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	<title>Reinhard Demoll - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T16:28:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reinhard_Demoll&amp;diff=1597651&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kürschner: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-12-06T12:27:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reinhard Demoll&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Dezember]] [[1882]] in [[Kenzingen]]; † [[25. Mai]] [[1960]] in [[München]]) war ein deutscher [[Zoologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Demoll wurde 1882 in Kenzingen geboren und besuchte in Konstanz das [[Heinrich-Suso-Gymnasium Konstanz|Gymnasium]]. Nach der [[Abitur|Reifeprüfung]] studierte er an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]] [[Medizin]] und [[Zoologie]]. 1907 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er dort bei [[August Weismann]] zum Dr. rer. nat. Anschließend wurde er [[Wissenschaftlicher Assistent]] bei [[Johann Wilhelm Spengel]] am Zoologischen Institut der [[Universität Gießen]]. Bereits 1908 [[Habilitation|habilitierte]] er sich in Gießen im Fach Zoologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 wurde er zum [[Lehrstuhl|Ordinarius]] für Forstzoologie an der [[Karlsruher Institut für Technologie|Technischen Hochschule Karlsruhe]] berufen. 1918 folgte er einen Ruf an die Tierärztlichen Fakultät der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] und wurde dort ordentlicher Professor für Zoologie und Fischkunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel hierzu wurde er Vorstand des &amp;#039;&amp;#039;[[Bayerisches Landesamt für Umwelt#Dienststelle Wielenbach|Hofer Institut Wielenbach, Teichwirtschaftliche Versuchsanstalt]]&amp;#039;&amp;#039;. Er war einer der maßgeblichen Initiatoren des [[Institut für Seenforschung|Instituts für Seenforschung und Seenbewirtschaftung]] in Langenargen, das im Jahr 1920 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 wurde er für seine Verdienste zum [[Geheimrat|Geheimen Regierungsrat]] ernannt. Er wurde mehrmals zum Dekan der Tierärztlichen Fakultät gewählt. Sein großes akademisches Ansehen spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass er im akademischen Jahr 1931/32 zum Rektor der Universität gewählt wurde. 1933 promovierte bei ihm die spätere Widerstandskämpferin [[Maria von Maltzan|Maria Gräfin von Maltzan]] mit einer Arbeit über die Ernährungsbiologie und -physiologie von Karpfen zum Dr. rer. nat.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Maria Gräfin von Maltzan (1909–1997). Eine Tierärztin im Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; Von Johann Schäffer. {{Webarchiv|url=http://www.bundestieraerztekammer.de/downloads/dtbl/2008/artikel/dtb10_08_maltzan.pdf |wayback=20160120002250 |text=in: Deutsches Tierärzteblatt, H. 10, 2008, S. 1332–1341. |archiv-bot=2024-04-24 16:22:23 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im akademischen Jahr 1934/35 ist er als Vorstandsvorsitzender des &amp;#039;&amp;#039;[[Studentenwerk München|Studentenwerkes München]]&amp;#039;&amp;#039; sowie als Ausschussmitglied des &amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamen akademischen Instituts der Universität und der Technischen Hochschule für Leibesübungen&amp;#039;&amp;#039; nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Personenstand der Ludwig-Maximilians-Universität München, Winterhalbjahr 1934/35, Seiten: 9, 10, 17, 39, 58. [https://epub.ub.uni-muenchen.de/9714/1/pvz_lmu_1934_35_wise.pdf PDF / 14,2 MB.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] beteiligte sich Demoll als Hochschulreferent im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus maßgeblich am Wiederaufbau der Bayerischen Hochschulen. Nach der Umgründung des &amp;#039;&amp;#039;Reichsverbandes der Deutschen Fischerei&amp;#039;&amp;#039; 1949 in den &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Fischerei-Verband|Deutschen Fischerei-Verband e.