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	<title>Reiner Solenander - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T07:29:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reiner_Solenander&amp;diff=663672&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Interpretix: typo</title>
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		<updated>2026-01-04T15:04:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Solenander.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Reiner Solenander&amp;#039;&amp;#039; in einem Buch von [[Heinrich Pantaleon]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reiner Solenander&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Mai]] [[1527]] in [[Büderich (Wesel)|Büderich]]; † [[5. Januar]] [[1601]] in Büderich), ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;Reiner Gathmann&amp;#039;&amp;#039;, war [[Balneologie|Badearzt]] in [[Lucca]] und [[Leibarzt]] [[Wilhelm (Jülich-Kleve-Berg)|Wilhelms des Reichen]] in Düsseldorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Sohn einer angesehenen Büdericher Bürgerfamilie besuchte Reiner Gathmann die [[Wesel]]er [[Konrad-Duden-Gymnasium Wesel|Lateinschule]]. Rektor der Schule war zu der Zeit der ebenfalls aus Büderich stammende [[Johann Pering|Johannes Peringius]]. Bereits zu dieser Zeit wurde er von Herzog [[Johann (Jülich-Kleve-Berg)|Johann III.]] von Kleve finanziell gefördert.&lt;br /&gt;
Ein Stipendium des Herzogs ermöglichte ihm, der, wie [[Melchior Adam]] schreibt, von &amp;#039;&amp;#039;ingenio felici&amp;#039;&amp;#039; (glücklicher Begabung) war, ferner ein mehrjähriges Studium in [[Löwen]], [[Bologna]], [[Pisa]], [[Rom]] und [[Neapel]]. Er [[Latinisierung|latinisierte]] seinen Namen in „Reiner(us) Solenander“, und schaltete sich mit seiner ersten Publikation &amp;#039;&amp;#039;Apologia qua Iulio Alexandrino respondetur pro Argenterio&amp;#039;&amp;#039; in den von [[Paracelsus]] und [[Andreas Vesalius|Vesalius]] ausgelösten Streit um die Bedeutung und Verbindlichkeit der Lehre des [[Galenos|Galenus]] ein. [[Giovanni Argenterio]] hatte Galenus angegriffen, [[Julius Alexandrinus]] nahm Galenus gegen diese Angriffe in Schutz. Solenander stellte sich auf die Seite des Angreifers, also der Befreiung von Galenus’ erdrückender Vormachtstellung in der bisherigen Medizin. Er kehrte später freilich zu den anerkannteren galenischen Prinzipien zurück. Er untersuchte und verglich die aus der Antike bekannten Thermalquellen von [[Ischia (Insel)|Ischia]] und wurde Badearzt in [[Lucca]]. Mit &amp;#039;&amp;#039;De caloris fontium medicatorum causa, eorumque temperatione libri duo&amp;#039;&amp;#039; wurde er zu einem frühen [[Balneologie|Balneologen]]. Unmittelbar nach dieser Veröffentlichung berief ihn 1559 Herzog Wilhelm der Reiche nach Düsseldorf, wo er neben dem acht Jahre älteren [[Johann Weyer]] als herzoglicher Leibarzt wirkte. Als [[Johannes Oporinus]] 1565 einen Brief über Paracelsus an die beiden Leibärzte richtete, wandte er sich an Solenander als den &amp;#039;&amp;#039;medicum illustrum ducis Juliacensis excellentissimum.&amp;#039;&amp;#039; 1566 erlitt der Herzog einen Schlaganfall. Solenander linderte das darauffolgende Siechtum durch diätetische Maßnahmen, musste sich aber bald auch der Geistesschwäche und [[Melancholie]] des Erbprinzen [[Johann Wilhelm (Jülich-Kleve-Berg)|Johann Wilhelm]] annehmen, die zu beheben ihm nicht gelang. Erfolgreich hingegen behandelte er ein Augenleiden des Kartographen [[Gerhard Mercator]] in Duisburg mit [[Augentroste|Augentrost]]. Solenander heiratete in Düsseldorf Maria, eine Tochter des Arztes [[Johannes Lithodius]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lotte Kosthorst: &amp;#039;&amp;#039;Gelehrte Mediziner am Niederrhein. Das Italienstudium der Ärzte am Hof Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg (1539–1592)&amp;#039;&amp;#039;. In: Kaspar Gubler, Rainer Christoph Schwinges (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gelehrte Lebenswelten im 15. und 16. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. (Repertorium Academicum Germanicum. Forschungen 2), Hochschulverlag, Zürich 2018, S. 129–156, bes. S. 142f.