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	<title>Reichensteuer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reichensteuer&amp;diff=361102&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-10-18T11:55:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichensteuer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine in der nach der [[Bundestagswahl 2005]] geführten Reformdiskussion um das [[Steuerrecht (Deutschland)|deutsche Steuerrecht]] bekannt gewordene, häufig auch [[Populismus|populistisch]] verwendete [[Neologismus|Wortschöpfung]]. Andere [[Politisches Schlagwort|Schlagworte]] dafür sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Millionärssteuer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/politik/bund-der-steuerzahler-millionaerssteuer-ist-reiner-wahlkampf-1.417579 &amp;#039;&amp;#039;Millionärssteuer ist „reiner Wahlkampf“&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Juni 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milliardärssteuer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.boell.de/de/2024/12/17/zeit-fuer-eine-milliardaerssteuer-die-haeufigsten-gegenargumente-unter-der-lupe |titel=Zeit für eine Milliardärssteuer? Die häufigsten Gegenargumente unter der Lupe {{!}} Heinrich-Böll-Stiftung |sprache=de |abruf=2025-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=deutschlandfunkkultur.de |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/milliardaerssteuer-vermoegen-steuerhinterziehung-globale-mindeststeuer-100.html |titel=Globale Reichensteuer für Klimaschutz und gegen Hunger |datum=2024-11-19 |sprache=de |abruf=2025-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Gegner bezeichnen sie als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neidsteuer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print-welt/article176608/Ruettgers-mahnt-Merkel.html &amp;#039;&amp;#039;Rüttgers mahnt Merkel&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 9. November 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Schlagwort bezog sich dabei auf [[Reichtum#Einkommensreichtum|Einkommensreichtum]]. Jahre später, nachdem die erste politische Diskussion nicht mehr aktuell gewesen war, wurde der Ausdruck Reichensteuer in Österreich&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; und Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=B. Dribbusch |Titel=Breites Bündnis fordert höhere Abgaben: „Umfairteilen“ will Reichensteuer |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2012-08-04 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Breites-Buendnis-fordert-hoehere-Abgaben/!5087386/ |Abruf=2021-07-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/oekonom-heiner-flassbeck-das-steuersystem-muss-voellig-neu.990.de.html?dram:article_id=468981 |titel=Ökonom Heiner Flassbeck - &amp;quot;Das Steuersystem muss völlig neu justiert werden&amp;quot; |werk=Deutschlandfunk Kultur |hrsg=Deutschlandradio |abruf=2020-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gelegentlich auch für eine [[Vermögensteuer]] benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzgebung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ESt-Tarife04-07-v3.svg|300px|mini|Grenzsteuersätze der Einkommensteuertarife 2004–2007, „Reichensteuer“ seit 2007 (blau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als „Reichensteuer“ bezeichnete Erhöhung der [[Einkommensteuer (Deutschland)|Einkommensteuer]] für hohe Einkommen wurde im Koalitionsvertrag vom 11. November 2005 zwischen [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]], [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] und [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] vereinbart.&amp;lt;ref&amp;gt;Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vom 11. November 2005, S. 68 auf [http://www.bundesregierung.de/ bundesregierung.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde mit dem „Steueränderungsgesetz 2007“ eingeführt und gilt seit dem 1. Januar 2007.&amp;lt;ref&amp;gt;Steueränderungsgesetz 2007. In: &amp;#039;&amp;#039;Bundesgesetzblatt&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 2006, Teil I, Nr. 35, vom 24. Juli 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Reichensteuer ist keine eigene Steuer, sondern lediglich eine Erhöhung des Einkommensteuersatzes für höhere Einkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Aufkommen betrug im Fiskaljahr 2010 rd. 640 Mio. Euro (2009: 1,03 Mrd. Euro; 2008 790 Mio. Euro; 2007: 650 Mio. Euro).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/006/1700691.pdf Antwort auf Kleine Anfrage] (PDF; 161&amp;amp;nbsp;kB) Drucksache 17/691, 10. Februar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Solidaritätszuschlag]] ist in diesem Aufkommen bereits enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anzahl der Betroffenen ===&lt;br /&gt;
