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	<title>Reichsacht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T01:47:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reichsacht&amp;diff=32161&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;At40mha: Änderung 265750118 von ~2026-19809-11 rückgängig gemacht; Das steht bereits besser zwei Absätze weiter unten</title>
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		<updated>2026-03-30T18:37:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/265750118&quot; title=&quot;Spezial:Diff/265750118&quot;&gt;265750118&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-19809-11&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-19809-11&quot;&gt;~2026-19809-11&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Das steht bereits besser zwei Absätze weiter unten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Reichsacht gegen Friedrich V..jpg|mini|Reichsacht Kaiser [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinands II.]] vom Januar 1621 gegen Kurfürst [[Friedrich V. (Pfalz)]], der dadurch seine Erblande und die Kurwürde verlor.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsacht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Reichsbann&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;Acht&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Bann (Recht)]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://books.google.at/books?id=xftOAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA8&amp;amp;lpg=PA8&amp;amp;dq=Reichsacht+Reichsbann&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=8HLNz8UWOV&amp;amp;sig=7GAuKOQlhCA3_M5tIeZvEUFMvBs&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjxqdbggcvWAhVmL8AKHZUMDdoQ6AEIPDAC#v=onepage&amp;amp;q=Reichsacht%20Reichsbann&amp;amp;f=false |titel=Gemeinnütziges lexikon für leser aller klassen, besonders für unstudierte |hrsg=[[Johann Ferdinand Roth]] |seiten=8 |datum=1807 |abruf=2017-09-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war eine besondere Form der Acht, die im [[Mittelalter]] vom König beziehungsweise vom Kaiser, in der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] vom König oder vom Kaiser unter Mitwirkung der Reichsgerichte und der [[Kurfürst]]en verhängt werden konnte. Diese [[Ächtung]] (Fried- und Rechtloserklärung) – vor allem bei Ladungs- oder Urteilsungehorsamkeit – erstreckte sich auf das ganze Gebiet des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|40808|Reichsacht|Autor=Eberhard Isenmann, Bernhard Stettler|Datum=2011-11-08|Abruf=2020-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor der Völkerwanderung bis zum Mittelalter (500–1500) ==&lt;br /&gt;
Vor und während des [[Mittelalter]]s waren die Rechtspflege und die staatliche hoheitliche Verwaltung noch nicht hinreichend aufgebaut, so dass Gerichtsurteile oftmals nicht vollstreckt werden konnten, und die Täter die Möglichkeit hatten, sich ihrer Verantwortung zu entziehen. Die Ächtung rief die Rechtshilfe der ganzen Rechtsgemeinschaft an: Der Täter wurde rechtlos gestellt, und jeder aus der Rechtsgesellschaft, der dies vermochte, konnte ihn dem Gericht zuführen oder ihn töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den ersten [[Stammesgesellschaft]]en der [[Germanen]] vor der [[Völkerwanderung]] wurden Verbrecher – nach deren Flucht – bei Delikten gegen Religion, Kult und im Heer, z.&amp;amp;nbsp;B. Verrat und [[Fahnenflucht|Desertion]], &amp;#039;&amp;#039;geächtet&amp;#039;&amp;#039; und somit außerhalb der Gesellschaft gestellt. In der Regel drohte ansonsten das Todesurteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Beschluss des [[Thing]]s, in späterer Zeit nach Gerichtsspruch des Königs bzw. des Hofgerichts, verfielen sie der &amp;#039;&amp;#039;Acht&amp;#039;&amp;#039; und waren &amp;#039;&amp;#039;[[Vogelfreiheit|vogelfrei]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie verloren ihre Rechtsfähigkeit, und jedermann konnte – und sollte – sie ohne Strafe töten. Der Leichnam des Geächteten blieb unbegraben. Ihr Vermögen verfiel, jedermann konnte es an sich bringen. Die später im Mittelalter