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	<title>Reinhold Huhn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T18:50:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reinhold_Huhn&amp;diff=97128&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Nachwirken */ BKL Fix</title>
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		<updated>2025-08-06T14:24:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nachwirken: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reinhold Paul Huhn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. März]] [[1942]] in [[Braniewo|Braunsberg]]; † [[18. Juni]] [[1962]] in [[Berlin]] ([[Ost-Berlin|Ost]])) war [[Gefreiter]] der [[Grenztruppen der DDR]], als er in der Zimmerstraße 56 in Berlin durch den [[Fluchthelfer]] [[Rudolf Müller (Fluchthelfer)|Rudolf Müller]] erschossen wurde. Bevor Huhn seinen Wehrdienst leistete, war er Rinderzüchter. Er wurde [[postum]] zum [[Unteroffizier]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm wurde die Ost-Berliner &amp;#039;&amp;#039;Reinhold-Huhn-Oberschule&amp;#039;&amp;#039; ([[Polytechnische Oberschule|POS]]) benannt sowie &amp;#039;&amp;#039;Reinhold-Huhn&amp;#039;&amp;#039;-Straßen in Berlin, [[Hoyerswerda]], [[Magdeburg]], [[Guben]] und [[Hildburghausen]]. Die von 1973 bis zum 4. Oktober 1994 in Berlin existierende &amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätte für die an der Staatsgrenze zu Berlin (West) gefallenen Soldaten der Grenztruppen der DDR&amp;#039;&amp;#039; an der [[Jerusalemer Straße (Berlin)|Jerusalemer Straße]], Ecke Schützenstraße (von 1966 bis 1991 Reinhold-Huhn-Straße), verzeichnete seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dietmar Kuntzsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Städtebau und Grenze. Die Jerusalemer Straße und das Denkmal für Reinhold Huhn in Ost-Berlin&amp;#039;&amp;#039;. In: Günter Schlusche, Verena Pfeiffer-Kloss, [[Gabi Dolff-Bonekämper]], [[Axel Klausmeier]] (Hrsg.):&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Stadtentwicklung im doppelten Berlin. Zeitgenossenschaften und Erinnerungsorte&amp;#039;&amp;#039;. Links Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86153-810-3, S. 24–31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine dort angebrachte bronzene Gedenktafel wurde entfernt und befindet sich in einem Ausstellungsraum der Zivilschutzanlage Blochplatz der [[Berliner Unterwelten]] e. V. Eine weitere entfernte Gedenktafel befand sich in der &amp;#039;&amp;#039;Nikolai-Bersarin-Kaserne&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin-Lichtenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
Am 18. Juni 1962 war Reinhold Huhn an der [[Berliner Mauer]] in [[Berlin-Mitte]] nahe der Zimmerstraße eingesetzt. Von der in West-Berlin direkt an der Mauer befindlichen Baustelle des [[Axel-Springer-Hochhaus]]es gruben Fluchthelfer um Rudolf Müller einen [[Liste der Fluchttunnel in Berlin während der deutschen Teilung|Fluchttunnel]]. Müller, ein ehemaliger [[Grenzgänger im Raum Berlin 1948–1961|Grenzgänger]], wollte seine Ehefrau, seine beiden Kinder und seine Schwägerin aus [[Ost-Berlin]] zu sich nach [[West-Berlin]] holen. Nach dem Durchbruch des Tunnels in den Keller eines Hauses in Ost-Berlin ging Rudolf Müller hinüber, verließ das Haus und holte seine Familie von einem vereinbarten Treffpunkt ab. Auf dem Rückweg zum Tunneleingang passierten sie Reinhold Huhn und seinen Postenführer. Als Huhn die Gruppe kontrollieren wollte, gingen alle bis auf Müller weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/geschichte/article176385407/Blutige-Mauer-Den-Weg-in-den-Fluchttunnel-versperrte-die-Kalaschnikow.html welt.de, 15. Mai 2018, &amp;#039;&amp;#039;Den Weg in den Fluchttunnel versperrte die Kalaschnikow&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser zog aus seiner Jacke eine [[Pistole]] und schoss Huhn aus nächster Nähe in die Brust; dann rannte er zum Tunneleingang. Der Postenführer Huhns eröffnete das Feuer auf die Flüchtlinge, ohne aber zu treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171426/huhn-reinhold?n Kurzporträt auf &amp;#039;&amp;#039;www.chronik-der-mauer.de&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 183-94642-0001, Adorf, Beisetzung von Reinhold Huhn.jpg|Beisetzung von Reinhold Huhn in [[Adorf/Vogtl.]] am 22. Juni 1962&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 183-C1113-0020-001, Berlin, Jugendstunde, Gedenkstätte für Reinhold Huhn.jpg|Jugendstunde vor der ersten Gedenkstätte für Huhn an der Zimmerstraße im Jahr 1964&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 183-L0614-039, Berlin, Fiedel Castro zu Besuch.jpg|[[Fidel Castro]] legte am 14. Juni 1972 an der Gedenkstätte einen Kranz nieder&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 183-1986-0813-027, Berlin, Pioniere vor einer Gedenkstätte.jpg|[[Junge Pioniere]] an der &amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätte für die an der Staatsgrenze zu Berlin (West) gefallenen Soldaten der Grenztruppen der DDR&amp;#039;&amp;#039;, die 1973 die erste Gedenkstätte ersetzt hatte (1986)&lt;br /&gt;
