardia.&amp;#039;&amp;#039; Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein, Stuttgart 1994, S. 386.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier traf er spätere politische Weggefährten wie [[Eberhard Wildermuth]], [[Karl Georg Pfleiderer]], [[Konrad Wittwer]] und [[Wolfgang Haußmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Referendariat]] absolvierte er in [[Ravensburg]]. Am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] nahm er als Soldat im [[Württembergisches Fußartillerie-Regiment Nr. 13|Fußartillerie-Regiment 13]] teil, 1917 wurde er zum Leutnant der Reserve befördert. Nach Kriegsende bestand er 1919 die zweite juristische Staatsprüfung. 1920 ließ er sich in [[Stuttgart]] als [[Rechtsanwalt]] nieder. Bei [[Gerhard Anschütz]] in [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] wurde er 1921 zum [[Doktor der Rechtswissenschaften|Doktor der Rechte]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maier wurde 1924 in die [[Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;Zu den 3 Cedern&amp;#039;&amp;#039; in Stuttgart aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Matrikelbuch, Matrikel-Nr. 832, Archiv der Freimaurerloge &amp;#039;&amp;#039;[https://www.zuden3cedern.de Zu den 3 Cedern]&amp;#039;&amp;#039; in Stuttgart.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg war er 1946 Gründungsmitglied der Stuttgarter Sammelloge &amp;#039;&amp;#039;Furchtlos und Treu&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.furchtlos-und-treu.de/logengeschichte.html Logengeschichte auf der Website der Freimaurerloge &amp;#039;&amp;#039;Furchtlos und Treu&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinhold Maier heiratete 1929 in Stuttgart Gerta Goldschmidt, mit der er zwei Kinder bekam. Die Familie wurde wegen der jüdischen Herkunft seiner Frau von den [[Nationalsozialisten]] drangsaliert. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs floh Gerta Maier mit den beiden Kindern nach England. Er selbst arbeitete während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] von 1933 bis 1944 wieder als Rechtsanwalt in Stuttgart. Reinhold Maier ließ sich 1943, unter dem Druck der Nationalsozialisten und um seine Anwaltskanzlei weiter betreiben zu dürfen, von ihr scheiden und heiratete sie 1946 wieder. Dennoch wurde seine Kanzlei 1944 auf Anordnung des württembergischen NSDAP-Gauleiters [[Wilhelm Murr]] geräumt und Maier in den letzten Kriegsmonaten zu einem Rüstungsbetrieb in Westhausen bei Aalen dienstverpflichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Reinhold Maier.jpg|mini|Grab Maiers auf dem [[Schorndorf#Grünflächen|Alten Friedhof]]]]&lt;br /&gt;
Reinhold Maier starb 1971 im Alter von 81 Jahren in Stuttgart und wurde auf dem Alten Friedhof von [[Schorndorf]], [[Rems-Murr-Kreis]], begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;knerger.de: [https://knerger.de/html/meierreipolitiker_30.html Das Grab von Reinhold Maier].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere in der Weimarer Republik ==&lt;br /&gt;
Schon seit 1912 in der [[Fortschrittliche Volkspartei|Fortschrittlichen Volkspartei]] (FVP) der Kaiserzeit engagiert, trat Maier 1918 der neu gegründeten linksliberalen [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]] bei. 1919–1920 war er Parteisekretär der DDP in Oberschwaben. 1924 wurde er Vorsitzender des DDP-Kreisverbandes Groß-Stuttgart und blieb dies bis 1930, als sich seine Partei mit dem [[Jungdeutscher Orden|Jungdeutschen Orden]] zur [[Deutsche Demokratische Partei#Umbenennung in Deutsche Staatspartei|Deutschen Staatspartei]] vereinigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Januar 1930 bis März 1933 war Reinhold Maier [[Wirtschaftsminister]] des [[Volksstaat Württemberg|Volksstaats Württemberg]], im [[Kabinett Bolz|Kabinett]] des Staatspräsidenten [[Eugen Bolz]] (Zentrumspartei).