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	<title>Reinhardtsgrimmaer Heide - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T04:19:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reinhardtsgrimmaer_Heide&amp;diff=2160453&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Komma ergänzt, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-11-27T22:42:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Komma ergänzt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:20130314420DR Reinhardtsgrimma Buschhaus.jpg|miniatur|Buschhaus-Schänke bei Reinhardtsgrimma]]&lt;br /&gt;
[[Datei:20130314400DR Reinhardtsgrimma Buschhaus.jpg|mini|Buschhaus gegenüber der Buschhaus-Schänke]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reinhardtsgrimmaer Heide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Sachsen|sächsisches]] Waldgebiet im [[Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge]]. Sie erstreckt sich über eines der inselförmigen [[Kreide (Geologie)|Kreide]]-[[Sandstein]]relikte im [[Osterzgebirge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Dieses Waldgebiet erstreckt sich östlich der Gemeinde [[Reinhardtsgrimma]] auf einem Höhenzug, der sich zwischen den Tälern des [[Lockwitzbach]]es und der [[Müglitz (Fluss)|Müglitz]] befindet. Sein Baumbestand reicht an beiden Hängen bis zur Talsohle und ist durch einige [[forstwirtschaft]]liche [[Schneise]]n erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Landstraße führt vom nördlich gelegenen [[Hausdorf (Glashütte)|Hausdorf]] kommend durch die Reinhardtsgrimmaer Heide in südwestliche Richtung nach Reinhardtsgrimma. Kurz nach Haudorf gabelt sie sich und der Abzweig führt in das Müglitztal nach [[Schlottwitz]] herab. Dort mündet sie am [[Bahnstrecke Heidenau–Kurort Altenberg#Betriebsstellen|Bahnhof Niederschlottwitz]] in die [[Liste der Staatsstraßen in Sachsen bis zur S 199#S 178|Müglitztalstraße S&amp;amp;nbsp;178]]. Eine weitere Straßengabelung existiert im Wald südlich der Buschhäuser. Hier zweigt eine Seitenstraße nach [[Cunnersdorf (Glashütte)|Cunnersdorf]] ab, auf der man nach [[Luchau]] und [[Glashütte]] gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchsten Geländepunkte liegen im Ostteil des Forstes (352,8&amp;amp;nbsp;m) und an den Buschhäusern (345,1&amp;amp;nbsp;m). Das Waldareal liegt auf einer nur mit geringem Relief geprägten Quadersandsteinebene. Den markantesten Profileinschnitt bildet das Tälchen des [[Schlottwitzbach]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besiedlung ==&lt;br /&gt;
Nördlich und südlich der Reinhardtsgrimmaer Heide liegen zwei Dörfer, Hausdorf und Cunnersdorf, deren Felder unmittelbar an das Waldgebiet grenzen. In der Heide stehen an der hindurchführenden Landstraße die beiden [[Klassizismus|klassizistischen]] Buschhäuser. Am Südrand des Waldgebietes haben sich Siedler eine Häusergruppe errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
Der Baumbestand ist überwiegend durch Kiefern und Fichten geprägt, der in seinem Unterholz nur wenige Pflanzenarten aufweist. Es kommen jedoch auch Lärchen und Birken vor. An den Talhängen finden sich Büsche ([[Faulbaum]]) und Laubbäume. Im südwestlichen Abschnitt gab es ein [[Moor]], das wegen seiner Austrocknung heute kaum noch erkennbar ist. Hier gab es [[Torfmoose]], [[Schmalblättriges Wollgras]] und das [[Scheiden-Wollgras]]. Ferner wachsen hier vorrangig [[Pfeifengräser|Pfeifengras]], [[Siebenstern]]-Sorten und [[Rotstängelmoos]]. In Polstern tritt [[Zypressenschlafmoos]] auf. Die Pflanzengesellschaft entsprechen einem sauren Boden, der für den Sandsteinuntergrund typisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben [[Adlerfarn]] gibt es einige wenige weitere markante Bodenpflanzen. Es sind die [[Draht-Schmiele]], [[Besenheide|Heidekraut]], [[Heidelbeere]], [[Preiselbeere]] und [[Reitgräser|Wolliges Reitgras]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Waldgebiet leben [[Wildschwein]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie und Hydrologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tal des Cunnersdorfer Bachs in der Reinhardtsgrimmaer Heide.JPG|mini|Tal des Cunnersdorfer Bachs (&amp;#039;&amp;#039;Dorfgründel&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Die Reinhardtsgrimmaer Heide liegt teilweise auf einem [[Kreide (Geologie)|kretazischen]] Sandsteinrelikt, das eines der südlichsten Fragmente in der [[Elbtalkreide]] darstellt und mit dem [[Elbsandsteingebirge]] eine gemeinsame Entstehungsgeschichte besitzt. An der Basis des Quadersandsteins sind [[fluviatiles Sediment|fluvialtile]] [[Geröll]]e und Sandschichten der &amp;#039;&amp;#039;Niederschöna-Formation&amp;#039;&amp;#039; vertreten. Der aufliegende Quadersandstein ist hell, fast weiß und sehr fest, und gehört dem unteren [[Cenomanium]] an. In geringen Mengen treten im Sandstein [[Pyrit]], [[Rutil]], [[Turmalingruppe|Turmalin]] und [[Zirkon]] sowie knollenartige [[Konkretion]]en von dunklen Eisenmineralen auf. Bei den Buschhäusern ist der Sandstein stellenweise abgetragen und ein [[Gneis]] steht an. Der Schlottwitzbach hat sich durch die Sandsteindecke durchgearbeitet und legte dabei [[rhyolith]]ische Gesteine frei, die auch den Bergsporn an der Burgruine Grimmstein bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südliche Zipfel der Heide endet mit der Flurbezeichnung „Auf dem Sande“. Dort lagern [[Kies]]e aus [[Quarz]] mit geringen Anteilen dunkler [[Klasten]] aus [[Schiefer]]n und [[Kieselschiefer]]n, seltener von [[Rhyodazit]]en und grauem [[Paragneis|Gneis]]. Einige Meter nördlich davon, bei den &amp;#039;&amp;#039;Neuen Häusern&amp;#039;&amp;#039; treten in den Geröllen vereinzelt [[Amethyst]]e und [[Achat]]e auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der natürliche Wasserabfluss erfolgt in östliche Richtung. Der Schlottwitzbach (auch Cunnersdorfer Bach genannt) nimmt auf der Kammlage des Höhenrückens die Bachläufe des &amp;#039;&amp;#039;Dorfgründels&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;Vorderen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hinteren Gründels&amp;#039;&amp;#039; auf. Zwei von ihnen fließen ihm aus südlicher Richtung von der Flur Cunnersdorf kommend zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Quellgebiet vom Schlottwitzbach liegt oberhalb von Hausdorf. In seinem Unterlauf nimmt er einen weiteren kurzen Bach auf. Schließlich mündet er in die [[Müglitz (Fluss)|Müglitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Reinhardtsgrimmaer Heide dient vorrangig der forstlichen Nutzung. In einem der beiden Buschhäuser befand sich eine [[Gaststätte|Gastwirtschaft]]. Im nahen Umfeld gibt es einen Spielplatz mit Holzfiguren aus bekannten [[Märchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nordöstlichen Randbereich des Waldes befinden sich mehrere kleine [[Steinbruch|Steingewinnungsstellen]], die dem regionalen Bedarf dienten. Der größte Bruch war der &amp;#039;&amp;#039;Naake’sche Steinbruch&amp;#039;&amp;#039; des gleichnamigen Gutsbesitzers von [[Maxen]]. Er lieferte aus seiner tieferen Banklage einen weißen und überwiegend feinkörnigen [[Elbsandstein|Sandstein]]. Nur in geringem Maße ist in seiner unteren Werksteinbank das [[Korngefüge]] grob bis konglomeratisch. Gefertigt wurden daraus Mauerquader, Trittstufen und Platten. Das Steinbruchsgelände ist verfüllt und überbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Flur „Auf dem Sande“ in Richtung Cunnersdorf baute man in mehreren [[Kiesgrube]]n konglomeratischen Gerölle ab. Diese Sedimente der &amp;#039;&amp;#039;Niederschönaer-Formation&amp;#039;&amp;#039; besitzen nur eine geringe Kornbindungsfähigkeit und zerfielen durch die [[Verwitterung|Witterung]] sehr leicht, was den Abbau sehr erleichterte. Die Kiesgruben sind später verfüllt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Buschhäuser&lt;br /&gt;
