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	<title>Reichskanzlei - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Organisation: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die &amp;#039;&amp;#039;Reichskanzlei&amp;#039;&amp;#039; des Deutschen Reichs. Weitere Bedeutungen siehe [[Reichskanzlei (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:1895 reichskanzlerpalais.jpg|mini|Reichskanzlerpalais, um 1895]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichskanzlei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war die Behörde des [[Reichskanzler]]s des [[Deutsches Reich|Deutschen Reichs]] von 1878 bis 1945. Sie war vor allem für den Verkehr des Reichskanzlers mit den übrigen Reichs- und [[Staatsorgan]]en verantwortlich. Ihre Leitung oblag einem [[Staatssekretär]]. Die Reichskanzlei wurde zuweilen auch „Reichskanzleramt“ genannt. Sie ist nicht zu verwechseln mit dem tatsächlichen [[Bundeskanzleramt (Norddeutscher Bund)|Bundeskanzleramt des Norddeutschen Bundes]], das seit 1871 &amp;#039;&amp;#039;Reichskanzleramt&amp;#039;&amp;#039; hieß. Dieses entwickelte sich ab 1878 zum [[Reichsamt des Innern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsgebäude der Reichskanzlei war ein Palais in der [[Wilhelmstraße (Berlin-Mitte)|Wilhelmstraße]] 77 in [[Berlin]]. Das Reich hatte es 1875 auf Drängen [[Otto von Bismarck]]s als Sitz der Reichskanzlei erworben. Das Gebäude hieß nach dem Bauherren &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palais Schulenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder der Familie des letzten Erwerbers [[Anton Radziwiłł|Antoni Henryk Radziwiłł]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palais Radziwill&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder nach der Funktion &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichskanzlerpalais&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und ab 1930 nach einer Überformung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alte Reichskanzlei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
Chef der Behörde war ursprünglich der [[Reichskanzler]] selbst, dem der &amp;#039;&amp;#039;[[Staatssekretär]] in der Reichskanzlei&amp;#039;&amp;#039; für die innere Organisation der Behörde zur Seite stand (siehe [[Liste der Staatssekretäre der Reichskanzlei]]). Erst in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde 1934 Staatssekretär [[Hans Heinrich Lammers]] zum „Staatssekretär und Chef der Reichskanzlei“ ernannt und 1937 zum „[[Reichsminister]] und Chef der Reichskanzlei“ befördert. Da das [[Reichskabinett]] nicht mehr zusammentrat, wurde die Reichskanzlei zu einer der zentralen Stellen der [[Polykratie]] des [[NS-Staat]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Staatssekretär unterstanden zunächst nur wenige [[Referat (Organisation)|Referate]] (siehe [[Liste der Beamten der Reichskanzlei zur Zeit der Weimarer Republik]]). Jedem Referenten war die Zuständigkeit für mehrere oberste [[Reichsbehörde]]n übertragen. 1934 bis 1936 bestand das Personal der Reichskanzlei aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ministerialrat]] [[Richard Wienstein]] (ständiger Stellvertreter des Staatssekretärs, Referent für [[Reichsministerium des Innern]], [[Reichsjustizministerium]], [[Reichswehrministerium|Reichskriegsministerium]], [[Reichsstatthalter]], Länder, Verfassungs- und Verwaltungsfragen)&lt;br /&gt;
** Ministerialrat [[Konrad Ehrich]] (Unterstützungsgesuche privater Personen, Durchgangssachen; [[Reichsluftfahrtministerium]], [[Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung]], Deutsche Nothilfe, Sport, [[Erziehung im Nationalsozialismus|Jugenderziehung und -ertüchtigung]], [[Reichsarbeitsdienst]])&lt;br /&gt;
* [[Ministerialdirigent]] [[Willy Meerwald (Beamter)|Willy Meerwald]] (Persönlicher Referent [[Adolf Hitler]]s und Referent für inländische Presse, [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstag]], Aufwandsentschädigung des „Führers und Reichskanzlers“ und Anforderungen des Fonds für besondere Repräsentation, Verwendung des Namens des „Führers und Reichskanzlers“)&lt;br /&gt;