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maier gehörte von April 1932 bis 1933 dem [[Landtag des freien Volksstaates Württemberg|württembergischen Landtag]] an. Zusätzlich war er von November 1932 bis 1933 [[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordneter]] für die [[Deutsche Demokratische Partei|Deutsche Staatspartei]]. Am 23. März 1933 stimmte er zusammen mit den anderen vier liberalen Reichstagsabgeordneten [[Hermann Dietrich (Politiker, 1879)|Hermann Dietrich]], [[Theodor Heuss]], [[Heinrich Landahl]] und [[Ernst Lemmer]] für das [[Ermächtigungsgesetz]]. Er begründete dies in einer Rede, die mit dem Satz endete: „Im Interesse von Volk und Vaterland und in der Erwartung einer gesetzmäßigen Entwicklung werden wir unsere ernsten Bedenken zurückstellen und dem Ermächtigungsgesetz zustimmen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt2_w8_bsb00000141_00042.html &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen des Reichstags, stenographischer Bericht&amp;#039;&amp;#039;, 23. März 1933, S. 38].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Angaben von Theodor Heuss in seinen Erinnerungen waren die fünf liberalen Reichstagsabgeordneten zunächst in Bezug auf das so genannte Ermächtigungsgesetz uneins gewesen. Die Ausschusssitzung der Staatspartei hatte ihnen die Entscheidung überlassen, jedoch mit der Bitte, einheitlich abzustimmen. Heuss hatte zwei Erklärungen formuliert, eine für Ablehnung, eine für Enthaltung. An seiner Seite stand jedoch nur [[Hermann Dietrich (Politiker, 1879)|Hermann Dietrich]]; Heinrich Landahl, Ernst Lemmer und Reinhold Maier votierten innerhalb der Reichstagsgruppe für die Zustimmung. Heuss und Dietrich wurden überstimmt, so dass dann alle fünf liberalen Abgeordneten für das Ermächtigungsgesetz stimmten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theodor Heuss]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Machtergreifung und das Ermächtigungsgesetz. Zwei nachgelassene Kapitel der „Erinnerungen 1905–1933“.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von [[Eberhard Pikart]]. Wunderlich, Tübingen 1967, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ablehnungserklärung von Heuss ist nicht überliefert. Die Enthaltungserklärung befindet sich im Original im Theodor-Heuss-Archiv, Stuttgart. Reinhold Maier lehnte sich dann im Text der Zustimmungserklärung, die er am 23. März 1933 verlas, teilweise an diesen Entwurf an.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Heuss: &amp;#039;&amp;#039;Die Machtergreifung und das Ermächtigungsgesetz. Zwei nachgelassene Kapitel der „Erinnerungen 1905–1933“.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Eberhard Pikart. Wunderlich, Tübingen 1967, Anmerkung 12, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere nach 1945 ==&lt;br /&gt;
=== Partei ===&lt;br /&gt;
1945 beteiligte sich Maier an der Gründung der [[Demokratische Volkspartei|Demokratischen Volkspartei]] (DVP) in Württemberg, die nicht mit der unter gleicher Abkürzung bekannten [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] der Weimarer Republik verwechselt werden darf. Die DVP schloss sich 1948 der FDP an, deren Fraktion im Stuttgarter Landtag bis zum Ausscheiden 2026 &amp;#039;&amp;#039;FDP/DVP&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Richtungsstreits in der FDP, der auf dem [[FDP-Bundesparteitag 1952|Bundesparteitag 1952]] in Bad Ems und mit der [[Naumann-Kreis|Naumann-Affäre]] Anfang 1953 kulminierte, war Maier ein prominenter Vertreter des linksliberalen Flügels, dem die Mehrheit der Südwest-FDP (bzw. DVP) sowie der Landesverbände Bayern, Hamburg und Bremen zuzurechnen waren. Dem gegenüber stand der nationalliberale bis rechtsnationale Flügel der „Nationalen Sammlung“, der vor allem in Nordrhein-Westfalen (unter [[Friedrich Middelhauve]]), Hessen und Niedersachsen stark vertreten war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Dittberner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die FDP – Geschichte, Personen, Organisation, Perspektiven. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag, Wiesbaden 2005, S. 39–41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Michel: &amp;#039;&amp;#039;Die Bundestagswahlkämpfe der FDP 1949–2002.