<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Reiner_F%C3%BClle</id>
	<title>Reiner Fülle - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Reiner_F%C3%BClle"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reiner_F%C3%BClle&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T11:41:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reiner_F%C3%BClle&amp;diff=1830392&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan am 13. Juni 2025 um 20:45 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reiner_F%C3%BClle&amp;diff=1830392&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-13T20:45:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reiner Paul Fülle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Dezember]] [[1938]] in [[Zwickau]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen Seidel |Titel=Mittag mit Mielke |Sammelwerk=[[Neues Deutschland]] |Datum=2016-03-03 |ISSN=0323-3375 |Seiten=17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[9. Oktober]] [[2010]]) war ein deutscher [[Agent (Nachrichtendienst)|Agent]], zunächst der [[Hauptverwaltung A]] des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS) der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und später des [[Bundesamt für Verfassungsschutz|Bundesamtes für Verfassungsschutz]] (BfV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fülle stammte aus Zwickau und lebte ab dem 20. Lebensjahr in der [[Westdeutschland|Bundesrepublik Deutschland]] zunächst in [[Baden-Baden]], dann in [[Karlsruhe]]. 1960 heiratete er, seine Ehefrau stammte aus [[Sachsen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.abendblatt.de/archive/1981/pdf/19811019.pdf/ASV_HAB_19811019_HA_008.pdf |titel=„Ich war der Atomspion für Ost-Berlin“ |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1981-10-19 |abruf=2021-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde während eines Besuchs bei Verwandten in [[Thüringen]] im Jahr 1966 als [[Inoffizieller Mitarbeiter]] der DDR-Staatssicherheit angeworben. Eigener Aussage nach bewog ihn „eine Mischung aus Abenteuerlust und Angst“ zu dieser Tätigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Er arbeitete als [[Buchhalter]] am [[Forschungszentrum Karlsruhe]], dann in der „Gesellschaft zur Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen mbH Leopoldshafen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Er verriet unter dem Decknamen &amp;#039;&amp;#039;IM Klaus&amp;#039;&amp;#039; (Reg.-Nr. XV/205/66) vorwiegend Einzelheiten aus westdeutscher [[Wiederaufarbeitung]]stechnologie. Er hielt seine Tätigkeit auch gegenüber seiner Ehefrau geheim.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Januar 1979 wurde Fülle in Zusammenhang mit den Aussagen [[Werner Stiller]]s, eines MfS-[[Überläufer]]s, verhaftet. Bei Überstellung von Karlsruhe zur Vernehmung nach Bonn konnte Fülle am darauffolgenden Tag entkommen, als der ihn begleitende [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|BKA]]-Beamte bei Glatteis ausrutschte. Fülle war zudem entgegen den Dienstvorschriften nur von einem Beamten begleitet und nicht gefesselt gewesen. Nachdem er sich drei Tage lang&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; in der [[Staatliche Kunsthalle Karlsruhe|Kunsthalle Karlsruhe]] versteckt gehalten hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Grasskamp: [https://books.google.de/books?id=rAHDWwnbINUC&amp;amp;pg=PA148&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Sonderbare Museumsbesuche&amp;#039;&amp;#039;.] C.H.Beck, 2006, S. 148 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; entkam er nach Baden-Baden und wurde von Helfern der [[Militärverbindungsmission#Sowjetische Militärverbindungsmissionen (SMM)|Sowjetischen Militärverbindungsmission]] in der Zeppelinstraße 19 in einer Holzkiste über den Grenzübergang [[Herleshausen]] in die DDR gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Behling: &amp;#039;&amp;#039;Spione in Uniform: die Alliierten Militärmissionen in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Hohenheim, 2004, S. 125–127&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Flucht trug ihm in den bundesdeutschen Medien den Spottnamen &amp;#039;&amp;#039;Glatteisspion&amp;#039;&amp;#039; ein. Ihm wurde von [[Erich Mielke]] als „Zeichen der Anerkennung hervorragender militärischer Verdienste“ der [[Kampforden „Für Verdienste um Volk und Vaterland“|Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland]] in Gold verliehen. Eigener Aussage nach musste er Mielke sein Ehrenwort geben, mit niemandem über seinen Fluchtweg zu sprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.abendblatt.de/archive/1981/pdf/19811020.pdf/ASV_HAB_19811020_HA_013.pdf |titel=„Ich war der Atom-Spion für Ost-Berlin“ |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1981-10-20 |abruf=2021-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wurde Fülle ebenfalls mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Gold ausgezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.abendblatt.de/archive/1981/pdf/19811024.pdf/ASV_HAB_19811024_HA_008.pdf |titel=„Ich war der Atomspion für Ost-Berlin“ |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1981-10-24 |abruf=2021-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigenen Angaben nach lebte er „für DDR-Verhältnisse wie eine Made im Speck“, ließ sich vom Ministerium für Staatssicherheit unter anderem zwei Autos, zwei Motorboote sowie ein Stipendium für ein Hochschulstudium bezahlen. Fülle war in der DDR als Vortragsredner unterwegs und berichtete bei Schulungsveranstaltungen über seine frühere &amp;#039;&amp;#039;Kundschaftertätigkeit&amp;#039;&amp;#039; im Westen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Weil er lange Zeit Material über den DDR-Sicherheitsapparat nach Köln lieferte, organisierte das BfV die „Operation Veronika“ und ermöglichte ihm die Rückkehr in den Westen. Mit falschen Papieren auf den Namen „Hermann Sander“ und einem Flugticket Budapest–Athen–Frankfurt/Main ausgestattet, kehrte Fülle am 5. September 1981 zurück. Das [[Oberlandesgericht Stuttgart]] verurteilte ihn später wegen Landesverrats zu sechs Jahren [[Freiheitsstrafe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heiner Emde: &amp;#039;&amp;#039;Spionage und Abwehr in der Bundesrepublik Deutschland von 1979 bis heute&amp;#039;&amp;#039;, Bastei-Lübbe Taschenbuch, ISBN 3-404-65071-9&lt;br /&gt;
* [[Hansjoachim Tiedge]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Überläufer. Eine Lebensbeichte&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Das Neue Berlin, 1998, ISBN 3-360-00863-4&lt;br /&gt;
* [[Helmut Roewer]], Stefan Schäfer, [[Matthias Uhl]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der Geheimdienste im 20. Jahrhundert]].&amp;#039;&amp;#039; Herbig, München 2003, ISBN 3-7766-2317-9, S. 154 ff.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Müller-Enbergs]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit.&amp;#039;&amp;#039; Band. 2. Links, Berlin 1996, S. 190&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Hinse]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Glatteisagent – Eine Geschichte aus der Zeit des Kalten Krieges&amp;#039;&amp;#039;. Edition digital, Pinnow 2015, ISBN 978-3-95655-252-6&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=13508496|Titel=Tätige Reue|Jahr=1984|Nr=2|Seiten= |Kommentar=Bericht zum Prozessauftakt gegen Fülle}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.abendblatt.de/archiv/article.php?xmlurl=/ha/1981/xml/19811019xml/habxml811012_2260.xml | wayback=20140808054952 | text=&amp;#039;&amp;#039;Ich war der Atomspion für Ost-Berlin&amp;#039;&amp;#039;.}} &amp;#039;&amp;#039;[[Hamburger Abendblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. Oktober 1981, S. 8; Schilderungen Reiner Fülles.&lt;br /&gt;
* [https://dserver.bundestag.de/btd/10/014/1001413.pdf Kleine Anfrage zum Fall &amp;#039;&amp;#039;DDR-Agent Reiner Paul Fülle&amp;#039;&amp;#039; an den deutschen Bundestag] (PDF; 209&amp;amp;nbsp;kB). 4. Mai 1984. [[Bundesdrucksache]] 10/1413&lt;br /&gt;
* [[Werner Stiller]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Doppelagent - Autobiographie&amp;#039;&amp;#039;, Rotbuch Verlag, Berlin, 1. Auflage (2013), ISBN 978-3-86789-192-9: Darin folgende Seiten zu IM &amp;#039;&amp;#039;Klaus&amp;#039;&amp;#039;: S. 120, S. 134, S. 139, S. 150, S. 155, S. 165, S. 178 f., S. 234.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=SWvMrNc3fz0 &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsspionage der DDR&amp;#039;&amp;#039;], Film (MDR, 2017, Kopie auf YouTube), Filmsequenz von Minute 31 bis Minute 36 des Films: [[Werner Stiller]] alias Peter Fischer berichtet über Reiner Fülles Spionagetätigkeit am [[Karlsruher Institut für Technologie#Geschichte des Forschungszentrums Karlsruhe|Kernforschungszentrum Karlsruhe (KfK)]].&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/ger-bt-drucksache-10-1413/1001413_djvu.txt Kleine Anfrage] der Abgeordneten [[Erika Hickel]] im Bundestag, Drucksache 10/1413 vom 04.05.84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2022-01-17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fulle, Reiner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Doppelagent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agent für das Ministerium für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bundesamt für Verfassungsschutz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Spionage)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersiedler in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fülle, Reiner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fülle, Reiner Paul (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Agent der Hauptverwaltung A des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Dezember 1938&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zwickau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Oktober 2010&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
	</entry>
</feed>