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	<title>Reichsparteitag - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;MwykMlaut: Minderjährige</title>
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		<updated>2026-04-11T20:19:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Minderjährige&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1982-1130-502, Nürnberg, Reichsparteitag, Lichtdom.jpg|mini|„[[Scheinwerfer#„Lichtdome“ zur Propaganda|Lichtdom]]“, Reichsparteitag 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1969-054-53A, Nürnberg, Reichsparteitag.jpg|mini|Dritter Reichsparteitag (Nürnberg, 1927)]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsparteitag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird heute allgemein auf die [[Parteitag]]e der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bezogen, die von 1923 bis 1933 in der [[Weimarer Republik]] und nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der NSDAP in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] stattfanden, zuletzt 1938. Ab 1933 wurden sie als [[Propaganda]]veranstaltungen der Staatsführung um [[Adolf Hitler]] in [[Nürnberg]], das von 1936 bis 1945 den Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Stadt der Reichsparteitage]]&amp;#039;&amp;#039; trug, abgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1987-0410-501, Nürnberg, Reichsparteitag, SA-Aufmarsch.jpg|mini|SA-Aufmarsch, Reichsparteitag 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2006-206, Nürnberg, Reichsparteitag, Teilnehmerausweis.jpg|mini|Teilnehmerausweis des geplanten Reichsparteitags 1939]]&lt;br /&gt;
Die ersten Reichsparteitage der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] fanden 1923 in [[München]] und 1926 in [[Weimar]] statt. Zwei weitere wurden 1927 und 1929 in [[Nürnberg]] abgehalten. 1928 wurde der Reichsparteitag aus Mangel an finanziellen Mitteln abgesagt. Nachdem es beim 4. Reichsparteitag 1929 zu schweren Zusammenstößen zwischen [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] und [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunisten]] gekommen war, verhinderte die Nürnberger Stadtverwaltung das Zustandekommen der Reichsparteitage in den Jahren 1930 und 1931. Im Jahr 1932 verzichtete die NSDAP erneut aus Mangel an finanziellen Mitteln auf einen Reichsparteitag. Nürnberg wurde zunächst aus pragmatischen Gründen als Veranstaltungsort gewählt. Nürnberg lag relativ zentral im [[NS-Staat|Deutschen Reich]] und besaß mit dem [[Luitpoldhain (Nürnberg)|Luitpoldhain]] eine für Großveranstaltungen geeignete Versammlungsstätte. Auch konnte die NSDAP bei der Organisation auf die in [[Franken (Region)|Franken]] gut organisierte Partei unter [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter|Gauleiter]] [[Julius Streicher]] zurückgreifen. Die Nürnberger Polizei stand der Veranstaltung wohlwollend gegenüber. Später wurde der Veranstaltungsort gerechtfertigt, indem die Reichsparteitage in die Tradition der Nürnberger [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstage]] des mittelalterlich-kaiserlichen [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation]] gestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1933 wurde jeder Parteitag unter einen programmatischen Titel gestellt, der sich auf bestimmte Ereignisse bezog. Ab 1934 wurden die nunmehr &amp;#039;&amp;#039;Reichsparteitage des Deutschen Volkes&amp;#039;&amp;#039; jeweils in der ersten Septemberhälfte in Nürnberg durchgeführt und dauerten anfangs sieben und zuletzt acht Tage. Nach der [[Nationalsozialistische Propaganda|NS-Propaganda]] sollte dabei die Verbundenheit von Führung und Volk bekundet werden. Die Teilnehmerzahl stieg bis zuletzt auf über eine halbe Million, mit Besuchern aus allen Gliederungen der Partei, der [[Wehrmacht]] und des Staates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Reichsparteitage&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Datum&lt;br /&gt;
! Ort&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