* Ministerialrat [[Hermann von Stutterheim (Jurist, 1887)|Hermann von Stutterheim]] (Persönlicher Referent Lammers‘, auch zuständig für Angelegenheiten auf besondere Zuweisung des Staatssekretärs)&lt;br /&gt;
* [[Regierungsassessor]] Edwin Nordmann, dann [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] der [[Schutzpolizei]] [[Karl Deckert]] ([[Adjutant]] Lammers‘)&lt;br /&gt;
* Beauftragter für Wirtschaftsfragen [[Wilhelm Keppler]]&lt;br /&gt;
* Ministerialrat [[Franz Willuhn]] ([[Reichswirtschaftsministerium]], [[Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft]] einschließlich [[Osthilfe (Deutsches Reich)|Osthilfe]] und ländliche Siedlung, [[Reichsverkehrsministerium]], [[Reichspostministerium]], [[Reichsforstamt|Reichsforst- und Reichsjägeramt]], [[Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen]], [[Reichsbank]], [[Reichskommissar für die Preisbildung]], [[Zoll (Abgabe)|Zoll]], [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Reichsbahn]])&lt;br /&gt;
* Ministerialrat [[Leo Killy]] (Generalreferent für den Reichshaushalt, [[Reichsfinanzministerium]], [[Reichsarbeitsministerium]], [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda]], Arbeitsbeschaffung, Beamten-, Angestellten- und Besoldungssachen, [[Finanzausgleich (Deutschland)|Finanzausgleich]], Siedlungswesen)&lt;br /&gt;
** Regierungsrat [[Wilhelm Steinmeyer]] (Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen einschließlich Zahlstelle, Haushalte der Reichskanzlei, der [[Minister ohne Geschäftsbereich|Reichsminister ohne Geschäftsbereiche]] sowie der dem „Führer und Reichskanzler“ unmittelbar unterstellten Dienststellen, Ruhegehalts-, Witwen- und Wartegeldempfänger, Reise- und Umzugskosten)&lt;br /&gt;
* Ministerialrat [[Hans Thomsen]] ([[Auswärtiges Amt]], Außenhandelsverträge, ausländische Presse, [[Saargebiet]])&lt;br /&gt;
* Ministerialbürodirektor [[Rudolf Ostertag]] (Ausfertigung und Verkündung von Gesetzen sowie von Ernennungsurkunden im Benehmen mit den sonst zuständigen Referenten, persönliche Angelegenheiten der Bediensteten der Reichskanzlei, Gebäudeverwaltung, Einladungen zu Kabinettssitzungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Referate wurden Mai 1936 in zunächst zwei [[Abteilung (Organisation)|Abteilungen]] (Abteilung A und Abteilung B) zusammengefasst, wobei die Abteilung A in der [[Reichskanzlei Dienststelle Berchtesgaden]] untergebracht war. Der Abteilung A unter Meerwald waren Stutterheim, Deckert und Ehrich zugeordnet, der Abteilung B unter Wienstein die restlichen Referenten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Deutsches Reich Reichskanzlei |Titel=Akten der Reichskanzlei: August 1934 - Mai 1935 : Dokumente Nr. 1 - 168 / bearb. von Friedrich Hartmannsgruber |Verlag=Boldt |Datum=1999 |ISBN=3-486-56399-8 |Seiten=XXVIII |Online={{Google Buch |BuchID=6_u7AAAAIAAJ}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 wurden die von den zu [[Reichskabinettsrat|Reichskabinettsräten]] beförderten Beamten Leo Killy, Hermann von Stutterheim und [[Hans Ficker]] geleiteten Referate zu Abteilungen aufgewertet, ohne dass damit eine Änderung der Zuständigkeiten verbunden war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Deutsches Reich Reichskanzlei |Titel=Akten der Reichskanzlei: August 1934 - Mai 1935 : Dokumente Nr. 1 - 168 / bearb. von Friedrich Hartmannsgruber |Verlag=Boldt |Datum=1999 |ISBN=3-486-56399-8 |Seiten=XXXI |Online={{Google Buch |BuchID=6_u7AAAAIAAJ}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt war die Reichskanzlei unter Lammers und Staatssekretär [[Friedrich Wilhelm Kritzinger (Ministerialdirektor)|Friedrich Wilhelm Kritzinger]] in fünf Abteilungen