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	<title>Reichsburg Landskron - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-04-05T06:56:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name                    = Reichsburg Landskron&lt;br /&gt;
|Bild                    = Ruine Reichsburg Landskron Oberburg Aussichtsplattform.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung        = Ruine der Reichsburg Landskron, Blick von der Niederburg auf die Oberburg, heute Aussichtsplattform&lt;br /&gt;
|Alternativname          = &lt;br /&gt;
|Entstehungszeit         = 1206&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage  = Höhenburg&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand       = Ruine&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung     = König&lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche = &lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale      = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname       = [[Bad Neuenahr-Ahrweiler]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad             = 50/33/5.14/N&lt;br /&gt;
|Längengrad              = 7/10/20.18/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO              = DE-RP&lt;br /&gt;
|Höhenordinate           = 271.7 &amp;lt;!--(Gipfel des Berges Landskrone)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug              = DE-NHN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bad Neuenahr Landskrone 1900.jpg|mini|Der Burgberg Landskrone um 1900]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Landskron&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruine Landskrone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist die [[Ruine]] einer [[Hochmittelalter|hochmittelalterlichen]] [[Höhenburg]] bei der Stadt [[Bad Neuenahr-Ahrweiler]] im [[Landkreis Ahrweiler]] in [[Rheinland-Pfalz]] ([[Deutschland]]). Die Höhenburg ist Stammsitz der Burggrafen von Landskron und spielte während des [[Mittelalter]]s eine bedeutende Rolle in den Auseinandersetzungen zwischen [[Staufer]]n und [[Welfen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Ruine steht auf dem weithin sichtbaren [[Basalt]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;kegel [[Landskrone (Ahr)|Landskrone]] ({{Höhe|271.7|DE-NHN|link=true}}), der sich am unteren [[Ahrtal]] östlich von [[Bad Neuenahr]] zwischen [[Gimmigen]] im Nordnordwesten, [[Heppingen]] im Westen, [[Heimersheim (Bad Neuenahr-Ahrweiler)|Heimersheim]] im Süden und [[Lohrsdorf]] im Osten erhebt. Der Berg hieß früher „mons Gimiche, (Gimmiger Berg)“ und wird heute nach der ehemaligen Burg „Landskrone“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Burg Landskron hatte nicht wie andere Burgen eine [[Vorburg]], sondern zwei vorgelagerte [[Zwinger (Architektur)|Zwinger]] mit typischem Mauerwerk der Stauferzeit vorwiegend aus Lagen von Basaltsäulen meist im Wechsel mit ausgleichenden Schichten aus Schieferbruchstein. Durch das untere Tor gelangte man in den Nordzwinger. Heute steht davon nur noch ein Mauerblock, 1366 stand hier noch ein [[Rundturm]]. Durch das zweite Tor gelangte man in den östlichen Zwinger mit seitlichem Rundturm, gesichert durch eine Doppelflügeltür. In diesem Zwinger befanden sich Wirtschaftsgebäude, Wachstuben und Stallungen. Das obere Tor, welches in die Unterburg führte, war mit Trachytsteinen reich verblendet, von einem [[Fallgatter|Fallgitter]] ist noch die Falz vorhanden. Links neben dem Toreingang stand ein doppelstöckiges Gebäude, wohl die Kapelle. Auf dem übrigen Gelände standen einst [[Palas]], Backhaus und weitere Wohngebäude nebst dem [[Burgbrunnen]]. Die enge Oberburg hatte eher wehrhaften Charakter, hier standen einst der mächtige Kronenturm (Rundturm) und ein Wehrhaus. Die