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	<title>Reichsregiment - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reichsregiment&amp;diff=215798&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-06-08T12:19:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsregiment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurden die in den Jahren 1500 und 1521 gebildeten [[Ständegesellschaft|ständischen]] [[Regierung]]sorgane bezeichnet, die dem [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] eine einheitliche politische Führung unter Beteiligung der [[Reichsfürst|Fürsten]] geben sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide setzten sich aus dem Kaiser oder seinem Stellvertreter und 20 – später 22 – Vertretern der [[Reichsstand|Reichsstände]] zusammen und hatten ihren Sitz zunächst in der [[Reichsstadt Nürnberg]], später, von 1524 bis 1527, in der Reichsstadt [[Esslingen am Neckar|Esslingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Gudrun Litz|Titel=Die reformatorische Bilderfrage in den schwäbischen Reichsstädten|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=Mohr Siebeck|Ort=Tübingen|Datum=2007|Seiten=181|ISBN=978-3-16-149124-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schaffung eines funktionstüchtigen Reichsregiments war der zentrale Punkt der [[Reichsreform (Heiliges Römisches Reich)|Reichsreform]] zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Sie scheiterte beide Male nach kurzer Zeit am Widerstand des jeweiligen Kaisers und an den divergierenden Interessen der Fürsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reichsregiment war als permanent tagendes Regierungsorgan für das ganze Reich gedacht, das fürstlichen Einfluss auf höchster Ebene sicherstellen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/glossar/begriffe/eintrag/reichsregiment.html &amp;#039;&amp;#039;Reichsregiment&amp;#039;&amp;#039;] [[Institut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz]] e.&amp;amp;nbsp;V. 2001–2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das erste Reichsregiment ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Reichsregiment ging auf eine Initiative des [[Kurmainz|Mainzer]] [[Kurfürst]]en [[Berthold von Henneberg]] auf dem [[Reichstag zu Worms (1495)|Wormser Reichstag von 1495]] zurück. Als Gegenleistung für die Bewilligung des [[Gemeiner Pfennig|Gemeinen Pfennigs]] und für die Unterstützung im Krieg gegen [[Geschichte Frankreichs|Frankreich]] verlangte er von dem [[Römisch-deutscher König|römisch-deutschen König]] und späteren [[Kaiser]] [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] die Einrichtung eines ständigen Regierungsorgans auf ständischer Grundlage. Der Kaiser sollte in dem Gremium, das die Finanzen, die Kriegführung und die Außenpolitik des Reiches kontrollieren sollte, nur den Ehrenvorsitz führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da dies eine massive Beschneidung seiner Macht bedeutet hätte, stimmte Maximilian&amp;amp;nbsp;I. dem Vorschlag nicht zu. Allerdings ließ er sich unter dem Druck seiner finanziell prekären Lage auf andere Reformen ein, welche den Weg zum Reichsregiment ebnen sollten. Erst als die Fürsten ihm auf dem [[Reichstag zu Augsburg]] im Jahr 1500 auch feste [[Reichsarmee#1500: Kreistruppen bilden das Reichsheer|Kontingente eines Reichsheers]] zustanden, kam es tatsächlich zur Bildung des Reichsregiments. Dem Gremium, das seinen Sitz in der [[Reichsstadt Nürnberg]] nahm, gehörten neben Maximilian&amp;amp;nbsp;I. 20 Vertreter der geistlichen und weltlichen Reichsfürsten sowie der [[Freie und Reichsstädte|Reichsstädte]] an. Maximilian verweigerte dem Organ jedoch von Beginn an die Zusammenarbeit und löste es schon 1502 wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das zweite Reichsregiment ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Maximilians Nachfolger [[Karl V. (HRR)|Karl V.]], sah sich mit der Forderung der Fürsten nach einem Reichsregiment konfrontiert. Als Bedingung für seine Wahl zum [[Römisch-deutscher König|Römischen König]] musste er die erneute Einberufung des Gremiums in seiner [[Wahlkapitulation]] zugestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]]: [https://www.koeblergerhard.de/Fontes/WahlkapitulationKarlsV.htm Wahlkapitulation Karls IV. online] § 3&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Karl zugleich über [[Geschichte Spaniens|Spanien]] und weitere Länder außerhalb des Reiches herrschte, war absehbar, dass er einen Großteil seiner Regierungszeit außerhalb [[Geschichte Deutschlands|Deutschlands]] verbringen würde. Das Reichsregiment sollte in dieser Zeit unter seinem Bruder [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand]] tagen und die Belange des Reiches regeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Reichstag zu Worms (1521)|Wormser Reichstag von 1521]], auf dem [[Martin Luther]] sich vor dem Kaiser rechtfertigen sollte, kam es daher zur Gründung des zweiten Reichsregiments. Karl V. billigte ihm aber nur für die Zeiten seiner Abwesenheit vom Reich Entscheidungsbefugnisse zu. Ansonsten hatte es eine ausschließlich beratende Funktion. So scheiterte auch das zweite Reichsregiment an der mangelnden Unterstützung durch den Kaiser. Nachdem dieser 1531 die Wahl seines Bruders Ferdinand zum Römischen König durchgesetzt hatte, löste er das Gremium endgültig auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikisource.org/wiki/Regimentsordnung_Maximilians_I. Regiments-Ordnung Maximilians I. (1500)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Viktor von Kraus (Historiker)|Victor von Kraus]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Nürnberger Reichsregiment. Gründung und Verfall 1500–1502; ein Stück deutscher Verfassungsgeschichte aus dem Zeitalter Maximilians&amp;#039;&amp;#039;. Wagner, Innsbruck 1883. ([https://digitale-bibliothek-mv.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:9-g-4881784 Digitalisat] in der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern)&lt;br /&gt;
* [[Christine Roll]]: &amp;#039;&amp;#039;Das zweite Reichsregiment 1521–1530&amp;#039;&amp;#039; (Forschungen zur deutschen Rechtsgeschichte; Bd. 15). Böhlau, Köln 1996, ISBN 3-412-10094-3 (zugl. Dissertation, Universität Konstanz 1991).&lt;br /&gt;
* [[Hermann Heimpel]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Kirchen- und Reichsreform des 15. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Winter, Heidelberg 1974, ISBN 3-533-02338-9.&amp;lt;ref&amp;gt;Inhalt: Die Reformschrift „De praxi curiae Romanae“ (Squalores Romanae Curiae, 1403) des [[Matthäus von Krakau]] und ihr Bearbeiter; das „Speculum aureum de titulis beneficorum“ 1404/05 und sein Verfasser.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Johannes Kunisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Nürnberger Reichsregiment und die Türkengefahr&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Jahrbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 93 (1973), S. 57–72, {{ISSN|0018-2621}}.&lt;br /&gt;
* [[Horst Rabe]]: &amp;#039;&amp;#039;Reich und Glaubensspaltung, Deutschland 1500–1600&amp;#039;&amp;#039; (Neue deutsche Geschichte; Bd. 4). Beck, München 1989, ISBN 3-406-30816-3.&lt;br /&gt;
* [[Hans von der Planitz]] &amp;#039;&amp;#039;Berichte aus dem Reichsregiment in Nürnberg 1521-23&amp;#039;&amp;#039; (gesammelt von [[Ernst Wülcker]], bearbeitet von Hans Virck) Georg Olms Verlag Hildesheim 1979 [https://books.google.de/books?id=6ySesy-BYXwC&amp;amp;pg=PP1 Google Books]&lt;br /&gt;
* [[Heinz Angermeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichsreform 1410–1555. Die Staatsproblematik in Deutschland zwischen Mittelalter und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1984, ISBN 3-406-30278-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Christine Roll]]: [https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/aufsaetze/roll-berthold-von-henneberg-reichsreform.html &amp;#039;&amp;#039;„Sin lieb sy auch eyn kurfurst…“ zur Rolle Bertholds von Henneberg in der Reichsreform. Zur Forschungslage&amp;#039;&amp;#039;.] 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfassungsgeschichte (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nürnberger Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliges Römisches Reich in der Frühen Neuzeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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