gegliedert:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://whlcollections.org/fullscreen/1655-0730/ |titel=Undated statement by Dr. Gottfried Boley concerning the organisation and function of the Reich Chancellery |werk=[[Wiener Holocaust Library]] |sprache=en |abruf=2025-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Abteilung A: Personal, Gebäude, Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Reichstag, Öffentliches Gesundheitssystem, [[Deutsches Rotes Kreuz]], Waffenrecht, Sport, Unterstützungskassen (Leiter: Ministerialdirektor Willy Meerwald, Mitarbeiter: Ministerialrat Konrad Ehrich, Ministerialbürodirektor: Oberregierungsrat [[Walter Büsch]])&lt;br /&gt;
* Abteilung B: Reichswirtschaftsministerium, [[Vierjahresplan]], Reichsbank, Reichsverkehrsministerium, Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, [[Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion]], Reichsforstmeister, Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, [[Generalinspektor für Wasser und Energie]], [[Generalbevollmächtigter für die Regelung der Bauwirtschaft]] (Leiter: Reichskabinettsrat Franz Willuhn)&lt;br /&gt;
* Abteilung C: allgemeines Haushaltsrecht und -system, Haushalt der Reichskanzlei, Reichsfinanzministerium, Reichsarbeitsministerium, [[Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz]], Recht und Rechtssetzung der öffentlichen Verwaltung, [[Orden und Ehrenzeichen]] (in Zusammenarbeit mit der [[Präsidialkanzlei]]), [[Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt]], [[Hermann Giesler|Generalbaurat für die Neugestaltung der Hauptstadt der Bewegung]], [[Reichsbaurat für die Stadt Linz an der Donau]], Anpassung der Gehälter der öffentlichen Bediensteten außerhalb der Reichsgrenzen (Leiter: Reichskabinettsrat Leo Killy (als „[[jüdischer Mischling]]“ im November 1944 entlassen), Mitarbeiter: Ministerialrat Gottfried Boley, Oberregierungsrat Paul Hänsel, Oberregierungsrat Felix Kaiser)&lt;br /&gt;
* Abteilung D: Auswärtiges Amt, [[Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete]], [[Reichskommissar für den sozialen Wohnungsbau]], allgemeine Angelegenheiten des [[Generalgouvernement]]s und der besetzten Gebiete,  [[Hermann Esser|Staatssekretär für Fremdenverkehr]], [[Protektorat Böhmen und Mähren]] (Leiter: Reichskabinettsrat Hermann von Stutterheim, Mitarbeiter: Ministerialrat Hans Rabe)&lt;br /&gt;
* Abteilung E: Reichsministerium des Innern (außer die Zuständigkeiten der Abteilung A), [[Oberkommando der Wehrmacht]], Reichsluftfahrtministerium, Reichsjustizministerium, [[Reichsministerium für die kirchlichen Angelegenheiten]], Reichsarbeitsdienst, [[Hermann Göring|Preußischer Ministerpräsident]], [[Chef der Zivilverwaltung|Chefs der Zivilverwaltung]], [[Reichsstelle für Raumordnung]] (Leiter: Reichskabinettsrat Hans Ficker)&lt;br /&gt;
* [[Pressereferent|Pressechef]] der Reichsregierung: Staatssekretär [[Otto Dietrich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Adelspalais ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Wilhelmplatz, Federzeichnung von C.H. Horst, etwa 1733.jpg|mini|[[Wilhelmplatz (Berlin)|Wilhelmplatz]] um 1733: links (mit bläulichem Dach): [[Palais Marschall]], rechts davon das (erst geplante) Palais Schulenburg (Wilhelmstraße&amp;amp;nbsp;77, die spätere Reichskanzlei), an der Nordseite das [[Ordenspalais]] (Palais [[Karl Ludwig Truchsess von Waldburg|Waldburg]]).