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	<title>Reichsoberhandelsgericht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T04:57:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reichsoberhandelsgericht&amp;diff=581731&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-03-22T10:50:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsoberhandelsgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ROHG) in [[Leipzig]] war ein oberster Gerichtshof. Errichtet wurde es im Jahr 1869 als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bundesoberhandelsgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bund]]. Im Jahr 1879 löste das [[Reichsgericht]] es ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Bundesoberhandelsgericht wurde auf Betreiben [[Königreich Sachsen|Sachsens]] und [[Preußen]]s durch Bundesgesetz vom 12. Juni 1869 geschaffen. Das [[Gericht]] nahm seine Tätigkeit am 5. August 1870&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Detlev Fischer |Titel=Zur Geschichte der höchstrichterlichen Rechtsprechung in Deutschland |Hrsg= |Sammelwerk=JuristenZeitung |Band=65 |Nummer=22 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2010 |ISBN= |ISSN=0022-6882 |JSTOR=20830325 |Seiten=1077, 1080-1083}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf und sah sich fortan in der Tradition des [[Reichskammergericht]]s. An der Konstituierung des Gerichtshofs hatte der Bundeskanzler [[Otto von Bismarck]] entgegen ursprünglichen Planungen aufgrund des Ausbruchs des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Kriegs]] nicht teilnehmen können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11044205_00025.html ROHGE 1, 7.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bundesoberhandelsgericht war zunächst ein Obergericht des Norddeutschen Bundes, ab dem 1. Januar 1871 des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reichs]] und als solches zuständig für Streitigkeiten des [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrechts]] und des [[Wechsel (Urkunde)|Wechselrechts]]. Seine [[Zuständigkeit (Recht)|Zuständigkeiten]] wurden in der Folgezeit örtlich und sachlich ausgeweitet. Das Gericht war auch in Strafsachen tätig. Es trat in Strafsachen aus [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Elsaß-Lothringen]] nach 1871 an die Stelle des [[Kassationshof (Frankreich)|französischen Kassationshof]]s. Mit Wirkung zum 1. August 1871 wurden am Gerichtshof zwei Senate gebildet, sein Präsident [[Heinrich Eduard von Pape]] verteilte die anfallenden Sachen auf die einzelnen Senate. Er stand dem I. Senat vor, während der II. Senat von Vizepräsident [[August Drechsler]] geleitet wurde. Ein III. Senat wurde 1874 unter der Führung von [[Karl Hocheder]] gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Vor dem Reichsoberhandelsgericht gab es keine [[Singularzulassung]], jeder Anwalt oder Advokat – eine einheitliche Anwaltschaft wurde erst 1879 geschaffen – konnte vor Gericht plädieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Emil Boyens]] (1848–1925): Die Rechtsanwälte am Reichsgericht in den ersten 25 Jahren seines Bestehens, in: Die ersten 25 Jahre des Reichsgerichts, Sonderheft des Sächsischen Archivs für Deutsches Bürgerliches Recht zum 25-jährigen Bestehen des höchsten Deutschen Gerichtshofs, S. 142; [[s:Gesetz, betreffend die Errichtung eines obersten Gerichtshofes für Handelssachen#§. 10.|§ 10 des Gesetzes, betreffend die Errichtung eines obersten Gerichtshofes für Handelssachen, vom 12. Juni 1869]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gericht hatte in etwa 30 verschiedene Prozessordnungen anzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ROHG war im Regelfall Gericht der nach Art.&amp;amp;nbsp;12 der [[Deutsche Bundesakte|Bundesakte]] von 1815 garantierten dritten [[Instanz (Recht)|Instanz]], in Sonderfällen aber auch der zweiten oder vierten Instanz. Es löste für die Mitgliedsstaaten die entsprechenden Obergerichte der einzelnen Länder und [[Freie Stadt|Freien Städte]] in den ihm ausschließlich zugewiesenen sachlichen Zuständigkeiten ab und übernahm insoweit von diesen die entsprechenden Verfahren zur Fortführung. Seine [[Urteil (Rechtswissenschaft)|Urteile]] ergingen zunächst „im Namen des norddeutschen Bundes“, später „im Namen des Deutschen Reiches“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Judikatur|Rechtsprechung]] des ROHG prägte die Praxis und Lehre des deutschen [[Wechselgesetz|Wechselrechts]] nachhaltig. Mit ihm begann eine Gerichtstradition, die sich über das [[Reichsgericht]] bis zum heutigen [[Bundesgerichtshof]] fortsetzt. Dies zeigt sich exemplarisch an der Entscheidungssammlung „[[s:Entscheidungen des Reichsoberhandelsgerichts|Entscheidungen des Reichsoberhandelsgerichts]]“ (BOHGE/ROHGE), die in 25 Bänden erschien und in deren Tradition die späteren „Entscheidungen des Reichsgerichts“ ([[Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen|RGZ]]/[[Entscheidungen des Reichsgerichts in Strafsachen|RGSt]]) und die „Entscheidungen des Bundesgerichtshofs“ ([[Entscheidungen des Bundesgerichtshofes in Zivilsachen|BGHZ]]/[[Entscheidungen des Bundesgerichtshofes in Strafsachen|BGHSt]]) stehen. Ebenso ergehen die Entscheidungen der Bundesgerichtshof bis heute „von Rechts wegen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Inkrafttreten der [[Reichsjustizgesetze]] von 1878 trat das [[Reichsgericht]] mit Wirkung zum 1. Oktober 1879 an seine Stelle. Einziger Präsident des ROHG während der Zeit seines Bestehens war [[Heinrich Eduard von Pape]], der bereits an den gesetzgeberischen Vorarbeiten für das Bundesoberhandelsgericht beteiligt gewesen war. Von den [[Liste der Richter am Reichsoberhandelsgericht|32 Richtern]] die während des Bestehens des Reichsoberhandelsgerichts an ihm tätig gewesen waren, traten 19 in den Dienst des Reichsgerichts über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidungen des Reichsoberhandelsgerichts sind in der gerichtsinternen „Sammlung Sämmtlicher Erkenntnisse des Reichs-Oberhandelsgerichts“ überliefert, die sich heute beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe findet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Detlev Fischer (Richter)|Detlev Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der höchstrichterlichen Rechtsprechung in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Juristenzeitung|JuristenZeitung]]. Band 65, 2010, S. 1077–1083. {{JSTOR|20830325}}&lt;br /&gt;
* Thomas Henne: &amp;#039;&amp;#039;„Jüdische Richter“ am Reichs-Oberhandelsgericht und am Reichsgericht bis 1933&amp;#039;&amp;#039;. In: Ephraim-Carlebach-Stiftung (Hrsg.), Antisemitismus in Sachsen im 19. und 20. Jahrhundert, Dresden 2004, S. 142–155.&lt;br /&gt;
* Thomas Henne: &amp;#039;&amp;#039;Richterliche Rechtsharmonisierung: Startbedingungen, Methoden und Erfolge in Zeiten beginnender staatlicher Zentralisierung analysiert am Beispiel des Oberhandelsgerichts&amp;#039;&amp;#039;. In: Kontinuitäten und Zäsuren in der europäischen Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main: Lang. - 1999, S. 335–355.&lt;br /&gt;
* A. Stegemann: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsprechung des Deutschen Oberhandelsgerichts zu Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1871&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Axel Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Die Entscheidungen des Reichsoberhandelsgerichts in Strafsachen&amp;#039;&amp;#039;,  Diss. Marburg 1996 (= Kriminalwissenschaftliche Studien Band 22, Marburg 1997).&lt;br /&gt;
* Sabine Winkler: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundes- und spätere Reichsoberhandelsgericht – Eine Untersuchung seiner äusseren und inneren Organisation sowie seiner Rechtsprechungstätigkeit unter besonderer Berücksichtigung der kaufmännischen Mängelrüge&amp;#039;&amp;#039;. Paderborn 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Richter am Reichsoberhandelsgericht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Gesetz, betreffend die Errichtung eines obersten Gerichtshofes für Handelssachen|Gesetz, betreffend die Errichtung eines obersten Gerichtshofes für Handelssachen. Vom 12. Juni 1869}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Entscheidungen des Reichsoberhandelsgerichts}}&lt;br /&gt;
* [[Andreas M. Fleckner]]: &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts, 2009:&amp;#039;&amp;#039; [https://hwb-eup2009.mpipriv.de/index.php/Reichsoberhandelsgericht_(mit_Reichsgericht) &amp;#039;&amp;#039;Reichsoberhandelsgericht (mit Reichsgericht)&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 24. Mai 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsoberhandelsgericht| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Gericht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Norddeutscher Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gericht (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerichtsgründung 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1879]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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