! Bezug/Anmerkung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1923 || 27.–29. Januar || [[München]] || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1926 || 3.–4. Juli || [[Weimar]] || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1927 || 19.–21. August || [[Nürnberg]] || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 || abgesagt || – || – || Geldmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1929 || 1.–4. August || Nürnberg || – || Aufgrund von Zusammenstößen verhinderte die Stadt Nürnberg die Ausrichtung in den Folgejahren 1930 und 1931.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1932 || abgesagt || – || – || Geldmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 || 30. August–&amp;lt;br /&amp;gt;3. September || Nürnberg || &amp;#039;&amp;#039;Reichsparteitag des Sieges&amp;#039;&amp;#039; || [[Machtergreifung|Machtübernahme]] und Sieg über die [[Weimarer Republik]]&amp;lt;br /&amp;gt;(eigentlich: &amp;#039;&amp;#039;Kongreß des Sieges&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1934 || 4.–10. September || Nürnberg || &amp;#039;&amp;#039;Reichsparteitag der Einheit und Stärke&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Reichsparteitag der Macht&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Reichsparteitag des Willens&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Nachträgliche Bezeichnungen)&amp;lt;/small&amp;gt; || [[Leni Riefenstahl|Riefenstahl]]-Film &amp;#039;&amp;#039;[[Triumph des Willens]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Loiperdinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Rituale der Mobilmachung. Der Parteitagsfilm „Triumph des Willens“ von Leni Riefenstahl.&amp;#039;&amp;#039; Leske + Budrich, Opladen 1987, ISBN 978-3-322-99478-3, S.&amp;amp;nbsp;61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; (auch &amp;#039;&amp;#039;Triumph des Willens&amp;#039;&amp;#039; als Name)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 || 10.–16. September || Nürnberg || &amp;#039;&amp;#039;Reichsparteitag der Freiheit&amp;#039;&amp;#039; || Wiedereingeführte [[allgemeine Wehrpflicht]] und damit einhergehende Abschaffung der Bestimmungen des [[Versailler Vertrag]]es; [[Nürnberger Gesetze]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1936 || 8.–14. September || Nürnberg || &amp;#039;&amp;#039;Reichsparteitag der Ehre&amp;#039;&amp;#039; || Die [[Rheinlandbesetzung (1936)|Rheinlandbesetzung]] stellte in den Augen der NSDAP-Führung die deutsche Ehre wieder her.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 || 6.–13. September || Nürnberg || &amp;#039;&amp;#039;Reichsparteitag der Arbeit&amp;#039;&amp;#039; || Verringerung der Arbeitslosigkeit seit der Machtübernahme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1938 || 5.–12. September || Nürnberg || &amp;#039;&amp;#039;Reichsparteitag Großdeutschland&amp;#039;&amp;#039; || [[Anschluss Österreichs]] an Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || abgesagt&amp;lt;br /&amp;gt;(geplant: 2.–11. September) || Nürnberg || &amp;#039;&amp;#039;Reichsparteitag des Friedens&amp;#039;&amp;#039; || Friedenswille Deutschlands&amp;lt;br /&amp;gt;Absage Ende August ohne Angabe von Gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rpt_1939&amp;quot;&amp;gt;Geschichte Für Alle e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geländebegehung.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarb. Auflage. Nürnberg 1995, S.&amp;amp;nbsp;78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Am 1. September begann mit dem [[Überfall auf Polen]] der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] in Europa.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MLGK Orgel Nahaufnahme.jpg|mini|Die Orgel an ihrem heutigen Standort in der [[Martin-Luther-Gedächtniskirche|„Nazi-Kirche“]] in Berlin-Mariendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Plakette Reichsparteitag 1933.jpg|mini|hochkant|Plakette zum Reichsparteitag 1933, verliehen an alle Teilnehmer]]&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Teil der Reichsparteitage war die religionsähnlich anmutende Ausrichtung auf [[Adolf Hitler]]. In der Luitpoldhalle wurde zum Beispiel kurzzeitig die größte Orgel Europas, eine [[Eberhard Friedrich Walcker|Walcker-Kirchenorgel]], aufgebaut. Sie wurde unter anderem zur Eröffnungszeremonie des