&amp;amp;nbsp;V.]]&amp;#039;&amp;#039; stand Demoll ab 1949 bis zu seinem Tod 1960 dem Verein als sechster Präsident vor. Außerdem war er Ehrenpräsident des &amp;#039;&amp;#039;Bayerischen Fischereiverbandes&amp;#039;&amp;#039;. Schließlich war er maßgeblich an der Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung Deutscher Gewässerschutz&amp;#039;&amp;#039; sowie der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft für Ernährungsbiologie&amp;#039;&amp;#039; beteiligt. Er betonte immer wieder die Notwendigkeit einer gemeinsamen Betrachtung von Fischereibiologie, Teichwirtschaft und Abwasserbiologie. Eine besondere Anliegen war ihm die Verbindung der theoretischen mit der angewandten [[Limnologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Mai 1960 verstarb Demoll nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Im Laufe seines Lebens veröffentlichte Demoll über 100 wissenschaftliche Abhandlungen in Fachzeitschriften, Monografien und Sammelwerken. Neben Arbeiten über Sinnesphysiologie, Atmung, Flug der Vögel und Insekten, bildeten fischereibiologische, teichwirtschaftliche und hydrobiologische Probleme seinen Forschungsschwerpunkt. Seine Untersuchungen zur Teichdüngung konnten der Teichwirtschaft neue Impulse geben. Auch entwickelte er die Methoden der Karpfenzucht entscheidend weiter. Seine praktischen Arbeit über die Forellenzucht förderten die Salmonidenzucht in Teichen. Außerdem forschte er über die Wechselwirkung zwischen dem Gesundheitszustand von Fischen und seinem Parasitenbefall. Mit seinen Werken über die Reinigung der Abwässer setzte er neue Akzente im Umweltschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1916: Wahl in die [[Leopoldina]] (20. September 1916): Vierter Adjunktenkreis, Fachsektion 6 für Zoologie und Anatomie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leopoldina.org/de/mitglieder/mitgliederverzeichnis/member/2413/ Online-Mitgliederverzeichnis der Leopoldina.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1920: Geheimer Regierungsrat.&lt;br /&gt;
* 1948: [[Ehrendoktor]]würde Dr. med. vet. h. c. der Tierärztlichen Fakultät der Universität München.&lt;br /&gt;
* 1950: Ehrendoktorwürde [[Dr.-Ing.]] h. c. der [[Karlsruher Institut für Technologie|Technischen Hochschule Karlsruhe]].&lt;br /&gt;
* 1953: Ehrendoktorwürde Dr. med. h. c. der Medizinischen Fakultät der Universität München.&lt;br /&gt;
* 1954: [[Bundesverdienstkreuz|Großes Verdienstkreuz des Bundesverdienstkreuzes]].&lt;br /&gt;
* 1959: [[Bayerischer Verdienstorden]] (3. Juli 1959).&lt;br /&gt;
* 1961: Benennung der [[Liste Münchner Straßennamen/D|Demollstraße]] im [[München]]er Stadtteil [[Neuhausen-Nymphenburg]].&lt;br /&gt;
* unbekannt: Benennung der Demollstraße in [[Wielenbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Als Autor&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Mundteile der solitären Apiden.&amp;#039;&amp;#039; Engelmann, Leipzig 1908 (Dissertation, Universität Freiburg im Breisgau, 1908).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Augen und die Augenstielreflexe von Squilla mantis.&amp;#039;&amp;#039; Lippert, Naumburg a. S. 1908 (Habilitationsschrift, Universität Gießen, 1908).&lt;br /&gt;
* mit Siegfried Becher: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die mikroskopische Technik für Naturwissenschaftler und Mediziner.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1913.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sinnesorgane der Arthropoden: Ihr Bau und ihre Funktion.&amp;#039;&amp;#039; Vieweg, Braunschweig 1917.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Flug der Insekten und der Vögel: Eine Gegenüberstellung.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Jena 1918.