Die Zahl der Personen, die von der Reichensteuer betroffenen sind, ist erheblich niedriger als die der [[Reichtumsquote]], da „die Reichen“ hier nur als Schlagwort für eine Teilgruppe und nicht im wissenschaftlichen Sinne gebraucht wird. So lag der Anteil der Bevölkerung mit Einkommensreichtum je nach Definition und Erhebung 2010 bei 2–8 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Lebenslagen in Deutschland – Fünfter Armuts- und Reichtumsbericht |Hrsg=Deutscher Bundestag |Sammelwerk=Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung |Band=Drucksache 18/11980 |Nummer= |Auflage= |Verlag=Bundesanzeiger Verlag GmbH |Ort=Berlin |Datum=2017 |Kommentar=Die genutzten SOEP-Daten bieten keine Zahlen für 2009 (wie Daten des wissenschaftl. Dienstes), sondern nur 2010. |Online=http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/119/1811980.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das entsprach mindestens 1,6 Mio. Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?operation=abruftabelleBearbeiten&amp;amp;levelindex=1&amp;amp;levelid=1607446106324&amp;amp;auswahloperation=abruftabelleAuspraegungAuswaehlen&amp;amp;auswahlverzeichnis=ordnungsstruktur&amp;amp;auswahlziel=werteabruf&amp;amp;code=12411-0001&amp;amp;auswahltext=&amp;amp;werteabruf=Werteabruf#abreadcrumb |titel=Statistisches Bundesamt Deutschland - GENESIS-Online |datum=2020-12-08 |abruf=2020-12-08 |kommentar=81.751.602 x 0,02 = 1.635.032}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen waren von der „Reichensteuer“ nach Angaben des [[Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages|Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages]] im Jahr 2009 nur rund 57.942 Personen betroffen, also 0,22 % der Steuerpflichtigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/blob/194782/8db2391d25159f266fcd6b55696487c1/spitzensteuersatz-data.pdf bundestag.de] (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Anzahl stieg bis 2017 auf ca. 156.000 Steuerpflichtige an, bis 2018 auf ca. 163.000.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bundesregierung |Titel=Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage - Drucksache 19/8837 |Hrsg=Deutscher Bundestag |Ort=Berlin |Datum=2019-03-29 |Online=https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/088/1908837.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztere Zahl entsprach ca. 0,39 % der Steuerpflichtigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?sequenz=tabelleErgebnis&amp;amp;selectionname=73111-0001#abreadcrumb |titel=Statistisches Bundesamt Deutschland - GENESIS-Online |datum=2022-11-05 |abruf=2022-11-05 |kommentar=0,386 = 163.000 * 100 / 42.176.553}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgestaltung ===&lt;br /&gt;
Soweit das zu versteuernden Einkommen einen bestimmten Betrag übersteigt, beträgt der Steuersatz 45 % ([[Grenzsteuersatz]]). Im [[Veranlagungszeitraum|Veranlagungsjahr]] 2024 liegt dieser Betrag bei 277.825 € für Einzelveranlagung ({{§|32a|estg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;5 [[Einkommensteuergesetz (Deutschland)|EStG]]) und 555.650 € für Zusammenveranlagung ({{§|26|estg|juris}}, {{§|26b|estg|juris}} i.&amp;amp;nbsp;V.&amp;amp;nbsp;m. §&amp;amp;nbsp;32a Abs.&amp;amp;nbsp;5 EStG). Durch diese Stufe wird der ansonsten kontinuierliche deutsche Einkommenssteuertarif zum [[Stufentarif]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abgrenzung zum [[Spitzensteuersatz]] wird beim der Reichensteuer entsprechenden Steuersatz formal auch vom &amp;quot;Höchststeuersatz&amp;quot; gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/DE/Indikatoren/Reichtum/Steuerpflichtige-mit-Hoechststeuersatz/steuerpflichtige-mit-hoechststeuersatz.html |titel=Steuerpflichtige mit Höchststeuersatz |werk=Armuts- und Reichtumsbericht |hrsg=Bundesministerium für Arbeit und Soziales |abruf=2020-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Steuersatz galt im Veranlagungszeitraum 2007 allerdings nicht für die [[Gewinneinkünfte]]. Diese Regelung wurde damit begründet, dass zum 1. Januar 2008 eine [[Unternehmensteuerreform 2008 in Deutschland|Unternehmensteuerreform]] in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Diskussion ===&lt;br /&gt;