vergebenen [[Lehnswesen#Lehnsverhältnis|Lehnsgüter]] aber fielen an den König, der die Acht ausgesprochen hatte, oder an den Lehnsherrn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Acht konnte sich nur lösen, wer sich dem Gericht und der Strafe stellte. Tat er das nicht, verfiel er im Mittelalter nach einer gewissen Zeit ([[Jahr und Tag]]) der &amp;#039;&amp;#039;Aberacht&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;damnatio, proscriptio superior, Überacht, Oberacht&amp;#039;&amp;#039;). Sie führte zur vollen Rechtlosigkeit des Angeklagten und war anfangs nicht ablösbar (später wurde auch sie ablösbar).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Lösung aus der Acht mussten die Gläubiger befriedigt und eine Lösungsgebühr (der „Achtschatz“) bezahlt werden. Durch die Lösung aus der Acht erhielt der einstmals Geächtete seine volle bürgerliche Stellung und auch sein Vermögen wie vor der Acht wieder. Dritte, die während der Achtzeit das Vermögen des Geächteten innehatten, mussten es ihm wieder herausgeben, sie durften aber den Gewinn behalten, den sie während der Zeit der Acht daraus gezogen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1220 konnte die Reichsacht nicht nur vom [[Römisch-deutscher König|römisch-deutschen König]] bzw. vom [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] ausgesprochen werden, sie folgte fortan aufgrund des Artikels 7 der [[Confoederatio cum principibus ecclesiasticis]] dem [[Kirchenbann]] nach nur sechs Wochen quasi automatisch, ohne gesonderte Anklage, ohne Prozess und ohne reichsrechtliche Verurteilung. Später verhängten sie Reichsgerichte, etwa [[Feme|Femegerichte]] oder das [[Reichskammergericht]] unter Mitwirkung des Königs bzw. Kaisers. Die Reichsacht erstreckte sich seit dem [[Mainzer Landfrieden]] von 1235 (Artikel 25 und 26) automatisch auch auf Personen und Städte, die Geächteten Schutz und Hilfe boten. [[Kaiser Friedrich II.]] sah im Mainzer Landfrieden erstmals die Anlage eines [[Achtbuch]]s für den königlichen Hof vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da seit 1220 Reichsacht und Kirchenbann Hand in Hand gingen, stammt daher die Formel &amp;#039;&amp;#039;In Acht und Bann&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Genauer hierzu: Eduard Eichmann: &amp;#039;&amp;#039;Acht und Bann im Reichsrecht des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Neuzeit ==&lt;br /&gt;
Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] musste 1519 zu seiner Wahl Zugeständnisse machen ([[Wahlkapitulation]]). Seitdem konnte er als Kaiser die Acht nicht mehr ohne die vorherige Durchführung eines Ächtungsverfahrens verhängen. Die [[Constitutio Criminalis Carolina]] regelte 1532 die Reichsacht; sie konnte vom deutschen König (seit dem 16. Jahrhundert gleichzeitig [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]]), vom [[Reichskammergericht]], vom [[Hofgericht Rottweil]] (in dessen Wirkungsbereich) und von den Landfriedensgerichten ausgesprochen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Acht&amp;#039;&amp;#039;, in: Reinhard Heydenreuter, Wolfgang Pledl, Konrad Ackermann: &amp;#039;&amp;#039;Vom Abbrändler zum Zentgraf. Wörterbuch zur Landesgeschichte und Heimatforschung in Bayern.&amp;#039;&amp;#039; München 2009. S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der weiteren Neuzeit ging die Unterscheidung zwischen Acht und Aberacht verloren. „Acht“ war dann meist eine nur wenig abgeschwächte Form der mittelalterlichen Aberacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acht wurde in der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] vor allem verhängt bei&lt;br /&gt;
* Nichterbringen bestimmter wichtiger Reichssteuern&lt;br /&gt;
* folgend einer [[Bannbulle]] durch den [[Papst]] (Kirchenbann)&lt;br /&gt;
* Majestätsverbrechen ([[Majestätsbeleidigung|crimen laesae maiestatis]])&lt;br /&gt;
* [[Landfriedensbruch]]&lt;br /&gt;