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Edelpelztierzucht&amp;#039;&amp;#039;. F. C. Mayer, München 1928 ([[:Datei:Demoll, Die Edelpelztier-Zucht, 1928 (2).jpg|→ Inhaltsverzeichnis]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Silberfuchszucht&amp;#039;&amp;#039;. F. C. Mayer, München 1925. – 3. überarbeitete Auflage 1930 ([[:Datei:Die Silberfuchszucht, Reinhard Demoll, 1930.jpg|→ Inhaltsverzeichnis]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Wandel der biologischen Anschauungen in den letzten hundert Jahren: Rede zum Antritt des Rektorates, gehalten in der Aula am 21. November 1931&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Münchener Universitätsreden.&amp;#039;&amp;#039; H. 23). Hueber, München 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Instinkt und Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; J. F. Lehmann, München 1933.&lt;br /&gt;
* mit [[Paul Steinmann (Biologe)|Paul Steinmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Praxis der Aufzucht von Forellenbesatzmaterial.&amp;#039;&amp;#039; Schweizerbart, Stuttgart 1949.&lt;br /&gt;
* mit Paul Steinmann: &amp;#039;&amp;#039;Heimat: Wandern und schauen in Berg und Tal.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Faunus, Basel 1953.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1954: &amp;#039;&amp;#039;Ketten für Prometheus. Gegen die Natur oder mit ihr?&amp;#039;&amp;#039; 248 Seiten, 23 Abbildungen. Verlag F. Bruckmann, München 1954.&lt;br /&gt;
* 1957: &amp;#039;&amp;#039;Bändigt den Menschen. Gegen die Natur oder mit ihr?&amp;#039;&amp;#039; 315 Seiten, 36 Abb., stark erweiterte 2. Auflage, Bruckmann 1957.&amp;lt;ref&amp;gt;Demoll 1957 – &amp;#039;&amp;#039;Bändigt den Menschen&amp;#039;&amp;#039;, Umwelt-Sachbuch 1957, 315 Seiten, Dritte und letzte Auflage: 1960. &amp;#039;&amp;#039;Ketten für Prometheus&amp;#039;&amp;#039; von 1954 verfügt über 248 Seiten. - Siehe auch bei [[Anton Metternich (Politiker)|Anton Metternich]] und dort bei Professor Franz Joseph Dreyhaupt 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Früchte des Meeres.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Als Herausgeber:&lt;br /&gt;
* mit Hermann Nikolaus Maier: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Binnenfischerei Mitteleuropas]].&amp;#039;&amp;#039; 6 Bände. Schweizerbart, Stuttgart 1924–1957.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Edelpelztierzucht.&amp;#039;&amp;#039; F. C. Mayer, München 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten der Technik: Beiträge zur Situation des Menschen in der modernen Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Bechtle, München/Esslingen 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BoslBayerBio|1|132|132|Demoll, Reinhard|autor=RAM|gnd=11607003X}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Liebmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Reinhard Demoll (3.12.1882–25.5.1960)&amp;#039;&amp;#039;, in: Ludwig-Maximilians-Universität Jahres Chronik 1959/1960, Universitäts-Archiv: München, 1960, S. 12–13.&lt;br /&gt;
* Wiltrud Proske: &amp;#039;&amp;#039;Reinhard Demoll 1882–1960. Zoologe, Universitätsprofessor, Wissenschaftsorganisator&amp;#039;&amp;#039;. Cyprinus, Uehlfeld 2005, ISBN 3-00-014209-6 (Dissertation, Ludwig-Maximilians-Universität München).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11607003X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Leiter der Ludwig-Maximilians-Universität München&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11607003X|LCCN=n/2006/81954|VIAF=5673067}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Demoll, Reinhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Ludwig-Maximilians-Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor des Karlsruher Instituts für Technologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Regierungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Demoll, Reinhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Zoologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Dezember 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kenzingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Mai 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kürschner</name></author>
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