Hauptsächlich wurde kritisiert, dass es sich –&amp;amp;nbsp;so [[Gustav Horn (Wirtschaftswissenschaftler)|Gustav Horn]], Leiter des gewerkschaftsnahen [[Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung|Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung]]&amp;amp;nbsp;– lediglich um „symbolische Politik“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.zdf.de/ZDFheute/inhalt/15/0,3672,2395983,00.html |wayback=20070926220548 |text=&amp;#039;&amp;#039;Merz mosert über Merkel&amp;#039;&amp;#039;. }} [[ZDF]], 13. November 2005. Abgerufen am 5.&amp;amp;nbsp;April 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; handle, die letztlich nur geringe Auswirkungen habe und „niemandem hilft“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Otto: [http://depub.org/tagesschau/artikel/meldung119904/ Kommentar &amp;#039;&amp;#039;Reichensteuer: Symbol-Politik, die keinem hilft&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Tagesschau (ARD)|Tagesschau]] vom 2. Mai 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend konstatierte der Wirtschaftswissenschaftler [[Rudolf Hickel]], dass die Reichensteuer einen reinen [[Placebo]]-Effekt habe, „eine generelle, aber zeitlich begrenzte Erhöhung des Steuerspitzensatzes auf 45 Prozent wäre effektiver gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.n-tv.de/politik/Wirtschaftsweise-warnen-article163605.html &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsweise warnen&amp;#039;&amp;#039;.] [[n-tv]], 13. November 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorsitzende der [[CSU-Landesgruppe]] im [[Deutscher Bundestag|Bundestag]], [[Peter Ramsauer]], bezeichnete die „Reichensteuer“ als „ökonomisch unsinnige Neidsteuer“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/steuerpolitik-verfassungskonformitaet-der-reichensteuer-allgemein-bezweifelt-1330585.html &amp;#039;&amp;#039;Verfassungskonformität der Reichensteuer allgemein bezweifelt&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. Mai 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Ansicht des [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]-[[Mitglied des Deutschen Bundestages|Abgeordneten]] [[Alexander Dobrindt]] und anderer CSU-Mitglieder dürfe es aber nicht passieren, dass sich die SPD die Reichensteuer als Erfolg anhefte und der Union den [[Schwarzer Peter#Redewendung|schwarzen Peter]] für die Mehrwertsteuererhöhung zuschiebe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print-welt/article176608/Ruettgers-mahnt-Merkel.html &amp;#039;&amp;#039;Rüttgers mahnt Merkel&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 9. November 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlich wie Ramsauer argumentierte der Präsident des [[Bund der Steuerzahler Deutschland|Bundes der Steuerzahler]], [[Karl Heinz Däke]], der seinerzeit erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken sah.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/5/0,3672,3931205,00.html |wayback=20071020114258 |text=&amp;#039;&amp;#039;Verfassungsklage gegen Reichensteuer?&amp;#039;&amp;#039;}} [[heute.de]], 7. Mai 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige [[Vizekanzler (Deutschland)|Vizekanzler]] [[Franz Müntefering]] befürwortete dagegen die „Reichensteuer“, es sei gut zu vertreten, dass diejenigen, „die ganz oben sind, ein Stückchen mehr an Steuern bezahlen müssen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Reichensteuer bringt weniger Geld als erhofft&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 7. Mai 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der stellvertretende Vorsitzende des [[Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft|CDU-Arbeitnehmerflügels]], [[Gerald Weiß (Politiker)|Gerald Weiß]], sagte, dass Belastungsgerechtigkeit gebraucht werde: „Jeder soll tragen müssen, was er tragen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/politik/steuerpolitik-ran-an-die-reichen-1279139.html &amp;#039;&amp;#039;Ran an die Reichen&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]]&amp;#039;&amp;#039;, 7. November 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen offenen Brief –&amp;amp;nbsp;initiiert durch den Reeder [[Peter Krämer (Reeder)|Peter Krämer]]&amp;amp;nbsp;– versahen prominente Unterzeichner mit der Überschrift „Die Reichensteuer ist lächerlich“ und forderten eine konsequente Besteuerung der Reichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rentenreform-alternative.de/aufruf_reichensteuer.htm Die Reichensteuer ist lächerlich], Volltext.&amp;lt;!-- Sollte dieser Link nicht mehr erreichbar sein, ist der Text auch unter http://www.bremer-montagsdemo.de/61/reden61.htm abrufbar. &amp;quot;Seriösere&amp;quot; Verlinkungen habe ich nicht finden können. 