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	<title>Reichsstände - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T06:14:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reichsst%C3%A4nde&amp;diff=30130&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: Kleinere formale Änderungen, Typographie, Formatierung von Einzelnachweisen/Literaturangaben</title>
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		<updated>2026-01-20T15:29:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinere formale Änderungen, Typographie, Formatierung von Einzelnachweisen/Literaturangaben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die Reichsstände des Heiligen Römischen Reiches. Zu anderen Bedeutungen siehe [[Reichsstände des Königreichs Westphalen]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ordines Sacri Romani Imperii.jpg|miniatur|Symbolische Darstellung der Reichsstände auf einem Kupferstich von 1606]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsstände&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation]] waren diejenigen Personen und [[Korporation]]en, die Sitz und Stimme im [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstag]] besaßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Dies waren in der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] mehr als 300 geistliche und weltliche [[Reichsfürst|Fürsten]], [[Prälat]]en, [[Graf]]en und [[Herr]]en sowie Vertreter von [[Ritterorden]] und [[Freie und Reichsstädte|Freien Städten und Reichsstädten]]. Die Reichsstandschaft konnte durch den Kaiser auch solchen Personen verliehen werden, die über kein Territorium verfügten&amp;lt;ref name=&amp;quot;cs&amp;quot; /&amp;gt; ([[Personalist]]en). Ab dem Jahr 1654 war aber zum Erwerb der Reichsstandschaft der Besitz eines [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbaren]] Territoriums erforderlich, d.&amp;amp;nbsp;h. eines [[Lehnswesen|Lehens]], das direkt vom [[Römisch-deutscher Kaiser|römisch-deutschen Kaiser]] vergeben wurde. Erforderlich waren zudem die kaiserliche Approbation, die Aufnahme in das betreffende Kollegium des Reichstages und die Zustimmung des ganzen Reichstages sowie ab 1500 die Aufnahme in einen der ursprünglich sechs – ab 1512 zehn – [[Reichskreis]]e. Außerdem wurde in der Regel die Übernahme eines bestimmten Beitrags zu den militärischen Lasten ([[Römermonat]]) für das [[Reichsarmee|Reichsheer]] und zum Unterhalt des [[Reichskammergericht]]s als [[Kammerzieler]] verlangt. Alle Reichsstände waren in der [[Reichsmatrikel]] verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Geistliche Reichsstände&amp;#039;&amp;#039; waren:&lt;br /&gt;
* die drei geistlichen [[Kurfürst]]en: die [[Erzbischof|Erzbischöfe]] von [[Kurmainz|Mainz]], [[Kurköln|Köln]] und [[Kurtrier|Trier]],&lt;br /&gt;
* andere hohe kirchliche Würdenträger, die über ein eigenes weltliches Territorium herrschten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Fürstbischof|Fürstbischöfe]], [[Reichsprälat|Fürstäbte bzw. Prälaten und Äbtissinnen]]),&lt;br /&gt;
* die [[Hochmeister]] der Ritterorden ([[Deutscher Orden]], [[Johanniterorden|Johanniter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &amp;#039;&amp;#039;weltlichen Reichsständen&amp;#039;&amp;#039; gehörten:&lt;br /&gt;
* die vier – später sechs – weltlichen Kurfürsten: der [[Kurpfalz|Pfalzgraf bei Rhein]] (Kurpfalz), der Herzog von [[Kurfürstentum Sachsen|Sachsen-Wittenberg]] (Kursachsen), der Markgraf von [[Mark Brandenburg|Brandenburg]] und der König von [[Königreich Böhmen|Böhmen]]; ab 1623/48 der Herzog von [[Kurfürstentum Bayern|Bayern]], ab 1692/1708 auch der Herzog von [[Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Braunschweig-Lüneburg-Calenberg]] (Kurhannover),&lt;br /&gt;
* [[Reichsfürst]]en, [[Graf]]en und [[Freiherr|Herren]],&lt;br /&gt;
* die Freien Städte und Reichsstädte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1489 waren die Stände im Reichstag des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] in drei Kollegien gegliedert. Man unterschied das Kurfürstenkollegium / den Kurfürstenrat, den [[Reichsfürstenrat]] und das Kollegium der [[Reichsstädtekollegium|Reichsstädte]]. Die Grafen und Herren waren innerhalb des Reichsfürstenrats nicht mit Einzel- bzw. Virilstimmen vertreten, sondern als Mitglieder von zunächst zwei, später vier Grafenbänken, die je eine [[Kuriatstimme]] führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reichsritter]] waren zwar reichsunmittelbar, jedoch nicht als Stände auf dem Reichstag vertreten; sie versuchten mehrfach vergeblich, für sich wenigstens eine korporative Reichsstandschaft zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschäftsgang auf dem Reichstag ==&lt;br /&gt;