&amp;lt;/ref&amp;gt; (* 1510; † nach 1578).&amp;lt;ref&amp;gt;Aus Beausen (Beausaint; {{waS|Beassin}})-en-Ardenne (heute Ortsteil von [[La Roche-en-Ardenne]]), Schule in Lüttich, Studium in Köln, 1545 Magister in Wittenberg, 1545 bis 1548 Rektor in Wesel, 1553 Dr. med. in Bologna, 1554 Leibarzt für die herzoglichen Kinder in Düsseldorf; [[Edward Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Till Eulenspiegel|Eulenspiegels]] Grabstein&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Vereins für Niederdeutsche Sprachforschung&amp;#039;&amp;#039; 16 (1890), S. 110f ([https://books.google.de/books?id=8L9iBEfyAgcC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA110 Google-Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solenander und Weyer nahmen 1573 an der Brautfahrt der Prinzessin [[Marie Eleonore von Jülich-Kleve-Berg]] zu ihrer Hochzeit mit Herzog [[Albrecht Friedrich (Preußen)|Albrecht Friedrich von Preußen]] nach [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Sigmund Feyerabend]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrliche, warhaffte Beschreibung der beyder fürstlichen Heimfahrt&amp;#039;&amp;#039;. Sigmund Feyerabend, Frankfurt am Main 1576, S. 43 ([http://books.google.de/books?id=FWBWAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PT79 Google-Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1578 zog sich Johann Weyer aus dem Hofdienst zurück, sein Sohn [[Galenus Weyer]] folgte ihm nach. Von diesem, Solenander und [[Lambert Wolf]] stammt ein medizinisches Gutachten über den desolaten Gesundheitszustand Johann Wilhelms im Jahr 1589. 1592 starb Wilhelm der Reiche, 1595 zog Solenander sich nach Büderich zurück, zumal dem Nachfolger Johann Wilhelm medizinisch mit damaligen Mitteln offenkundig nicht zu helfen war. Solenander sammelte und publizierte seine medizinischen Erfahrungen in dem Werk &amp;#039;&amp;#039;Consiliorum Medicinalium sectiones quinque&amp;#039;&amp;#039;, in dem insgesamt 133 verschiedene exemplarische Fälle von Nierensteinen über Schwerhörigkeit bis zur Melancholie nach damaligem Wissen und therapeutischem Vermögen geschildert sind. Laut Melchior Adam forderte Solenander eine Verbesserung der Ausbildung des medizinischen Nachwuchses, der sich allzu oft damit begnüge, in Italien einige Rezepte zu sammeln, dann nach Hause zurückkehre und glaube, sich Arzt nennen zu dürfen. Gut paracelsisch verlangte Solenander, ein Arzt müsse die Krankheit exakt erkennen und Natur und Heilkräfte der anzuwendenden Mittel fleißig studiert haben.&lt;br /&gt;
Solenander wurde im [[Willibrordi-Dom]] zu [[Wesel]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind nach Solenander Straßen in mehreren Städten und Gemeinden benannt, z.&amp;amp;nbsp;B. im Düsseldorfer Stadtteil [[Bilk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reineri Solenandri medici Apologia qua Iulio Alexandrino respondetur pro Argenterio.&amp;#039;&amp;#039; Apud Laurentium Torrentinum, Florentiae (Florenz) 1556 ([https://books.google.de/books?id=iWBWAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PT4 Google-Books]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De caloris fontium medicatorum causa, eorumque temperatione libri duo, et Philosophis et Medicis perutiles&amp;#039;&amp;#039;. Lugduni (Lyon), Apud Joannem Franciscum de Gabiano, 1558 ([https://books.google.de/books?id=phgDSJPquacC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA1 Google-Books]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reineri Solenandri Budericensis medici Consiliorum Medicinalium, Sectio prima&amp;#039;&amp;#039;. Johannes Franciscus de Gambiano, Lyon 1560 ([https://books.google.de/books?id=O0ywwtvwQpwC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP5 Google-Books])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Consiliorum medicinalium Reineri Solenandri, Budericensis, doctoris, medici Ducis Cliuensium, &amp;amp;c. Sectiones quinque. / Quarum prima ante annos trigintaocto, à Joanne Francisco de Gabiano Lugduni edita,; &amp;amp; cum consiliis celeberrimi medici Ioannis Montani in 16 excusa.; Reliquae quatuor ab auctore jam recens additae.&amp;#039;&amp;#039; Hanouiae (Hanau), Typis Wechelianis, apud Claudium Marnium &amp;amp; heredes Ioan. Aubrii., 1609 ([https://books.google.de/books?id=cUVBAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR10 Google-Books]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Melchior Adam]]: &amp;#039;&amp;#039;Vitae germanorum medicorum.&amp;#039;&amp;#039; Heredes Jonae Rosae, Johannes Georgius Geyder, Frankfurt/Heidelberg 1620 ([http://www.uni-mannheim.de/mateo/camenaref/adam/adam2/s116.html Digitalisat])&lt;br /&gt;