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag, Wiesbaden 2005, S. 48–53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Bildung der Koalition aus FDP/DVP, [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und [[Gesamtdeutscher Block / Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten|BHE]] unter seiner Führung in Baden-Württemberg im April 1952 beantragte der [[FDP Hessen|hessische FDP-Landesverband]] unter [[August-Martin Euler]] den Parteiausschluss von Maier und des Landesvorsitzenden [[Wolfgang Haußmann]] (die Euler als „Demi-Marxisten“ bezeichnete) sowie die Trennung der FDP von der DVP, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Lediglich zu einer Missbilligung der Koalition im Südweststaat konnte sich der [[FDP-Bundeshauptausschuss|Bundeshauptausschuss der FDP]] durchringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Brauers: &amp;#039;&amp;#039;Die FDP in Hamburg 1945 bis 1953. Start als bürgerliche Linkspartei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung Demokratische Offenheit: DemOkrit.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Mit einem Vorwort von [[Hildegard Hamm-Brücher]]. M-Press Meidenbauer, München 2007, ISBN 978-3-89975-569-5, S. 560 und 566 (Zugleich: Hamburg, Helmut-Schmidt-Universität, Dissertation, 2004).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[FDP-Bundesparteitag 1954]] unterstützte Maier die Ablösung des bisherigen Bundesvorsitzenden [[Franz Blücher]] durch [[Thomas Dehler]]. Nachdem die Gruppe um Blücher und Euler 1956 die FDP verlassen und die [[Freie Volkspartei]] gegründet hatte, wurde Maier auf dem [[FDP-Bundesparteitag 1957|Parteitag im Januar 1957]] schließlich als Nachfolger Dehlers selbst zum [[FDP-Bundesvorstand|Bundesvorsitzenden der FDP]] gewählt. Die FDP war in jener Zeit in Opposition zur Bundesregierung [[Konrad Adenauer]]s und fiel bei der [[Bundestagswahl 1957]] auf 7,7 Prozent der Stimmen und 43 Sitze. Nach seiner Ablösung als Bundesvorsitzender durch [[Erich Mende]] im Januar 1960 war Maier bis zu seinem Tod Ehrenvorsitzender der FDP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1958 bis 1971 war er Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit|Friedrich-Naumann-Stiftung]]. Unterlagen zu seiner politischen Tätigkeit liegen im [[Archiv des Liberalismus]] der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in [[Gummersbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter ===&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1949 war Maier Mitglied im [[Länderrat des amerikanischen Besatzungsgebietes]] und später auch dem der [[Bizone]]. Von 1946 bis 1952 war er Mitglied des [[Landtag von Württemberg-Baden|Landtags von Württemberg-Baden]]. Von 1952 bis 1964 gehörte Maier dem [[Landtag von Baden-Württemberg]] an. Von der [[Bundestagswahl 1953|Wahl 1953]] bis zu seiner Mandatsniederlegung am 14. Mai 1956 war Maier [[Mitglied des Deutschen Bundestages|Bundestagsabgeordneter]]. Ein zweites Mandat hatte er von [[Bundestagswahl 1957|1957]] bis zum abermaligen Verzicht am 30. September 1959. Er wurde jeweils über die FDP-Landesliste Baden-Württemberg gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Archiv des Liberalismus, F2 0439.jpg|mini|Reinhold Maier beim Besuch der [[Deutsche Gartenschau 1950|Deutschen Gartenschau]] in Stuttgart,&amp;lt;br&amp;gt;3. Juni 1950]]&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Maier zunächst kurzzeitig Assistent des [[Landkreis Schwäbisch Gmünd|Landrats von Schwäbisch Gmünd]] [[Konrad Burkhardt]], bevor er noch 1945 von der amerikanischen Militärregierung das Amt des Ministerpräsidenten von [[Württemberg-Baden]] übertragen bekam, das er bis zur Auflösung des Landes 1952 innehatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnulf Baring]]: [https://www.zeit.de/1966/39/ein-gegner-adenauers/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Ein Gegner Adenauers&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeit Online]]&amp;#039;&amp;#039;, 23. September 1966.