Reichsparteitages 1935 gespielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.walcker.com/downloads/berlin2432.pdf |titel=Auszug aus Michael Gerhard Kaufmann „Orgel und Nationalsozialismus“ |titelerg=Zur Walcker-Orgel Opus 2432 Bj. 1934/35 für die Martin-Luther-Kirche in Berlin-Mariendorf |hrsg=Musikwissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Kleinbittersorf |datum=1997 |format=PDF; 3,8 MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171201033100/http://www.walcker.com/downloads/berlin2432.pdf |archiv-datum=2017-12-01 |archiv-bot=2019-05-09 16:21:12 InternetArchiveBot |abruf=2017-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- Er stand als von der Vorsehung gesandter nationaler [[Erlöser]] und Führer großen Menschenmengen gegenüber, die seine Reden hörten, ihm Eide schworen und an ihm vorbei marschierten. Als Sinnbild für die [[Volksgemeinschaft]] sollten sie die Stärke des deutschen Volkes demonstrieren. Die Besucher der Reichsparteitage ordneten sich freiwillig der Disziplin und Ordnung unter und sollten unter einem gemeinsamen Willen als „neues Volk“ wieder auferstehen. -- Welche reputable (Primär-)Quelle schreibt das? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtiger Bestandteil der Reichsparteitage waren auch zahlreiche Aufmärsche und Paraden aller Organisationen des NS-Staates (Wehrmacht, [[Sturmabteilung|SA]], [[Schutzstaffel|SS]], [[Hitler-Jugend]], [[Reichsarbeitsdienst]], [[Bund Deutscher Mädel]] u.&amp;amp;nbsp;a.) und die Verkündung von wichtigen Eckpunkten der nationalsozialistischen Ideologie. So wurden während des Reichsparteitages 1935 die [[Nürnberger Gesetze|Nürnberger Rassengesetze]] „zum Schutz des deutschen Blutes“ verkündet. Die Machtdemonstration der NSDAP-Verbände beschränkten sich nicht nur auf das Reichsparteitagsgelände abseits der Innenstadt: Vorbeimärsche verschiedener Formationen vor dem &amp;#039;&amp;#039;[[Führer]]&amp;#039;&amp;#039; auf dem im Herzen der Altstadt gelegenen [[Hauptmarkt (Nürnberg)|Hauptmarkt]] – ab April 1933: Adolf-Hitler-Platz – verbanden das Parteitagsgeschehen eng mit der Stadt. Zahlreiche Zuschauer (viele von ihnen begeistert) säumten die Strecke der Marschierenden quer durch die Innenstadt. Auf dem Paradeplatz selbst wurden eigens Holztribünen aufgebaut. Die langen Züge der Massen durch die fahnengeschmückte historische Kulisse Nürnbergs stellten die gewünschte Verbindung her zwischen der ehemaligen „Stadt der Reichstage“ und der „Stadt der Reichsparteitage“. Die Partei ohne lange Geschichte versuchte, an die Vergangenheit des traditionsreichen Gemeinwesens anzuknüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jedem Parteitag kam es auch zu nicht geplanten Ausartungen&amp;lt;!-- ? --&amp;gt; in der Nürnberger Innenstadt; ein Teil der Teilnehmer ließ sich nicht an den strengen, von der Parteiführung geplanten Ablauf binden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1935 und 1938 gehörte eine Festaufführung von [[Richard Wagner]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Meistersinger von Nürnberg|Meistersingern]]&amp;#039;&amp;#039; am Eröffnungstag zum Programm.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/kultur/detailansicht-kultur/artikel/fanget-an.html &amp;#039;&amp;#039;Fanget an!&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;www.bayerische-staatszeitung.de&amp;#039;&amp;#039;, 1. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hitler war ein Bewunderer Richard Wagners und seiner Musik; diese Oper galt als Ausdruck einer „heroisch-deutschen“ [[Weltanschauung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organisiert wurden die Parteitage der NSDAP vom [[Zweckverband Reichsparteitag]] unter dem Nürnberger [[Oberbürgermeister]] [[Willy Liebel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reichsparteitagsgelände ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Reichsparteitagsgelände}}&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau des [[Reichsparteitagsgelände|Parteitagsgeländes]] 1935 erhielt Nürnberg den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Stadt der Reichsparteitage&amp;#039;&amp;#039;, mit dem auch symbolhaft der Machtanspruch der Partei dargestellt werden sollte. Der Titel wurde zum Auftakt des Parteitages 1933 (er begann am 1. September 1933&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Piper]]: [http://www.spiegel.de/einestages/ns-machtergreifung-1933-der-faule-nazi-zauber-von-nuernberg-a-947874.html &amp;#039;&amp;#039;Der faule Nazi-Zauber von Nürnberg.