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Stadtpalais]] wurde 1738/1739 von [[Carl Friedrich Richter]] für den Generalmajor Graf [[Adolph Friedrich von der Schulenburg]] erbaut. Dieser war ein enger Vertrauter des „Soldatenkönigs“ [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm I.]], der die [[Friedrichstadt (Berlin)|Friedrichstadt]] ausgebaut und vor allem für den Bau der Adelspalais in der Wilhelmstraße gesorgt hatte. Der König nahm 1740 sein letztes auswärtiges Mittagessen in diesem neu erbauten Palais ein. Nach seinem Tod schickte [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]] den General Schulenburg, der bei ihm nicht in höchster Gnade stand, in den [[Erster Schlesischer Krieg|Ersten Schlesischen Krieg]], in dem er 1741 in der [[Schlacht bei Mollwitz]] fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Friedrichstadt sonst von einer durchgehenden Häuserfront gekennzeichnet war, durfte dem Hauptgebäude hier ein von Seitenflügeln flankierter [[Ehrenhof (Schloss)|Ehrenhof]] vorgesetzt werden. Allerdings nahm man durch die Ausrichtung des benachbarten [[Palais Marschall]] auf die [[Mohrenstraße (Berlin)|Mohrenstraße]] in Kauf, dass das Palais Schulenburg an die Nordwestecke des [[Wilhelmplatz (Berlin)|Wilhelmplatzes]] gedrängt wurde und sein Ehrenhof so ohne Bezug zur Platzanlage blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Palais Radziwill.JPG|mini|Palais Schulenburg-Radziwiłł, um 1830]]&lt;br /&gt;
Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb 1795 der polnische Fürst [[Antoni Henryk Radziwiłł]] das Palais, nicht zuletzt, um seine Verlobung mit Prinzessin [[Luise von Preußen (1770–1836)|Luise von Preußen]] zu ermöglichen. Diese war im gegenüberliegenden Ordenspalais aufgewachsen, das ihr Vater Prinz [[August Ferdinand von Preußen|Ferdinand]] als Herrenmeister des [[Johanniterorden#Ballei Brandenburg|Johanniterordens]] bewohnte, der sich 1786 auch das [[Schloss Bellevue]] erbaut hatte. Die nicht ganz ebenbürtige Ehe mit dem komponierenden Fürsten, die die energische Prinzessin durchsetzte, gestaltete sich glücklich. Gemeinsam mit ihrem Mann empfing sie in ihrem Haus, dem nunmehrigen Palais Radziwiłł, zahlreiche Künstler und Gelehrte, mit denen sie ohne höfische Etikette verkehrte; sie unterhielt hier von 1796 bis 1815 einen [[Literarischer Salon|Salon]]. Zu den Freunden des Hauses zählten die Gelehrten [[Wilhelm von Humboldt]] und [[Alexander von Humboldt]], die Generäle [[August Neidhardt von Gneisenau|Gneisenau]] und [[Carl von Clausewitz|Clausewitz]], die Salonnière [[Dorothea von Kurland]], der Historiker [[Barthold Georg Niebuhr|Niebuhr]] und der Ministerpräsident [[Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein|Freiherr vom Stein]]. Auch [[Goethe]], [[Chopin]], [[Felix Mendelssohn Bartholdy]] und [[Karl Friedrich Schinkel]] gehörten zu ihren Gästen. Infolge zahlreicher polnischer Gäste wurde das Palais zum Symbol des „polnischen Berlins“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.porta-polonica.de/de/atlas-der-erinnerungsorte/das-palais-radziwill Das Palais Radziwill], porta-polonica.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Teilungen Polens]] führten zu einer politisch schwierigen Situation, durch die Warschau zeitweise preußisch wurde. Antoni Henry Radziwiłł strebte ein möglichst unabhängiges Polen unter preußischem Schutz an, doch lag der Hauptteil seiner Besitzungen nach dem [[Wiener Kongress]] im russisch kontrollierten [[Kongresspolen]], in [[Weißrussland]] und der [[Ukraine]]. Sein prunkvolles [[Präsidentenpalast (Warschau)|Radziwiłł-Palais]] im Zentrum von Warschau verkaufte er 1818 dem polnischen Staat, wurde Statthalter des preußischen [[Großherzogtum Posen|Großherzogtums Posen]] und lebte überwiegend in Berlin. Sein Sohn [[Wilhelm von Radziwill]] und sein Enkel [[Anton von Radziwill]] wurden preußische Generäle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungssitz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:B Palais Reichskanzler 1878.jpg|mini|Reichskanzlerpalais (1878)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1869 kaufte [[Bismarck]] das Palais von der Familie [[Radziwiłł|Radziwill]] für Zwecke der [[Königreich Preußen|preußischen]] Staatsregierung. 