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Mai 1949 unterzeichnete Reinhold Maier als Ministerpräsident des Landes Württemberg-Baden mit anderen die Urschrift des [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://openjur.de/i/grundgesetz.html |titel=Urschrift des Grundgesetzes (Digitalisat) – openJur |abruf=2024-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusammen mit dem Staatspräsidenten des Landes [[Württemberg-Hohenzollern]], [[Gebhard Müller]] (CDU), setzte sich Maier entschieden für die Fusion der drei südwestlichsten Länder der Bundesrepublik zu einem „Südweststaat“ ein, während der Regierungschef des Landes [[Baden (Südbaden)|(Süd-)Baden]] [[Leo Wohleb]] (CDU) dies ablehnte. Bei der Volksabstimmung am 9. Dezember 1951 votierte eine Mehrheit für die Vereinigung und damit die Gründung des heutigen Landes Baden-Württemberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die [[FDP Baden-Württemberg|FDP/DVP]] bei der [[Wahl zur Verfassunggebenden Landesversammlung in Baden-Württemberg 1952|Wahl im März 1952]] mit 18 Prozent der Stimmen nur drittstärkste Kraft im neu gebildeten Südweststaat war, wählte die Verfassunggebende Landesversammlung am 25. April 1952 Maier zum Ministerpräsidenten. Überraschend bildete er anschließend eine Koalition aus FDP/DVP, SPD und BHE und schickte die [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] als stärkste Partei in die Opposition. Vom 7. September 1952 bis zum 6. September 1953 war er Präsident des [[Bundesrat (Deutschland)|Bundesrates]]. Nach dem Rücktritt des SPD-Ministers [[Viktor Renner]] war Maier von Mai bis Juli 1953 auch baden-württembergischer Justizminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die CDU bei der [[Bundestagswahl 1953|Bundestagswahl vom 6. September 1953]] in Baden-Württemberg über die Hälfte der Stimmen erzielte, trat Maier vom Amt des Ministerpräsidenten zurück, sein Nachfolger wurde am 7. Oktober 1953 Gebhard Müller, der eine (fast) Allparteienregierung aus CDU, SPD, FDP/DVP und GB/BHE bildete. Maier ging nach Bonn, um sein Bundestagsmandat wahrzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinhold Maier war fast siebzig Jahre lang der einzige FDP-Politiker, der Regierungschef eines noch heute existierenden deutschen Bundeslandes war. Erst 2020 war mit [[Thomas Kemmerich]] in Thüringen wieder ein Mitglied der FDP kurzzeitig Ministerpräsident.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1954 wurde er mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Stadt [[Stuttgart]] verlieh Maier 1969 die [[Liste der Ehrenbürger von Stuttgart|Ehrenbürgerwürde]], ebenso die Städte [[Schorndorf]] ([[Schorndorf#Ehrenbürger|1949]]) und [[Welzheim]] ([[Welzheim#Ehrenbürger|1955]]). Nach ihm ist die FDP-nahe [[Reinhold-Maier-Stiftung]] benannt. Ebenso wurde die Reinhold-Maier-Grundschule im Schorndorfer Stadtteil [[Weiler (Schorndorf)|Weiler]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Bolz]]&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Maier I (Württemberg-Baden)]], [[Kabinett Maier II (Württemberg-Baden)]], [[Kabinett Maier III (Württemberg-Baden)]]&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Maier (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ende und Wende. Das schwäbische Schicksal 1944–1946. Briefe und Tagebuchaufzeichnungen.&amp;#039;&amp;#039; Wunderlich, Stuttgart/Tübingen 1948, {{DNB|453183077}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bedrängte Familie.&amp;#039;&amp;#039; Wunderlich, Tübingen 1962, {{DNB|453183085}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Grundstein wird gelegt. Die Jahre 1945–1947.&amp;#039;&amp;#039; Wunderlich, Tübingen 1964, {{DNB|453183093}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen. 1948–1953.&amp;#039;&amp;#039; Wunderlich, Tübingen 1966, {{DNB|457487763}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg (1914–1918)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Lebendige Vergangenheit.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Kohlhammer, Stuttgart 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Reden.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Vorwort von [[Jürgen Morlok]] (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Reinhold-Maier-Stiftung.&amp;#039;&amp;#039; Band 12). Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg, Stuttgart 1982, {{DNB|821036904}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Reden.&amp;#039;&amp;#039; Vorwort von [[Ulrich Goll]] (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Reinhold-Maier-Stiftung.&amp;#039;&amp;#039; Band 37). Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg, Stuttgart 2014, {{DNB|1125916907}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|15|697|699|Maier, Reinhold|[[Klaus-Jürgen Matz]]|118576410}}&lt;br /&gt;
