<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Reichsgau</id>
	<title>Reichsgau - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Reichsgau"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reichsgau&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T18:45:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reichsgau&amp;diff=72227&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: BKL aufgelöst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reichsgau&amp;diff=72227&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-28T14:58:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Reichsgaue.png|mini|300px|Reichsgaue (grün markiert) um 1941]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossdeutsches Reich NS Administration 1944.png|mini|300px|Parteigaue (hellbraun), Reichsgaue (dunkelbraun) und [[Generalgouvernement]], Mai 1944]]&lt;br /&gt;
[[Datei:NaziGauePostcard1939-10-06-front.jpg|mini|[[Ansichtskarte]] mit Wappen der Reichs- und Parteigaue, 1939]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsgaue&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren [[staat]]liche [[Bezirk|Verwaltungsbezirke]] und [[Selbstverwaltungskörperschaft]]en in Teilen des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]] in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] von 1939 bis 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsbestimmung ==&lt;br /&gt;
Reichsgaue standen unter der Leitung eines [[Reichsstatthalter]]s, der meist in [[Personalunion]] [[Gauleiter]] für den gleichnamigen (Partei-)Gau der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] war. Sie besaßen ein vom Reich abgeleitetes Recht, in Übereinstimmung mit dem Reichsinnenminister selbstständig im Verordnungswege Recht zu setzen. Es handelt sich dabei um den Beginn einer Neuordnung der Reichsmittelinstanz, und zwar zunächst außerhalb der Grenzen des [[Altreich (Deutschland)|„Altreichs“]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sudetenland (Tschechoslowakei) ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Reichsgau Sudetenland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem &amp;#039;&amp;#039;Gesetz über die Gliederung der sudetendeutschen Gebiete&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.verfassungen.de/de/de33-45/sudetenland-verwaltung39.htm |wayback=20110515135515 |text=&amp;#039;&amp;#039;Gesetz über die Gliederung der sudetendeutschen Gebiete&amp;#039;&amp;#039; vom 25. März 1939}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde zum 15. April 1939 der Reichsgau [[Sudetenland]] (zunächst als &amp;#039;&amp;#039;Sudetengau&amp;#039;&amp;#039;) errichtet. Die betroffenen Gebiete wurden zu drei [[Regierungsbezirk]]en vereinigt und zudem bestimmte Gebietsteile in andere Land- und Stadtkreise eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eingegliederte Ostgebiete (Polen) ==&lt;br /&gt;
Auf zuvor polnischem Gebiet existierten die deutschen Reichsgaue&lt;br /&gt;
* [[Danzig-Westpreußen]] (zunächst [[Westpreußen]]) und&lt;br /&gt;
* [[Wartheland]] (zunächst [[Provinz Posen|Posen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Führererlass]] über Gliederung und Verwaltung der Ostgebiete&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verfassungen.de/de/de33-45/ostgebiete39.htm &amp;#039;&amp;#039;Erlaß des Führers und Reichskanzlers über Gliederung und Verwaltung der Ostgebiete&amp;#039;&amp;#039; vom 8. Oktober 1939].&amp;lt;/ref&amp;gt; regelte ab 26. Oktober 1939 in „entsprechender Anwendung“ des Sudetengaugesetzes die Bildung der beiden neuen Reichsgaue. Auch sie wurden in Stadt- und Landkreise eingeteilt, die jeweils in drei Regierungsbezirken zusammengefasst waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall des Reichsgaus Danzig-Westpreußen wurde mit dem [[Regierungsbezirk Westpreußen]] zum einzigen Mal auch ein Teil des [[Deutsches Reich in den Grenzen vom 31. Dezember 1937|Deutschen Reichs in den Grenzen von 1937]] in einen Reichsgau einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alpen- und Donau-Reichsgaue (Österreich) ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Alpen- und Donau-Reichsgaue}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Reichsgau Kärnten|Kärnten]]&lt;br /&gt;