Für einen [[Reichsschluss]] war die Zustimmung aller drei Kollegien erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Kurfürst, Fürst und Fürstbischof verfügte im Reichstag über eine eigene Stimme, die sogenannte [[Virilstimme]] (von lat. &amp;#039;&amp;#039;vir&amp;#039;&amp;#039; für ‚Mann‘). Die Grafen waren dagegen in vier Kollegien zusammengeschlossen, in die [[Niederrheinisch-Westfälisches Reichsgrafenkollegium|westfälische]], die [[Wetterauisches Reichsgrafenkollegium|wetterauische]], die [[Fränkisches Reichsgrafenkollegium|fränkische]] und die [[Schwäbisches Reichsgrafenkollegium|schwäbische Grafenbank]], die jeweils nur eine gemeinsame [[Kuriatstimme]] hatten. Auch die Freien Reichsstädte bildeten zwei Kollegien, die rheinische und die schwäbische Bank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reichsstände waren dem Kaiser [[Reichssteuer (HRR)|reichssteuerpflichtig]] und mussten [[Truppenkontingent]]e zur [[Reichsarmee]] stellen. Alle Reichsstände waren zur persönlichen Teilnahme an den Reichstagen verpflichtet; die Entsendung eines Vertreters war möglich. Im Gegenzug konnte kein allgemeines [[Reichsgesetz]] ohne Verabschiedung durch die Reichsstände erlassen werden. Sie konnten über die Erklärung des [[Reichskrieg]]es und über den Abschluss von Verträgen zwischen dem Reich und anderen Staaten sowie über die Errichtung neuer Fürstentümer beschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen ==&lt;br /&gt;
Im [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] wurde den Ständen ein internationales Bündnisrecht zugestanden, gebunden an einen Treuevorbehalt gegenüber Kaiser und Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=498&amp;amp;url_tabelle=tab_websegmente |titel=Internet-Portal „Westfälische Geschichte“ |datum=2014-03-25 |sprache=de |abruf=2024-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Entstehung von [[Stehendes Heer|stehenden Heeren]] im 17. und 18. Jahrhundert bei den mächtigsten Fürsten entstand ein [[Armierter Reichsstand]], der gegenüber den nichtarmierten Ständen die extremen Machtunterschiede im Reich zeigte und den &amp;#039;&amp;#039;Armierten Ständen&amp;#039;&amp;#039; ermöglichte, Einfluss auf die Reichspolitik zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Ständeordnung|Quaternionen der Reichsverfassung|Goldene Bulle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 7., vollständig überarbeitete Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54986-1.&lt;br /&gt;
* [[Carl Wilhelm von Lancizolle]]: &amp;#039;&amp;#039;Uebersicht der deutschen Reichsstandschafts- und Territorialverhältnisse vor dem französischen Revolutionskriege, der seitdem eingetretenen Veränderungen und der gegenwärtigen Bestandteile des deutschen Bundes und der Bundesstaaten&amp;#039;&amp;#039;. Dümmler, Berlin 1830 ([https://books.google.de/books?id=SfRIAAAAIAAJ&amp;amp;hl=de Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Oestreich]], Erwin Holzer: &amp;#039;&amp;#039;Übersicht über die Reichsstände&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Herbert Grundmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der deutschen Geschichte|Bruno Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Von der Reformation bis zum deutschen Absolutismus&amp;#039;&amp;#039;. 9. Auflage. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1973, ISBN 3-8002-1013-4, S. 769–784 ([https://www.heraldica.org/topics/royalty/reichsstande.htm online], abgerufen am 4. Juli 2023).&lt;br /&gt;
* Valentin Trichter: &amp;#039;&amp;#039;Curiöses Reit-, Jagd-, Fecht-, Tantz- oder Ritter-Exercitien-Lexicon&amp;#039;&amp;#039;. Johann Friedrich Gleditsch, Leipzig 1742, Spalte 1911 ([https://books.google.de/books?id=IIATAAAAYAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA1911 Google-Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Johann Jacob Moser]]: &amp;#039;&amp;#039;Von denen Teutschen Reichs-Ständen, der Reichs-Ritterschafft, auch denen übrigen unmittelbaren Reichs-Glidern&amp;#039;&amp;#039;. Franckfurt am Mayn 1767 ([https://books.google.de/books?id=znBKAAAAcAAJ Google-Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [https://www.mittelalter-lexikon.de/wiki/Reichsst%C3%A4nde Artikel &amp;#039;&amp;#039;Reichsstände&amp;#039;&amp;#039;.] In: [https://www.mittelalter-lexikon.de/wiki/Hauptseite Mittelalter-Lexikon]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/heiliges-roemisches-reich/koerper_glieder.html IV. &amp;#039;&amp;#039;Körper und Glieder des Reiches&amp;#039;&amp;#039;] Text zur Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962 bis 1806 – Altes Reich und Neue Staaten 1495 bis 1806&amp;#039;&amp;#039; (29. Ausstellung des Europarates 2006)&lt;br /&gt;
* [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Reichspr%C3%A4latenkollegium Sarah Hadry: &amp;#039;&amp;#039;Reichsprälatenkollegium&amp;#039;&amp;#039; publiziert am 13.11.2008; in: Historisches Lexikon Bayerns]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;cs&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.claudius.de/schueler/lexikon/reichsstaende |titel=Reichsstände |hrsg=Claudius Verlag, München |abruf=2024-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4049169-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reichsstande}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliges Römisches Reich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ständegesellschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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