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	<title>Reinhold Lobedanz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reinhold_Lobedanz&amp;diff=452137&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-18208-90: /* Leben */ tempus</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; tempus&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-19452-0001, Berlin, CDU-Hauptvorstand, Festsitzung Geburtstag Nuschke.jpg|mini|Reinhold Lobedanz (1953)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reinhold Lobedanz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. August]] [[1880]] in [[Schwerin]]; † [[5. März]] [[1955]]) war ein deutscher Politiker. Als Mitglied der [[Blockpartei]] [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (DDR)]] war er Präsident der [[Länderkammer der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lobedanz entstammt einer deutsch-dänischen [[Gelehrtenfamilie|Gelehrten-]] und Beamtenfamilie. Sein Vater war der [[Gymnasialprofessor]] Dr. Emil Lobedanz&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200001079 Eintrag Emil Lobedanz] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Mutter die Pädagogin Franziska [[Sievers (Adelsgeschlecht)|v. Sievers]] (eine Urenkelin von [[David Reinhold von Sievers]]). Nach seiner Gymnasialzeit von 1890 bis 1899 studierte er [[Rechtswissenschaft]]en an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]], der [[Universität Leipzig]] und der [[Universität Rostock]].&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu den Eintrag der [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200007383 Immatrikulation von Reinhold Lobedanz] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1900 wurde er im [[Corps Lusatia Leipzig]] aktiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1930, 93/724.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bestand die erste juristische Prüfung und wurde 1903 zum [[Dr. iur.]] promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;§ 1381 B.G.B.´s. Inauguraldissertation zur Erlangung der juristischen Doktorwürde der hohen Juristenfakultät zu Rostock.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Bestehen der zweiten Prüfung 1907 trat er in den mecklenburgischen Staatsdienst. Von 1922 bis 1930 war er Ortsvorsitzender der [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]] (DDP) in Schwerin. Später amtierte er als Landesvorsitzender der DDP in [[Mecklenburg-Schwerin]]. In den 1920er und 1930er Jahren war Lobedanz als [[Ministerialrat]] in wechselnden Ressorts des Freistaates Mecklenburg-Schwerin tätig. 1933 wurde er aus dem Ministerium des Innern in das Ministerium für Unterricht, Kunst, geistliche und Medizinalangelegenheiten versetzt. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war Lobedanz Mitglied im [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen (BNSDJ)]], im [[Opferring der NSDAP]] und war [[Blockwart]] der [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|NSV]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er im Juli 1945 zu den Gründern des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern der Christlich-Demokratischen Union. Als einziger Landesvorsitzender in der [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]]/DDR blieb Lobedanz von 1945 bis 1952 ununterbrochen im Amt. Nach der Absetzung von [[Andreas Hermes]] und [[Walther Schreiber]] durch die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|Sowjetische Militäradministration (SMAD)]] im Dezember 1945 übernahm Lobedanz zudem das Amt des 3. Vorsitzenden der CDU in der SBZ. Auf dem CDU-Parteitag 1948 in Erfurt wurde er zum 4. Vorsitzenden gewählt. Dem Parteivorstand der DDR-CDU gehörte Lobedanz bis zu seinem Tod an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Juni 1945 war er unter britischer Besatzung Leiter der Landesverwaltung Mecklenburg als Nachfolger von [[Hanns Jess]].&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Fait: &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburg (-Vorpommern)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Martin Broszat]], [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;SBZ-Handbuch. Staatliche Verwaltungen, Parteien, gesellschaftliche Organisationen und ihre Führungskräfte in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1945–1949.