* [[Reichsgau Niederdonau|Niederdonau]] (zunächst: Niederösterreich)&lt;br /&gt;
* [[Reichsgau Oberdonau|Oberdonau]] (zunächst: Oberösterreich)&lt;br /&gt;
* [[Reichsgau Salzburg|Salzburg]]&lt;br /&gt;
* [[Reichsgau Steiermark|Steiermark]]&lt;br /&gt;
* [[Reichsgau Tirol-Vorarlberg|Tirol-Vorarlberg]]&lt;br /&gt;
* [[Reichsgau Wien|Wien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;[[Ostmarkgesetz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.verfassungen.de/de/de33-45/ostmark39.htm |wayback=20171112154516 |text=&amp;#039;&amp;#039;Gesetz über den Aufbau der Verwaltung in der Ostmark&amp;#039;&amp;#039; („Ostmarkgesetz“) vom 14. April 1939}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte die Bildung von sieben Reichsgauen als „[[Rechtsnachfolger]] der ehemals [[Land (Österreich)|österreichischen Länder]]“ (§&amp;amp;nbsp;14 Abs.&amp;amp;nbsp;2) und deren Einteilung in Stadt- und Landkreise bereits 1939 angeordnet. Wegen der geringeren Bevölkerungsdichte war von der Einteilung in Regierungsbezirke abgesehen worden. Der [[Groß-Wien#Das nationalsozialistische Groß-Wien|Reichsgau Groß-Wien]] umfasste nur eine Gemeinde, nämlich die Stadt [[Wien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich die Aufteilung des [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|Landes Österreich]], dessen Kompetenzen auf die Reichs- und Reichsgauebene verteilt wurden, längere Zeit hinzog, kam es zur Einrichtung der Reichsgaue erst zum Beginn des Jahres 1940.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;§&amp;amp;nbsp;14 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Ostmarkgesetz bestimmte noch, dass die Reichsgaue bis zum 30. September 1939 einzurichten waren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nicht realisierte Reichsgaue ==&lt;br /&gt;
=== Westmark (Pfalz, Saarland, Lothringen) ===&lt;br /&gt;
Der 1940 gebildete NSDAP-[[Gau Westmark]] sollte zum „Reichsgau Westmark“ werden, umfassend das [[Saarland]], die [[Pfalz (Bayern)|bayerische Pfalz]]&amp;amp;nbsp;– damals in der NSDAP als [[Gau Saarpfalz]] zusammengefasst – und das im [[Westfeldzug#Nach dem Feldzug|Frankreichfeldzug]] eroberte [[Lothringen|lothringische]] [[Département Moselle]], das als &amp;#039;&amp;#039;[[CdZ-Gebiet Lothringen|Lothringen]]&amp;#039;&amp;#039; ins Reich eingegliedert werden sollte. Der Plan wurde während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] nicht umgesetzt. Zwar unterzeichnete Hitler am 18. Oktober 1940 einen Erlass vom 12. Oktober d.&amp;amp;nbsp;J., der diesen Reichsgau auf dem Papier schuf, ebenso wie einen „Reichsgau Oberrhein“; es gab dazu sogar Durchführungsbestimmungen vom 2. November 1940. Um aber nicht [[Revanchismus|Revanchegelüste]] und Proteste in Frankreich zu wecken, wurde die Veröffentlichung des Erlasses der [[Annexion]] Lothringens gleichzeitig verboten. Es blieb nach außen hin beim alten Namen und bei der zugehörigen Bezeichnung „CdZ“ ([[Chef der Zivilverwaltung]]). Göring setzte durch, dass er wegen seiner Planung der Kriegswirtschaft mitregieren durfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Jäckel: &amp;#039;&amp;#039;Frankreich in Hitlers Europa&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1963, S.&amp;amp;nbsp;83&amp;amp;nbsp;f. (mit Angabe der archivalischen Quellen).