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	<title>Reichssturmfahne - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reichssturmfahne&amp;diff=729251&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T11:56:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bern Münster Passionsfenster detail3.jpg|mini|hochkant|Bannerträger mit der Reichssturmfahne; Chorfenster im [[Berner Münster]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlacht bei Mühldorf3.jpg|mini|hochkant|Bannerträger neben dem König in der Darstellung einer Heidenschlacht Kaiser [[Karl der Große|Karls des Großen]] von 1334]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1336 Württ Wappen Reichssturmfahne B96..jpg|mini|hochkant|Wappen Graf Ulrichs III. mit der 1336 zusammen mit &amp;#039;&amp;#039;Grüningen&amp;#039;&amp;#039; erworbenen Reichssturmfahne]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1495 Eberhard Reichssturmfahne MG1987.jpg|mini|hochkant|Herzog Eberhard I. von Württemberg mit der Reichssturmfahne (1495)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Württembergisches Wappen am Pfarrhaus in Markgröningen.jpg|mini|hochkant|Herzogswappen mit den Herrschaften Württemberg, Teck, Grüningen und Mömpelgard am Pfarrhaus in Markgröningen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Ludwigsburg COA.svg|mini|hochkant|1718 musste &amp;#039;&amp;#039;Grüningen&amp;#039;&amp;#039; die Reichssturmfahne an die neugegründete Residenz [[Ludwigsburg]] abtreten, die sie (allerdings ohne den roten [[Wimpel|Schwenkel]]) auch als Stadtwappen übernahm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:117Chur-Württembergische Hoheit.jpg|mini|hochkant|Württembergische Hoheitstafel von 1805 mit kurfürstlichem Herzschild, die die Reichssturmfahne als Symbol des &amp;#039;&amp;#039;Erzbanneramts&amp;#039;&amp;#039; hervorhebt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Deutsches Reich - Königreich Württemberg (Grosses).jpg|mini|hochkant|Großes Königswappen (1871) mit drei Reichssturmfahnen. Die im Wappen steht für die Grafschaft Gröningen; eine hält der Staufer-Löwe, die andere der Württemberger Hirsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichssturmfahne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine ursprünglich im Krieg als [[Feldzeichen]] des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] geführte Reiter[[fahne]]. Die deutschen Könige vergaben sie zusammen mit Grafschaft, Burg und Stadt [[Stadtgeschichte von Grüningen|Grüningen]] vorzugsweise an schwäbische Edle als Reichslehen, weil die Schwaben von alters her das [[Vorstreit|Vorstrittrecht]] innehatten. 1336 ging die Reichssturmfahne mit [[Reichsburg Grüningen|Burg]], Stadt und allem, was zum heutigen [[Markgröningen]] gehörte, endgültig als [[Erblehen]] an die [[Haus Württemberg|Grafen von Württemberg]], die der damit verknüpften Funktion nur anfangs nachkamen, sich jedoch bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert damit schmückten und auch als Herzog, Kurfürst oder König noch den Nebentitel &amp;#039;&amp;#039;Graf von Grüningen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Graf zu Gröningen&amp;#039;&amp;#039; führten. Laut Angaben des Stadtarchivs Markgröningen ist über den Verbleib der Reichssturmfahne nichts bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hinweis des Stadtarchivs Markgröningen unter [https://www.markgroeningen.de/index.php?id=74&amp;amp;L=0 &amp;#039;&amp;#039;Häufig gefragt.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
=== Reichssturmfahne ===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Reichssturmfahne mit Wimpel gold2.jpg|x62px]]&lt;br /&gt;
| Als Reiter[[standarte]] zeigte die ursprünglich quadratische Reichssturmfahne wie das [[Reichsbanner des Heiligen Römischen Reiches|Reichsbanner]] den schwarzen [[Reichsadler]] in goldenem Feld und hatte oben einen fest mit dem Banner verbundenen, langen roten „[[Wimpel|Schwenkel]]“. Später wurde sie auch mit einem doppelköpfigen Adler abgebildet. Oder um 1692 kurzfristig mit einem schwarzen Adler in blauem Feld, als die [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg|Herzöge von Braunschweig-Lüneburg]] das Amt des Reichssturmfähnrichs zur Begründung der [[Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|neunten Kur]] beanspruchten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers Fahne&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Fahne+%5B1%5D &amp;#039;&amp;#039;Fahne&amp;#039;&amp;#039;] [1]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6. Leipzig 1906, S. 267–268 ([[Zeno.org]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Standarten im Heiligen Römischen Reich ===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Reichsrennfahne heraldic.svg|45px]]&lt;br /&gt;