1875 erwarb das [[Deutsches Kaiserreich|Kaiserreich]] das Gebäude vom preußischen Staat, das in Zukunft als Wohn- und [[Amtssitz]] des jeweiligen Reichskanzlers diente. In den Jahren 1875–1878 erfolgte im Inneren des Gebäudes ein Umbau nach Plänen von [[Wilhelm Neumann (Architekt, 1826)|Wilhelm Neumann]]. Ab 1878 nutzte Bismarck das Palais als Residenz und die neu gegründete Behörde &amp;#039;&amp;#039;Zentralbureau des Reichskanzlers&amp;#039;&amp;#039; bezog mit ihm zusammen das Palais. Bismarck schlug zudem die Umbenennung des Palais in &amp;#039;&amp;#039;Reichskanzlei&amp;#039;&amp;#039; vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1878 tagte im Festsaal, in der Mitte des Obergeschosses, der [[Berliner Kongress]], der unter der Vermittlung Bismarcks eine Beilegung der vorangegangenen [[Balkankrise]] aushandelte. Auch die [[Kongokonferenz]] (1884/1885), die die [[Wettlauf um Afrika|koloniale Aufteilung Afrikas]] regelte, fand an diesem Ort statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1928 und 1930 entstand ein Erweiterungsbau auf dem benachbarten Grundstück Wilhelmstraße&amp;amp;nbsp;78. Die entsprechenden Vorarbeiten leitete der Staatssekretär der Reichskanzlei. Für das zu errichtende Gebäude gab es im Frühjahr 1927 einen Einladungs-Wettbewerb, der vorsah, die Lücke zwischen dem vorhandenen Kanzleigebäude und dem [[Palais Borsig]] stilistisch angepasst zu schließen. Für die notwendigen Arbeiten standen mehr als 200.000&amp;amp;nbsp;[[Reichsmark|Mark]] bereit (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund {{Inflation|DE|200000|1928|r=-3}}&amp;amp;nbsp;Euro).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/kalender/auswahl/date/1927-01-19/27112366/?no_cache=1 &amp;#039;&amp;#039;Erweiterungsbau der Reichskanzlei&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vossische Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 19.&amp;amp;nbsp;Januar 1927, Morgenausgabe, S.&amp;amp;nbsp;5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Architekten [[Eduard Jobst Siedler]] und [[Robert Kisch]] waren die Sieger des Wettbewerbes und ihre Pläne wurden weitestgehend umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reichskanzlerpalais war zwischen 1932 und 1933 vorübergehend Dienstwohnung des [[Reichspräsident]]en [[Paul von Hindenburg]], da zu dieser Zeit Hindenburgs Wohnung im [[Reichspräsidentenpalais]] (Wilhelmstraße&amp;amp;nbsp;73) renoviert wurde. Obwohl er am 3. Dezember 1932 seinen Posten als Reichskanzler aufgeben musste, blieb [[Franz von Papen]] in seiner Dienstwohnung leben und hatte somit wiederholt unmittelbaren Kontakt zum greisen Staatsoberhaupt und Mitgliedern der [[Kamarilla]]. Der neue Kanzler [[Kurt von Schleicher]] lebte noch immer in seiner Wohnung im [[Bendlerblock]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rüdiger Barth, Hauke Friedrichs |Titel=Die Totengräber. Der letzte Winter der Weimarer Republik. |Verlag=Ullstein |Ort=Berlin |Datum=2018 |Seiten=145-146}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;140&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 146-1998-013-20A, Berlin, Reichskanzlei.jpg|Ehrenhof&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 146-1991-041-00, Berlin, Alte Reichskanzlei.jpg|Treppenhaus&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 183-H29004, Berlin, Alte Reichskanzlei, Kabinettsaal.jpg|Alter Kabinettsaal&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 102-02064, Kabinett Luther.jpg|[[Kabinett Luther I]] (1925/26)&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 146-1980-008-07A, Berlin, Alte Reichskanzlei, Kabinettssitzungssaal.jpg|Neuer Kabinettsaal im Erweiterungsbau um 1930&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 146-1997-022-35, Reichskanzlei-Arbeitszimmer.jpg|Arbeitszimmer des Reichskanzlers&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 146-1991-078-19A, Berlin, Alte Reichskanzlei, Bibliothek.jpg|Bibliothek der Reichskanzlerwohnung, über dem Kamin das [[Bismarck (Adelsgeschlecht)|Bismarck]]-Wappen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