Oberburg ist noch nicht ausgegraben und erforscht. Auf einem Plateau der Westseite, unterhalb der Burg, befindet sich die [[Maria-Hilf-Kapelle (Lohrsdorf)|Maria-Hilf-Kapelle]]. Um 1470 bezeichnete man sie als „der fünff Jungfern Capell“, heute nennt sie sich Marienkapelle. Die Kapelle ist ein verputzter romanischer [[Bruchstein]]bau aus großen Basaltsäulen. Im Osten, hinter dem Altar, befindet sich ein kleiner aus dem Basaltfelsen ausgesparten Grottenraum. Um 1366 wird eine [[Klause (Religion)|Klause]] erwähnt, deren Insasse möglicherweise in der Grotte an der Epistelseite wohnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGerhardt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;170&amp;quot; heights=&amp;quot;130&amp;quot; perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reichsburg Landskron Lageplan 1910.jpg|Lageplan der Burg von 1910&lt;br /&gt;
Ruine Reichsburg Landskron Unterburg von Aussichtsplattform.jpg|Blick auf die Fläche der Unterburg; hinten rechts die Terrassenkante des früheren Gasthauses Möhren&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Römische Warte ===&lt;br /&gt;
Zuvor eine germanische [[Thing]]stätte, diente der dominante Basaltkegel den [[Römisches Reich|Römern]] als [[Warte]] und militärischer Stützpunkt. Durch die Nähe zum Kastell [[Kastell Remagen|Rigomagnus]], dem heutigen [[Remagen]], war die Warte mit diesem dauerhaft verbunden.&amp;lt;!--??--&amp;gt; Nach dem Fall des [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Limes]] um 300 n.&amp;amp;nbsp;Chr. war die Landskron Teil einer Kette von Höhenbefestigungen, die das römische Hinterland schützten. Zahlreiche römische Funde fielen 1910 beim Neubau eines Gasthauses auf den Ruinen der Landskron an. Daraufhin unternahm das Landesmuseum der Rheinprovinz in Bonn Grabungen und archäologische Untersuchungen der gesamten Unterburg, deren Fundstücke verloren gingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalterliche Burg ===&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Geschichte der Reichsburg Landskron beschreibt der Historiker [[Valentin Ferdinand Gudenus]] eingehend, der das Landskroner Archiv 1747 im zweiten Band seines &amp;#039;&amp;#039;Codex diplomaticus&amp;#039;&amp;#039; (S.&amp;amp;nbsp;929–1368) vollständig abdrucken ließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CodexD&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reichsburg]] &amp;#039;&amp;#039;Landiscrone&amp;#039;&amp;#039; wurde im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den Welfen um [[Otto IV. (HRR)|Otto&amp;amp;nbsp;IV.]] und den Staufern um [[Philipp von Schwaben]] um die Herrschaft im Deutschen Reich errichtet. Beide wurden nach dem Tode des [[Friedrich I. (HRR)|Barbarossa]]-Sohnes [[Heinrich VI. (HRR)|Heinrich&amp;amp;nbsp;VI.]] 1198 zu deutschen Königen gekrönt. Am 21.&amp;amp;nbsp;Juni 1208 erdolchte der bayerische Pfalzgraf [[Otto&amp;amp;nbsp;VIII. von Wittelsbach]] aus persönlicher Rache Philipp in [[Bamberg]]. 1206 begann im Auftrag des Königs Philipp von Schwaben der Bau der Reichsburg Landskron; sie sollte die damals wichtigste und verkehrsreichste Straße schützen, die als &amp;#039;&amp;#039;Königsstraße&amp;#039;&amp;#039; bekannte sogenannte [[Aachen-Frankfurter Heerstraße]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HFrick1956&amp;quot; /&amp;gt; Vor der Errichtung der Höhenburg musste der Bergkegel abgeflacht werden. Die Burg diente zugleich als Befestigung für das damalige kaiserliche Territorium um [[Sinzig]], [[Remagen]], [[Heimersheim (Ahr)|Heimersheim]]. König Philipp von Schwaben setzte den Trierer Ministerialen [[Gerhard I. von Sinzig|Gerhard]] („Gerischwin“) von Sinzig zum ersten Burgverwalter ein; 1207 wurde Gerhard erstmals im