<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Reinhold_Lofy</id>
	<title>Reinhold Lofy - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Reinhold_Lofy"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reinhold_Lofy&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T15:07:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reinhold_Lofy&amp;diff=2082021&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reinhold_Lofy&amp;diff=2082021&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-17T11:57:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reinhold Lofy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. April]] [[1922]] in [[Graach an der Mosel]]; † [[7. September]] [[2010]] in [[Trier]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://volksfreund.trauer.de/Reinhold-Lofy/Zeitungsanzeigen/389875.html |text=Todesanzeige |archivebot=2019-05-09 17:50:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Reinhold Lofy war der Sohn eines Postboten, der 1923 an den Spätfolgen einer im Ersten Weltkrieg erlittenen Verwundung verstarb. 1929 zog seine Mutter mit ihm nach Trier. Dort wurde er 1931 [[Ministrant|Messdiener]] und Mitglied der [[Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg|Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg]], den Eintritt in die [[Hitlerjugend]] lehnte er ab. Wegen des Verteilens von [[Hirtenbrief]]en wurde er 1935 von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhört. Er konnte eine Lehre im Vermessungsbüro der Stadtverwaltung Trier absolvieren, wo er zwar wegen Mitgliedschaft in der [[Katholische Jugendbewegung|Katholischen Jugendbewegung]] denunziert, aber vom Dienststellenleiter geschützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1941 war Lofy zunächst im [[Reichsarbeitsdienst]], dann als Soldat an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] eingesetzt. 1942 verweigerte er nahe [[Woronesch]] aus Gewissensgründen den Befehl, einen Russen zu erschießen. Trotz dieses Vorfalls wurde Lofy im Frühjahr 1943 zur [[Offizierschule|Offiziersschule]] nach [[Posen]] geschickt. Nach Ende des Lehrgangs kam er als Leutnant zur [[72. Infanterie-Division (Wehrmacht)|72. Infanterie-Division]]. Am 20. April 1944 erhielt er den Befehl, anlässlich des „[[Führergeburtstag]]s“ einen [[Stoßtrupp]] hinter die gegnerischen Linien anzuführen, bei dem Schusswaffengebrauch vermieden und stattdessen russischen Soldaten mit dem Spaten der Kopf abgeschlagen werden sollte. Lofy hielt diese Aktion für militärisch unsinnig und ethisch unverantwortlich. Da ihm eine direkte [[Gehorsamsverweigerung|Befehlsverweigerung]] unmöglich erschien, sorgte er dafür, dass sein Trupp frühzeitig entdeckt wurde und sich unter dem einsetzenden Beschuss wieder zurückziehen konnte. Wenig später sprach er vor anderen Soldaten kritisch über die Ermordung von Juden und die Existenz von [[Konzentrationslager]]n. Er wurde angezeigt und zunächst im Wehrmachtgefängnis von [[Rawa-Ruska]] in Einzel- und Dunkelhaft gehalten. Später kam er in das [[Militärgefängnis]] von [[Tarnów]] und schließlich ins Zentralgefängnis in [[Germersheim]], wo er mehreren Mitgefangenen durch seine guten Kontakte zum Gefängnispfarrer ermöglichte, Briefe an ihre Angehörigen schicken zu können. Im Januar 1945 wurde er durch ein [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärgericht]] zu sechs Jahren Haft, [[Ehrverlust]] und [[Degradierung (Rang)|Degradierung]] verurteilt. Er wurde an das [[Bewährungsbataillon]] 500 überstellt, das unter Aufsicht von [[Schutzstaffel|SS-Angehörigen]] an den gefährlichsten Frontstellen eingesetzt wurde. Am 19. April 1945 wurde Lofy bei [[Brünn]] durch ein Panzergeschoss schwer verletzt, sein linker Oberarm musste daraufhin im [[Feldlazarett]] [[Amputation|amputiert]] werden. Mit einem [[Krankentransportzug|Lazarettzug]] gelangte er nach [[Freiberg]], von dort schlug er sich zu Fuß in seine Heimat durch. Das gegen ihn verhängte Urteil wurde im Juli 1949 vom [[Landgericht Trier]] als unrechtmäßig aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg absolvierte er ein Studium an der [[Hochschule für Ökonomie Berlin]], wurde dort [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und arbeitete als Hochschullehrer. Auch in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] geriet er in Schwierigkeiten, weil er sich weigerte Spionagedienste zu leisten. Außerdem identifizierte er einen General der [[Nationale Volksarmee|Nationalen Volksarmee]] als seinen ehemaligen Divisionskommandeur, der 1944 ein [[Todesstrafe|Todesurteil]] wegen [[Wehrkraftzersetzung]] gegen ihn beantragt hatte. 1972 durfte Lofy in die Bundesrepublik ausreisen. Dort engagierte er sich für den Rest seines Lebens gegen Faschismus. Er gründete einen Förderverein für eine Gedenkstätte beim ehemaligen [[SS-Sonderlager Hinzert]] und veröffentlichte 1982 zusammen mit Eberhard Klopp eine Dokumentation unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Hinzert kein richtiges KZ?&amp;#039;&amp;#039;. Außerdem war er Vorsitzender des [[Verband Demokratischer Widerstandskämpfer und Verfolgter des Naziregimes|Verbandes Demokratischer Widerstandskämpfer und Verfolgter des Naziregimes]] und Vorstandsmitglied des [[Zentralverband Demokratischer Widerstandskämpfer- und Verfolgtenorganisationen|Zentralverbandes Demokratischer Widerstandskämpfer- und Verfolgtenorganisationen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wolfram Wette]] bezeichnete ihn neben anderen als „Goldkörnchen unter dem großen Schutthaufen der deutschen Geschichte während der NS-Zeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.dieschwelle.de/fileadmin/user_upload/Hosenfeld_Gedenkrede.pdf |text=Gedenkrede für Wilm Hosenfeld |archivebot=2019-05-09 17:50:51 InternetArchiveBot}}, 19. Juni 2009 (PDF; 23&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident [[Kurt Beck]] würdigte Lofy in einem Nachruf als „außergewöhnliche Persönlichkeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.rlp.de/einzelansicht/archive/2010/september/article/hohe-anerkennung-fuer-aussergewoehnliche-persoenlichkeit/ |text=Pressemitteilung vom 17. September 2010 |archivebot=2019-05-09 17:50:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermine Wüllner: &amp;#039;&amp;#039;Leutnant Reinhold Lofy, Mordtaten verweigert.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfram Wette (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Retter in Uniform. Handlungsspielräume im Vernichtungskrieg der Wehrmacht&amp;#039;&amp;#039;. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-15221-6, S. 105–113.&lt;br /&gt;
* Roland Ries (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Caritas im Bistum Trier&amp;#039;&amp;#039;. [[Kliomedia]], Trier 2006. ISBN 3-89890-094-0, S. 411.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.mahnmal-trier.de/Personen/lofy.html &amp;#039;&amp;#039;Eintrag im Mahnmal Trier zum Gedenken der Opfer im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;], 2005&lt;br /&gt;
* [http://www.16vor.de/index.php/2010/09/15/er-wird-uns-fehlen/ “Er wird uns fehlen”], Nachruf bei [[16vor]].de, 15. September 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|VIAF=42668983|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2022-04-18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lofy, Reinhold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lofy, Reinhold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. April 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Graach an der Mosel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. September 2010&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Trier]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
	</entry>
</feed>