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	<title>Reinhard Kopps - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reinhard_Kopps&amp;diff=1205642&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 17. April 2026 um 14:30 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-17T14:30:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reinhard Kopps&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (alias &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Mahler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref name=&amp;quot;uki&amp;quot;&amp;gt;Uki Goñi, englische Ausgabe 2003, Seite 232&amp;lt;/ref&amp;gt; * [[29. September]] [[1914]] in [[Hamburg]]; † [[11. September]] [[2001]] in [[Bariloche]], [[Argentinien]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=http://www.tageblatt.com.ar/archivo/2001/09/15-09-01.pdf&lt;br /&gt;
 |titel=Nazi Kopps gestorben&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk=[[Argentinisches Tageblatt]]&lt;br /&gt;
 |hrsg=&lt;br /&gt;
 |datum=15. September 2001&lt;br /&gt;
 |seiten=2&lt;br /&gt;
 |format=PDF; 128 kB&lt;br /&gt;
 |sprache=&lt;br /&gt;
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 |abruf=2023-11-30&lt;br /&gt;
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 |kommentar=&lt;br /&gt;
 |zitat=&lt;br /&gt;
 |CH=&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mariano Cordero: &amp;#039;&amp;#039;Murió un ex oficial nazi denunciado por crímenes de guerra&amp;#039;&amp;#039;, [[Clarín (Argentinien)]], 12. September 2001 (spanisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Nationalsozialismus|NS]]-[[Spionage|Geheimdienstagent]] und NS-[[Fluchthelfer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Geheimdienstagent und Anti-[[Freimaurerei|Freimaurer]]-Experte wurde Kopps in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] auf dem [[Balkanhalbinsel|Balkan]] und in [[Königreich Ungarn|Ungarn]] eingesetzt. Kopps beantragte am 19. Februar 1940 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. März desselben Jahres aufgenommen ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 7.524.143).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/22380231&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich hat Kopps 25 [[Juden]] im Oktober 1944 falsche Papiere ausgehändigt, um sie vor der [[Deportation]] nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] zu retten, und wurde deshalb [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] und von [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Agenten verfolgt. Er wurde offenbar von General [[Leon Rupnik|Leo Rupnik]], dem Präsidenten des von den Nazis geschaffenen [[Slowenien|slowenischen]] Satellitenstaates, gerettet.&amp;lt;ref&amp;gt;Uki Goñi, englische Ausgabe 2003, Seite 231&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Mitglied des NS-Geheimdienstes wurde er 1945 von den Briten in [[Klagenfurt]] verhaftet. Nach einem Jahr floh er und kaufte falsche Papiere unter dem Namen Hans Mahler. Anschließend fuhr er nach [[Rom]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;uki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopps wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum wichtigsten Gehilfen des NS-Fluchthelfers und Bischofs [[Alois Hudal]], Kriegsverbrecher über die [[Rattenlinien|Rattenlinie]] bzw. Klosterroute nach Argentinien die Flucht zu ermöglichen. Kopps hatte die Aufgabe, sich um Nazis zu kümmern, die die Unterstützung der katholischen Kirche suchten. Dazu stellte Kopps zunächst Verbindungen zu kroatischen und ungarischen Geistlichen her, die ebenfalls Kriegsverbrecher in Sicherheit bringen wollten. „Offiziell war Kopps in der Bibliothek der [[Generalkurie|Casa Generalizia]] des von Deutschen dominierten [[Salvatorianer]]-Ordens angestellt … Diese Arbeit bot Kopps eine ausgezeichnete Tarnung für seine Nazi-Fluchthilfeaktivitäten, wie er Jahrzehnte später in seinen Memoiren gestand.“&amp;lt;ref&amp;gt;Uki Goñi insb. S. 225, siehe auch: Uki Goñi. S.&amp;amp;nbsp;224–232, 240, 224, 251f, 267, 278, 281.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopps’ Integration in die NS-Fluchthilfe erfolgte auch durch die enge Kooperation „mit [[Juan Perón|Peróns]] [[Delegación Argentina de Inmigración en Europa|DAIE-Büros]] in der Via Alberao 38“ in Rom. Er wohnte mit deutschen und kroatischen Kriegsverbrechern zusammen, die von Monsignore [[Karlo Petranović]] „protegiert“ wurden. „Petranovic war als Vertreter des [[Auxilium (Hilfswerk)|Auxiliums]] und als [[Krunoslav Draganović|Draganovic’]] Agent im [[Hafen Genua|Hafen von Genua]] tätig. Er war selbst ein Kriegsverbrecher: Als [[Ustascha]]-Hauptmann war er enger Mitarbeiter des örtlichen Ustascha-Führers in [[Ogulin]] gewesen, einem Distrikt, in dem während des Krieges ungefähr 2.000 Serben ermordet wurden. Der Monsignore hatte diese Mörder aufgehetzt und organisiert; er ordnete außerdem persönlich die Inhaftierung und Exekution von 70 prominenten Serben an.“&amp;lt;ref&amp;gt;Uki Goñi S. 227, siehe auch: Uki Goñi. S.&amp;amp;nbsp;224–232, 240, 224, 251f, 267, 278, 281.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopps unterhielt auch mit Pater [[Edoardo Dömöter]] von der San-Antonio-Gemeinde in Genua intensive Verbindungen. Domöter unterzeichnete den Antrag [[Adolf Eichmann]]s auf einen [[Rote-Kreuz-Pass]]. „Wie Petranovic, Siri und Dragonovic, arbeitet auch Dömöter eng mit Bischof Hudal zusammen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Uki Goñi S. 227.