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	<title>Reichwalde - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reichwalde&amp;diff=1260574&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florean Fortescue: Änderung 241752522 von Scholless rückgängig gemacht; Ich hatte mich bei Arndt vertan. Es war natürlich das Reichwalde in der Niederlausitz. Habe es im Personenartikel auch geändert.</title>
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		<updated>2024-02-01T09:42:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/241752522&quot; title=&quot;Spezial:Diff/241752522&quot;&gt;241752522&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Scholless&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Scholless&quot;&gt;Scholless&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Ich hatte mich bei Arndt vertan. Es war natürlich das Reichwalde in der Niederlausitz. Habe es im Personenartikel auch geändert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Ortsteil Reichwalde der Gemeinde Boxberg in Ostsachsen. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Reichwalde (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Alternativname         = {{lang|hsb|Rychwałd}}&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Boxberg/O.L.&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/22/50/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 14/39/45/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 136&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 14.87&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 508&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2020-11-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;[https://boxberg-ol.de/de/boxberg-ortsteile/ortsteile/reichwalde.html &amp;#039;&amp;#039;Ortsteile – Reichwalde.&amp;#039;&amp;#039;] Gemeinde Boxberg/O.L., abgerufen am 27. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1999-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 02943&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 035774&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichwalde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{OrtsnSorb|hsb|Rychwałd|Audio=Rychwałd.ogg}}, ist der östlichste Ortsteil der Gemeinde [[Boxberg/O.L.]] im [[Landkreis Görlitz]] in Ostsachsen. Der Ort zählt zum offiziellen [[Sorbisches Siedlungsgebiet|sorbischen Siedlungsgebiet]] in der [[Oberlausitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Reichwalde ist umgeben vom [[Tagebau Reichwalde]] im Norden, [[Nappatsch|Altliebel (Nappatsch)]] im Osten, [[Kreba]] und [[Tschernske]] im Süden, [[Klein-Radisch]] und [[Dürrbach (Boxberg)|Dürrbach]] im Südwesten und [[Kringelsdorf]] im Westen. Vor dem Aufschluss des Tagebaus Reichwalde lagen die Orte [[Schadendorf (Wüstung)|Schadendorf]] im Nordwesten, [[Wunscha]] im Norden, [[Publick]], [[Zweibrücken (Rietschen)|Zweibrücken]] und [[Mocholz]] im Nordosten sowie [[Altliebel]] und die Reichwalder Ziegelei im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Reichwalde verläuft die [[Liste der Staatsstraßen in Sachsen bis zur S 199#S 131|Staatsstraße&amp;amp;nbsp;131]] ([[Boxberg (Oberlausitz)|Boxberg]]–[[Rietschen]]), von der im Ort die [[Liste der Staatsstraßen in Sachsen bis zur S 199#S 153|Staatsstraße&amp;amp;nbsp;153]] nach Kreba abzweigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus östlicher Richtung fließt südlich des Dorfes der [[Schwarzer Schöps|Schwarze Schöps]]. Ursprünglich vereinigten sich der [[Weißer Schöps|Weiße]] und der Schwarze Schöps zwischen Reichwalde und Kringelsdorf. Nach zweimaliger Verlegung des Flussbetts (erst nördlich des entlang Tagebaus, seit 2014 südlich davon) des Weißen Schöps mündet dieser seitdem am südlichen Ortsrand von Reichwalde in den Schwarzen Schöps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Erste Besiedlung ab dem 13. