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	<title>Reichenauer Hof (Ulm) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Historiograf: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2025-11-27T00:42:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Reichenauer Hof 04.JPG|mini|Reichenauer Hof mit seiner Straßenfront]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichenauer Hof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ehinger Hof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein baugeschichtlich bis in die Gotik zurückgehendes, ehemaliges Patrizierhaus in [[Ulm]]. Im Inneren birgt es im sogenannten „Meistersingersaal“ oder „Minnesängersaal“ die ältesten Fresken Ulms. Es ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach § 2 DSchG BW.&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich gab es dort bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts die Ulmer Niederlassung des Klosters Reichenau. Auf den ehemaligen [[Pfleghof]] des [[Kloster Reichenau|Klosters Reichenau]] ist die heute gängige Bezeichnung „Reichenauer Hof“ zurückzuführen. Das Kloster trieb von diesem Ort an der Donaufurt und späteren -brücke aus im Hochmittelalter Handel und Politik. Erst danach wurde er ein Patriziersitz und von den neuen Eigentümern immer wieder umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auch als Ehinger Hof bezeichnete Gebäude (heutige Anschrift: Grüner Hof 2) geht auf ein um 1370 erbautes Patrizierhaus nahe der [[Herdbrücke]] über die [[Donau]] zurück, das der damalige Ulmer Bürgermeister [[Ludwig Krafft]] erbauen ließ, der in erster Ehe mit Elisabeth Ehinger († 1389) verheiratet war. Die Überreste dieses spätmittelalterlichen Baus (Meistersinger- bzw. Minnesängersaal) stellen die ältesten Teile des heutigen Gebäudes dar. Zu den späteren Besitzern zählte der Ratsherr [[Ulrich Ehinger]] (seit 1537). Er prägte in der aufkommenden deutschen Frührenaissance die heutige architektonische Gestalt. Dabei integrierte er den schon vorhandenen Minnesängersaal in den Renaissancebau, der noch heute überwiegend erhalten ist. Auf diese Zeit geht auch die Alternativbezeichnung „Ehinger Hof“ zurück. Der Ostflügel aus dem 14. Jahrhundert wurde um 1535 durch Anbauten ergänzt. Die Proportionen seiner Fassaden, die Arkaden des Innenhofes und seine Kassettendecken in den Innenräumen charakterisieren den Bau in dieser Form als frühes Zeugnis deutscher Renaissance. Mehrere Umbauten folgten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1543 und 1552 war [[Karl V. (HRR)|Kaiser Karl V.]] fünfmal im Hause zu Gast. Später befand sich dort der Gasthof „Schwarzer Ochsen“ (bis 1786). Der heutige Hauptbaukörper erstreckt sich parallel zur Donau und besitzt einen Giebel nach Westen sowie einen südwestlichen Eckerker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1842 plante und koordinierte Major von Prittwitz vom Reichenauer Hof aus den Bau des nördlich der Donau gelegenen Teils der [[Bundesfestung Ulm]], es war damals die sogenannte Kommandantur, später auch Gouvernment genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reichenauer Hof 01.JPG|Nordseite mit der Inschriftentafel&lt;br /&gt;
Reichenauer Hof 02.JPG|Inschriftentafel an der Nordseite&lt;br /&gt;
Reichenauer Hof 06.JPG|Die Traufseite zur Donau hin&lt;br /&gt;
Reichenauer Hof 03.JPG|Blick in den Innenhof&lt;br /&gt;
Ulm-herdbrücke.jpg|Die Herdbrücke ist gleich daneben&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Minnesängersaal ==&lt;br /&gt;
Im Ostflügel des Reichenauer Hofes befindet sich der sogenannte „Minnesängersaal“ (früher auch „Meistersingersaal“). Seine [[Fresko|Fresken]] entstanden um 1370/80 und gelten als die älteste erhaltene gotische Wandmalerei Ulms. Entlang der Wände thematisieren Figuren und Spruchbänder die Liebe – die „Minne“ – in ihrer weltlichen und geistigen Form. Die Ausmalung des Saals erstreckt sich über die Wandflächen (Rankenwerk und Figuren) bis in der Sockelzone mit illusionistisch gemalten drapierten Wandbehängen. In den beiden Gewölbefeldern gibt es Wappenmedaillons mit Löwen und Adlern. Die [[Schlussstein]]e sind mit den Wappen der Geschlechter Krafft und Ehinger versehen. Die im Fensterbereich dargestellten Spielleute, die mit Pauke, Monochord, Violine und Laute ausgestattet sind, waren die Ursache, warum der Raum die Bezeichnung „Meistersingersaal“ oder „Minnesängersaal“ bekam. Allerdings wurde der Saal nicht von [[Meistersinger]]n (die bei Bürgern und Handwerkern angesiedelt waren) genutzt, sondern diente Patriziern als Festsaal („Singeraum“). Ein höfischer Sängerwettstreit fand dort wohl nie statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum ist architektonisch wie geistig-kulturell ein Zeugnis des patrizischen Ulm und ein seltenes Beispiel weltlicher Wandmalerei des Spätmittelalters.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ulm_meistersingersaal.jpg|Wappenschilde über den Fenstern&lt;br /&gt;
Ulm - Deckenfreske im Minnesängersaal im Grünen Hof.JPG|Deckenfresko&lt;br /&gt;
Ulm - Minnesängersaal im Grünen Hof.jpg|Detail des Minnesängersaals&lt;br /&gt;
Ulm - Minnesängersaal im Grünen Hof02.JPG|Detail der Decke des Saals&lt;br /&gt;
Ulm - Minnesängersaal im Grünen Hof03.JPG|Detail des Minnesängersaals&lt;br /&gt;
Ulm - Minnesängersaal Türen.jpg|Türen im Minnesängersaal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Die umfangreichen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erfassten auch diesen Gebäudekomplex. Die Wandmalereien des heute aus Gründen des Denkmalschutzes nicht ständig zugänglichen Saales wurden schon 1960 renoviert. &lt;br /&gt;
In den Jahren 1987–1990 wurde der Reichenauer Hof insgesamt renoviert und teilweise neu gestaltet.&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt heute das Staatliche Hochbauamt Ulm und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die von dort aus Gebäude des Bundes von Heidenheim bis zum Bodensee betreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reichenauer Hof}}&lt;br /&gt;
*[http://www.tourismus.ulm.de/web/de/ulm-und-neu-ulm/historisches/gruener-hof.php Angaben bei tourismus.ulm.de]&lt;br /&gt;
* https://wiki.uni-bielefeld.de/autoritaeten/index.php/Ul4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Koepf]]: &amp;#039;&amp;#039;Ulmer Profanbauten&amp;#039;&amp;#039;. Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm (Hrsg. Stadtarchiv Ulm), Band 4, W. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007078-9, S. 31–32 und 126.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=48.396382|EW=9.996375|type=landmark|region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7631434-0|VIAF=241253993}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Ulm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotisches Bauwerk in Ulm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 14. Jahrhundert|Ulm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfleghof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotische Wandmalerei|Ulm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Historiograf</name></author>
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