In den Jahren 1934/1935 erfolgten ein erneuter Umbau sowie eine Neueinrichtung der Wohn- und Arbeitsräume für [[Adolf Hitler]], der &amp;#039;&amp;#039;Führerwohnung&amp;#039;&amp;#039;, durch [[Paul Ludwig Troost]], [[Gerdy Troost]] und [[Leonhard Gall]]. Dabei verlegten die Architekten die Repräsentationsräume für den Empfang von Gästen von der ersten Etage in das Erdgeschoss. Dieses beherbergte im alten [[Corps de Logis]] (Mittelbau) des Palais neben der Vorhalle auf der Gartenseite den Salon sowie den neu angebauten &amp;#039;&amp;#039;Saalbau&amp;#039;&amp;#039; mit großem Speisesaal für diplomatische Empfänge und einem [[Wintergarten]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Karte-reichskanzlei.jpg|3D-Modell der Reichskanzlei]]: 15&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;alte Reichskanzlei, 18&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;Erweiterungsbau 1930, 14&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;Saalbau 1935, rot&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;Bunker, links 1943, rechts 1935, 1/2/3&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;Neue Reichskanzlei 1939.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kabinettsaal wurde vom Erweiterungsbau (1930) zurück in den Konferenzsaal im Obergeschoss des Mittelbaus verlegt. Nach der Fertigstellung der &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Reichskanzlei|Neuen Reichskanzlei]]&amp;#039;&amp;#039; wurde der Kabinettsaal dorthin verlegt, während der Konferenzsaal meist ungenutzt blieb, nur Hitlers Geburtstagsgeschenke wurden hier alljährlich aufgestellt. Außerdem befanden sich in der ersten Etage Hitlers privates Arbeitszimmer, sein Schlafzimmer mit Bad und das Zimmer von [[Eva Braun]]. Auf der Gartenseite wurde unter Speisesaal und Wintergarten ein [[Luftschutzbunker]] errichtet, der „Vorbunker“ des späteren [[Führerbunker]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Plänen von Hitlers Hausarchitekten [[Albert Speer]] entstand 1935–1943 die &amp;#039;&amp;#039;Neue Reichskanzlei&amp;#039;&amp;#039; entlang der [[Voßstraße]]; ein Neubau, der mit seinen monumentalen Ausmaßen von 421&amp;amp;nbsp;Metern in der Länge den Herrschaftsanspruch der [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] widerspiegeln sollte. Die offizielle Einweihung des in Teilen noch nicht fertiggestellten Bauwerkes fand am 10. Januar 1939 statt. Im Garten der Alten Reichskanzlei wurde westlich des Saalbaus ab 1943 der [[Führerbunker]] angelegt.&amp;lt;!-- Die „Neue Reichskanzlei“ hatte schlicht und einfach keinen Garten. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde 1945 die Alte Reichskanzlei schwer beschädigt. Am 13.&amp;amp;nbsp;Oktober 1948 ordnete die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland]] (SMAD) an, den mit dem [[NS-Staat|NS-Regime]] verbundenen Gebäudekomplex aus Palais Borsig sowie Alter und Neuer Reichskanzlei abzutragen, weil er zu einer [[Wallfahrtsort|Wallfahrtsstätte]] von [[Rechtsextremismus|Rechtsextremisten]] hätte werden können. Die Ruine der Alten Reichskanzlei wurde daraufhin bereits im Laufe des Jahres 1949 beseitigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 146-2006-0097, Berlin, Alte Reichskanzlei.jpg|Erweiterungsbau von 1928/30, rechts der Altbau&lt;br /&gt;
 Karte-reichskanzlei.jpg|Gebäudekomplex aus Alter (Nr.&amp;amp;nbsp;15) und Neuer Reichskanzlei (Nr.&amp;amp;nbsp;1–3), Saalbau (14) mit Bunker (10), Erweiterungsbau (Nr.&amp;amp;nbsp;18) mit dem [[Palais Borsig]] an der [[Wilhelmstraße (Berlin-Mitte)|Wilhelm-]] / Ecke [[Voßstraße]]&lt;br /&gt;