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Bei umfangreichen archäologischen Ausgrabungen von 1993 bis 2001 sind in der Gemarkung mehrere urzeitliche Siedlungsplätze freigelegt worden, darunter die bisher ältesten der östlichen Oberlausitz. Neben Werk- und Siedlungsplätzen der [[Mittelsteinzeit]] und einigen Funden aus der [[Jungsteinzeit]] ist auch ein [[Eiszeitalter|späteiszeitlicher]] Wald Ergebnis der Grabungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichwaldes Siedlungsform als [[Platzdorf]] lässt auf eine deutsche Siedlungsgründung während der zweiten Phase der [[Deutsche Ostkolonisation|deutschen Ostkolonisation]] im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert schließen. Urkundlich erstmals erwähnt wurde &amp;#039;&amp;#039;Rychenwald&amp;#039;&amp;#039; 1364, bereits 1394 war ein Rittergut nachweisbar (&amp;#039;&amp;#039;Apeczko residem in Richenwalde&amp;#039;&amp;#039;), das 1399 der Familie [[Metzradt|von Metzradt]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 14. und 15. Jahrhundert war die Südgrenze der [[Herrschaft Muskau]] noch nicht in der Linie des Schwarzen und des Weißen Schöpses gefestigt, so dass es auch in Reichwalde zu Reibereien mit den Muskauer Herren kam. Nach einer Bitte schickte der Görlitzer Rat den Reichwaldern 1419 acht Schützen zu Hilfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch die [[Merzdorf (Oberlausitz)|Merzdorfer]] war die [[Kirche Reichwalde|Reichwalder Kirche]] ursprünglich eine [[Filialkirche]] der [[Kirche Klitten|Klittener Pfarrkirche]]. Die Ordination eines evangelischen Pfarrers wurde 1527 in einer Wittenberger [[Matrikel]] genannt. Der erste Lehrer und Kirchenchronist unterrichtete ab 1688.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 17. bis 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Kurz vor Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] (1618–1648) fing 1644 ein Haus beim Brotbacken Feuer, das sich rasch ausbreitete und die Hälfte der Bauernhäuser samt der Schenke einäscherte. Ähnlich schwere Brände erlebte Reichwalde 1760, als das Oberdorf abbrannte, und 1868, als zwölf Gebäude ein Opfer der Flammen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei [[Kürassier]]e, die nach der [[Schlacht bei Kesselsdorf]] auf Heimaturlaub kamen, brachten 1745 die ersten [[Kartoffel]]n ins Dorf. Die bis dahin unbekannte Frucht wurde anfangs roh in Scheiben geschnitten und wie Käse auf Brot gegessen, was jedoch sehr unbekömmlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichwalde Kirche (6).JPG|mini|hochkant|Kirche aus dem Jahr 1747]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1747 wurde die alte Holzkirche durch einen massiven Neubau ersetzt. Die Menschen aus den Nachbarorten [[Publick]] und [[Wunscha]] gehörten zur Reichwalder Kirchengemeinde, seit 1825 war auch [[Schadendorf (Wüstung)|Schadendorf]] hierher gepfarrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ludwig Reichsgraf von Pückler]], Vater des späteren Fürsten [[Hermann von Pückler-Muskau]] und von 1798 bis zu seinem Tod im Jahr 1811 Muskauer Standesherr, kaufte im Dürrejahr 1804 das Gut Reichwalde zu einem relativ günstigen Preis. Dadurch kam Reichwalde zum zweiten Mal an die Standesherrschaft Muskau, nachdem bereits [[Kurt Reinicke von Callenberg]] um 1650 kurzzeitig im Besitz des Gutes war. Pückler ließ 1804 die Kirche und ihren Turm ausbessern. Vor 1840 wurde das als Erbgut für die Schwestern des Fürsten gekaufte Gut Reichwalde schuldenhalber wieder verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Befreiungskriege]]n konnte das [[Königreich Preußen]] dem [[Königreich Sachsen]] große Landesteile abringen, weswegen Reichwalde 1815 mit der nordöstlichen Oberlausitz an Preußen kam. Im Folgejahr wurde es dem neugegründeten [[Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.)|Landkreis Rothenburg]] ([[Provinz Schlesien]]) unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 215 Hektar bestand knapp ein Viertel der Flächen des Ritterguts aus Teichen, die zur intensiven Karpfenzucht genutzt wurden. Im Jahr 1836 verlieh der Landesherr der Gemeinde das Marktrecht und seitdem fanden jährlich bis zu drei Vieh- und Krammärkte statt. Dadurch siedelten sich neben den Bauern auch Handwerker und Händler an, so dass Reichwalde recht bald über eine Brauerei, eine Dampfbrennerei, eine Ziegelei, einige Mühlen, mehrere Webstühle und fünf Wirtshäuser verfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da im östlich benachbarten Kirchspiel [[Daubitz]] nur noch deutsch ge[[predigt]] wurde, wurden 1858 die überwiegend sorbischen Dörfer [[Altliebel]], [[Mocholz]], [[Nappatsch]], [[Viereichen]] und Zweibrücken nach Reichwalde umgepfarrt, da sich dort jeden Sonntag nach dem deutschen ein sorbischer Gottesdienst anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blitzschlag beschädigte 1874 das Kircheninnere. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] musste die Kirche 1917 ihre Bronzeglocken als [[Metallspende des deutschen Volkes|Kriegsmetallspende]] abliefern. Aus dem Ort [[Kirche Kreba|Kreba]] lieh sich die Gemeinde eine andere Glocke. Im August 1924 konnten drei neue Bronzeglocken geweiht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert bis 1990 ===&lt;br /&gt;
Östlich des Ortes wurde im beginnenden 20. Jahrhundert bei der ehemaligen Reichwalder Ziegelei Braunkohle abgebaut. Die Dörfer [[Eselsberg (Kringelsdorf)|Eselsberg]], Kringelsdorf, [[Wilhelmsfeld (Kringelsdorf)|Wilhelmsfeld]] gründeten zusammen mit Reichwalde im September 1921 eine Stromversorgungsgenossenschaft, die ab Winter 1922 die erste elektrische Beleuchtung ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden im Herrenhaus des Ritterguts Teile der [[Fieseler Fi 103|V1-]] und [[Aggregat 4|V2-Raketen]] montiert. Als die Ostfront sich in den letzten Kriegswochen in die Lausitz verlagerte, brannte die Kirche am 19.&amp;amp;nbsp;April 1945 aus&amp;lt;!--Ursache? Selbstentzündung?--&amp;gt;. 1948/1949 wurde sie repariert und wieder eingeweiht. Auf dem Kirchhof errichtete man den Opfern beider Kriege die [[Gefallenendenkmale Reichwalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Bodenreform in Deutschland#Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945|Bodenreform]] wurde der Gutsbesitz 1945 enteignet und neu aufgeteilt. Im Herrenhaus fanden ein [[Kindergarten]] und eine Schule Platz, auch Wohnräume wurden darin eingerichtet. Im März 1959 gründete sich eine [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft]] (LPG), der 1960 alle bis auf zwei Bauern beigetreten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekanntgabe, dass rund zwei Drittel von Reichwalde, darunter auch Kirche und Schule, einem Tagebau weichen müssen, sorgte für einen bald einsetzenden Bevölkerungsrückgang. Nach dem Bau des neuen Schulkomplexes in [[Boxberg (Oberlausitz)|Boxberg]] wurde die Reichwalder Schule geschlossen, im Gebäude wurde eine &amp;#039;&amp;#039;Station Junger Touristen&amp;#039;&amp;#039; untergebracht.&lt;br /&gt;
Die Grundwasserabsenkung im Vorfeld des Aufschlusses des [[Tagebau Reichwalde|Tagebaus Reichwalde]] machte im Jahr 1977 den Anschluss des gesamten Dorf ans zentrale Trinkwassernetz notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 1990 ===&lt;br /&gt;
Die geänderte politische und wirtschaftliche Lage in der [[Wende (DDR)|Wendezeit]] verhinderte das Abbaggern, so dass dem Ort das Schicksal [[Nochten]]s erspart blieb. Der Tagebau wurde an Reichwalde vorbeigeführt. Daraufhin hob die Landesregierung das Bergbauschutzgesetz auf und erklärte Reichwalde zum Förderdorf. Das alte Herrenhaus konnte saniert und ein Landschulheim darin eingerichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit den Gemeinden [[Klitten]] und [[Kreba-Neudorf]] ([[Kreis Niesky]]) bildete Reichwalde ([[Kreis Weißwasser]]) am 1.&amp;amp;nbsp;April 1994, vier Monate vor der Gründung des [[Niederschlesischer Oberlausitzkreis|Niederschlesischen Oberlausitzkreises]], den [[Verwaltungsverband Heidedörfer]]. Zum 1. Januar 1999 schied Reichwalde aus dem Verband aus und gelangte als sechster Ortsteil zur Gemeinde Boxberg.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung.html StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1825&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot; /&amp;gt;||align=right| 510&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1863&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatbuch NOL&amp;quot; /&amp;gt;||align=right| 602&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 ||align=right| 726&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885 ||align=right| 663&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 ||align=right| 695&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 ||align=right| 792&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 ||align=right| 722&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1946 ||align=right| 897&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 ||align=right| 868&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1956 ||align=right| 926&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1964 ||align=right| 855&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1971 ||align=right| 799&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1988 ||align=right| 576&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&amp;lt;ref name=&amp;quot;Regioreg&amp;quot; /&amp;gt;||align=right| 551&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1995 ||align=right| 667&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998 ||align=right| 642&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2002 ||align=right| 625&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007&amp;lt;ref name=&amp;quot;MA Boxberg&amp;quot; /&amp;gt;||align=right| 567&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 ||align=right| 558&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 ||align=right| 508&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1777 wirtschafteten in Reichwalde 11 [[Hufner|besessene Mann]], 10 [[Gärtner#Der Gärtner als Kleinbauer|Gärtner]] und 36 [[Häusler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Volkszählung von 1825 bis zur Reichsgründung wuchs die Bevölkerung auf fast das Anderthalbfache (von 510 auf 726 Einwohner). Danach schwankte die Bevölkerungsgröße ein wenig, während 1885 noch rund 660 Einwohner gezählt wurden, waren es 1925 fast 800 und 1939 nur noch etwa 720. Nach dem Krieg wuchs die Gemeinde auf über 850 Einwohner an und überschritt bald  die Marke von 900 Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den drohenden Tagebau war der Bevölkerungsrückgang in den nächsten Jahrzehnten stärker als in anderen Orten, so dass die Bevölkerung bis 1990 um rund ein Drittel schrumpfte. Durch verstärkten Neubau von Eigenheimen wuchs die Zahl nach der Wende innerhalb von fünf Jahren um rund 20 Prozent (über 100 Einwohner), danach setzte auch in Reichwalde der langsame Rückgang ein, der in vielen Gemeinden der Umgebung zu sehen war und ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichwalde ist ein ursprünglich [[Sorben|sorbischer]] Ort, in dem auch sorbisch gesprochen wurde. Von den 625 Einwohnern, die der Ort 1884 hatte, bezeichneten sich 505 (80,8 Prozent) als Sorben. Laut [[Arnošt Muka]], der für diese Statistik den Ort aufsuchte, waren alle deutschen Einwohner Reichwaldes der sorbischen Sprache mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der zunehmenden Germanisierung und Industrialisierung in der ersten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts stieg der deutsche Bevölkerungsanteil, so dass sich 1956 nur noch 184 der 926 Einwohner (19,9 Prozent) als Sorben bezeichneten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SDVIII&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Der Ortsname, 1364 und 1404 als &amp;#039;&amp;#039;Rychenwald&amp;#039;&amp;#039;, 1394 als &amp;#039;&amp;#039;Richenwalde&amp;#039;&amp;#039;, 1430 und 1463 als &amp;#039;&amp;#039;Reichinwalde&amp;#039;&amp;#039; und 1569 als &amp;#039;&amp;#039;Reichwalde&amp;#039;&amp;#039; belegt, bezeichnet entweder eine ertragreiche Waldsiedlung oder die in einem Wald gelegene Siedlung eines Rīcho.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sorbische Name ist eine Sorabisierung des deutschen Namens, der unter anderem 1767 als &amp;#039;&amp;#039;{{lang|hsb|Richwałd}}&amp;#039;&amp;#039;, 1800 als &amp;#039;&amp;#039;{{lang|hsb|Rychwald}}&amp;#039;&amp;#039; und 1843 in seiner heutigen Form &amp;#039;&amp;#039;{{lang|hsb|Rychwałd}}&amp;#039;&amp;#039; nachgewiesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