* {{ADB|34|563|565|Solenander, Reiner|[[Carl Binz]]|ADB:Solenander, Reiner}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|549||Solenander, Reiner|Klemens Dieckhöfer|124555322}}&lt;br /&gt;
* Yvonne Gönster: &amp;#039;&amp;#039;Reiner Solenander. Ein Mann mit glücklicher Begabung wird Leibarzt des Herzogs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ein Gelehrten-Netzwerk im 16. Jahrhundert. Mercators Nachbarn&amp;#039;&amp;#039;. Mercator-Verlag, Duisburg 2020, ISBN 978-3-946895-31-2, S. 135–141.&lt;br /&gt;
* Petra Herzog: &amp;#039;&amp;#039;Vom Badearzt in Lucca zum Leibarzt am herzoglichen Hof: Dr. Reiner Solenander.&amp;#039;&amp;#039; In: Jahrbuch des Kreises, Wesel 2003, ISBN 3-87463-333-0.&lt;br /&gt;
* [[H. C. Erik Midelfort]]: &amp;#039;&amp;#039;Mad Princes of Renaissance Germany&amp;#039;&amp;#039;. University Press of Virginia 1996, ISBN 0-8139-1501-5.&lt;br /&gt;
* Anton Wackenbauer: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Reiner Solenander, ein niederrheinischer Arzt, Leibarzt am Düsseldorfer Hof.&amp;#039;&amp;#039; In: Düsseldorfer Jahrbuch Band 37, S. 96–140&lt;br /&gt;
* Maurits Biesbrouck, Theodoor Goddeeris, Omer Steeno: [http://www.amha-journal.com/index.php/AMHA/article/download/502/453/ Reiner Solenander (1524-1601): an important 16th century medical practitioner and his original report of Vesalius&amp;#039; death in 1564]. Acta Med Hist Adriat. 2015; S.  265–286. PMID 27604197&lt;br /&gt;
* Veit Veltzke: &amp;#039;&amp;#039;Johann Weyer und Reiner Solenander: Leibärzte und Humanisten im Dienste der letzten Herzöge von Jülich-Kleve-Berg&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wesel und die Niederrheinlande, Verknüpfte Geschichte(n) &amp;#039;&amp;#039;, Mercator-Verlag 2018, ISBN 978-3-946895-03-9&lt;br /&gt;
* UB Marburg, Handschriftensammlung, Ms. 100, Bl. 31, Petri violae vicetini (Druck, 1546). Darin handschriftlich:&amp;#039;Ephemerides Joannis Lithodii Medicinae Doctoris in privatos usus consignatus’, mit Eintrag zum Geburtstag von Solenander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|124555322}}&lt;br /&gt;
* [https://wbis.degruyter.com/biographic-document/D453-090-2 World Biographical Information System Online (WBIS): erster Eintrag zu Reiner Solenander]&lt;br /&gt;
* [https://wbis.degruyter.com/biographic-document/L048-275-0 World Biographical Information System Online (WBIS): zweiter Eintrag zu Reiner Solenander]&lt;br /&gt;
* [https://www.aerztebriefe.de/pe/00001416 Eintrag zu Solenander in der Datenbank des Würzburger Akademienprojekts &amp;quot;Frühneuzeitliche Ärztebriefe&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124555322|LCCN=no/91/13718|VIAF=74788000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Solenander, Reiner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Badearzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Büderich, Wesel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lucca)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1527]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1601]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Solenander, Reiner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gathmann, Reiner&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Badearzt in Lucca, Leibarzt von Wilhelm dem Reichen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Mai 1527&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Büderich (Wesel)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Januar 1601&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Büderich (Wesel)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Interpretix</name></author>
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