|Die Reichssturmfahne ist von der &amp;#039;&amp;#039;[[Reichsrennfahne]]&amp;#039;&amp;#039;, einer schwarz-weiß geteilten Standarte mit gekreuzten roten Schwertern, zu unterscheiden. Neben dem [[Reichsschwert]] hatte der [[Reichsmarschall#Heiliges Römisches Reich|Reichsmarschall]] die &amp;#039;&amp;#039;Rennfahne&amp;#039;&amp;#039; an der Seite des Kaisers zu tragen.&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:War flag of the Holy Roman Empire (1200-1350).svg|x40px]]&lt;br /&gt;
| Während der [[Kreuzzüge]] führten Ritter des Heiligen Römischen Reiches auch das Banner des [[Deutschherrenorden]]s mit schwarzem Kreuz auf weißem Grund und das Banner der [[Souveräner Malteserorden|Johanniterordens]] mit silbernem Kreuz in rotem Feld. Letzteres soll auch im Kampf gegen die Türken vor Wien eingesetzt worden sein.&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Sankt-Georgs-Banner 96dpi.jpg|x36px]]&lt;br /&gt;
| Das unter anderen von den [[Tempelritter]]n geführte [[Georgskreuz|Sankt-Georgs-Banner]] (rotes Kreuz auf Silber) nutzte auch die schwäbische und fränkische Ritterschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers Online|2|343|kapiteltext=Banner}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Schwäbisches Vorrecht seit Karl dem Großen ===&lt;br /&gt;
Im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] beanspruchten die Grafen und Ritter aus Schwaben das ebenso ehrenvolle, wie riskante Recht des [[Vorstreit]]s und damit verknüpft das Privileg, den Träger der Reichssturmfahne zu stellen. Nach der „Kaiserchronik“ aus dem 12. Jahrhundert soll [[Karl der Große]] (747–814) dieses Recht seinem Schwager und Heerführer [[Gerold der Jüngere|Gerold]] († 799) und dessen Nachfolgern als Anführer der schwäbischen Teils der Streitkräfte auf alle Zeiten verliehen haben. Als Anlass gilt Gerolds Tapferkeit bei Karls Italienfeldzug 773/774 gegen die Langobarden, wo er zum &amp;#039;&amp;#039;[[signifer]] regis&amp;#039;&amp;#039; ([[Fähnrich]] des Königs) erhoben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Rosche: &amp;#039;&amp;#039;Herrschaftliche Legitimierung im frühmittelalterlichen Bayern auf der Grundlage der Lex Baiuvarium.&amp;#039;&amp;#039; GRIN Verlag, München 2010, ISBN 978-3-640-57228-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerold diente damit als identitätsstiftende Persönlichkeit der schwäbischen Geschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Meinrad Schaab]], [[Hansmartin Schwarzmaier]] (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der baden-württembergischen Geschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Von der Urzeit bis zum Ende der Staufer.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. im Auftrag der [[Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg]]. Klett-Cotta, Stuttgart 2001, ISBN 3-608-91465-X, S. 465 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Mittelhochdeutsch|mittelhochdeutschen]] Dichtung „Karl der Große“ des [[Der Stricker|Strickers]] ist der schwäbische Graf der erklärte Liebling des Kaisers.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Voretzsch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Romanistische Arbeiten.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Verlag Max Niemeyer, Halle an der Saale 1922, S. 150.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Volkssagen wird Gerold vor allem als „Bannerträger Karls des Großen“ verherrlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe {{NDB|6|315||Gerold, Graf|Karl Schmid|133661210}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Schatten bleibt die Reihe seiner Nachfolger lange im Ungefähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob die später definitiv gegebene Verknüpfung der Reichssturmfahne mit [[Reichsburg Grüningen|Burg]] und [[Stadtgeschichte von Grüningen|Stadt Grüningen]] bereits durch Karl den Großen vorgenommen wurde, ist ebenso wenig urkundlich belegt, wie die Überlieferung, dass Königin [[Hildegard (Frau Karls des Großen)|Hildegard]] († 783), die Schwester Gerolds und Ehefrau Karls, die Vorgängerkirche der Grüninger [[Bartholomäuskirche (Markgröningen)|Bartholomäuskirche]] gestiftet habe. Man weiß lediglich, dass Grüningen vor der vollständigen Einnahme Alemanniens bzw. Schwabens im 8. Jahrhundert als fränkische Grenzbastion bereits eine gewisse regionale Schlüsselrolle zukam, und kann die überlieferte Bezeichnung als „uraltes“ Königsgut ab 1139 durch in der [[Königspfalz]] vor Ort ausgestellte Urkunden bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Friedrich Heyd: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der vormaligen Oberamts-Stadt Markgröningen mit besonderer Rücksicht auf die allgemeine Geschichte Württembergs …&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1829, 268 S., Faksimileausgabe zum Heyd-Jubiläum, Markgröningen 1992, S. 2 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Eintrag im &amp;#039;&amp;#039;[[Lorscher Codex]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem Gerold der Jüngere 794 unter anderem als [[Gaugraf]] im [[Glemsgau]] aufgeführt wird, belegt immerhin, dass Gerold im Umfeld Grüningens ein damals vom König verliehenes Amt bekleidete.