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	<title>Reifikation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T00:36:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reifikation&amp;diff=345949&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tristram: https://psychologyconcepts.com/the-fallacy-of-misplaced-concreteness-or-reification/ , https://de.wikipedia.org/wiki/Fallacy_of_misplaced_concreteness , https://www.gettextbooks.de/isbn/9780684836393/?arrives=2</title>
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		<updated>2025-02-03T18:32:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https://psychologyconcepts.com/the-fallacy-of-misplaced-concreteness-or-reification/ , https://de.wikipedia.org/wiki/Fallacy_of_misplaced_concreteness , https://www.gettextbooks.de/isbn/9780684836393/?arrives=2&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reifikation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˌʀeːʔifikaˈʦjoːn}}] (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reifizierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, von {{laS|&amp;#039;&amp;#039;res&amp;#039;&amp;#039;}} „Sache“ und &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|facere}}&amp;#039;&amp;#039; „machen“) bedeutet „Vergegenständlichung“, d.&amp;amp;nbsp;h. die Behandlung einer Vorstellung, einer metaphorischen Benennung oder eines Ausdrucks für einen komplexen Zusammenhang, als würde ein konkreter Sachverhalt oder Gegenstand beschrieben werden. Beispiel: „Sein Gewissen hielt ihn davon ab, in diesen Zug zu steigen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
{{unvollständig}}&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Theorien benutzen nach ihrer Funktion unterscheidbare Begriffsklassen, z. B. deskriptive Ausdrücke, [[Konstrukt]]e, [[Indikator (Sozialwissenschaften)|Indikatoren]], [[intervenierende Variable]]n usw., wobei es zu dem Fehler kommen kann, die Funktionen zu verwechseln. Wenn z. B. [[Sigmund Freud|Freud]] den Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Über-Ich]]&amp;#039;&amp;#039; als „Notationshilfe“ einführt, um über Hemmungen zu sprechen, darf diesem Über-Ich keine kausale Wirkung zugesprochen werden („Das Über-Ich ist schuld daran, dass X. sich so gehemmt verhält“).&amp;lt;ref&amp;gt;A. Kaplan (1964): &amp;#039;&amp;#039;The Conduct of Inquiry: Methodology for Behavioral Science&amp;#039;&amp;#039;, Chandler, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Alfred North Whitehead]] hatte bereits 1925 in &amp;#039;&amp;#039;„Science and the Modern World“&amp;#039;&amp;#039; sowie 1929 in &amp;#039;&amp;#039;„Process and Reality“&amp;#039;&amp;#039; vor dem „Fehlschluss der deplatzierten Konkretheit“ –   &amp;#039;&amp;#039;[[Fallacy of misplaced concreteness|The Fallacy of Misplaced Concreteness or Reification]]&amp;#039;&amp;#039; gewarnt. Er bezog sich dabei auf die Verwechslung des Konkreten durch das Abstrakte, nämlich abstrakte Konzepte für genaue Beschreibungen der Realität zu halten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfred North Whitehead |Titel=Science and the Modern World |Verlag=New York: Free Press |Hrsg=[[Talcott Parsons]] |Jahr=2010 |ISBN=978-0-684-83639-3 |Seiten=52, 58}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat | Text=Reifikation ist mehr als eine metaphysische Sünde, es ist eine logische Sünde. Es ist der Fehler, eine Notationshilfe zu behandeln, als sei es ein substantivischer [[Begriff (Philosophie)|Begriff]], was ich Konstrukt genannt habe, als sei es beobachtbar, einen theoretischen Ausdruck, als sei es ein Konstrukt oder indirekt beobachtbar. | Autor=Abraham Kaplan | Quelle=The Conduct of Inquiry, Chandler 1964}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Soziologie]] werden durch die Reifikation abstrakte Begriffe wie beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Identität&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Einstellung&amp;#039;&amp;#039; mit Hilfe einzelner [[Indikator (Sozialwissenschaften)|Indikatoren]] so [[Operationalisierung|operationalisiert]], dass man auf sie Bezug nehmen und sie [[Messung|messbar]] machen kann. Daraus ergibt sich aber häufig eine Fehlannahme oder ein Fehlschluss, der ebenfalls als Reifikation verstanden wird: Verdinglichte [[Entwurf|Konzepte]] stellen also oft selbst etwas dar, was sie eigentlich nur abstrakt beschreiben sollten. Der abstrahierte Begriff erscheint dann als Realität (siehe [[Thomas-Theorem]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem tritt dann auf, wenn [[Hypothese|hypothetische]] [[Modell]]e für real gehalten werden. Begriffe wie „der Islam“, „der Markt“ oder „die Demokratie“ fallen darunter. Werden diese Begriffe im Laufe der Zeit in den allgemeinen Sprach- und Denkgebrauch übernommen, erschaffen sie eine Wirklichkeit, die es tatsächlich so nicht gibt. In diesem Beispiel wäre es: ein typisches Argument der [[Ideologiekritik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Peter L. Berger|Berger]] und [[Thomas Luckmann|Luckmann]] definieren Reifikation wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Reifikation ist, die Produkte menschlicher Aktivität so zu verstehen, als wären sie etwas anderes als menschliche Produkte – wie etwa Gegebenheiten der Natur, Auswirkungen kosmischer Gesetze oder Manifestationen eines göttlichen Willens.|Peter Berger, Thomas Luckmann&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Berger, Thomas Luckmann |Titel=The Social Construction of Reality |Verlag=Doubleday |Jahr=1966 |Seiten=82 |Online=[https://www.mediamanual.at/mediamanual/workshop/kommunikation/bedeutung/wirklichkeit03.php Quelle] }}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Informatik ==&lt;br /&gt;
In der informatischen [[Ontologie (Informatik)|Ontologieerstellung]] beschreibt „Reifizierung“ die Umwandlungen von [[Relation (Philosophie)|Relationen]] zu [[Klasse (objektorientierte Programmierung)|Ontologieklassen]]. In [[Resource Description Framework|RDF]] gibt es beispielsweise die Möglichkeit, dass das Objekt eines Subjekt-Prädikat-Objekt-[[Tupel (Informatik)|Tripels]] wiederum solch ein Tripel ist („eine Aussage über eine Aussage“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Verdinglichung]]&lt;br /&gt;
* [[Hypostasierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logischer Fehlschluss]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semantik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semantisches Web]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tristram</name></author>
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