18.03.2007 --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der politischen Diskussion über den Zweck der Reichensteuer wurde zudem aus ökonomischer Sicht untersucht, inwieweit das politische Ziel, eine differenzierte Behandlung der Gewinn- und Überschusseinkünfte, überhaupt erreicht werden konnte. Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass es sich bei den Gesetzesänderungen um „kein stimmiges Modell“ handle, das „ungewollte Effekte“ hervorrufe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://ftd.de/politik/deutschland/115092.html |wayback=20070929124050 |text=&amp;#039;&amp;#039;Reichensteuer trifft die Falschen&amp;#039;&amp;#039; }} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Financial Times Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. September 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2006, in der Zeit zwischen Vereinbarung des Koalitionsvertrages und Inkrafttreten des Steueränderungsgesetzes, befürworteten laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen 71 % der Befragten eine Einführung der Reichensteuer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Armin Schäfer |Titel=Die Reform des Sozialstaats und das deutsche Parteiensystem: Abschied von den Volksparteien? |Sammelwerk=Zeitschrift für Parlamentsfragen |Band=38 |Nummer=3 |Datum=2007 |ISSN=0340-1758 |Seiten=648–666}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Einkommensteuer A 2016 vs 2009.svg|mini|[[Einkommensteuertarif#Österreich|Einkommensteuertarif]] 2016 im Vergleich zu 2009 in Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in [[Österreich]] gab es eine öffentliche Debatte um eine vergleichbare Regelung. [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]], [[Die Grünen – Die Grüne Alternative|Grüne]] und [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] ließen Sympathien für eine Reichensteuer erkennen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://orf.at/051114-93327/93328txt_story.html |wayback=20071020021326 |text=&amp;#039;&amp;#039;Aktion 50 plus&amp;#039;&amp;#039;.}} orf.at&amp;lt;/ref&amp;gt; Finanzminister [[Karl-Heinz Grasser]] wies im November 2005 die Vorschläge als „für Österreich bedeutungslos“ zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://oe1.orf.at/inforadio/58143.html |wayback=20060518020413 |text=&amp;#039;&amp;#039;Grasser: Keine „Reichensteuer“ in Österreich&amp;#039;&amp;#039;.}} oe1.orf.at&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Steuertarifreform 2015/2016 wurde aber dann ein Spitzensteuersatz von 55 % für Einkommen über 1.000.000 Euro eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Finanzkrise ab 2007]] gibt es immer wieder neue Vorschläge zur Vermögensbesteuerung von Reichen zum Zweck der Budgetkonsolidierung. So schlug 2011 der [[Bundeskanzler (Österreich)|österreichische Bundeskanzler]] [[Werner Faymann]] eine Millionärsteuer vor, die 0,3 % bis 0,7 % ab einem Vermögen von 1 Mio. Euro betragen soll. Je nach Prozentsatz soll sie 500 Mio. bis 2 Milliarden Euro an Staatseinnahmen bringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://derstandard.at/1313025349069/Steuerideen-Kanzler-will-Reichensteuer-ab-einer-Million-Euro |titel=Kanzler will „Reichensteuer“ ab einer Million Euro |werk=derStandard.at |datum=2011-08-28 |abruf=2017-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich gab es bis in die 1990er-Jahre eine [[Vermögensteuer]], in der [[Zwischenkriegszeit]] gab es in Wien eine sehr umstrittene [[Wohnbausteuer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frankreich ==&lt;br /&gt;
In Frankreich gewann 2012 [[François Hollande]] die [[Französische Präsidentschaftswahl 2012|Wahl]] gegen [[Nicolas Sarkozy]] und wurde [[Staatspräsident (Frankreich)|französischer Staatspräsident]]. Im September 2012 kündigte er hohe Einsparungen und eine Reichensteuer an, die im Oktober 2012 beschlossen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/aktuell/international/nationalversammlung-stimmt-fuer-reichensteuer-1.17701039 &amp;#039;&amp;#039;Nationalversammlung stimmt für Reichensteuer&amp;#039;&amp;#039;] [[Neue Zürcher Zeitung|nzz.ch]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einkommen von über 150.000 Euro sollten danach mit 45 % besteuert werden. Der Steuersatz für Einkommen von mehr als 1 Mio. Euro sollte bei 75 % liegen. Der 75-Prozent-Steuersatz wurde Ende Dezember 2012 vom [[Conseil constitutionnel (Frankreich)|Verfassungsrat]] in der geplanten Form für verfassungswidrig erklärt. Der Rat kritisierte dabei nicht die Höhe der Steuer an sich, sondern eine Ungleichbehandlung der Haushalte. Wenn zwei Partner jeweils weniger als eine Million