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	<title>Reichsjugend - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Crazy1880: linkfix</title>
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		<updated>2026-02-24T05:57:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsjugend&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versuchten die 1952 verbotene [[Sozialistische Reichspartei]] (SRP) und die [[Deutsche Reichspartei (1950)|Deutsche Reichspartei]] (DRP) Jugendorganisationen zu etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Reichsjugend Matthaei ===&lt;br /&gt;
Pläne zum Aufbau einer „Deutsche Sozialistische Reichsjugend“ als Jugendorganisation der Sozialistische Reichspartei (SRP) wurden gleich nach der Gründung der SRP 1949 vorgelegt. Im Januar 1950 wurden die Pläne forciert, jedoch konnte der von der Parteileitung ernannte Jugendreferent Walter Matthaei erst im Juni 1950 die Richtlinien für die Organisation „Reichsjugend“ vorlegen. Bis Ende 1950 wurde die Reichsjugend als „selbstständige“ Organisation aufgezogen und gliederte sich in „Hundertschaften“, „Züge“, in „Jungenschaften“ und Mädel-„Gruppen“, -„Scharen“ sowie „Mädelschaften“ für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 und von 18 bis 21 Jahren. Die oberste Instanz  war „Reichsjugendführer“ Walter Matthaei.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Büsch, Peter Furth, &amp;#039;&amp;#039;Rechtsradikalismus im Nachkriegsdeutschland: Studien über die „Sozialistische Reichspartei“ (SRP)&amp;#039;&amp;#039;, Springer 2013, S. 143&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Antrag auf Aufnahme in den [[Deutscher Bundesjugendring|Deutschen Bundesjugendring]] wurde im Herbst 1951 nicht behandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGBJ&amp;quot; /&amp;gt; Ebenfalls im Herbst 1951 trennte sich die Reichsjugend nach parteiinternen Auseinandersetzungen ihres Führers Matthaei von der Sozialistischen Reichspartei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urteil&amp;quot;&amp;gt;[http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv002001.html Entscheidung BVerfGE 2, 1 – SRP-Verbot].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der zuvor erfolgten Trennung von der Partei wurde am 23. Oktober 1952 die Reichsjugend als Teilorganisation der Sozialistischen Reichspartei durch das [[Bundesverfassungsgericht]] verboten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urteil&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Verbot schlossen sich am 2. Dezember 1952 die Restgruppen der Reichsjugend um Matthaei mit dem [[Vaterländischer Jugendbund|Vaterländischen Jugendbund]] und Teilen der [[Deutsche Unitarier-Jugend|Deutschen Unitarier-Jugend]] zur 1994 ebenfalls verbotenen [[Wiking-Jugend]] (WJ) zusammen. Matthaei selbst wurde 1954 als Bundesjugendführer wegen sexueller Verfehlungen aus der WJ ausgeschlossen. Als Nachfolger wählte das WJ-Bundesthing Raoul Nahrath.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Dudek, Hans-Gerd Jaschke, &amp;#039;&amp;#039;Entstehung und Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, Westdeutscher Verlag 1984, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reichsjugend Münchow ===&lt;br /&gt;
Eine weitere Reichsjugend als Jugendorganisation der [[Deutsche Reichspartei (1950)|Deutschen Reichspartei]] (DRP) wurde im Mai 1950 vom DRP-Mitglied Herbert Münchow (*&amp;amp;nbsp;1911) in Flensburg gegründet. Allerdings wurde er bereits im Dezember 1950 aus der DRP ausgeschlossen und als „Reichsjugendführer“ seiner eigenen Organisation abgesetzt, nachdem bekannt wurde, dass er im Dritten Reich eine Gefängnisstrafe wegen Sittlichkeitsvergehen verbüßt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dudek 251&amp;quot;&amp;gt;Peter Dudek, Hans-Gerd Jaschke, &amp;#039;&amp;#039;Entstehung und Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, Westdeutscher Verlag 1984, S. 251.&amp;lt;/ref&amp;gt; Münchow war vor 1933 Mitglied im [[Bismarckjugend|Bismarkbund]] und Bismark-Orden, trat 1931 in die [[Hitlerjugend]]&amp;lt;!