* Ungehorsam einer Partei in einem gerichtlichen Prozess (zum Beispiel wegen Nichterscheinens, obwohl man durch das Gericht geladen wurde, oder wegen Nichthandelns, obwohl man durch das Gericht zu einer bestimmten Handlung aufgefordert wurde – sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Contumaxacht&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Personen, die mit der Reichsacht belegt wurden ==&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die mit der Reichsacht belegt wurden, zählen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1180 [[Heinrich der Löwe]] wegen seiner mehrmaligen Weigerung, auf den Reichstagen von Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I. Barbarossa]] zu erscheinen, wo über ihn Gericht gehalten werden sollte&lt;br /&gt;
* 1208 [[Otto VIII. von Wittelsbach]] wegen der Ermordung König [[Philipp von Schwaben|Philipps von Schwaben]]&lt;br /&gt;
* 1225 Graf [[Friedrich von Isenberg]] wegen des Totschlags seines Onkels [[Engelbert I. von Köln|Engelbert II. von Berg]], Erzbischof von Köln&lt;br /&gt;
* 1235 König [[Heinrich (VII.) (HRR)|Heinrich (VII.)]] auf Grund der Empörung gegen seinen Vater Kaiser [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]]&lt;br /&gt;
* 1310 Graf [[Eberhard I. (Württemberg, Graf)|Eberhard der Erlauchte]] von Württemberg wegen seiner aggressiven Territorialpolitik&lt;br /&gt;
* 1491 [[Albrecht IV. (Bayern)|Albrecht IV.]], Herzog von Bayern: Er hatte versucht, die Freie Reichsstadt Regensburg seinem Staatsverbund einzuverleiben.&lt;br /&gt;
* 1499 [[Friedrich von Pfuel]] wegen Landfriedensbruchs und Nichterscheinens bei Gericht im Zuge einer [[Fehde#Mittelalter|Fehde]] gegen die [[Liste der mecklenburgischen Herrscher|Mecklenburger Herzöge]]&lt;br /&gt;
* 1504 [[Ruprecht von der Pfalz (Freising)|Ruprecht von der Pfalz]] wegen Ungehorsams gegen königliche Gebote und Landfriedensbruchs zusammen mit seiner Ehefrau, wegen Beihilfe Graf [[Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen|Wilhelm von Henneberg]]&lt;br /&gt;
* 1511 [[Johann Hilchen von Lorch|Johann Hilchen (III.) von Lorch]] wegen Landfriedensbruch im Zuge einer Fehde gegen den [[Wild- und Rheingrafen#Wild- und Rheingrafen|Wild- und Rheingrafen]] Philipp von Dhaun.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.archive.org/stream/annalendesverein24vere#page/n13/mode/2up „Johann Hilchen / Die Fehde mit dem Rheingrafen 1510“], in F.Otto: &amp;#039;&amp;#039;Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde u. Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039; erschienen 1892, Band: 24, Seite 3 u. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1512 und 1518 [[Götz von Berlichingen]] erst wegen [[Raub|Räuberei]], dann wegen [[Erpresserischer Menschenraub|erpresserischen Menschenraubs]]&lt;br /&gt;
* 1516 Herzog [[Ulrich (Württemberg)|Ulrich von Württemberg]] wegen seiner Weigerung, die Regierung für sechs Jahre seinen Räten zu überlassen, erneut 1521&lt;br /&gt;
* 1521 [[Martin Luther]] (nach [[Decet Romanum Pontificem|päpstlicher Bannbulle]]) im [[Wormser Edikt]] wegen [[Häresie]]&lt;br /&gt;
* 1541 Christoph von [[Landenberg|Breitenlandenberg]] wegen Landfriedensbruchs im Zuge der [[Landenbergische Fehde|Landenbergischen Fehde]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Ruckgaber |Titel=Geschichte der Frei- und Reichsstadt Rottweil |Verlag=Dr. Rapp &amp;amp; C.B. Englerth |Datum=1838 |Online={{Google Buch|BuchID=fHU3AAAAYAAJ|Seite=198|Hervorhebung=christoph%20von%20landenberg}} |Abruf=2017-08-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1546 [[Johann Friedrich I. (Sachsen)|Johann Friedrich I. von Sachsen]] und [[Philipp I. (Hessen)|Philipp I. von Hessen]], die Anführer des [[Schmalkaldischer Bund|Schmalkaldischen Bundes]], wegen der [[Schmalkaldischer Krieg|Besetzung des Herzogtums Braunschweig-Wolffenbüttel]] &lt;br /&gt;
* 1566 [[Wilhelm von Grumbach]] wegen Landfriedensbruchs&lt;br /&gt;
* 1614 [[Vinzenz Fettmilch]] im Zuge des von ihm angeführten [[Fettmilch-Aufstand|antisemitischen Zunftaufstands in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
* 1621 [[Friedrich V. (Pfalz)|Friedrich V. von der Pfalz]] wegen seiner Erhebung zum König von Böhmen&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe die [[:s:Achterklärung über Friedrich von der Pfalz|Achterklärung über Friedrich von der Pfalz]] bei [[Wikisource]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, in diesem Zusammenhang ebenso:&lt;br /&gt;