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Bossert: &amp;#039;&amp;#039;Württembergisches aus dem [[Codex Laureshamensis]], den Traditiones Fuldenses und aus Weissenburger Quellen&amp;#039;&amp;#039;. In: Dietrich Schäfer (Hrsg.): Württembergische Geschichtsquellen, Bd. 2. Stuttgart 1895, S. 208 ([https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/1828/5/Bossert_Wuerttembergisches_aus_dem_Codex_Laureshamensis_Teil5_1895.pdf Auszug als PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vier Werner und ein Staufer ===&lt;br /&gt;
Ab der Jahrtausendwende sind vier ursprünglich aus [[Schwaben]] stammende und mit zusätzlichen Grafschaften ausgestattete Grafen [[Werner (Adelsgeschlecht)|Werner]] als Reichssturmfähnriche der [[Salier]] belegt. Die ersten beiden, [[Werner I. (Maden)|Werner I.]] († 1040) und [[Werner II. (Maden)|Werner II.]] († 1053), bezahlten das ehrenvolle und offenbar vererbbare Amt als „primicerius et signifer regis“ (Vorstreiter und Fähnrich des Königs) mit ihrem Leben. Zumindest [[Werner III. (Maden)|Werner III.]] und [[Werner IV. (Maden)|Werner IV.]] nannten sich als Träger der Reichssturmfahne und des damit verknüpften Königslehens nach [[Stadtgeschichte von Grüningen|Grüningen]], obwohl sie im [[Hessengau|Hessen-]] und im [[Neckargau]] Grafschaften mit weit mehr Besitz hatten. Graf Werner IV. profitierte vom [[Bempflinger Vertrag]] und soll ein naher Verwandter des ersten nachweisbaren Württembergers, [[Konrad I. (Württemberg)|Konrad von Württemberg]], gewesen sein. Vermutlich leiteten die Württemberger Grafen von diesem letzten, 1121 ohne männlichen Erben verstorbenen Werner von Grüningen den stets mit großer Energie verfolgten Anspruch auf die Reichssturmfahne und die damit verknüpfte Grafschaft mit Burg und Stadt Grüningen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste belegbare Träger der Reichssturmfahne ist allerdings ein Staufer: Nachdem der als Salier-Erbe zum Gegenkönig erhobene und gescheiterte [[Konrad III. (HRR)|Konrad III.]] sich mit König [[Lothar III. (HRR)|Lothar von Supplingenburg]] geeinigt hatte, begleitete er Lothar als Reichssturmfähnrich auf dessen Feldzug nach Italien. Auch wegen seiner Verdienste in diesem Amt wurde er 1138 anstelle von Lothars Sohn Heinrich erneut zum König gewählt. 1139 hielt er in der [[Reichsburg Grüningen|Grüninger Reichsburg]] einen Hoftag ab und urkundete für das Kloster Denkendorf. Unter den Zeugen finden sich die Württemberger Grafen [[Ludwig I. (Württemberg)|Ludwig]] und [[Emicho (Württemberg)|Emicho]], deren Nachkommen in Grüningen hundert Jahre später als Kirchherren und Besitzer eines „Steinhauses“ (mittelalterliches Stadtschloss) neben der Kirche in Erscheinung traten und sich als Lehnsträger des Königsgutes schließlich „von Grüningen“ nannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Württemberger nennen sich &amp;#039;&amp;#039;Grafen von Grüningen&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
1227 in Wimpfen und 1228 in Akkon taucht erstmals ein Graf von Württemberg auf, der sich in &amp;#039;&amp;#039;von Grüningen&amp;#039;&amp;#039; umbenannte&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Wimpfen, 1227: Böhmer, &amp;#039;&amp;#039;[[Regesta Imperii]]&amp;#039;&amp;#039; 5, 2, S. 740 ([https://www.regesta-imperii.de/id/1227-09-22_1_0_5_1_2_322_4079 Regesta Imperii online]); zu Accon, 1228: Böhmer: &amp;#039;&amp;#039;Regesta Imperii&amp;#039;&amp;#039; 5, 1. S. 350; Heyd, 1829, &amp;#039;&amp;#039;Grafen&amp;#039;&amp;#039;, S. 21–25 ([http://www.wubonline.de/?wub=1137 WUB online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;. Konrad I. von Grüningen war mutmaßlich mit dem gleichnamigen Reichslehen samt Reichssturmfahne belehnt und begleitete [[Friedrich II. (HRR)|Kaiser Friedrich II.]] auf dessen Kreuzzug ins &amp;#039;&amp;#039;Heilige Land&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konrads Nachfolge trat sein Bruder Graf [[Hartmann I. von Grüningen]] („1246 senior“) an. Er war 1243 im Gefolge Kaiser Friedrichs II.