:Die Buschhäuser sind zwei klassizistische Jagdgebäude mit nur einem Geschoss, die 1810 bis 1811 nach den Entwürfen von [[Gottlob Friedrich Thormeyer]] erbaut wurden. Sie gehörten dem dänischen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Hof von Sachsen, [[Friedrich Ludwig Ernst von Bülow]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=rCNhDep9ZT0C&amp;amp;pg=PA141&amp;amp;lpg=PA141&amp;amp;dq=%22Friedrich+Ludwig+Ernst+von+B%C3%BClow%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=reRx0xWwv2&amp;amp;sig=FdHM5xuyuWlCLOV5QZ7fmG0whhA#v=onepage&amp;amp;q=%22Friedrich%20Ludwig%20Ernst%20von%20B%C3%BClow%22&amp;amp;f=false biographische Notiz zur Person]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und ursprünglich zu seinem Besitz Schloss Reinhardtsgrimma. Beide Gebäude tragen ein Walmdach und ihr Eingang ist mit jeweils einem Tonrelief verziert. Beide Arbeiten stammen wahrscheinlich von [[Ferdinand Pettrich]], dem Sohn von [[Franz Pettrich]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dehio, Sachsen 1, S. 751–752&amp;lt;/ref&amp;gt; An der Rückseite des Herrenhauses führt eine Allee von Eichen zu einem 100 Meter entfernten historischen Schießstand (1830).&lt;br /&gt;
* Wegesäule an der durch die Heide führende Landstraße zwischen Hausdorf nach Reinhardtsgrimma&lt;br /&gt;
* Steinbrücke einer alten Landstraße im Tal des Cunnersdorfer Bachs&lt;br /&gt;
* Ausblicke in das Osterzgebirge vom Südrand des Waldes&lt;br /&gt;
* Relikte der [[Grimmstein|Burg Grimmstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Ausgewählte Sehenswürdigkeiten&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Reinhardtsgrimmaer Heide, Buschhaus-Schaenke Plastik.jpg|Architekturschmuck an der Buschhaus-Schänke&lt;br /&gt;
Datei:Reinhardtsgrimmaer Heide, Jagdhaus Relief.jpg|Architekturschmuck am Jagdhaus&lt;br /&gt;
Datei:Grimmstein4 saxony.JPG|Relikte der Burganlage Grimmstein&lt;br /&gt;
Datei:Brücke Cunnersdorfer Bach, stromaufwärts.JPG|Steinbrücke über den Cunnersdorfer Bach&lt;br /&gt;
Datei:Reinhardtsgrimmaer Heide, Wegweiser an der Landstrasse.jpg|Wegesäule&lt;br /&gt;
Datei:Reinhardsgrimmaer Heide, Blick von N.jpg|Blick vom Norden auf das Waldgebiet und ins Osterzgebirge&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Schalch]]: &amp;#039;&amp;#039;Erläuterungen zur geologischen Specialkarte des Königreichs Sachsen: Section Glashütte-Dippoldiswalde Blatt 101&amp;#039;&amp;#039;., 1888&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Reinisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Karte von Sachsen. Nr. 101 Blatt Dippoldiswalde-Glashütte&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl., Geologische Landesuntersuchung, Leipzig 1915&lt;br /&gt;
* Werner Pälchen, Harald Walter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geologie von Sachsen. Geologischer Bau und Entwicklungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 2008, ISBN 978-3-510-65239-6.&lt;br /&gt;
* [[Georg Dehio]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch deutscher Kunstdenkmäler. Sachsen I&amp;#039;&amp;#039;. München Berlin (Deutscher Kunstverlag) 1996, ISBN 3-422-03043-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Grüne Liga Osterzgebirge e. V.: [http://www.osterzgebirge.org/gebiete/13_9.html &amp;#039;&amp;#039;Reinhardtsgrimmaer Heide&amp;#039;&amp;#039;]. auf www.osterzgebirge.org&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.jagdhaus-buschhaus.de/?Geschichte | wayback=20110227174449 | text=Jagdhaus Buschhaus. Geschichte.}}&lt;br /&gt;
* Jürgen Hiller: [http://www.hiller-neuenbuerg.de/grimma1.html#Heide Geschichte Glashütte, OT Reinhardtsgrimma, Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Reinhardtsgrimmaer Heide&amp;#039;&amp;#039;]. auf www.hiller-neuenbuerg.de&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/53/42/N |EW=13/46/48/E |type=landmark |region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Glashütte, Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Erzgebirge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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