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	<title>Reichsidee - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T09:50:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reichsidee&amp;diff=2044065&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tfjt: /* Geschichte */ Ergänzung, Link</title>
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		<updated>2026-02-24T12:06:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Ergänzung, Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Weltliche Schatzkammer Wien (169)pano2.jpg|mini|Die [[Reichskrone]] – Symbol der Reichsidee des Heiligen Römischen Reiches]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Imperial Orb of the HRE.jpg|mini|Der [[Reichsapfel (Reichskleinodien)|Reichsapfel des Heiligen Römischen Reichs]] – Symbol der christlichen [[Weltherrschaft]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsidee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das Konzept einer übernationalen (hier im Sinne von &amp;#039;&amp;#039;über den [[Volk|Völkern]] oder [[Nation]]en stehend&amp;#039;&amp;#039;) [[Herrschaft]] über ein [[Reich (Territorium)|Reich]]. Ein solches Reich ist nicht zwingend auf ein einziges [[Territorium]] beschränkt und kann als Klammer zwischen verschiedenen Völkern dienen, zumal sich die Konzeption der Reichsidee in der Regel auf ein [[Weltreich]] bezieht. Aus religiöser Sicht waren solche Konzepte zunächst bis zur [[Zeit der Aufklärung]] von der Vorstellung des [[Gottesgnadentum]]s getragen, wonach der Herrscher durch Gott oder [[göttliches Recht]] in sein Herrscheramt eingesetzt sei. So konnten konkrete [[Politische Ideologie|politische Programme]] von Herrscher zu Herrscher variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ihren Ursprung hat die universale Reichsidee in der [[Antike]] im &amp;#039;&amp;#039;([[Römisches Reich|Imperium Romanum]])&amp;#039;&amp;#039;. Mit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsgedanken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren die Idee der Befriedung &amp;#039;&amp;#039;([[Pax Romana]])&amp;#039;&amp;#039; und der Anspruch auf die Beherrschung des Erdkreises verbunden &amp;#039;&amp;#039;([[Weltherrschaft|Universalherrschaft]])&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Spätantike]] wurde die Reichsidee auf das nunmehr christianisierte Imperium übertragen &amp;#039;&amp;#039;([[Imperium Christianum]])&amp;#039;&amp;#039;, das die christlichen Völker in [[Überstaatlichkeit|überstaatlicher]] Einheit unter einem [[Kaiser]] als [[Statthalter]] Gottes zusammenschließen sollte. In diesem Zusammenhang wurde aufgrund der [[Vier-Reiche-Lehre]] die Ansicht vertreten, dass das römische Imperium die [[Endzeit]] einleite. Mit dem [[Untergang des weströmischen Reiches]] 476 erlosch die Reichsidee nicht, sondern blieb im [[Byzantinisches Reich|oströmischen Reich]] weiter lebendig. Auch die [[Germanen]]&amp;amp;shy;herrscher im Westen, die infolge der [[Völkerwanderung]] dort eigene Reiche gegründet hatten, akzeptierten die allgemeine Vorherrschaft des [[Basileus#Byzantinisches Reich|oströmisch-byzantinischen Kaisers]] wenigstens formal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mitte des 8. Jahrhunderts wurde unter maßgeblicher Beteiligung der [[Karolingische Renaissance|karolingischen]] Hofschule [[Alkuin]]s und des [[Papsttum]]s im [[Frankenreich]] eine an die römische Reichsidee angelehnte Vorstellung ins Leben gerufen. Mit der [[Kaiser#Kaisertitel im Fränkischen Reich|Kaiserkrönung des Frankenkönigs]] [[Karl der Große]] im Jahre 800 wurde ab der Mitte des 9. Jahrhunderts die Übertragung des Kaisertums auf das Frankenreich postuliert &amp;#039;&amp;#039;([[Translatio Imperii]])&amp;#039;&amp;#039;, wenngleich das [[Zweikaiserproblem]] mit Byzanz weiterhin bestand. Im Westen wurde als [[Legitimation (Politikwissenschaft)|politische Legitimation]] nun jedoch die Idee eines erneuerten „[[Römische Kaiserzeit|römischen Kaisertums]]“ vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Allgemein zur Konzeption des Kaisertums von der Antike bis ins Mittelalter siehe [[Hartmut Leppin]], [[Bernd Schneidmüller]], [[Stefan Weinfurter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kaisertum im ersten Jahrtausend.