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Böhmer, J. &amp;#039;&amp;#039;[[Regesta Imperii]]&amp;#039;&amp;#039; 5, 1, S. 586 und Württ. Urkundenbuch, Band IV., Nr. 1004, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Neffe und Erbe [[Hartmann II. von Grüningen]] wechselte 1246 als mutmaßlicher Reichssturmfähnrich vor der [[Schlacht bei Frankfurt]] mit seinem Vetter oder Bruder [[Ulrich I. (Württemberg)|Ulrich I. von Württemberg]] und 2000 schwäbischen Gefolgsleuten von der staufischen auf die päpstliche Seite und leitete damit den Niedergang der Staufer mit ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Böhmer: &amp;#039;&amp;#039;Regesta Imperii&amp;#039;&amp;#039; 5, 2, S. 819, 824; Heyd, &amp;#039;&amp;#039;Grafen&amp;#039;&amp;#039;, S. 74 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urkundlich belegt ist, dass der zweite antistaufische König [[Wilhelm von Holland]] 1252 dem Württemberger Graf [[Hartmann II. von Grüningen]] die Reichssturmfahne samt Burg und Stadt &amp;#039;&amp;#039;[[Geschichte Grüningens|Grüningen]]&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Markgröningen]]) als Erblehen zusprach. Als &amp;#039;&amp;#039;Signifer Imperii&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Signifer Imperii&amp;#039;&amp;#039; wurde früher als &amp;#039;&amp;#039;Reichspannerer&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Reichsfendrich&amp;#039;&amp;#039; (Reichsfähnrich) übersetzt, in jüngerer Zeit als &amp;#039;&amp;#039;Reichssturmfähnrich&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;[[Banner (Fahne)|Reichssturmbannführer]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; baute er die Stadt zu seiner Residenz aus und bewahrte die Fahne traditionsgemäß in der hiesigen [[Reichsburg Grüningen|Reichsburg]] auf. Sie blieb auch dort, nachdem [[Rudolf I. (HRR)|König Rudolf von Habsburg]] 1280 den [[Heimfall]] des von Hartmann II. und dessen Sohn [[Hartmann III. von Grüningen]] als Eigengut beanspruchten Reichslehens erzwungen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Hartmanns III. Tod im Kerker auf dem [[Hohenasperg]] versuchte sein Bruder [[Grüningen-Landau|Graf Konrad II. von Grüningen]] noch jahrelang, das Grüninger Reichslehen zurückzubekommen, und nannte sich nach endgültigem Scheitern nur noch Graf von Landau (nach einer Burg bei [[Riedlingen]]). Einige Historiker wie [[Johann Daniel Georg von Memminger|Memminger]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Johann Daniel Georg von Memminger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Grafen von Grüningen-Landau. Ihre Benennung und ihre Verwandtschaft mit dem Hause Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Württ. Jahrbücher für vaterländische Geschichte, Geographie, Statistik und Topographie&amp;#039;&amp;#039;, 1826, Heft 1, S. 69–97 ([http://books.google.de/books?id=i2MAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PP9&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Google Books]) und Heft 2, S. 376–440 ([http://books.google.de/books?id=i2MAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=RA2-PA221&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Hermann Römer|Römer]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Hermann Römer]]: &amp;#039;&amp;#039;Markgröningen im Rahmen der Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; I. Urgeschichte und Mittelalter. Markgröningen 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt; leiteten den Namen der Grafen trotz dieses erneuten Namenswechsels irrtümlich von einem Grüningen bei Riedlingen an der Donau her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reichssturmfahne und die Burg in Grüningen hatte König Rudolf in die Hände seines Schwagers gelegt: den Grafen [[Albrecht II. (Hohenberg-Rotenburg)|Albrecht II. von Hohenberg]], der als niederschwäbischer Reichslandvogt und Reichsvogt von Grüningen die [[Reichsburg Grüningen|Grüninger Burg]] als Zweitresidenz nutzte und den König auf mehreren Feldzügen begleitete. Nach Rudolfs Tod empfing er hier am 28. April 1292 seinen Neffen [[Albrecht I. (HRR)|Albrecht V. von Habsburg]] auf dem Weg zur Königswahl in Frankfurt, wo allerdings Graf [[Adolf von Nassau]] zum König gewählt wurde. Zu dessen ersten Amtshandlungen zählte die Absetzung des Hohenbergers als Reichssturmfähnrich und schwäbischer Reichslandvogt, um diese wichtigen Ämter seinem Schwager, dem Grafen Heinrich [[Isenburg (Adelsgeschlecht)|von Isenburg]], anzuvertrauen. Nach König Adolfs Absetzung und der Königswahl Albrechts von Habsburg ernannte dieser Otto III. [[Burg Ochsenstein|von Ochsenstein]] anstelle seines am 17. April 1298 in der Schlacht auf den Kreuzwiesen nahe dessen [[Burg Leinstetten]] gefallenen Hohenberger Oheims zum Reichssturmfähnrich. So traten in der [[Schlacht bei Göllheim|Entscheidungsschlacht bei Göllheim]] am 2. Juli 1298 zwei königliche Bannerträger gegeneinander an, die beide fielen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Römer]]: &amp;#039;&amp;#039;Markgröningen im Rahmen der Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; I. Urgeschichte und Mittelalter, Markgröningen 1933, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endgültig in Württemberger Hand ===&lt;br /&gt;