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1990, ISBN 3-486-55261-9, S. 109, 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von November 1945 bis März 1950 war Lobedanz [[Ministerialdirektor]] und Leiter der Präsidial-Kanzlei der Landesregierung. Er wurde 1946 zum Mitglied der [[Beratende Versammlung (Mecklenburg-Vorpommern)|Beratenden Versammlung Mecklenburg-Vorpommern]] ernannt und fungierte dort als stellvertretender Vorsitzender. Seit den [[Landtagswahlen in der SBZ 1946]] war er Vizepräsident des [[Landtag Mecklenburg-Vorpommern (DDR)|Landtages Mecklenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1949 bis 1950 war er Mitglied der [[Volkskammer]] und von 1949 bis zu seinem Tod Präsident der [[Länderkammer der DDR]]. Von 1950 bis 1955 gehörte Lobedanz dem Politischen Ausschuss der Ost-CDU an. Aus dem Bezirksvorstand Schwerin zog er sich Ende 1952 jedoch wegen Arbeitsüberlastung zurück. Im Jahre 1954 verlieh ihm der DDR-Staatspräsident [[Wilhelm Pieck]] den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] der DDR in Gold. Lobedanz gehörte damit zu den ersten 22 Personen, die diesen neu gestifteten Orden erhielten.&amp;lt;ref&amp;gt;ND vom 8. Mai 1954&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinhold Lobedanz trat gegenüber der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]/[[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] und der sowjetischen Besatzungsmacht in Mecklenburg-Vorpommern sehr nachgiebig auf. Durch seinen Kooperationskurs bewahrte er den Landesverband vor allzu großen Verwerfungen, führte ihn aber immer tiefer in das Fahrwasser der SED. Wer dagegen rebellierte wie der Fraktionsvorsitzende im Schweriner Landtag [[Werner Jöhren]], sein Stellvertreter [[Karl-Heinz Kaltenborn]] oder der Wirtschaftsminister [[Siegfried Witte]], wurde ausgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lobedanz war als Landesvorsitzender der [[CDU Mecklenburg-Vorpommern]] sowohl an der Absetzung von Andreas Hermes als auch von [[Jakob Kaiser]] beteiligt. Er widerstand dem [[Gleichschaltung]]sdruck von SED und SMAD nicht und ließ sich von den Sowjets gegen die Parteispitze instrumentalisieren. Die Säuberungs- und Verhaftungswelle in der Landespartei nach 1950 hatte Lobedanz maßgeblich mitzuverantworten. Als Vorsitzender des zentralen Untersuchungsausschusses sorgte er auch danach für den Ausschluss unliebsamer Mitglieder, die den Weg der Anpassung nicht mitgehen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Gold, durch [[Wilhelm Pieck]] (7. Mai 1954)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Präsident der Länderkammer Dr. Lobedanz verstorben&amp;#039;&amp;#039;, In: [[Neues Deutschland]], 6. März 1955, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche an einen Tisch. Die Wahrheit über Konrad Adenauer und Jakob Kaiser&amp;#039;&amp;#039; [Broschurdruck einer Rede]. [[Nationale Front des demokratischen Deutschland]], Berlin 1951.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Internationales Biographisches Archiv (Munzinger-Archiv), Lieferung 46/49, Eintrag Dr. Reinhold Lobedanz, 8. Dezember 1949, S. 2920.&lt;br /&gt;
* [[Egbert Weiß]]: &amp;#039;&amp;#039;Auf verlorenem Posten – ein Corpsstudent als Präsident der DDR-Länderkammer&amp;#039;&amp;#039;. [[Convent Deutscher Akademikerverbände|Der Convent]] Jg. 26 (1975), S. 17–19.&lt;br /&gt;
* Hans Koch: &amp;#039;&amp;#039;Reinhold Lobedanz.&amp;#039;&amp;#039; Reihe: Christ in der Welt. 1. Aufl., Berlin-Ost 1977.&lt;br /&gt;
* Christian Schwießelmann: &amp;#039;&amp;#039;Norddeutsch, protestantisch, liberal – Gründerpersönlichkeiten der CDU in Mecklenburg-Vorpommern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisch-Politische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; 13. Jg., 2006, S. 25–46.&lt;br /&gt;
* Christian Schwießelmann: &amp;#039;&amp;#039;Reinhold Lobedanz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon für Mecklenburg.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5, Rostock 2009, S. 201–204.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=reinhold-lobedanz|lemma=Lobedanz, Reinhold|autor=|band=1|idNum=2126}}&lt;br /&gt;
* [[Harry Waibel]]: &amp;#039;&amp;#039;Diener vieler Herren. Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2011, ISBN 978-3-631-63542-1, S. 203.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118573705}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten der Länderkammer&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landesvorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118573705|VIAF=216145542699996641973}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lobedanz, Reinhold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Mecklenburg-Vorpommern 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Länderkammer der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirektor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialbeamter (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Funktionär (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lobedanz, Reinhold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU der DDR), MdV&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. August 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schwerin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. März 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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