* Klaus-Jürgen Matz: &amp;#039;&amp;#039;Reinhold Maier (1889–1971). Eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 89). Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5155-6.&lt;br /&gt;
* {{bibISBN|3170166042|Seite=538}}&lt;br /&gt;
* Klaus Schrode: &amp;#039;&amp;#039;Reinhold Maier (1945–1952, 1952–1953, FDP/DVP), Württemberg-Baden und Südweststaat. Drei Länder vereint.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Von Carlo Schmid bis Erwin Teufel (1945–2005). Erlebte Politik im deutschen Südwesten&amp;#039;&amp;#039;. verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher u.&amp;amp;nbsp;a. 2022, ISBN 978-3-95505-362-8, S. 48–61.&lt;br /&gt;
* [[Udo Wengst]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;FDP-Bundesvorstand. Die Liberalen unter dem Vorsitz von Thomas Dehler und Reinhold Maier. Sitzungsprotokolle 1954–1960&amp;#039;&amp;#039;. Droste, Düsseldorf 1991, ISBN 3-7700-5159-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118576410}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital|person:(&amp;quot;Maier, Reinhold&amp;quot;)|NAME=Reinhold Maier|SBB=1}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/019325}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118576410}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Baden-Württemberg|663}}&lt;br /&gt;
* [https://www.reinhold-maier-stiftung.de/ Reinhold-Maier-Stiftung]&lt;br /&gt;
* [https://www.zum.de/psm/ns/maier_ns_macht.php Erklärung Reinhold Maiers vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtags von Nordbaden und Nordwürttemberg (1947)]&lt;br /&gt;
* [https://www.zum.de/psm/ns/maier2_ns_macht.php Reinhold Maier – Rede Anfang Februar 1947 in einer Versammlung der Demokratischen Volkspartei in Stuttgart über die Zustimmung seiner Partei zum Ermächtigungsgesetz]&lt;br /&gt;
* {{ Webarchiv | url=http://www.freiheit.org/16102014-Liberaler-Stichtag-Vor-125-Jahren-Reinhold-Maier-geboren/573c13031i1p/index.html | wayback=20150422145129 | text=&amp;#039;&amp;#039;Vor 125 Jahren – Reinhold Maier geboren&amp;#039;&amp;#039; }}. Liberaler Stichtag des [[Archiv des Liberalismus|Archivs des Liberalismus]] der [[Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit]]&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39344080.html &amp;#039;&amp;#039;Maier sollte gehen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; 5/1947, 31. Januar 1947], abgerufen am 30. Januar 2026&lt;br /&gt;
* Klaus-Jürgen Matz: [https://www.stadtlexikon-stuttgart.de/article/4f8ccb70-be20-4621-af30-80b20a0d194b/Reinhold_Otto_Maier.html &amp;#039;&amp;#039;Reinhold Otto Maier (1889–1971)&amp;#039;&amp;#039;, publiziert am 19. April 2018, in: Stadtarchiv Stuttgart: &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/118576410/Maier+Reinhold Reinhold Maier bei leo-bw, dem landeskundlichen Informationssystem Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
* [https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/startbild.php?bestand=6709 Nachlass im Hauptstaatsarchiv Stuttgart]&lt;br /&gt;
* Online-Findbuch [[Landesarchiv Baden-Württemberg]], [[Hauptstaatsarchiv Stuttgart]], [https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-2983 Q 1/8 Dr. Reinhold Maier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maier, Reinhold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Maier, Reinhold Otto (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (FDP), MdR, MdL, MdB und Ministerpräsident von Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Oktober 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schorndorf]], Württemberg&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. August 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesi</name></author>
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