[[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig der Bayer]] übereignete am 3. Oktober 1322 seinem Weggefährten [[Konrad II. von Schlüsselberg]] und dessen Erben angesichts seiner Dienste für König und Reich sowie als Bannerträger in seinem siegreichen Kampf bei Mühldorf das [[Geschichte Grüningens|Grüninger Sturmfahnlehen]] mit Burg und Stadt und allen Rechten und Lehen, Patronat und Gerichtsbarkeit, Dörfern, Weiden, Wäldern, Gewässern und Wasserläufen, Leuten und Vasallen, Einkünften und Zubehör zu rechtem und ewigem Lehen und befiehlt allen zur Stadt und Burg gehörenden Leuten und Vasallen, Konrad und dessen Erben die genannten Rechte in vollem Umfang zu übergeben und ihnen gehorsam zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[RI VII] H. 1 n. 28 ([https://www.regesta-imperii.de/regesten/7-1-0-ludwig/nr/1322-10-03_1_0_7_1_0_28_28.html Regesta Imperii online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wunsch des mittlerweile zum Kaiser gekrönten Ludwigs trat der mit einer Württembergerin verheiratete Konrad Fahne, Burg und Stadt Grüningen 1336 gegen Entschädigung an Graf [[Ulrich III. (Württemberg)|Ulrich&amp;amp;nbsp;III. von Württemberg]] ab, dem Ludwig die Reichssturmfahne und alle damit verknüpften Besitztümer und Privilegien als Erblehen zusprach.&amp;lt;ref&amp;gt;[RI VII] H. 1 n. 264 ([https://www.regesta-imperii.de/id/1336-09-22_1_0_7_1_0_264_264 Regesta Imperii online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als König [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] 1495 [[Eberhard I. (Württemberg, Herzog)|Graf Eberhard von Württemberg]] auf dem Reichstag in Worms die Herzogswürde verlieh,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe RI XIV,1 n. 2154 ([https://www.regesta-imperii.de/id/1495-07-21_4_0_14_1_0_2158_2154 Regesta Imperii online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; erneuerte er auch die erbliche Belehnung mit dem Reichssturmfahnlehen und gab mittels einer gesonderten Urkunde bekannt, „daß Wir Unseren und des Reichs Sturmvanen empfohlen haben dem hochgeporenen Eberharten, Hertzogen zu Wirtemberg und zu Teck, […] und allen seinen Lehenserben zu rechtem Lehen verliehen und leihen ihm auch mit diesem Unserem Briefe Gruningen Statt und [[Reichsburg Grüningen|Burg]] mit Leuten und Guten […], wann weil das zu Unserem des Reichs Sturmvanen Lehen ist und auch darzu gehöret; mit der Bescheidenheit, daß der vorgenannt Hertzog und seine Lehenserben Uns und Unseren Nachkomen am Reiche, Kunegen und Keysern, ewiglich die Dienst thun sullen getrewlich, die man davon zu recht und billig thun soll. Sy sullent auch und haben Geheiß, daß sy den Sturmvanen besorgen und bewahren […], als auch der genannt Hertzog Eberhart und seine Voreltern von Unsern Vorfaren am Reiche solchen Empfehle und Lehen gehabt und hergebracht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Urkunde vom 23. Juli 1495; Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Regesten 713, und RI XIV,1 n. 2164 ([https://www.regesta-imperii.de/id/1495-07-23_4_0_14_1_0_2168_2164 Regesta Imperii online]); Original-Abschrift bei Hermann Römer: &amp;#039;&amp;#039;Markgröningen im Rahmen der Landesgeschichte I.&amp;#039;&amp;#039; Urgeschichte und Mittelalter, Markgröningen 1933, S. 187 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar hatten die Württemberger Grafen die Trägerschaft der Reichssturmfahne zunehmend symbolisch betrachtet, also frei von der direkten militärischen Verpflichtung des [[Vorstreit]]s, die auch Maximilian nicht mehr ausdrücklich herausstellt. Doch waren sie bestrebt, dass ihre Funktion als Reichssturmfähnrich ähnlich den [[Erzämter]]n des Reiches anzusehen sei. So wurde die Reichssturmfahne bzw. die damit verbundene [[Stadtgeschichte von Grüningen|Grafschaft Grüningen]] nach der Herzogserhebung auf blauem Grund in das nun vierteilige [[Wappen Württembergs]] integriert und verschwand daraus erst zum Ende des Königreichs Württemberg 1918.