** [[Johann Georg (Brandenburg-Jägerndorf)|Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf]],&lt;br /&gt;
** [[Christian I. (Anhalt-Bernburg)|Christian I. von Anhalt-Bernburg]] und&lt;br /&gt;
** [[Georg Friedrich (Hohenlohe-Neuenstein-Weikersheim)|Georg Friedrich von Hohenlohe-Neuenstein-Weikersheim]] &lt;br /&gt;
* 1637 [[Wilhelm V. von Hessen-Kassel]] durch Kaiser [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand II.]] (1636) und seinen Sohn Kaiser [[Ferdinand III. (HRR)|Ferdinand III.]] (publiziert 1637)&lt;br /&gt;
* 1647 [[Johann von Werth]] (Jan von Werth) durch Kurfürst [[Maximilian I. (Bayern)|Maximilian I.]]&lt;br /&gt;
* 1706 [[Maximilian II. Emanuel (Bayern)|Max II. Emanuel, Kurfürst von Bayern]], und sein Bruder, der Kölner Kurfürst [[Joseph Clemens von Bayern|Joseph Clemens]] wegen ihrer Parteinahme für Frankreich im [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1793 [[Johann Georg Adam Forster|Georg Forster]] aufgrund eines [[Dekret]]s Kaiser [[Franz II. (HRR)|Franz’ II.]] wegen seiner Zusammenarbeit mit der [[Französische Revolution|französischen Revolutionsregierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reichsacht gegen Städte ==&lt;br /&gt;
Die Reichsacht konnte auch gegen Städte verhängt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1163 [[Mainz]] – Nach der Ermordung des Erzbischofs [[Arnold von Selenhofen]] durch die Stadtbürger im Jahre 1160 wurde auf dem Mainzer Reichstag 1163 die Reichsacht über die Stadt verhängt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kathrin Nessel: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.festung-mainz.de/zitadelle/geschichte/benediktinerkloster-auf-dem-jakobsberg.html Das Benediktinerkloster auf dem Jakobsberg]&amp;#039;&amp;#039;, festung-mainz.de, 27. März 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1431 [[Rostock]] – Nachdem die Rostocker Bürger aufgrund fehlender sozialer Verbesserungen einen neuen Rat wählten und die geflohenen ehemaligen Bürgermeister bei Kaiser [[Sigismund von Luxemburg|Sigismund]] um Beistand baten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Friedrich Olechnowitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Universität Rostock von ihrer Gründung 1419 bis zur französischen Revolution 1789.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Universität Rostock 1419–1969, Festschrift zur Fünfhundertfünfzig-Jahr-Feier.&amp;#039;&amp;#039; Rostock 1969, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1491–1495 [[Regensburg]] – Aufgrund einer desolaten finanziellen Lage, einer stark anti-kaiserlich, pro-bayerischen Strömung im Stadtrat und des daraufhin beschlossenen Anschlusses der Stadt an das Herzogtum Bayern unter Herzog [[Albrecht IV. (Bayern)]] verhängte der römisch-deutsche König und spätere Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] die Reichsacht. Nach dem Rückzug von Herzog Albrecht wurde ein kaiserlicher Reichshauptmann eingesetzt, der die Verhältnisse in der Stadt im Sinne des Kaisers regeln sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Beck: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser und Reichsstadt am Beginn der Frühen Neuzeit, Die Reichshauptmannschaft in den Regensburger Regimentsordnungen 1492–1555.&amp;#039;&amp;#039; Stadtarchiv Regensburg 2011, S. 28–32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1504–1512 [[Göttingen]] – Nachdem die Göttinger ihm die Huldigung verweigerten, erwirkte [[Erich I. (Braunschweig-Calenberg-Göttingen)|Herzog Erich I.]] bei Kaiser Maximilian I. die Reichsacht.&lt;br /&gt;
* 1540–1541 [[Goslar]] – Der Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel lag mit der Stadt Goslar, die Mitglied des [[Schmalkaldischer Bund|Schmalkaldischen Bundes]] war, im Streit um die [[Bergrecht]]e am [[Rammelsberg]]. Nach den [[Goslarer Unruhen 1527|Unruhen von 1527]] erhob der Herzog Klage wegen [[Landfriedensbruch]]s. Nach 13-jährigem Prozess verhängte das Reichskammergericht die Reichsacht über die Stadt, die aber schon im Folgejahr aufgehoben wurde. (Siehe dazu auch [[Schmalkaldischer Bundestaler#Münzgeschichte|Schmalkaldischer Bundestaler – Münzgeschichte]])&lt;br /&gt;