In der Kirche fanden lange Zeit sorbische Gottesdienste statt, weswegen sich die sorbische Sprache in Reichwalde länger als anderswo halten konnte. Im Jahr 1891 sprachen drei Viertel der Schüler sorbisch, obwohl der Schulunterricht auf Anordnung der preußischen Regierung nur in deutscher Sprache gehalten werden durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sorbische Sprache findet im 21. Jahrhundert kaum noch Anwendung im Alltag, ist aber Bestandteil der Identität der sorbischen Bevölkerung. Gemeinsam mit dem (inzwischen [[Devastierung|devastierten]]) [[Wunscha]] hatte Reichwalde eine Mundart aufzuweisen, die zum nordöstlichen Heidedialekt der obersorbischen Sprache gehört. Das Sprachgebiet dieser Mundart umfasste auch [[Kringelsdorf]] im Westen und [[Mocholz]] im Osten. Im Nordwesten schließt sich der [[Nochtener Dialekt]] und im Norden der [[Muskauer Dialekt]] an. Die beiden Übergangsdialekte wirkten sich dabei so aus, dass die Reichwalder Mundart einige Eigenheiten gegenüber den anderen obersorbischen Dialekten herausbildete. So fehlen gebräuchliche obersorbische Bezeichnungen wie {{lang|hsb|pjeršč}} (‚[[Mutterboden]]‘) oder {{lang|hsb|zaportk}} (‚verdorbenes Ei‘), während Begriffe der Übergangsdialekte wie {{lang|wen|dobotk}} (‚Vieh‘, obersorbisch {{lang|hsb|skót}}) verwendet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SDVIII&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museen ==&lt;br /&gt;
2003 öffnete das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geländewagenmuseum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;!-- FETT wegen der Weiterleitung, siehe [[Wikipedia:Weiterleitung#Ergänzung im Zielartikel]]--&amp;gt; Es stellt rund 22 [[Geländewagen]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Lammersdorf: &amp;#039;&amp;#039;Oldtimermuseen in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Johann Kleine Vennekate-Verlag, Lemgo 2014, ISBN 3-935517-06-8, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gelaendewagenmuseum.de/ &amp;#039;&amp;#039;1. Technische Schauanlage für Kübel- und Geländewagen Reichwalde e. V.&amp;#039;&amp;#039;] In gelaendewagenmuseum.de, abgerufen am 19. November 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekannt sind [[GAZ-69]], [[IFA P2M]], [[IFA P3]], [[Land Rover Series I]], [[LuAZ-967]], [[Moskwitsch-410]], [[Tempo G 1200]], [[Toyota Land Cruiser]], [[UAZ-3151]] und [[VW Typ 82]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises. |Verlag=Lusatia Verlag |Ort=Bautzen |Jahr=2006 |ISBN=978-3-929091-96-0 |Seiten=266&amp;amp;nbsp;f}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Robert Pohl (Heimatforscher)|Robert Pohl]] |Titel=Heimatbuch des Kreises Rothenburg O.-L. für Schule und Haus |Verlag=Buchdruckerei Emil Hampel |Ort=Weißwasser O.-L. |Jahr=1924 |Seiten=207&amp;amp;nbsp;ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußnoten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;{{HOV}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatbuch NOL&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Von der Muskauer Heide zum Rotstein&amp;#039;&amp;#039;, S. 266.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;ref name=&amp;quot;Regioreg&amp;quot;&amp;gt;{{Regionalregister Sachsen|idReg=13696|Abruf=2009-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;ref name=&amp;quot;MA Boxberg&amp;quot;&amp;gt;Angabe des Einwohnermeldeamtes Boxberg/O.L.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;ref name=&amp;quot;SDVIII&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Helmut Faßke]], [[Siegfried Michalk]] |Titel=Sorbische Dialekte VIII: Reichwalde und Wunscha, Kreis Weißwasser |Verlag=Domowina-Verlag |Ort=Bautzen |Jahr=1970}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reichwalde/Rychwałd}}&lt;br /&gt;
* [https://boxberg-ol.de/de/boxberg-ortsteile/ortsteile/reichwalde.html Website Gemeinde Boxberg/O.L. – Ortsteil Reichwalde]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortschaften in der Gemeinde Boxberg/O.L.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7539543-5|VIAF=234808663}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Görlitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Görlitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Boxberg/O.L.)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1364]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1999]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florean Fortescue</name></author>
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