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1692 die Herzöge von [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg|Braunschweig-Lüneburg]] zu [[Kurfürst]]en erhoben und ihnen dabei das nun offiziell geschaffene Amt des Erzbannerträgers übertragen wurde, protestierte Württemberg und erreichte, dass das Amt ab 1706 nicht mehr vergeben war. Nach Fertigstellung seines ab 1704 in der Nähe Grüningens erbauten [[Residenzschloss Ludwigsburg|Residenzschlosses Ludwigsburg]] verlegte Herzog [[Eberhard Ludwig (Württemberg)|Eberhard Ludwig von Württemberg]] den Aufbewahrungsort der Reichssturmfahne vom Grüninger ins Ludwigsburger Schloss und verlieh 1718 seiner neuen Residenzstadt [[Ludwigsburg]] als Stadtwappen die Reichssturmfahne in blauem Feld. Im [[Reichsdeputationshauptschluss]] von 1803 wurde Herzog Friedrich von Württemberg die Kurwürde verliehen. Dabei wurde die Funktion des Reichssturmfähnrichs zum &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erzbanneramt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aufgewertet. Mit dem Beitritt zum [[Rheinbund]], der auch das Ende des Reichs bedeutete, und der Erhebung zum König von Napoleons Gnaden verzichtete Friedrich von Württemberg 1806 auf die Reichswürden bzw. den Status als Kurfürst und „Erzbannerer“. Im königlichen Herzschild wurde die Reichssturmfahne durch drei Staufer-Löwen ersetzt, blieb im großen Landeswappen aber als Symbol für die Grafschaft Grüningen erhalten und tauchte nach Wiedereintritt ins zweite Deutsche Reich 1871 gleich doppelt auf: Eine Reichssturmfahne wird vom Staufer-Löwen, die andere vom Württemberger Hirsch gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Württ. Königswappen im Deutschen Reich, siehe [[:Datei:Wappen Deutsches Reich - Königreich Württemberg (Grosses).jpg|Wikimedia]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Symbolisch schließt sich damit ein Kreis zu den beiden Grafen [[Hartmann II. von Grüningen]] und [[Ulrich I. (Württemberg)|Ulrich I. von Württemberg]], die 1246 zur antistaufischen Partei wechselten, um sich staufisches Hausgut und das Reichssturmfahnlehen erblich einzuverleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Träger der Reichssturmfahne ==&lt;br /&gt;
* [[Gerold der Jüngere]] in der Baar (auch Gerold II., † 799),&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Samuel Ersch]], [[Johann Gottfried Gruber]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste]]. Erste Section. Einundsechzigster Theil.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut &amp;amp; F. A. Brockhaus, Leipzig 1855, S. 437.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schwager, sehr vertrauter Ratgeber und herausragender Heerführer Karls des Großen, der ihm und seinen schwäbischen Nachfolgern deshalb „auf alle Zeiten“ das Vorstrittrecht und damit Amt und Würde des Reichssturmfähnrichs übertrug.&lt;br /&gt;
* Graf [[Werner I. (Maden)|Werner I. von Maden]] (auch von [[Winterthur]]; ca. 1000–1040) fiel zusammen mit seinem Sohn Liutfrid als „Vorstreiter und königlicher Bannerträger“&amp;lt;ref&amp;gt;Lateinisch &amp;#039;&amp;#039;primicerius et signifer regis&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Kaisers [[Heinrich III. (HRR)|Heinrich III.]] in dessen Feldzug gegen Herzog [[Břetislav I.]] von Böhmen, als er bei einem seiner Funktion entsprechenden Vorstoß in einen Hinterhalt geriet.&lt;br /&gt;
* Graf [[Werner II. (Maden)|Werner II. von Maden und im Neckargau]] (ca. 1020–1053) fiel als „primicerius et signifer regis“ mit seinem Bruder [[Adalbert II. von Winterthur]] in der [[Schlacht von Civitate|Normannenschlacht von Civitate]], wo die beiden Brüder mit 600 schwäbischen Fußsoldaten das einzige nicht-italienische Kontingent des vernichtend geschlagenen Heeres von Papst [[Leo IX.]] stellten, mit dem sie verwandt waren.&lt;br /&gt;
* Graf [[Werner III. (Maden)|Werner III. von Maden]] (ca. 1040–1065) hatte anfangs einen Vetter seines Vaters, den Grafen [[Eberhard VI. von Nellenburg|Eberhard der Selige von Nellenburg]], zum Vormund und heiratete die schwäbische Grafentochter Willibirg von [[Achalm]]; er war Graf von Maden, Graf im Neckargau, in Worms und an der Lahn (Weilburg) und nannte sich als Reichssturmfähnrich auch &amp;#039;&amp;#039;Graf von Grüningen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Graf [[Werner IV. (Maden)|Werner IV. von Grüningen]] (ca. 1060–1121) war Reichssturmfähnrich, Graf von Maden, Graf im Neckargau und Burggraf von Worms und in Grüningen, hatte wie zuvor sein Vater anfangs den Grafen [[Eberhard VI. von Nellenburg|Eberhard der Selige von Nellenburg]], zum Vormund, war auch mit den Württemberger Grafen eng verwandt und blieb ohne Nachkommen.&lt;br /&gt;
* [[Konrad III. (HRR)|Konrad III. von Staufen]] (ca. 1093–1152), war 1116/20 Herzog in Franken, 1127–1135 Gegenkönig von Lothar III., als solcher aber unterlegen; er begleitete Lothar nach einem Vergleich als engagierter Reichssturmfähnrich auf dessen Italienfeldzug und wurde 1138 dann doch noch König im römisch-deutschen Reich.&lt;br /&gt;
* Graf Konrad I. von (Württemberg-)Grüningen († vor 1237) benannte sich um in &amp;#039;&amp;#039;von Grüningen&amp;#039;&amp;#039; und begleitete Kaiser [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] auf dessen [[Kreuzzug]] als mutmaßlicher Reichssturmfähnrich; er urkundete 1227 in der Königspfalz [[Wimpfen]] und 1228 in [[Akkon]] zugunsten des Deutschen Ordens, dem er sich möglicherweise anschloss.&lt;br /&gt;