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel online.&amp;#039;&amp;#039; 30. August 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;) von Hitler proklamiert; mit einem ministeriellen Erlass wurde er 1936 offiziell. Das Gesamtkonzept für das 11&amp;amp;nbsp;km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; große Reichsparteitagsgelände entwickelte [[Albert Speer]] von 1934 bis 1936; ab 1935 wurde unter großem Zeitdruck begonnen, die Pläne zu verwirklichen. Das Gelände wurde niemals ganz fertiggestellt. Mit der Luitpoldarena entstand der damals größte Aufmarschplatz der Welt für 150.000 Teilnehmer. Außerdem wurden die [[Kongresshalle (Nürnberg)|Kongresshalle Nürnberg]] für 50.000 Besucher (nicht fertiggestellt), die seit 2001 das [[Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände|Dokumentationszentrum]] der Stadt Nürnberg beherbergt, das [[Zeppelinfeld#Zeppelinfeld und Zeppelinhaupttribüne|Zeppelinfeld]] – für 250.000 Teilnehmer und 70.000 Zuschauer gedacht – sowie eine große Fläche als Teilnehmerlager gebaut. Das Märzfeld mit Tribünen für 500.000 Zuschauer wurde zur Hälfte fertiggestellt. Das [[Deutsches Stadion (Nürnberg)|Deutsche Stadion]], geplant für 400.000 Zuschauer als größtes [[Sportstadion]] der Welt, verblieb weitgehend im Planungsstadium; es kam nur zur Grundsteinlegung und zu Aushubarbeiten. Der heutige [[Silbersee (Nürnberg)|Silbersee]] und Silberbuck (eine Halde aus Müll und Kriegstrümmern der ganzen Stadt) liegen auf dem Gelände und füllen die Baugrube. Die nach 1933 errichteten Steinausbauten der Luitpoldarena – wie sie z.&amp;amp;nbsp;B. im Propagandafilm &amp;#039;&amp;#039;[[Triumph des Willens]]&amp;#039;&amp;#039; zu sehen sind – wurden nach dem Krieg wieder abgerissen und renaturiert (Umnutzung als städtische Grünfläche zu Naherholungszwecken). Die Flächen des Reichsparteitagsgeländes dienen heute verschiedenen Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage sollte nach innen und nach außen den Machtanspruch des NS-Regimes demonstrieren. Zweck der Bauten war, den Besuchern das Gefühl zu geben, an etwas Großem teilzuhaben, selbst aber klein und unbedeutend zu sein. Sie unterstützten den [[Führermythos]] und sollten durch das [[Gemeinschaftsgefühl]] die [[Volksgemeinschaft]] stärken. Mit dem nächtlichen Einsatz von Flakscheinwerfern als [[Scheinwerfer#„Lichtdome“ zur Propaganda|Lichtdom]] wurde der Auftritt Hitlers spektakulär inszeniert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2004/4903/pdf/Teil_4.pdf Technische Erläuterungen des Lichtdoms mit zahlreichen Abbildungen] (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Propagandafilme ==&lt;br /&gt;
Über die Reichsparteitage von 1933 und 1934 drehte [[Leni Riefenstahl]] jeweils einen [[Nationalsozialistische Propaganda|Propaganda]]-[[Nationalsozialistische Filmpolitik|Dokumentarfilm]]. In Anlehnung an das Motto des Parteitages nannte sie den ersten Film &amp;#039;&amp;#039;[[Der Sieg des Glaubens]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Film porträtiert im 5. Themenblock auch das [[Luftschiff]] [[LZ 127|Graf Zeppelin]], welches zu diesem Reichsparteitag zu Propagandazwecken eingesetzt wurde. Nach dem [[Röhm-Putsch]] (Mitte 1934) wurde dieser Film aus dem Verkehr gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Propagandaveranstaltung von 1934 wurde von Riefenstahl mit 16 Kamerateams und über 100 Mitarbeitern zum Film &amp;#039;&amp;#039;[[Triumph des Willens]]&amp;#039;&amp;#039; verarbeitet. Für die wirkungs- und kraftvollen Bilder erhielt sie den [[Deutscher Filmpreis|Deutschen Filmpreis]] und die Goldmedaille in Venedig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer NS-Propaganda-Film, der die Reichsparteitags-Thematik behandelt, ist &amp;#039;&amp;#039;[[Der Marsch zum Führer]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1940.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Wochenschau-Berichte thematisierten Reichsparteitage (bis Juni 1940 &amp;#039;&amp;#039;[[Ufa-Tonwoche]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Juni 1940 – 22. März 1945 &amp;#039;&amp;#039;[[Die Deutsche Wochenschau]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichsparteitag 1937, Deutscher Hof, Fackelzug.jpg|mini|[[Fackelzug]] der [[Politischer Leiter|Politischen Leiter]] am [[Deutscher Hof (Nürnberg)|Deutschen Hof]], Reichsparteitag 1937]]&lt;br /&gt;