Gefolge des Königs Philipp genannt. Nach dessen Ermordung übertrug Otto&amp;amp;nbsp;IV., der das Königtum übernommen hatte, den Weiterbau Weihnachten 1208 wieder an den Burggrafen Gerhard. Ottos Nachfolger, der Staufer [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich&amp;amp;nbsp;II.]], beließ Gerhard nach Ottos Tod sein Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gerhard I. von Sinzig]] wurde zum Stammvater der Gerharde, Burggrafen von Landskron. Fünfmal hintereinander erhielten von 1202 an die Söhne der männlichen Burggrafen-Linie den gleichen Vornamen; genannt sind im Folgenden jeweils sind das Datum der ersten urkundlichen Erwähnung und des Todesjahres, die Geburtsjahre dagegen sind unbekannt: Gerhard&amp;amp;nbsp;I. 1202–1237, Gerhard&amp;amp;nbsp;II. 1238–1273, Gerhard&amp;amp;nbsp;III. 1276–1296, Gerhard&amp;amp;nbsp;IV. 1298–1369 und Gerhard&amp;amp;nbsp;V. 1333–1344. In diesen Jahrzehnten waren die Gerharde vielfach mit der Politik des Reichs und der deutschen Kaiser verflochten. So war Gerhard&amp;amp;nbsp;IV. Vasall von vier der sieben deutschen Kurfürstentümer, namentlich der rheinischen Erzbischöfe von [[Erzbistum Köln|Köln]], [[Erzbistum Mainz|Mainz]] und [[Erzbistum Trier|Trier]] sowie des [[Pfalzgraf bei Rhein|Pfalzgrafen bei Rhein]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PKrahforst&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;170&amp;quot; heights=&amp;quot;130&amp;quot; perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reichsburg Landskron Reste Unterste Pforte.jpg|Reste der Untersten Pforte&lt;br /&gt;
Reichsburg Landskron Reste Mittlere Pforte.jpg|Reste der Mittleren Pforte&lt;br /&gt;
Reichsburg Landskron Reste Oberste Pforte.jpg|Reste der Obersten Pforte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 1252 verpfändete der Graf von Neuenahr das Dorf [[Gimmigen]] an Gerhard, [[Burggraf]] zur Landskron. Später erscheint Gimmigen mit [[Kirchdaun]] als gemeinschaftlicher Besitz der [[Grafschaft Neuenahr]] und der [[Herrschaft (Territorium)|Herrschaft]] Landskron, [[Green (Bad Neuenahr-Ahrweiler)|Green]] bei Lohrsdorf wurde 1333 von Gerhard von Landskron gekauft. Spätestens 1341 gehörte [[Lohrsdorf]] zur [[Reichsritterschaft]] Landskron. Ebenfalls zur Herrschaft Landskron gehörten die Dörfer [[Nierendorf]] und [[Oedingen (Remagen)|Oedingen]] sowie zeitweise die [[Herrschaft Königsfeld]] mit [[Dedenbach]] und [[Schalkenbach]] und [[Vinxt]] sowie [[Heckenbach]] in den kaiserlichen Wäldern südlich entlang der unteren [[Ahr]], weiterhin zeitweise die [[Herrschaft Oberwinter]] mit [[Birgel (Oberwinter)|Birgel]] und [[Bandorf]]. Nach dem Tode Gerhards&amp;amp;nbsp;IV. im Jahr 1369 endete die männliche Linie der Reichsritter von Landskron im Mannesstamm. Sein Schwiegersohn Friedrich von [[Tomburg]] und dessen Frau Kunigunde erbten nun die reichsunmittelbare Herrschaft; die weitverzweigte weibliche Linie wurde in der Folge Erbe von Landskron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitzer in den nachfolgenden Jahrhunderten waren die von Tomburg, von [[Château de Sombreffe|Sombreffe]], ab 1450 bis 1622 die [[Quadt|Quadt von Landskron]], ferner die von Eynenburg, von [[Plettenberg (Adelsgeschlecht)|Plettenberg]], von Harff, von [[Eltz (Adelsgeschlecht)|Eltz]]-Pyrmont, [[Waldbott von Bassenheim]], von der [[Leyen (Adelsgeschlecht)|Leyen]], von Forst-Lombeck, von Rheineck, von Manderscheid, von [[Brent (Adelsgeschlecht)|Brempt]], von [[Nesselrode (Adelsgeschlecht)|Nesselrode]], 1775 sind es die Freiherren von Clodt. Um 1800 war [[Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein|Freiherr vom Stein]] Mitbesitzer der Burg, der ein Nachkomme der von Quadt war. Wegen der französischen Fremdherrschaft verkaufte er seinen Anteil an den Grafen [[Boos von Waldeck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1441 wurde die [[Herrschaft Oberwinter|Herrlichkeit Oberwinter]] geteilt. Die eine Hälfte ging als Mitgift an die Herren von [[Saffenburg]], die andere Hälfte an die Herren Quadt von Landskron. 