* Graf [[Hartmann I. von Grüningen]] († 1246), zeitweise im Gefolge Kaiser Friedrichs II., blieb ohne männlichen Erben und gab das Amt als Reichssturmfähnrich und Grüninger Lehensträger an seinen Neffen Hartmann II. weiter.&lt;br /&gt;
* Graf [[Hartmann II. von Grüningen]] (* um 1225; † 1274), „Comes illustrissimus“, leitete durch seinen Seitenwechsel zum Gegenkönig 1246 den Niedergang der Staufer mit ein; erhielt vermutlich 1252 Burg, Stadt und Reichssturmfahne vom päpstlichen Gegenkönig als Eigenbesitz, initiierte hier den Neubau der [[Bartholomäuskirche (Markgröningen)|Bartholomäuskirche]] und bezeichnete sich nicht wie seine Vorgänger als „primericus et signifer regis“, sondern als „sacri imperii signifer“, womit er die Bezeichnung des Reichssturmfähnrichs einführte.&lt;br /&gt;
* Graf [[Hartmann III. von Grüningen]] (* vor 1252; † 1280), Sohn Hartmanns II. und wie jener Glockenstifter der Bartholomäuskirche, verteidigte Burg und Stadt Grüningen gegen die Revindikationspolitik [[Rudolf I. (HRR)|König Rudolfs von Habsburg]] bis zu seiner Gefangennahme 1280 und starb im Kerker auf dem [[Hohenasperg]].&lt;br /&gt;
* Graf [[Albrecht II. (Hohenberg-Rotenburg)|Albrecht II. von Hohenberg]] (ca. 1235–1298), Schwager des Königs [[Rudolf I. (HRR)|Rudolf von Habsburg]], profilierte sich als niederschwäbischer Reichslandvogt bei der Durchsetzung von Rudolfs Revindikationspolitik (Rückgewinnung ehemals staufischen Königsgutes zu Lasten der Württemberger Grafen); Albrecht nutzte die 1280 von ihm wieder in Reichshand gebrachte Grüninger Burg als Zweitresidenz, richtete in [[Markgröningen|Grüningen]] die Fürstenhochzeit im Beisein Rudolfs aus und begleitete diesen als Reichssturmfähnrich auf mehreren Feldzügen.&lt;br /&gt;
* Graf Heinrich [[Isenburg (Adelsgeschlecht)|von Isenburg]] war während der Herrschaft Königs [[Adolf von Nassau|Adolfs von Nassau]] von 1292 bis 1298 Reichssturmfähnrich, Reichslandvogt von Niederschwaben und Reichsvogt auf der Grüninger Burg.&lt;br /&gt;
* [[Konrad II. von Schlüsselberg|Konrad II. von Schlüsselberg zu Grüningen]] (ca. 1273–1347) entschied mit seinen Rittern die Schlacht bei Mühldorf für König [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig den Bayern]] und wurde dafür mit Reichssturmfahne, Burg und Stadt Grüningen belehnt, die er auf Wunsch Ludwigs 1336 gegen Entschädigung an Ulrich III. von Württemberg abtrat.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich III. (Württemberg)|Graf Ulrich III. von Württemberg]] (Graf von 1325 bis 1344) erhielt 1336 von König Ludwig dem Bayern die Reichssturmfahne samt Burg und Stadt [[Stadtgeschichte von Grüningen|Grüningen]] als Erblehen – und damit auch den Titel &amp;#039;&amp;#039;Graf von Grüningen&amp;#039;&amp;#039;, den seine Nachkommen bis König Friedrich (1806) als Nebentitel führten.&lt;br /&gt;
* Graf [[Eberhard I. (Württemberg, Herzog)|Eberhard im Bart]] (1445–1496) nahm die von König Maximilian erneut verliehene Reichssturmfahne und die damit verknüpfte Grafschaft Grüningen nach seiner Erhebung zum Herzog 1495 in sein vierteiliges Herzogswappen auf.&lt;br /&gt;
* Herzog [[Eberhard Ludwig (Württemberg)|Eberhard Ludwig von Württemberg]] (1676–1733) verteidigte das Reichssturmfahnlehen und das damit verbundene Hofamt gegen Braunschweiger Ansprüche, gründete 1718 bei seinem neuen Schloss die Residenzstadt Ludwigsburg und verlieh ihr als Wappen die Reichssturmfahne, die er zuvor vom [[Residenzschloss Grüningen|Grüninger]] ins [[Residenzschloss Ludwigsburg|Ludwigsburger Schloss]] verbracht hatte.&lt;br /&gt;
* König [[Friedrich I. (Württemberg, König)|Friedrich von Württemberg]] (1754–1816) nahm 1803 die Reichssturmfahne in seinen zweiteiligen Herzschild als Kurfürst auf und führte den Grüninger Grafentitel auch als König (ab 1806) noch als Nebentitel: „Wir, Friderich von Gottes Gnaden König von Württemberg, Souverainer Herzog in Schwaben und von Teck, Herzog zu Hohenlohe, Landgraf von Tübingen und Nellenburg, Fürst von Ellwangen, …, Graf zu Gröningen … thun kund …“&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe {{Toter Link |datum=2025-02-20 |url=http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=041442644&amp;amp;INDEXSET=1 |text=BSZ-BW.de}}&amp;lt;!-- Link führt zu einer leeren Suchmaske --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Reichsbanner des Heiligen Römischen Reiches]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Regesta Imperii (Quellen-Datenbank; [https://www.regesta-imperii.de Regesta Imperii])&lt;br /&gt;
* Württembergisches Urkundenbuch (Quellen-Datenbank)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Burr: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichssturmfahne und der Streit um die hannoversche Kurwürde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 27, 1968, {{ISSN|0044-3786}}, S. 245–316.&lt;br /&gt;