Euro verdienten, wären sie von der Steuer ausgenommen. Käme ein Partner allein auf das gleiche Einkommen, müsste er zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/politik/rueckschlag-fuer-praesident-hollande-frankreichs-verfassungsrat-stoppt-reichensteuer-1.1561326 &amp;#039;&amp;#039;Frankreichs Verfassungsrat stoppt Reichensteuer&amp;#039;&amp;#039;.] [[Süddeutsche Zeitung]], 29. Dezember 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medien berichteten, dass einige Reiche&amp;amp;nbsp;– auch wegen einer unternehmerfeindlichen Stimmung in Frankreich&amp;amp;nbsp;– in Nachbarländer umgezogen seien oder dies planten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hollandes-steuerpolitik-laesst-unternehmer-fliehen-a-875101.html &amp;#039;&amp;#039;Unternehmer fliehen aus Frankreich&amp;#039;&amp;#039;.] [[Spiegel Online]], 29. Dezember 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Aufsehen sorgte vor allem der Schauspieler [[Gérard Depardieu]], der medienwirksam nach [[Russland]] auswanderte und dort die russische Staatsbürgerschaft annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut der [[Europäische Zentralbank|EZB]] waren im Oktober und November 2012 bis zu 70 Milliarden Euro Kapital aus Frankreich abgeflossen, was hauptsächlich auf die eingeführte Reichensteuer zurückgegangen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1386850/Reichensteuer-kostete-Frankreich-bis-zu-70-Mrd-Euro &amp;#039;&amp;#039;Reichensteuer „kostete“ Frankreich bis zu 70 Mrd. Euro&amp;#039;&amp;#039;.] Die Presse, 9. April 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 1. Januar 2015 wurde die Reichensteuer nicht mehr angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/frankreich-gibt-die-reichensteuer-auf-13348842.html &amp;#039;&amp;#039;Die Reichensteuer ist passé&amp;#039;&amp;#039;.] [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]], 1. Januar 2015 (Sie sorgte für viel Aufruhr, brachte aber nur kümmerliche Einnahmen)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationaler Währungsfonds ==&lt;br /&gt;
2013 veröffentlichte der [[Internationaler Währungsfonds|IWF]] in seinem Bericht Taxing Times die Ansicht, dass „in vielen entwickelten Volkswirtschaften offenbar Spielraum besteht, um mehr Ertrag aus der Spitze der Einkommenspyramide zu gewinnen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orf.at/stories/2203784/2203794/ Aufregung um Reichensteuer-Anregung, „Das ist ein analytischer Bericht“.] orf.at, 26. Oktober 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.imf.org/external/pubs/ft/fm/2013/02/fmindex.htm Fiscal Monitor, Taxing Times.] International Monetary Fund, 2013-10&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach teils heftigen Reaktionen in Politik und Medien stellte der IWF klar, das in diesem Bericht vorgestellte Konzept einer einmaligen zehnprozentigen [[Vermögensabgabe]] auf Sparvermögen, Wertpapiere und Immobilien sei kein offizieller Vorschlag des IWF, sondern ein „rein theoretisches Gedankenspiel“. Das [[Europäische Zentralbank|EZB]]-Ratsmitglied [[Ewald Nowotny]] warnte vor einer Verunsicherung der Sparer durch derartige Ideen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/rein-theoretisches-gedankenspiel-iwf-distanziert-sich-von-zwangsabgabe-fuer-sparer-12649518.html &amp;#039;&amp;#039;„Rein theoretisches Gedankenspiel“. IWF distanziert sich von Zwangsabgabe für Sparer&amp;#039;&amp;#039;] [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]], 5. November 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Empirische Befunde ==&lt;br /&gt;
Empirische Studien zeigen, dass es bei Steuererhöhungen zu Anpassungsreaktionen der Steuerpflichtigen kommt. Dabei reagieren Steuerpflichtige mit höheren Einkommen kaum mit ihrem grundlegenden realwirtschaftlichen Leistungsverhalten auf die Besteuerung, also etwa bei Arbeitszeit und -umfang oder Bildungs- und Karriereentscheidungen. Dafür reagieren sie mit [[Steuervermeidung]]. Berechnungen mit &amp;quot;Optimalsteuermodellen&amp;quot; zeigen, dass die Spitzensteuersätze bedeutend höher ausfallen könnten, wenn die Steuervermeidung stärker eingeschränkt würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefan Bach |url=https://www.bpb.de/apuz/155705/einkommens-und-vermoegensverteilung-in-deutschland |titel=Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland {{!}} APuZ |abruf=2020-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Steuerprogression]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuerrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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