1478 kam noch [[Bad Bodendorf|Bodendorf]], das zunächst zum [[Reichsgut]] Sinzig gehört hatte und seit 1246 eine [[Exklave]] der Herrschaft Saffenburg war, in den Besitz der Herren der Herrschaft Landskron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] eroberte der [[Wolf Heinrich von Baudissin (General, 1579)|schwedische General Baudissin]] am 10. Februar 1632 die Festung.&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Wilhelm Wirtgen, &amp;#039;&amp;#039;Das Ahrthal. Natur, Geschichte, Sage&amp;#039;&amp;#039;, [https://books.google.de/books?id=oA9KAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA152 S.&amp;amp;nbsp;152]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab schon im Januar des folgenden Jahres wurden die Schweden von Truppen unter [[Ernst von Isenburg-Grenzau]] wieder vertrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Denkwürdiger und nützlicher rheinischer Antiquarius, [https://books.google.de/books?id=5hFTAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA532 S.&amp;amp;nbsp;532]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1659 kam es zu einem Tausch von Rechten und Territorien: [[Philipp Wilhelm (Pfalz)|Philipp Wilhelm von Pfalz Neuburg]] vollzog als [[Herzogtum Jülich|Herzog von Jülich]] mit Genehmigung des Kaisers [[Leopold I. (HRR)]] als oberster [[Lehnsherr]] mit dem [[Liste der Erzbischöfe von Trier|Trierer Erzbischof]] [[Karl Kaspar von der Leyen]] und der Witwe Maria [[Waldbott von Bassenheim]] zu [[Burg Gudenau|Gudenau]] und deren Sohn Otto Werner einen Tausch. Jülich erhielt den Waldbott’schen Anteil am [[Reichslehen]] Landskron und die Dörfer Vinxt und Schalkenbach mit den dortigen Wiesen, Wäldern, dem Landskroner Hof mit dem adeligen Sitz zu Sinzig, dem Gudenau’schen Anteil an den Dörfern [[Lohrsdorf]], [[Lantershofen]] und [[Heppingen]]. Dagegen gab Jülich dem Erzbischof und seinem Standesgenossen Freiherr von der Leyen zu Adendorf seine Dingstühle [[Adendorf (Wachtberg)|Adendorf]] und [[Eckendorf]], der Witwe Waldbott von Bassenheim und ihrem Sohn zu Gudenau seinen [[Dingstuhl]] [[Villip]], bisher im Jülich’schen Amt Neuenahr. Adendorf mit [[Arzdorf]] und Eckendorf wurde dadurch [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbare]] Herrschaft der Familie von der Leyen zu Adendorf. Villip mit der [[Wasserburg]] [[Burg Gudenau]] wird ebenfalls eine reichsunmittelbare Herrschaft. Die Burg Landskron gehörte allerdings nur zu einem Drittel dem Herzog von Jülich. Seinen Teil belegte er mit einer Garnison, was zu erheblichen Streitigkeiten mit dem Freiherrn Johann von Brempt dem Eigentümer der anderen zwei Drittel aus dem Einenberger Anteil führte. Wohl unter dem Einfluss von Kaiser Leopold&amp;amp;nbsp;I. hat der Herzog von Jülich die Schuld gegenüber dem Freiherrn von Brempt anerkannt. Am 16.&amp;amp;nbsp;Februar 1669 verpfändete er dem Freiherrn Wilhelm von Brempt den Einenberger, nun mehr jülicher Anteil an Haus und Herrschaft Landskron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burg und Herrschaft Landskron kamen damit zu einem großen Teil an das angrenzende Herzogtum Jülich, das seit 1337 immer größere Rechte im vorher rein kaiserlichen Sinzig und Remagen von den Kaisern [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig der Bayer]] und [[Karl IV. (HRR)|Karl&amp;amp;nbsp;IV.]] erlangen und seit 1546 die an der anderen Seite angrenzende [[Grafschaft Neuenahr]] einverleiben konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jülicher Festung und Garnison ===&lt;br /&gt;