 Place Of Hitler Bunker 2007.jpg|Anzeigetafel &amp;#039;&amp;#039;[[Führerbunker]]&amp;#039;&amp;#039; im ehemaligen Garten der Alten Reichskanzlei&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 146-1980-008-09A, Berlin, Neue Reichskanzlei.jpg|[[Neue Reichskanzlei]] (Längsfront Voßstraße)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Sandkühler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichskanzlei in der Wilhelmstraße 1871–1945 und Adolf Hitlers „Führerwohnung“: Geschichte eines vergessenen Ortes.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Susanne Kähler]], Wolfgang Krogel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Bär von Berlin. Jahrbuch des Vereins für die Geschichte Berlins&amp;#039;&amp;#039;. 65.&amp;amp;nbsp;Jg., Berlin 2016, S.&amp;amp;nbsp;101–138.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Laurenz Demps]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Berlin-Wilhelmstraße. Eine Topographie preußisch-deutscher Macht&lt;br /&gt;
   |Auflage=3., aktualisierte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Ch.Links&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2000&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-86153-228-X}}&lt;br /&gt;
* Sonja Günther: &amp;#039;&amp;#039;Design der Macht. Möbel für Repräsentanten des „Dritten Reiches“.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1992, ISBN 3-421-03029-4.&lt;br /&gt;
* Dietmar Arnold, Reiner Janick: &amp;#039;&amp;#039;Neue Reichskanzlei und „Führerbunker“ – Legenden und Wirklichkeit&amp;#039;&amp;#039;. Ch. Links Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-86153-353-7.&lt;br /&gt;
* Hans Günter Hockerts: &amp;#039;&amp;#039;Basislager der Forschung: Die Edition der Akten der Reichskanzlei.&amp;#039;&amp;#039; Über die erhaltenen Akten der Reichskanzlei. 2005. (Überblick über eine bedeutende Quellenpublikation, Link siehe unter Weblinks). ([https://web.archive.org/web/20110617233616/http://www.badw.de/aktuell/akademie_aktuell/2005/heft3/09_Hockerts.pdf web.archive.org], PDF; 447&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* Manfred Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Von der Reichskanzlei zum Bundeskanzleramt – Vor 120 Jahren: Bismarck gründet die Reichskanzlei.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv des öffentlichen Rechts|AöR]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;124, 1999, S.&amp;amp;nbsp;108–130.&lt;br /&gt;
* Christoph Neubauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichskanzlei – Architektur der Macht.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;1733–1875.&amp;#039;&amp;#039; Neubauer Verlag, Großschönau 2014, ISBN 978-3-9813977-1-0. [https://heute-erlebt.de/die-reichskanzlei/ (die-reichskanzlei.de)]&lt;br /&gt;
* [[Andreas Nachama]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Wilhelmstraße 1933–1945 – Aufstieg und Untergang des NS-Regierungsviertels&amp;#039;&amp;#039;. Stiftung [[Topographie des Terrors]], 2012, ISBN 978-3-941772-10-6, S.&amp;amp;nbsp;45&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Christoph Neubauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichskanzlei – Eine Werkanalyse – Die Eingangshalle.&amp;#039;&amp;#039; Christoph Neubauer Verlag, 2024, 80 S., ISBN 978-3-911651-00-4.&lt;br /&gt;
* Christoph Neubauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichskanzlei – Eine Werkanalyse – Der Ehrenhof.&amp;#039;&amp;#039; Christoph Neubauer Verlag, 2025, 110 S., ISBN 978-3-911651-02-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0000/index.html Online-Version der Edition „Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik“]&lt;br /&gt;
* [https://atelier-neubauer.de/die-reichskanzlei-eine-rekonstruktion/ 3D-Rekonstruktion der Neuen Reichskanzlei]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.porta-polonica.de/de/atlas-der-erinnerungsorte/das-palais-radziwill Das Palais Radziwill.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Porta Polonica. Dokumentationsstelle zur Kultur und Geschichte der Polen in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 1. Juni 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Behörde (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Standort der Exekutive in Deutschland]]&lt;br /&gt;
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