Hitler wohnte während der Nürnberger Reichsparteitage im Hotel [[Deutscher Hof (Nürnberg)|Deutscher Hof]]. Auch [[Reichsminister]] und [[Reichsleiter]] bezogen hier ihre Zimmer. Vor dem Hotel, das seit 1934 ein fester Bestandteil der Reichsparteitage war, fanden Paraden und Zapfenstreiche statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Matthias Donath]]: &amp;#039;&amp;#039;Nürnberg 1933–1945. „Stadt der Reichsparteitage“. Ein Architekturführer.&amp;#039;&amp;#039; Imhof, Petersberg 2010, ISBN 978-3-86568-488-2, S.&amp;amp;nbsp;37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Reichsparteitagen fuhren auch Mitglieder von BDM ([[Bund Deutscher Mädel]]) und [[Hitlerjugend]]. Bei 900 der BDM-Mitglieder zwischen fünfzehn und achtzehn Jahren&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Dieter Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Das gespaltene Bewusstsein. Über deutsche Kultur und Lebenswirklichkeit 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. München 1981, S  139, zitiert bei [[Harald Jähner]]: &amp;#039;&amp;#039;Wunderland. Die Gründerzeit der Bundesrepublik Deutschland 1955 bis 1967&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3-7371-0190-5, Fünftes Kapitel, Fußnote 3, S. 160.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die 1936 vom Reichsparteitag in Nürnberg zurückkehrten, wurden anschließend [[Schwangerschaft]]en festgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kater, der auch einen Fall berichtet, wonach ein eben Mutter gewordenes BDM-Mädchen 13&amp;amp;nbsp;Personen als mögliche Väter benannte. „Um wenigstens den schlimmsten Ausschweifungen Einhalt zu gebieten, wurde daraufhin dem BDM 1937 das Kampieren im Freien untersagt.“ ([[Michael H. Kater]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitler-Jugend&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Englischen von Jürgen Peter Krause. Primus-Verlag, Darmstadt 2005, ISBN 3-89678-252-5, S.&amp;amp;nbsp;95).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die An- und Abreise der Teilnehmer erfolgte größtenteils mit Zügen der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutschen Reichsbahn]]. Innerhalb kurzer Zeit reisten dabei bis zu 1,3 Millionen Besucher (1938) ab. Im [[Nürnberg Hauptbahnhof|Nürnberger Hauptbahnhof]] ergaben sich teilweise Abfertigungsintervalle von 80 Sekunden. Zwischen An- und Abreise standen Sonderzüge auf Abstellplätzen, die bis zu 400 Kilometer weit von Nürnberg entfernt waren, beispielsweise in [[Dresden]]. Die Bahnhöfe [[Bahnhof Nürnberg-Dutzendteich|Dutzendteich]] und [[Bahnhof Fischbach (b Nürnberg)|Fischbach]] wurden in den 1930er Jahren ausgebaut. Der Bau eines riesigen Bahnhofs [[Bahnhof Nürnberg-Langwasser|Nürnberg Märzfeld]], um Besucher direkt an das Reichsparteitagsgelände heranführen zu können, blieb unvollendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-museum-2004&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=DB Museum |Titel=Im Dienst von Demokratie und Diktatur: Die Reichsbahn 1920–1945 |Reihe=Geschichte der Eisenbahn in Deutschland |BandReihe=2 |Auflage=2 |Ort=Nürnberg |Datum=2004 |ISBN=3-9807652-2-9 |Seiten=80, 82}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Reichsparteitag 1933 überreichte die Stadt Nürnberg Adolf Hitler [[Albrecht Dürer|Dürers]] Kupferstich „[[Ritter, Tod und Teufel]]“ als Ehrengeschenk.