* 1547–1562 [[Magdeburg]] – Über Magdeburg wurde von Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] die Reichsacht verhängt, da es sich dem Kaiser nicht unterwerfen wollte. Dadurch verlor es das [[Stapelrecht]] an [[Mark Brandenburg|Brandenburg]]. Magdeburg galt als Hort des [[Protestantismus]]. Kaiser [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand I.]] sprach 1562 Magdeburg von der Reichsacht los.&lt;br /&gt;
* 1607–1609 [[Donauwörth]] – Nachdem die Bürger der Stadt Donauwörth den [[Augsburger Reichs- und Religionsfrieden|Religionsfrieden]] gebrochen hatten, wurde von [[Rudolf II. (HRR)|Kaiser Rudolf II.]] die Reichsacht gegen die Stadt verhängt, welche bis 1609 bestehen blieb. Dies war einer der Auslöser des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]].&lt;br /&gt;
* 1652–1653 [[Bremen]] – Nachdem sich die Stadt weigerte, den 1623 erwirkten [[Elsflether Weserzoll]] zu bezahlen, belegte [[Ferdinand III. (HRR)|Kaiser Ferdinand III.]] Bremen mit der Reichsacht, welche durch den Schluss des Regensburger Vergleichs 1653 wieder aufgehoben wurde.&lt;br /&gt;
* 1663–1664 [[Erfurt]] – Nachdem die Bürger der Stadt gegen den Landesherren, den [[Kurfürstentum Mainz|Kurfürsten von Mainz]], rebellierten und die lutherischen Geistlichen der Stadt sich weigerten, für den katholischen Landesherren zu beten, wurde 1663 die Reichsacht über Erfurt verhängt. Mit der Vollstreckung der Reichsacht wurde [[Johann Philipp von Schönborn]] beauftragt. Die Stadt Erfurt wurde 1664 schließlich von fränkischen, kurmainzischen und französischen Truppen besetzt. Am 15. Oktober 1664 schließlich ergab sich die Stadt in Gehorsam ihrem Landesherren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Achtbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Acht.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Albrecht Cordes]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch zur Deutschen Rechtsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Aachen – Geistliche Bank&amp;#039;&amp;#039;. 2. völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Schmidt, Berlin 2008, ISBN 978-3-503-07912-4.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Battenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Reichsacht und Anleite im Spätmittelalter. Ein Beitrag zur Geschichte der höchsten königlichen Gerichtsbarkeit im Alten Reich, besonders im 14. und 15. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im alten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Band 18). Böhlau, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 1986, ISBN 3-412-00686-6.&lt;br /&gt;
* [[Erich Klingelhöfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichsgesetze von 1220, 1231/32 und 1235. Ihr Werden und ihre Wirkung im deutschen Staat Friedrichs II.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Studien zur Verfassungsgeschichte des Deutschen Reiches in Mittelalter und Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, 2). Böhlau, Weimar 1955.&lt;br /&gt;
* Joseph Pötsch: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichsacht im Mittelalter und besonders in der neueren Zeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur deutschen Staats- und Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 105). Marcus, Breslau 1911, (Zugleich: Münster, Universität, Habilitations-Schrift), (Auch Nachdruck: Scientia-Verlag, Aalen 1971, ISBN 3-511-04105-8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gelnhausen.de/gnurk/i03363.cfm Gelnhäuser Urkunde von 1180, mit der Heinrich der Löwe in die Aberacht getan wird und seine Lehen verliert]&lt;br /&gt;
* [[s:Achterklärung über Friedrich von der Pfalz|Volltext der Achterklärung gegen Friedrich V. von der Pfalz auf Wikisource]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenstrafe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4134518-6}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;At40mha</name></author>
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