--, dort als Bezirksleiter Jungvolk,--&amp;gt; und 1932 in die [[Sturmabteilung|SA]] ein. In der HJ war Münchow naher Mitarbeiter von [[Baldur von Schirach]]. Nach dem Krieg war er 1949 die rechte Hand von [[Wolfgang Hedler]] und trat mit ihm in die DRP ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sowinski&amp;quot;&amp;gt;Oliver Sowinski, &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Reichspartei 1950–1965&amp;#039;&amp;#039;, P. Lang, 1998, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lausberg 191&amp;quot;&amp;gt;Michael Lausberg, &amp;#039;&amp;#039;Die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen 1946–1971&amp;#039;&amp;#039;, Tectum Verlag 2012, S. 191.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Ausschluss gründete Münchow die „Deutsche Reichsjugend“ (DRJ), deren Aktivitäten sich zunächst auf dem Raum Flensburg beschränkten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dudek 136&amp;quot;&amp;gt;Peter Dudek, Hans-Gerd Jaschke, &amp;#039;&amp;#039;Entstehung und Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, Westdeutscher Verlag 1984, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 1951 baute Peter Wegener die Reichjugend im Köln-Bonner Raum auf und avancierte 1952 zum Führer des „Bereichs Rheinland“ der DRJ und wurde zum „Stellvertretenden Führer“ Münchows ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Lausberg, &amp;#039;&amp;#039;Die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen 1946–1971&amp;#039;&amp;#039;, Tectum Verlag 2012, S. 192.&amp;lt;/ref&amp;gt; Peter Wegener gehörte 1940 bis 1945 der HJ Organisation [[Deutsches Jungvolk]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lausberg 191&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Münchow wurde innerhalb seiner DRJ Ende 1953 aufgrund einer Mitarbeit im „osthörigen“ und SED finanzierten Soldatenvereinigung [[Führungsring ehemaliger Soldaten]] entmachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sowinski&amp;quot; /&amp;gt; Seine politische Karriere endete im März 1958, als er wegen Unzucht mit männlichen Jugendlichen in 15 Fällen zu viereinhalb Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dudek 136&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Wegners verbliebene Reichsjugend wurde 1956 in Nordrhein-Westfalen verboten. Wegner war zudem ebenfalls mehrfach straffällig gewesen, unter anderem wegen Diebstahls.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dudek 136&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reichjugend Höller ===&lt;br /&gt;
Nach der Absetzung von Münchow startete DRP-Mitglied Alfons-Höller aus Duisburg einen weiteren Versuch eine DRP-Jugendorganisation zu etablieren. Seine Reichsjugend mit 750 Mitgliedern war nur in Nordrhein-Westfalen aktiv und wurde am 8. Juni 1957 vom nordrheinwestfälischen Innenminister verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höller war vorher 1952 Führer der SRP-Suborganisation „Deutsche Jugend“ (HDJ), zeitweise Funktionär im [[Kyffhäuserbund|Deutschen Jugendbund Kyffhäuser]] und Schriftleiter von dessen Zeitschrift „Junge Kameradschaft“. 1961 schloss er sich dem [[Bund Vaterländischer Jugend]] (BVJ) an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dudek 136&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dudek 251&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau der Reichsjugend Matthaei ==&lt;br /&gt;
Nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts wurde die Reichsjugend nach dem Vorbild der Hitlerjugend aufgebaut, auch die Uniformen hätten mit Ausnahme der Hemdfarbe dem Vorbild der HJ entsprochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urteil&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reichsjugend richtete sich an Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 21 Jahren, bis Mitte 1951 sollten ältere Mitglieder in die &amp;#039;&amp;#039;Reichsfront&amp;#039;&amp;#039;, den Ordnungsdienst der Sozialistischen Reichspartei, wechseln, nach der Trennung von der Mutterpartei gründete Matthaei stattdessen den &amp;#039;&amp;#039;Reichsorden&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=29192202 |Titel=Für Jugendliche über 21 Jahre |Jahr=1951 |Nr=40 |Seiten=44}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte 1951 existierten Gruppen der Reichsjugend hauptsächlich in ländlichen Regionen der Länder [[Niedersachsen]] und [[Schleswig-Holstein]], die Mitgliederzahl war wegen des geringen Organisationsgrades der Reichsjugend unbekannt. Die Mitglieder kamen zu diesem Zeitpunkt nach Selbstauskunft der Reichsjugend aus allen [[Gesellschaftsschicht]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Hühnerfeld:  [http://www.zeit.de/1951/24/was-aber-denken-die-jungen &amp;#039;&amp;#039;Was aber denken die Jungen?