&amp;lt;/ref&amp;gt; Vielmehr blieb es bis 1945 derart, dass der [[Reichsstatthalter#Saarpfalz/„Westmark“|Reichsstatthalter in der Westmark]] in [[Saarbrücken]] (vormals: [[Reichskommissar]] für die Rückgliederung des Saarlandes/Reichskommissar für die Saarpfalz) in Personalunion das Saarland und den [[Bayern|bayerischen]] Regierungsbezirk Pfalz verwaltete, ferner auch die Aufgaben des Chefs der Zivilverwaltung für Lothringen wahrnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gebiet der &amp;#039;&amp;#039;Westmark&amp;#039;&amp;#039;, das altes Reichsgebiet und mit dem lothringischen Teil auch [[Frankreich|französisches]] [[Staatsgebiet]] umfasste, wurde somit zwar einheitlich verwaltet, zerfiel aber weiterhin formell in das eigentliche Reichsgebiet (Saarland/Land Bayern) und das [[CdZ-Gebiet]] Lothringen.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Ausführlich zur Westmark, auch als ideologisches Konstrukt von Wissenschaftlern aus der [[Westforschung]]: {{Webarchiv |url=http://www.memorial-alsace-moselle.com/f/fiches/colloque_metz/MEMORIAL_COLLOQUE_basse_reso.pdf |wayback=20071007144552 |text=&amp;#039;&amp;#039;Annexion et nazification en Europe: Actes du colloque de METZ, 7–8 Novembre 2003&amp;#039;&amp;#039;}} (französisch, PDF; 6,7&amp;amp;nbsp;MB). Dabei sollte die Westmark über die NS-Verwaltungseinheit (&amp;#039;&amp;#039;Partei-Gau&amp;#039;&amp;#039; der NSDAP) hinaus dann als Reichsgau auch [[Luxemburg]] und [[Ostbelgien]] umfassen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberrhein (Baden, Elsass) ===&lt;br /&gt;
Ebenso war der &amp;#039;&amp;#039;Reichsgau Oberrhein&amp;#039;&amp;#039; als Zusammenschluss des [[Gau Baden|Gaus Baden]] bzw. der [[Republik Baden]] mit dem [[Elsass]] geplant, der aber bis 1945 formal nicht mehr zustande kam. [[Baden (Land)|Baden]] und das Elsass wurden gemeinsam von [[Straßburg]] aus verwaltet. Die [[Kehl|Stadt Kehl]] fiel an Straßburg, der Bürgermeister von Kehl wurde [[Beigeordneter]] in Straßburg, während der Straßburger Oberbürgermeister gleichzeitig Bürgermeister von Kehl wurde. Für den Bereich der NSDAP lautete die Bezeichnung des Gaus „Baden-Elsaß“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://perso.calixo.net/~knarf/almanach/12janvie/liechty.htm |wayback=20071023095825 |text=&amp;#039;&amp;#039;Le petit journal de guerre de Marguerite Liechty: Wintzenheim, de décembre 1944 à février 1945&amp;#039;&amp;#039;}} (französisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Jehke: [http://www.territorial.de/regionen.htm &amp;#039;&amp;#039;Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874–1945&amp;#039;&amp;#039;], 7. März 2022, abgerufen am 22. Juni 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flandern und Wallonien (Belgien) ===&lt;br /&gt;
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, nachdem [[Belgien]] bereits befreit war, wurden im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] durch geflohene [[Kollaborateur]]e Verwaltungen für die zukünftigen Gaue [[Flandern]] und Wallonien (→&amp;amp;nbsp;[[Wallonische Region]]) geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zuständigen Gauleiter waren aufgrund des Vorrückens und nicht zuletzt der Befreiung durch die [[Alliierte]]n gezwungen, von Deutschland aus ihre Verwaltungsaufgaben wahrzunehmen: Der [[Reichsgau Flandern]] (ohne [[Voeren]], aber [[Comines-Warneton]] einbezogen) wurde am 15. Dezember 1944 ausgerufen, der Gauleiter im deutschen [[Exil]] war [[Jef Van de Wiele]]. Der [[Reichsgau Wallonien]] wurde am 8. Dezember 1944 eingerichtet, der Gauleiter im Exil war [[Léon Degrelle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://geocities.com/CapitolHill/Rotunda/2209/Belgium_notes2 |wayback=20090729175341 |text=&amp;#039;&amp;#039;Notes on the formation of Belgium&amp;#039;&amp;#039;}} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.worldstatesmen.org/Belgium.html &amp;#039;&amp;#039;World Statesmen.org – Belgium&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rothenburg-unterm-hakenkreuz.de/gaue-der-nsdap-waren-im-deutschen-reich-hoheitsgebiete-und-die-gauleiter-einflussreich-weil-sie-adolf-hitler-persoenlich-oft-nahestanden/ Online-Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;www.rothenburg-unterm-hakenkreuz.de&amp;#039;&amp;#039;], Hrsg. Oliver Gußmann &amp;amp; Wolf Stegemann im Ev. Bildungswerk Rothenburg/Tbr. Abgerufen am 12. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geplante Reichsgaue nach dem 20. Juli 1944 ==&lt;br /&gt;