In den Jahren 1659 bis 1682 wurde die Burg Landskron mit einer Garnison belegt, die Truppe gehörte zu einer Kompanie, die unter dem Befehl des Freiherrn von Pallandt stand, der Generalwachtmeister und Gubernator zu Jülich war. In diesem Zeitraum folgten auf Burg Landskron drei Kommandanten aufeinander: Kapitänleutnant Gottfried Grunter (1659–1674), Obristwachtmeister Hans Heinrich de&amp;amp;nbsp;Grane (1674–1676) und Hauptmann Wilhelm Oswald von Pampus (1676–1682). Die Mannschaft umfasste zunächst zehn Soldaten, während des [[Holländischer Krieg|Holländischen Krieges]] im Jahr 1672 wurde sie durch Musterung und Aushebung auf 50 Mann verstärkt. Nach der von einem Blitzeinschlag in der Nacht vom 20.&amp;amp;nbsp;auf den 21.&amp;amp;nbsp;September 1677 ausgelösten großen Feuersbrunst wurden zur Erhaltung der Wehrfähigkeit die Außenmauern notdürftig repariert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HFrick1941&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zerstörung ===&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer war [[Philipp Wilhelm (Pfalz)|Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg]] (* 1615; † 1690) und als solcher, nach dem [[Jülich-Klevischer Erbfolgestreit|Jülich-Klevischen Erbfolgestreit]], seit 1653 auch Herzog von Jülich. Nach dem großen Brand von 1677 gab es zunächst Kostenvoranschläge zur Instandsetzung der Burg Landskron in Höhe von 973 Reichstalern. Während der Pfalzgraf Philipp Wilhelm immer noch an einem Erhalt der Reichsburg Landskron festhielt, war sein Sohn [[Johann Wilhelm (Pfalz)|Johann Wilhelm (Jan Wellem)]], seit 1679 als Wilhelm II. Herzog von Jülich, für eine [[Schleifung]] der Burgruine. Zum Neujahrstag 1682 gab er zwei Befehle zur Ausführung eines Zerstörungsplans. Die umliegenden Ortschaften mussten dafür Männer mit Arbeitsgerät stellen. Am 8.&amp;amp;nbsp;Januar kamen 17&amp;amp;nbsp;jülicher Facharbeiter zur Sprengung des Kronenturms, innerhalb von drei Wochen erfolgte die Zerstörung, bereits am 30.&amp;amp;nbsp;Januar rückte die Garnison ab nach Düsseldorf. Des Weiteren, sie durch mögliches Festsetzen von feindlichen Truppen wohl mehr zur Bedrohung als zur Absicherung der zu seinem Herzogtum Jülich gehörigen Ämter [[Amt Neuenahr|Neuenahr]] sowie [[Amt Sinzig-Remagen|Remagen-Sinzig]] geworden war. Nach der Schleifung erfolgte noch eine Klage auf Schadenersatz durch den Freiherrn von Brempt als Miteigentümer über 16.000 Reichstaler zum Wiederaufbau seiner Gebäude. Im Jahr 1693 versprach Herzog Johann Wilhelm die Auszahlung eines Schadenersatzes von 6000 Reichstalern in jährlichen Raten von 500 Reichstalern. Wenig später kam es zum [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] (1688–1697), bei dem weitere Burgen wie [[Schloss Burgbrohl|Burgbrohl]], die [[Burg Olbrück]], die [[Burg Rheineck]] und Städte wie Sinzig und Ahrweiler in der Umgebung zerstört wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. und 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruine Reichsburg Landskron Plakette.jpg|mini|Informationstafel an der Burgruine Landskron im Bereich der Obersten Pforte]]&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert kamen Pläne auf, die Basaltkuppe des Burgberges als Steinbruch zu nutzen. Daraufhin gründete sich 1889 ein Verein zur Rettung der Ruine und der Kreis Ahrweiler erwarb die Burg. In den Jahren 1906 und 1910 kam es zu ausgedehnten Ausgrabungen auf dem Burggelände, bei denen unter anderem die oberste Pforte freigelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1906 betrieb der Gastronom und Heimatforscher Heinrich Möhren auf dem Berg eine [[Straußwirtschaft]] in einer Hütte und im Burgkeller. Nach Erhalt