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rüdiger Safranski |Titel=Romantik |Verlag=S. Fischer |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2009 |ISBN=978-3-596-18230-5 |Seiten=356}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 183-K0326-0503-003, Nürnberg, Reichsparteitag der NSDAP.jpg|Marsch der [[Sturmabteilung|SA]] durch die Nürnberger Alt&amp;amp;shy;stadt, Reichspartei&amp;amp;shy;tag 1934&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 102-04062A, Nürnberg, Reichsparteitag, SA- und SS-Appell.jpg|Reichsparteitag 1934, Totenehrung: [[Heinrich Himmler]], [[Adolf Hitler]] und [[Viktor Lutze]] an der [[Reichsparteitagsgelände#Das Gelände zwischen 1933 und 1945: Die Bauwerke|Ehrenhalle]]&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 152-42-31, Nürnberg, Leni Riefenstahl mit Heinrich Himmler.jpg|[[Leni Riefenstahl]] (2. v. l.) bei den Dreh&amp;amp;shy;arbeiten zum Film &amp;#039;&amp;#039;[[Triumph des Willens]]&amp;#039;&amp;#039;, 1934&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 183-2008-0118-501, Modell des Reichsparteitagsgeländes.jpg|Modell des [[Reichsparteitagsgelände|Reichs&amp;amp;shy;parteitagsgeländes]] auf der Pariser [[Weltfachausstellung Paris 1937|Welt&amp;amp;shy;ausstellung]], 1937&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 183-C12701, Nürnberg, Reichsparteitag, RAD-Appell.jpg|Appell des [[Reichsarbeitsdienst|Reichs&amp;amp;shy;arbeitsdienstes]], Reichs&amp;amp;shy;parteitag 1937&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 183-H12148, Nürnberg, Reichsparteitag.jpg|Fahnenaufmarsch, Reichsparteitag 1938&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Yvonne Karow: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Opfer: kultische Selbstauslöschung auf den Reichsparteitagen der NSDAP.&amp;#039;&amp;#039; Akademie Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-05-003140-9 (Habilitationsschrift FU Berlin 1994).&lt;br /&gt;
* Geschichte für Alle e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geländebegehung – Das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.&amp;#039;&amp;#039; Sandberg Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-930699-37-0.&lt;br /&gt;
* Markus Urban: &amp;#039;&amp;#039;Die Konsensfabrik. Funktion und Wahrnehmung der NS-Reichsparteitage 1933–1941.&amp;#039;&amp;#039; V &amp;amp; R Unipress, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89971-366-4 (Dissertation Universität Erlangen-Nürnberg 2006 – [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007-4-112 Rezension], [[H-Soz-Kult]]).&lt;br /&gt;
* Helmut K. H. Strauss: &amp;#039;&amp;#039;Richard Wagners Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ anläßlich der Reichsparteitage der NSDAP.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg.&amp;#039;&amp;#039; 96, 2010, S. 267–291.&lt;br /&gt;
* Siegfried Zelnhefer: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichsparteitage der NSDAP.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 46). Korn &amp;amp; Berg, Nürnberg 1991, ISBN 3-87432-118-5 (Dissertation Universität Erlangen, Nürnberg 1990).&lt;br /&gt;
* Siegfried Zelnhefer: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichsparteitage der NSDAP in Nürnberg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Verlag Nürnberger Presse, Nürnberg 2002, ISBN 3-931683-13-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nuremberg Rallies|Reichsparteitag}}&lt;br /&gt;
* [https://museen.nuernberg.de/dokuzentrum/ Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg]&lt;br /&gt;
* [https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/reichsparteitage-der-nsdap/ Shoa.de: Reichsparteitage]&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/parteitag/ Deutsches Haus der Geschichte: Reichsparteitage 1933–1939]&lt;br /&gt;
* [https://artsandculture.google.com/exhibit/das-reichsparteitagsgel%C3%A4nde-in-n%C3%BCrnberg/uQLCnoIq2KGTIg Online-Ausstellung zur Geschichte des Reichsparteitagsgeländes]&lt;br /&gt;
* [http://www.bauzeugen.de/ Informationsseite über Bauten in Nürnberg 1933–1945]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteitag in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nürnberg in der Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1930er]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Propaganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung im Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MwykMlaut</name></author>
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