* Max Ernst: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsfahnen im Mittelalter und die Reichssturmfahne von Markgröningen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Württembergische Vierteljahrshefte für Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, NF, Bd. 36, 1930, S. 102–132 ([https://archive.org/details/max-ernst-kriegsfahnen-im-mittelalter Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Arno Gaier: &amp;#039;&amp;#039;Herrschaftssymbole und Fahnen im hoch- und spätmittelalterlichen Imperium: Die Herausbildung der heutigen Staatssymbolik im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2013 ([https://books.google.de/books?id=AOVpV3vinEkC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Arno+Gaier+Herrschaftssymbole&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjxsLeaysDLAhVFJw8KHfmtAaMQuwUIIDAA#v=onepage&amp;amp;q=Arno%20Gaier%20Herrschaftssymbole&amp;amp;f=false Auszüge]).&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Friedrich Heyd|Ludwig Heyd]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der vormaligen Oberamts-Stadt Markgröningen mit besonderer Rücksicht auf die allgemeine Geschichte Württembergs …&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1829, Faksimileausgabe zum Heyd-Jubiläum, Markgröningen 1992.&lt;br /&gt;
* Ludwig Heyd: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Grafen von Gröningen.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1829.&lt;br /&gt;
* [[Johann Georg Kulpis|Johann Georg von Kulpis]]: &amp;#039;&amp;#039;Gründliche Deduction Daß dem HochFürstl. Haus Würtemberg das Reichs-Pannerer- oder Reichs-Fendrich-Ambt, Prædicat und Insigne, schon von etlichen Seculis her, rechtmässig zustehe und dahero ohne Kränckung Desselben althergebrachter Prærogativen, keinem andern Chur- oder Fürsten erst neuerlich verliehen werden könne.&amp;#039;&amp;#039; Lorber, Stuttgart 1693 ([https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-14833 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Karl Hermann May: &amp;#039;&amp;#039;Reichsbanneramt und Vorstreitrecht in hessischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; Münster/Köln 1952.&lt;br /&gt;
* Douglas Miller, John Richards: &amp;#039;&amp;#039;Landsknechte 1486–1560.&amp;#039;&amp;#039; Illustriert von Gerry Embleton. Siegler, Sankt Augustin 2004, ISBN 3-87748-636-3.&lt;br /&gt;
* [[Karl Pfaff (Pädagoge)|Karl Pfaff]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Ursprung und die früheste Geschichte des Wirtenbergischen Fürstenhauses: Kritisch untersucht und dargestellt. Mit sieben Beilagen, drei Stammtafeln und einer historisch-geographischen Karte.&amp;#039;&amp;#039; 111 S., Stuttgart 1836.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Römer]]: &amp;#039;&amp;#039;Markgröningen im Rahmen der Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; I. Urgeschichte und Mittelalter. Markgröningen 1933.&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|315||Gerold, Graf|[[Karl Schmid (Mediävist)|Karl Schmid]]|133661210}}&lt;br /&gt;
* Johann Christoph Weinland: &amp;#039;&amp;#039;De Vexillo Imperii primario, vulgo Reichs-Sturm-Fahne, Commentatio academica.&amp;#039;&amp;#039; s. n., s. l. 1727, ([https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10640610_00002.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Karl Weller (Historiker)|Karl Weller]]: [https://www.mgh-bibliothek.de/etc/Zeitschriftenmagazin/WVLG_NF_15_1906.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Vorstreit der Schwaben und die Reichssturmfahne des Hauses Württemberg.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Württembergische Vierteljahrshefte für Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, NF Bd. 15, 1906, S. 263 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reichssturmfahne}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Coats of arms of Württemberg|Württembergische Wappen}}&lt;br /&gt;
* [https://www.agd-markgroeningen.de/?page_id=532 &amp;#039;&amp;#039;Fahne und Wappen: Von der Reichssturmfahne zum Wappen von Stadt, Amt und Landkreis.&amp;#039;&amp;#039;] Arbeitskreis Geschichtsforschung und Denkmalpflege Markgröningen e.&amp;amp;nbsp;V. (AGD)&lt;br /&gt;
* https://flaggenlexikon.de/fdtlhi1r.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flagge (historisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Flagge (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haus Württemberg|+Reichssturmfahne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Markgröningen)]]&lt;/div&gt;</summary>
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