Gedenktafel Zimmerstr 54 (Mitte) Fluchttunnel.jpg|[[Gedenktafel]], Zimmerstraße 54, in [[Berlin-Mitte]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirken ==&lt;br /&gt;
Auf der West-Berliner Seite angekommen, gab Rudolf Müller an, er habe Reinhold Huhn lediglich geschlagen. Der tödliche Schuss sei von dem Postenführer abgegeben worden. Der West-Berliner Senat flog Müller und seine Familie in die [[Bundesrepublik Deutschland|Bundesrepublik]] aus. Ein Auslieferungsgesuch der [[DDR]]-Behörden, die von der Schuld Müllers überzeugt waren, wurde abgelehnt. Das West-Berliner Ermittlungsverfahren gegen Müller wurde im November 1962 eingestellt. Vor Grenzsoldaten behauptete die DDR-Staatsführung, dass Müller im direkten Auftrag von Bundeskanzler [[Konrad Adenauer]] und dem Regierenden Bürgermeister [[Willy Brandt]] gehandelt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] stellte die [[Staatsanwaltschaft Berlin]] erneut Ermittlungen an, die 1996 zu einem Prozess gegen Müller führten. Dort gestand er, für die tödlichen Schüsse verantwortlich zu sein, und machte [[Notwehr (Deutschland)|Notwehr]] geltend. Das Landgericht verurteilte ihn wegen [[Totschlag (Deutschland)|Totschlags]] zu einer [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] von einem Jahr auf [[Bewährung (Deutschland)|Bewährung]]. Das Mindeststrafmaß für Totschlag liegt bei fünf Jahren, jedoch sah das Gericht in Müllers Fall besondere Milderungsgründe. Im [[Revision (Recht)|Revisionsverfahren]] vor dem [[Bundesgerichtshof]] im Jahr 2000 wurde das Strafmaß belassen, jedoch das Delikt auf [[Mord (Deutschland)|Mord]] geändert, da das Merkmal der [[Heimtücke]] erfüllt sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende [[Verfassungsbeschwerde (Deutschland)|Verfassungsbeschwerde]] Müllers nahm das [[Bundesverfassungsgericht]] im November 2000 nicht an: „Die Bewertung der Tat als Heimtückemord ist […] verfassungsrechtlich unbedenklich“.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, 2 BvR 1473/00 vom 30. November 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. August 2001 strahlte der [[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]] den [[Dokumentarfilm]] &amp;#039;&amp;#039;Der [[Innerdeutsche Grenze|Todesstreifen]] – Tödliche Schüsse&amp;#039;&amp;#039; aus, der die Nachforschungen der [[Deutsche Volkspolizei|DDR-Polizei]] und -Gerichte bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dietmar Arnold]], [[Rudolf Müller (Fluchthelfer)|Rudolf Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Kein Licht am Ende des Tunnels. Berlin 1962. Die tragische Flucht einer Familie&amp;#039;&amp;#039;. Ch. Links, Berlin 2018, ISBN 978-3-96289-020-9&lt;br /&gt;
* {{bibISBN|9783861535171}}&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=reinhold-huhn|lemma=Huhn, Reinhold|autor=|band=1|idNum=1514}}&lt;br /&gt;
* [[Peter Kirschey]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Tod des Gefreiten Reinhold Huhn&amp;#039;&amp;#039;. Spotless-Verl., Berlin 1999. ISBN 978-3-933544-17-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/5/99/5-629-99.php3 Urteil des Bundesgerichtshofes gegen den Mörder Huhns]&lt;br /&gt;
* [https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171426/huhn-reinhold?n Kurzportrait auf &amp;#039;&amp;#039;www.chronik-der-mauer.de&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125958331|LCCN=nb2002015811|VIAF=75821741}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Huhn, Reinhold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Grenztruppen der DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer der Berliner Mauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ermland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Huhn, Reinhold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Paul&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Soldat der Grenztruppen der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. März 1942&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braniewo|Braunsberg (Ostpr.)]], Ostpreußen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Juni 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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