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopps arbeitete eng mit dem ehemaligen italienischen Offizier [[Franz Ruffiengo]], [[Krunoslav Draganović]] und dem argentinischen Einwanderungsamt DAIE zusammen und arbeitete später im Fluchthilfebüro [[Juan Perón|Juan Perons]] in Genua. „Mitte 1948 flüchtete Kopps selbst nach Argentinien, von wo aus er den Kontakt zu Hudal aufrechterhielt und unter dem Namen Juan Maler eine rege neonazistische Propagandatätigkeit entfaltete.“&amp;lt;ref&amp;gt;Theo Bruns: [https://www.ila-web.de/ausgaben/301/der-vatikan-und-die-rattenlinie &amp;#039;&amp;#039;Der Vatikan und die Rattenlinie. Wie die katholische Kirche Nazis und Kriegsverbrecher nach Südamerika schleuste&amp;#039;&amp;#039;]. In: ila 301&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bruns bezieht sich offenbar auf das Buch von Uki Goñi. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Hans Mahler&amp;#039;&amp;#039; wurde wahrscheinlich in &amp;#039;&amp;#039;Juan Maler&amp;#039;&amp;#039; umgewandelt. [[Juan]] ist die im {{EsS}}en übliche Form für den deutschen Vornamen Hans und war zugleich für Verehrer des Präsidenten [[Juan Perón]] eine Art Losungswort&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Pseudonymen veröffentlichte Kopps nach 1945 Schriften, in denen er Hitler und die Nazi-Ideologie esoterisch verklärte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführlich beschrieben in: Friedrich Paul Heller, Anton Maegerle: &amp;#039;&amp;#039;Thule. Vom völkischen Okkultismus bis zur Neuen Rechten&amp;#039;&amp;#039;. Schmetterling, Stuttgart 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er betätigte sich als Redakteur der nationalsozialistischen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Der Weg. Monatshefte zur Kulturpflege und zum Aufbau|Der Weg]]&amp;#039;&amp;#039;, die nicht nur unter NS-Flüchtlingen, sondern auch in Europa ihre Verbreitung in NS-Kreisen fand. Zeitweilig war er Südamerika-Korrespondent der NS-apologetischen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Nation – Das politische Magazin für Deutsche&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anton Maegerle]]: &amp;#039;&amp;#039;Keiner Schuld bewusst&amp;#039;&amp;#039;. bnr 17/97, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er-Jahren brachte das [[Dokumentationszentrum des Bundes Jüdischer Verfolgter des Naziregimes|Simon-Wiesenthal-Zentrum]] seinen Aufenthaltsort in Erfahrung. Kopps lebte in [[San Carlos de Bariloche]], einer argentinischen Kleinstadt, in der zahlreiche NS-Verbrecher wie [[Josef Schwammberger]] und [[Josef Mengele]] sich versteckt halten konnten. Am 6. Mai 1994 überraschte ihn vor der Haustür der Reporter [[Sam Donaldson]] des US-Senders [[American Broadcasting Company|ABC]] mit einem Kamerateam. Kopps bat in Panik geraten den Reporter, doch statt seiner lieber die „richtigen“ Kriegsverbrecher zu interviewen, und verriet dabei den Aufenthaltsort des SS-Hauptsturmführers [[Erich Priebke]]. Priebke war ein enger Mitarbeiter des Gestapo-Chefs von Rom [[Herbert Kappler]] gewesen und am 24. März 1944 am [[Massaker in den Ardeatinischen Höhlen]] bei Rom beteiligt, bei dem 335 Geiseln erschossen wurden. Erich Priebkes Flucht-Papiere gingen durch Kopps Hände. Bei Priebkes Antrag auf einen Pass konnte er eine Bürgschaft der Päpstlichen Hilfskommission ([[Pontificia Commissione di Assistenza|PCA]]) vorlegen. [[Uki Goñi]] schreibt: „Es steht außer Zweifel, dass diese Kirchenmänner [gemeint ist die PCA] ihre Aktionen eng mit Nazi-Agenten wie Reinhard Kopps abstimmten. Klar ist auch, das ihre Projekte enthusiastisch von den mit ‚Heil Hitler‘ grüßenden Beamten in Peróns [[Delegación Argentina de Inmigración en Europa|DAIE]] unterstützt wurden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Uki Goñi. S.&amp;amp;nbsp;224–232, 240, 224, 251f, 267, 278, 281. Zitat: Uki Goñi S. 240.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Uki Goñi]]: &amp;#039;&amp;#039;The Real Odessa&amp;#039;&amp;#039;, englische Originalausgabe, Granta Publications, London 2002, überarbeitete Ausgabe Granta Books 9. Juli 2003, deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Odessa: Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Englischen von Theo Bruns und Stefanie Graefe. 2. Auflage. Assoziation A, Berlin 2007, ISBN 978-3-935936-40-8.&lt;br /&gt;
* [[Gerald Steinacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Nazis auf der Flucht. Wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen&amp;#039;&amp;#039;. Studien-Verlag, Innsbruck u.&amp;amp;nbsp;a. 2008, ISBN 978-3-7065-4026-1 (&amp;#039;&amp;#039;Innsbrucker Forschungen zur Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 26. Zugleich: Innsbruck, Univ., Habil.-Schr., 2007).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1047967197|LCCN=n86083070|VIAF=68942447}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kopps, Reinhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Abwehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Fluchthelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Anti-Freimaurerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Argentinien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rattenlinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kopps, Reinhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Maler, Juan (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher NS-Geheimdienstagent und NS-Fluchthelfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. September 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. September 2001&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bariloche]], [[Argentinien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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