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 962 wurde dann mit der Kaiserkrönung [[Otto I. (HRR)|Ottos&amp;amp;nbsp;I.]] das Kaisertum auf das [[Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich]] übertragen, das stets als [[Supranationalität|supranationale]], universale Institution aufgefasst wurde. Somit wurde die Reichsidee weniger als territorialer Begriff, sondern vielmehr im Sinne eines &amp;#039;&amp;#039;[[Weltreich]]s&amp;#039;&amp;#039; interpretiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans K. Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Grundstrukturen der Verfassung im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser und Reich.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] bildete das Heilige Römische Reich und die zugehörige Verbindung von Kaisertum und Kirche (wenngleich es auch hier oft zu Konflikten kam) die Grundlage des Vorherrschaftsanspruchs innerhalb der (westlichen) Christenheit. Dieser Anspruch war jedoch zumeist weniger machtpolitisch als vielmehr ideell begründet und bedeutete, dass dem Kaiser, der sich in der Nachfolge der römischen Kaiser sah, eine besondere Vorrangstellung zustand und dem Imperium eine [[Heilsgeschichte|heilsgeschichtliche]] Bedeutung zugesprochen wurde. Das Konzept eines christlichen Reiches, welches alle Christen in seiner Obhut vereine, hatte [[Paulus von Tarsus|Paulus]] vorweggenommen. Er stellte es den Postulaten eines alttestamentlichen &amp;#039;&amp;#039;[[Mosaisches Gesetz|mosaischen Gesetzes]]&amp;#039;&amp;#039; und eines heidnischen [[Naturgesetz]]es gegenüber.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eric Voegelin]]: &amp;#039;&amp;#039;Die politischen Religionen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von [[Peter J. Opitz]]. Fink, München 1993, ISBN 3-7705-2838-7, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchweg erfuhr die Reichsidee im Mittelalter eine zunehmend inhaltliche Aufladung durch die Religion. Die [[christliche Theologie]], beispielsweise [[Joachim von Fiore]], formulierte den in der [[Offenbarung des Johannes]] prophezeiten Gedanken der Errichtung des [[Reich Gottes|Reichs Gottes]], eines &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Jerusalem|Himmlischen Jerusalems]]&amp;#039;&amp;#039; auf Erden, welcher sich im christlichen Reich des Abendlandes manifestieren solle. Ab dem 13. und 14. Jahrhundert wurde der Reichsidee, etwa durch die [[Ludwig IX. (Frankreich)#Herrschaftsauffassung|Herrschaftsauffassung des französischen Königs Ludwig&amp;amp;nbsp;IX.]], zunehmend die Idee der von jeglicher Oberherrschaft souveränen [[Monarchie]] entgegengestellt, womit ein Vorläufermodell für die spätere Idee der [[Nationalstaat]]en geschaffen war. Die päpstliche Dekretale &amp;#039;&amp;#039;[[Per Venerabilem]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahre 1202 hatte hierzu einen frühen Beitrag geleistet; darin war das Königreich Frankreich explizit von jeglicher Form kaiserlicher Oberherrschaft ausgenommen worden. Mit dem Ende der [[Staufer]] nahm die Bedeutung des Kaisertums und des Imperiums im [[Spätmittelalter]] erneut ab, wovon Frankreich profitierte. Erst [[Heinrich VII. (HRR)|Heinrich VII.]], der 1312 zum Kaiser gekrönt wurde und in Schreiben die Größe des universalen Imperiums beschwor, leitete eine gewisse [[Restauratio imperii|Renovatio imperii]] ein. Allerdings blieb der Einfluss des Kaisertums weiterhin stark beschränkt und die Machtstellung des Heiligen Römischen Reiches in Europa schwand immer mehr dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Niedergangs der politischen Macht des Kaisertums und der zunehmenden [[Territorialisierung]] des Reiches blieb die Reichsidee erhalten, bis [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] 1806 die Auflösung des Heiligen Römischen Reichs erwirken konnte. In den Jahren darauf lebte die Reichsidee&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch R. Richter: &amp;#039;&amp;#039;Wie [[Walther von der Vogelweide]] ein „Sänger des Reichs“ wurde. Eine sozial- und wissenschaftsgeschichtliche Untersuchung zur Rezeption seiner „Reichsidee“ im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Göppinger Arbeiten zur Germanistik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 484). Kümmerle Verlag, Göppingen 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Auseinandersetzung um die [[deutsche Frage]] in Favorisierung einer „[[Großdeutsche Lösung|großdeutschen Lösung]]“ fort, die aber nicht verwirklicht wurde. Die schließlich verwirklichte „[[Kleindeutsche Lösung]]“ entfernte sich von ihrer ursprünglichen übernationalen Wirkung; im „[[Drittes Reich|Dritten Reich]]“ wurde die Reichsidee dann zur Rechtfertigung der Rassen- und der Expansionspolitik missbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus Breuning: &amp;#039;&amp;#039;Die Vision des Reiches. Deutscher Katholizismus zwischen Demokratie und Diktatur (1929–1934).&amp;#039;&amp;#039; Hueber, München 1969 (Zugleich: Münster, Univ., Diss.: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichsideologie im deutschen Katholizismus zwischen Demokratie und Diktatur&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Vanessa Conze]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Europa der Deutschen. Ideen von Europa in Deutschland zwischen Reichstradition und Westorientierung (1920–1970).&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2005, ISBN 978-3-486-57757-0 ([https://link.bsb-muenchen.de/BV019836760 Volltext digital verfügbar]).&lt;br /&gt;
* [[Dieter Langewiesche]]: &amp;#039;&amp;#039;Reich, Nation und Staat in der jüngeren deutschen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 254, 1992, S. 341–381.&lt;br /&gt;
* [[Robert Folz]]: &amp;#039;&amp;#039;L’idée d’Empire en Occident du 5e au 14e siècle.&amp;#039;&amp;#039; Aubier, Paris 1953.&lt;br /&gt;
* Hans-Georg Meier-Stein: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichsidee 1918–1945. Das mittelalterliche Reich als Idee nationaler Erneuerung&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Summa Academica.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1). San-Casciano-Verlag, Aschau 1998, ISBN 3-928906-22-4.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Miethke (Historiker)|Jürgen Miethke]], Arnold Bühler: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser und Papst im Konflikt. Zum Verhältnis von Staat und Kirche im späten Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Schwann, Düsseldorf 1988, ISBN 3-590-18167-2.&lt;br /&gt;
* [[Percy Ernst Schramm]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser, Rom und Renovatio. Studien zur Geschichte des römischen Erneuerungsgedankens vom Ende des Karolingischen Reiches bis zum Investiturstreit&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Studien der Bibliothek Warburg.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 17, 1–2, {{ZDB|251931-8}}). 2 Bände (Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Studien.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Exkurse und Texte.&amp;#039;&amp;#039;). Teubner, Leipzig [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1929.&lt;br /&gt;
* [[Hans K. Schulze]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundstrukturen der Verfassung im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser und Reich&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Urban-Taschenbuch&amp;#039;&amp;#039; 463). Kohlhammer, Stuttgart [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1998, ISBN 3-17-013053-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik und Religion]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tfjt</name></author>
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