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 24/1951&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Führungspersonal rekrutierte sich zum Zeitpunkt des Verbots unter anderem aus 700 Hitlerjugend-Führern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=46290008 |Autor=Peter Brügge |Titel=Rechts ab zum Vaterland |Jahr=1967 |Nr=24 |Seiten=105}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalte ==&lt;br /&gt;
Hauptziel der Reichsjugend Matthaei war –&amp;amp;nbsp;wie schon in der Hitlerjugend&amp;amp;nbsp;– die ideologische Schulung ihrer Mitglieder entsprechend dem [[Nationalsozialismus|nationalsozialistisch]] geprägten Parteiprogramm der Sozialistischen Reichspartei. Ergänzt wurde dies durch ebenfalls aus der Hitlerjugend übernommene Programmelemente wie [[Zeltlager]] oder [[Volkstanz]]. Daneben beteiligte sich die Reichsjugend an Veranstaltungen der Mutterpartei und an [[Antikommunismus|antikommunistischen]] Kundgebungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere gleichnamige Organisationen ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Reichsjugend wurde mehrfach von anderen rechtsextremen Jugendorganisationen aufgegriffen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reichsjugend (Höller)&amp;#039;&amp;#039;, am 8. Juni 1957 in [[Nordrhein-Westfalen]] verboten&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reichsjugend&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Reichsjugend-Korps&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;spdpd&amp;quot; /&amp;gt;) um Herbert Münchow (überparteilich, der [[Deutsche Reichspartei (1950)|Deutschen Reichspartei]] nahestehend); 1950 von der Reichsjugend abgespalten, Mitglied im [[Kameradschaftsring Nationaler Jugendverbände]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hafeneger-Buddrus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reichsjugend&amp;#039;&amp;#039; der [[Deutsche Liga für Volk und Heimat|Deutschen Liga für Volk und Heimat]]; gegründet 1990&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGBJ&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Titel=Warum defensiv?&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=Aufwärts: Jugendzeitschrift des Deutschen Gewerkschaftsbundes&lt;br /&gt;
 |Band=4&lt;br /&gt;
 |Nummer=25/26&lt;br /&gt;
 |Datum=1951-12-13&lt;br /&gt;
 |Online=http://digicoll.library.wisc.edu/cgi-bin/History/History-idx?type=div&amp;amp;did=HISTORY.AUF1951DECEMBER13.HGWARUM&amp;amp;isize=text&lt;br /&gt;
 |Abruf=2008-09-06}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hafeneger-Buddrus&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Benno Hafeneger, Michael Buddrus&lt;br /&gt;
 |Titel=Militärische Arziehung in Ost und West. Band 4. Nachkriegszeit und fünfziger Jahre&lt;br /&gt;
 |Verlag=Brandes &amp;amp; Apsel&lt;br /&gt;
 |Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
 |Datum=1994&lt;br /&gt;
 |ISBN=3-86099-242-2&lt;br /&gt;
 |Seiten=70 ff.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;spdpd&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Titel=Stramme Haltung in neuer Uniform&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=Sozialdemokratischer Pressedienst&lt;br /&gt;
 |Nummer=95&lt;br /&gt;
 |Datum=1951-04-24&lt;br /&gt;
 |Seiten=4&lt;br /&gt;
 |Online=http://library.fes.de/spdpd/1951/510424.pdf&lt;br /&gt;
 |Format=PDF&lt;br /&gt;
 |KBytes=}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neonazistische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsextremer Jugendverband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:In Deutschland verbotene rechtsextreme Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsgründung 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Verein (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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