Der [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskreis]] um [[Carl Friedrich Goerdeler|Carl Goerdeler]] und [[Ludwig Beck (General)|Ludwig Beck]], der nach dem [[Attentat vom 20. Juli 1944]] die Macht übernehmen wollte (vgl. [[Schattenkabinett Beck/Goerdeler]]), plante, nach der Machtübernahme das Reich flächendeckend in Reichsgaue einzuteilen. In einer [[Regierungserklärung]] sollte es heißen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[[Freistaat Preußen|Preussen]] geht im Reich auf. Die [[Verwaltungsgliederung Preußens|preussischen Provinzen]] werden ebenso wie die übrigen deutschen Länder, teilweise zusammengefasst, Reichsgaue. Der [[Kommunale Selbstverwaltung (Deutschland)|Selbstverwaltung]] dieser Reichsgaue, der Kreise und der Gemeinden wird an öffentlichen Aufgaben übertragen, was irgendwie mit Reichseinheit und zielbewusster Führung des Reichs vereinbar ist. Echte Selbstverwaltung wird, sobald irgendwelche Wahlen möglich sind, wieder in Verbundenheit mit dem Volk hergestellt. Einstweilen wird durch vorläufige Anordnung dafür gesorgt, dass sie in ihre Verwaltungs- und Beratungskörper lautere Männer beruft und selbstverantwortlich arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Reichsgauen wird die Aufsicht namens des Reichs durch Reichsstatthalter ausgeübt werden, deren Ernennung unmittelbar bevorsteht. Sie werden sich gegenüber den Organen der Selbstverwaltung soweit wie irgend möglich zurückhalten, aber ebenso tatkräftig für die Reichseinheit sorgen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Ludwig Beck, Carl Goerdeler&lt;br /&gt;
 |Quelle=Entwurf einer Regierungserklärung, Sommer 1944&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/begleitmaterialien/Faksimiles_PDFs_deutsch/FS_10.1_DE_2.Aufl-RZ-web.pdf Website Gedenkstätte Deutscher Widerstand]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Proposed administrative division of Germany 1941.png|mini|Reichsgaue nach Goerdelers Denkschrift &amp;#039;&amp;#039;Das Ziel&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Bereits 1941 hatte Goerdeler in der Denkschrift &amp;#039;&amp;#039;Das Ziel&amp;#039;&amp;#039; die Übertragung der Aufgaben von Ländern und Provinzen sowie der Regierungsbezirke auf folgende neu zu bildende Reichsgaue formuliert:&lt;br /&gt;
* [[Ostpreußen]]&lt;br /&gt;
* [[Provinz Westpreußen|Westpreußen]]&lt;br /&gt;
* [[Provinz Posen|Warthegau oder Posen]]&lt;br /&gt;
* [[Provinz Oberschlesien|Oberschlesien]]&lt;br /&gt;
* [[Provinz Niederschlesien|Niederschlesien]]&lt;br /&gt;
* [[Sudetengau]]&lt;br /&gt;
* [[Obersachsen]] ([[Sachsen]] mit [[Regierungsbezirk Merseburg|Merseburg]])&lt;br /&gt;
* Mittelsachsen ([[Regierungsbezirk Magdeburg|Magdeburg]] mit [[Anhalt]])&lt;br /&gt;
* [[Provinz Brandenburg|Brandenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Berlin]]&lt;br /&gt;
* [[Provinz Pommern|Pommern]]&lt;br /&gt;
* [[Land Mecklenburg|Mecklenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Provinz Schleswig-Holstein|Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
* [[Niedersachsen]] ([[Freie Hansestadt Bremen|Bremen]], [[Provinz Hannover|Hannover]] und [[Freistaat Braunschweig|Braunschweig]])&lt;br /&gt;
* [[Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[Freistaat Oldenburg|Oldenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Provinz Westfalen|Westfalen]]&lt;br /&gt;