einer Baugenehmigung 1910 errichtete er auf der Bergkuppe im Bereich der Unterburg ein Gasthaus auf den Grundmauern eines zuvor archäologisch untersuchten Wohnturms. Das Gasthaus wurde zu einem beliebten Ausflugslokal. Heinrich Möhren war im Besitz einer umfangreichen Sammlung von Fundstücken von den Ausgrabungen auf der Burg um 1907 und 1910. Sie gingen durch Kriegseinwirkungen im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und einer völligen Zerstörung des Gasthauses durch einen Brand 1949 verloren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GerhNeu&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein Erdbeben im Jahr 1992 kam es zu Schäden an der Burgruine. 1999 fanden am obersten Tor Sanierungsmaßnahmen statt. Die Burgruine steht im Besitz von Sebastian Graf [[Kanitz (Adelsgeschlecht)|von Kanitz]] auf [[Kloster Cappenberg]]. Die Burgfläche ist von der Stadt [[Bad Neuenahr-Ahrweiler]] gepachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich von Behr: Burgruine Landskron an der Ahr, Verlag von Wilhelm Ernst &amp;amp; Sohn, Berlin 1912.&lt;br /&gt;
* Gottfried Kinkel: &amp;#039;&amp;#039;Die Ahr.&amp;#039;&amp;#039; J. P. Bachem, Köln 1999, S.&amp;amp;nbsp;209ff. (bearbeitete Neuauflage der ersten Ausgabe von 1849; [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0128-1-2187 Ausgabe 1858 als Online-Ausgabe &amp;#039;&amp;#039;dilibri&amp;#039;&amp;#039; Rheinland-Pfalz]).&lt;br /&gt;
* Christian von Stramberg, Anton Joseph Weidenbach: [http://books.google.de/books?id=aMtWAAAAMAAJ&amp;amp;dq=rheinischer%20antiquarius%20iii.%20abt&amp;amp;pg=PA412#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Denkwürdiger und nützlicher rheinischer antiquarius&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039;], Teil&amp;amp;nbsp;3, Band&amp;amp;nbsp;9, Koblenz 1862, S.&amp;amp;nbsp;412ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur Geschichte der Herrschaft Landskron a. d. Ahr&amp;#039;&amp;#039;, 1. Band: &amp;#039;&amp;#039;Regesten 1206–1499,&amp;#039;&amp;#039; gesammelt von Hans Frick, überarbeitet und aus dem Nachlass herausgegeben von Theresia Zimmer, Peter Hanstein Verlag, Bonn 1966; 2.&amp;amp;nbsp;Band: &amp;#039;&amp;#039;Rechnungen, Inventare, Güter- und Zinsverzeichnisse 1242–1500,&amp;#039;&amp;#039; bearbeitet von Theresia Zimmer, Peter Hanstein Verlag, Bonn 1966.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HHaffke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Alexander Thon, Stefan Ulrich: &amp;#039;&amp;#039;„…&amp;amp;nbsp;wie ein Monarch mitten in seinem Hofstaate thront“. Burgen am unteren Mittelrhein&amp;#039;&amp;#039;. Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2010, ISBN 978-3-7954-2210-3, S.&amp;amp;nbsp;94–99.&lt;br /&gt;
* Joachim Gerhardt, Heinrich Neu: &amp;#039;&amp;#039;Kunstdenkmäler des Kreises Ahrweiler&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Halbband, L. Schwann, Düsseldorf 1938, S.&amp;amp;nbsp;394–404.&lt;br /&gt;
* [[Julius Wegeler]]: &amp;#039;&amp;#039;Neuenahr und seine Umgebungen. Für Kurgäste und Geschichtsfreunde.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von T.&amp;amp;nbsp;Habicht, Bonn 1862, S.&amp;amp;nbsp;39–52 (mit 5&amp;amp;nbsp;Stammtafeln).&lt;br /&gt;
* Carl Müller: &amp;#039;&amp;#039;Schwedische Soldaten am Mittelrhein und im Ahrtal von 1632 bis 1635.&amp;#039;&amp;#039; In: Kreisverwaltung Ahrweiler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1962&amp;#039;&amp;#039;, {{ISSN|0342-5827}}, S.&amp;amp;nbsp;131–134 ([https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1962/hjb1962.49.htm Online-Ausgabe bei der Kreisverwaltung Ahrweiler]).&lt;br /&gt;
* Hans Frick: &amp;#039;&amp;#039;Die Burg Landskron als jülische Festung und Garnison (von 1659 bis zur Zerstörung der Burg im Jahre 1682)&amp;#039;&amp;#039;. In: Kreisverwaltung Ahrweiler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1941&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;85–102.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reichsburg Landskron}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat|220|Landskron a. d. Ahr|[[Jens Friedhoff]]}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1984/hjb1984.37.htm &amp;#039;&amp;#039;Wie es vor 777 Jahren zum Bau der Burg Landskron kam&amp;#039;&amp;#039;], auf kreis-ahrweiler.de&lt;br /&gt;
* [https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1980/hjb1980.22.htm &amp;#039;&amp;#039;Herrschaft und Kirchspiel Kirchdaun&amp;#039;&amp;#039;], auf kreis-ahrweiler.de&lt;br /&gt;
* [http://www.kreis.aw-online.de/kvar/VT/hjb1966/hjb1966.4.htm &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Kreis Ahrweiler&amp;#039;&amp;#039;], kreis.aw-online.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GerhNeu&amp;quot;&amp;gt;Joachim Gerhardt, Heinrich Neu: &amp;#039;&amp;#039;Kunstdenkmäler des Kreises Ahrweiler&amp;#039;&amp;#039;, 2. Halbband, L. Schwann, Düsseldorf 1938, S. 402–404, (Auflistung der Fundstücke von der Landskron)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;CodexD&amp;quot;&amp;gt;Codex Diplomaticvs: Exhibens Anecdota Ab Anno DCCCLXXXI, Ad MCCC. Mogvntiaca, Ivs Germanicvm, Et S.R.I. Historiam Illvstrantia / Ex Latebris In Lvcem Protraxit Notasqve Addidit Valent. Ferd. De Gvdenvs, Immed. Ord. Eqvestris Imp. Camerae Imperialis Assessor. Goettingae; Francofurti; Lipsiae 1743–1768 ([https://books.google.de/books?id=V0VQ-My9uE4C&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA929 Google-Books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HFrick1956&amp;quot;&amp;gt;Auf 1206 legt sich fest u.&amp;amp;nbsp;a. Hans Frick in &amp;#039;&amp;#039;Von der Lage und von der Erbauung des Hauses Landskron&amp;#039;&amp;#039;, in: Heimatjahrbuch Kreis Ahrweiler 1956, S.&amp;amp;nbsp;79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PKrahforst&amp;quot;&amp;gt;Paul Krahforst: [https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1999/hjb1999.13.htm &amp;#039;&amp;#039;Burggraf Gerhard&amp;amp;nbsp;IV von der Landskron als Wahlhelfer bei der deutschen Königswahl von 1314&amp;#039;&amp;#039;, in: Heimatjahrbuch Kreis Ahrweiler 1999, S.&amp;amp;nbsp;53]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HFrick1941&amp;quot;&amp;gt;Hans Frick: Die Burg Landskron als jüliche Festung und Garnison (von 1659 bis zur Zerstörung der Burg im Jahre 1682). In: Kreisverwaltung Ahrweiler (Hrsg.), Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1941, S.&amp;amp;nbsp;85–102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGerhardt&amp;quot;&amp;gt;Joachim Gerhardt, Heinrich Neu: &amp;#039;&amp;#039;Kunstdenkmäler des Kreises Ahrweiler&amp;#039;&amp;#039;, 2.&amp;amp;nbsp;Halbband, L.&amp;amp;nbsp;Schwann, Düsseldorf 1938, S.&amp;amp;nbsp;400 und 401.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HHaffke&amp;quot;&amp;gt;Hans Haffke: {{Webarchiv|url=http://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1968/hjb1968.55.htm |wayback=20131203000649 |text=Quellen zur Geschichte der Herrschaft Landskron a. d. Ahr |archiv-bot=2023-01-01 05:15:10 InternetArchiveBot }}, Buchbesprechung in: Heimatjahrbuch Kreis Ahrweiler 1968, S.&amp;amp;nbsp;163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Ahrweiler}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7616757-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Burg im Landkreis Ahrweiler|Landskron]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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