* [[Rheinprovinz]] (ohne [[Regierungsbezirk Trier|Trier]])&lt;br /&gt;
* [[Provinz Hessen-Nassau|Hessen-Nassau]]&lt;br /&gt;
* [[Land Thüringen (1920–1952)|Thüringen]] (mit [[Regierungsbezirk Erfurt|Erfurt]])&lt;br /&gt;
* [[Gau Saarpfalz|Saarpfalz]] (mit Trier)&lt;br /&gt;
* [[Saargebiet]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Das Gebiet ist in den gedruckten [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|Quellen]] vermutlich versehentlich als eigener Reichsgau aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Volksstaat Hessen|Hessen]]&lt;br /&gt;
* [[Elsass]]&lt;br /&gt;
* [[Baden (Land)|Baden]]&lt;br /&gt;
* [[Württemberg]] (mit [[Schwaben (Bayern)|Schwaben]] und [[Vorarlberg]])&lt;br /&gt;
* Bayern (mit [[Tirol]])&lt;br /&gt;
* [[Franken (Region)|Franken]]&lt;br /&gt;
* [[Österreich]] (ohne Tirol und Vorarlberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gaue sollten von einem [[Landeshauptmann#Preußen|Gauhauptmann]] im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung geleitet und von einem [[Oberpräsident]]en beaufsichtigt werden. Als Nachfolger der Länder und Provinzen sollten sie für alle öffentlichen Aufgaben außer der Verteidigungs-, Rechts-, Verkehrs- und Wirtschaftspolitik zuständig sein, insbesondere für [[Hochschule]]n, Gau[[melioration]]en, [[Landesstraße|Gaustraßen]], [[Landesbetrieb (Deutschland)|Gauwirtschaftsbetriebe]], [[Wohlfahrtspflege]], ausgleichende [[öffentliche Arbeitsvermittlung|Arbeitsvermittlung]], Arbeitslosenbetreuung und [[Berufsberatung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gaugebiete sollten auch den territorialen Zuständigkeitsbereichen der [[Kommandierender General|kommandierenden Generale]], [[Eisenbahndirektion|Reichsbahn-Gaupräsidenten]], [[Oberpostdirektion|Reichspost-Gaupräsidenten]], [[Oberlandesgericht|Gaugerichte]] und [[Generalstaatsanwaltschaft|Gau-Staatsanwaltschaften]], [[Landesfinanzamt|Gaupräsidenten der Reichsfinanzämter]] und Gau-[[Treuhänder der Arbeit]] entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Beck und Goerdeler: Gemeinschaftsdokumente für den Frieden, 1941-1944 |Hrsg=[[Wilhelm Ritter von Schramm]] |Verlag=Müller |Datum=1965 |Seiten=155-157 |Online=https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=2TKxwAEACAAJ |Abruf=2024-12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Reichsfestung Belgrad]] (Konzepte für ein deutsches „Schutzgebiet“ mit einem &amp;#039;&amp;#039;Reichsgau Banat&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Prinz-Eugen-Gau&amp;#039;&amp;#039;, 1941)&lt;br /&gt;
* [[Struktur der NSDAP]]&lt;br /&gt;
* [[Land (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.his-data.de/objekt/1/2/1/6/reich,dt,reichsgau,daten,belege.htm |wayback=20160307085437 |text=&amp;#039;&amp;#039;Rechtsgrundlage der Reichsgaue&amp;#039;&amp;#039;}}, HIS-Data 1216 – Deutsches Reich: Reichsgau&lt;br /&gt;
* [[Jörg Osterloh]]: {{Webarchiv |url=http://www.collegium-carolinum.de/publ/vcc/vcc105.html |wayback=20110718215055 |text=&amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Judenverfolgung im Reichsgau Sudetenland 1938–1945&amp;#039;&amp;#039;}}, [[Collegium Carolinum (Institut)|Collegium Carolinum]]&lt;br /&gt;
* [https://www.verfassungen.de/de33-45/sudetengau39.htm &amp;#039;&amp;#039;Gesetz über den Aufbau der Verwaltung im Reichsgau Sudetenland&amp;#039;&amp;#039; („Sudetengaugesetz“)] vom 14. April 1939&lt;br /&gt;
* [https://www.hdgoe.at/gebietsveraenderung-ostmark &amp;#039;&amp;#039;Gebietsveränderungen nach dem „Anschluss“ 1938 – „Ostmark“, „Alpen- und Donau-Reichsgaue“&amp;#039;&amp;#039;], [[Haus der Geschichte Österreich]] vom 21. März 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsgau| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Besetzung Belgiens 1940–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>