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	<title>Reichenau GR - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Plutowiki: Kategorie:Ort im Churer Rheintal</title>
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		<updated>2025-10-21T01:45:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie:Ort im Churer Rheintal&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung Schweizer Kanton|GR|Graubünden|Reichenau}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Reichenau GR&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = &lt;br /&gt;
| BILD = Reichenau 23-01.jpeg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = [[Emserbrücke]] und Schloss Reichenau&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-GR&lt;br /&gt;
| BEZIRK = [[Imboden (Bezirk)|Imboden]]&lt;br /&gt;
| GEMEINDE = [[Tamins]]&lt;br /&gt;
| BFS = &lt;br /&gt;
| PLZ = 7015&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 46.824722&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 9.408889&lt;br /&gt;
| HÖHE = 604&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.tamins.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichenau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ort in der politischen Gemeinde [[Tamins]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Graubünden]]. Der vom Gebäudekomplex des &amp;#039;&amp;#039;Schlosses Reichenau&amp;#039;&amp;#039; und seinen Brücken dominierte Weiler liegt am Zusammenfluss von [[Vorderrhein|Vorder-]] und [[Hinterrhein]]. Jenseits des Rheins liegt auf dem Gemeindegebiet [[Domat/Ems]] der Bahnhof &amp;#039;&amp;#039;Reichenau-Tamins&amp;#039;&amp;#039; der [[Rhätische Bahn|Rhätischen Bahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Örtlichkeit ist nach dem [[Kloster Reichenau]] benannt, das hier seit der [[Karolinger]]zeit Güter besass. Im 14. Jahrhundert, als der Fernverkehr über die Bündner Alpenpässe deutlich zunahm, wurden zwei Brücken und ein Zollhaus erbaut. Bis dahin hatte sich der von [[Chur]] kommende Verkehrsweg in Domat/Ems geteilt: Ein Zweig führte westsüdwestlich und dann nach Süden, durch die Felsenge des &amp;#039;&amp;#039;Crap taglieu&amp;#039;&amp;#039; Richtung Rothenbrunnen am Hinterrhein entlang ins [[Domleschg]] und weiter zum [[Splügenpass|Splügen-]] und [[San-Bernardino-Pass]], der andere über die bei Ems gelegene Rheinbrücke &amp;#039;&amp;#039;Punt arsa&amp;#039;&amp;#039; am nördlichen Rheinufer ins Dorf Tamins und weiter nach Westen, zu den Pässen [[Lukmanierpass|Lukmanier]] und [[Oberalppass|Oberalp]]. Ein oft als Nebenroute begangener Weg führte seit der Römerzeit von Pfäfers über den [[Kunkelspass|Kunkels]] nach Tamins und Reichenau und wurde in Urkunden wiederholt als &amp;quot;Schleichweg&amp;quot; getadelt, um die Bündner Zölle zu umgehen. Der Verkehrsaufschwung liess es dann im Spätmittelalter lohnend erscheinen, Brücken nicht wie bisher an der bautechnisch einfachsten, sondern an der strategisch günstigsten Stelle zu errichten – eben in Reichenau, wo der gesamte regionale Verkehr kontrolliert werden konnte. Eine der neuen Reichenauer Bücken, 1399 als &amp;#039;&amp;#039;Zollbrücke&amp;#039;&amp;#039; erwähnt, führte unmittelbar am Zusammenfluss über den Vorderrhein mit Verkehrsanbindung nach Rhäzüns und Thusis oder ins Safiental, die andere wurde etwa 300 Meter unterhalb des vereinigten Rheines gebaut. Die Brücken wurden jedoch bei Hochwasser wiederholt beschädigt und mussten unter grossen Kosten wieder aufgebaut werden. Die Einnahmen der Zollstelle von Reichenau dienten deshalb auch dem Unterhalt von Weg und Steg, und die dortigen Gebäude nutzten Reisende als Gasthöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere grössere Gebäude entstanden ab 1616, als die Dörfer des Gerichts [[Trin|Hohentrins]] die feudalen Rechte durch Geldzahlung abgelöst hatten und die Herren [[Schauenstein (Adelsgeschlecht)|von Schauenstein]] den Mittelpunkt ihrer Herrschaft nach Reichenau verlegten. Der heutige Baubestand des Schlosses geht auf Ausbauten der Jahre 1775 und 1820 zurück. Von 1718 bis 1748 machte Reichenau neben dem Zollrecht auch vom Recht Gebrauch, Münzen zu prägen.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Geigy: [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=snr-001:1889:8::322 &amp;#039;&amp;#039;Haldenstein und Schauenstein-Reichenau und ihre Münzprägungen: Studie, vorgelegt der Generalversammlung der Mitglieder der Generalversammlung der Mitglieder der Generalversammlung der Mitglieder der schweiz. numismatischen Gesellschaft, in Luzern den 20. September 1888.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin de la Société suisse de Numismatique,&amp;#039;&amp;#039; Band 8, 1889, Heft 8–9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Reichenau Schule.JPG|mini|Schulszene in Reichenau, rechts stehend Louis-Philippe.]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1792 verkaufte Graf [[Johann Rudolf von Buol-Schauenstein]] Reichenau an die Herren Simeon Bavier, [[Georg Anton Vieli]] und Johann Baptist Tscharner. Letzterer verlegte seine bis anhin in [[Jenins]] untergebrachte Erziehungsanstalt des [[Philanthropismus]] in die Räume des Schlosses. Leiter dieses Instituts war [[Johann Peter Nesemann]] aus Magdeburg. Einen neuen Aufschwung erhielt die Schule durch [[Heinrich Zschokke]], ebenfalls aus Magdeburg. Die Erziehungsanstalt bestand bis 1798.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/news/regional/graubuenden/moderne-schule-anno-1793-im-schloss-reichenau-sollten-freie-menschen-heranwachsen |titel=Moderne Schule anno 1793 – Im Schloss Reichenau sollten freie Menschen heranwachsen |werk=[[Schweizer Radio und Fernsehen|srf.ch]] |datum=2018-11-01 |zugriff=2018-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An dieser wirkte vom November 1793 bis Ende Juni 1794 als Lehrer auch der flüchtige junge Herzog von Chartres, der spätere «Bürgerkönig» [[Louis-Philippe I.]] Als «Monsieur Chabos» erteilte er Französisch und Mathematik. Unter dem Schutz des damaligen Verwalters des Schlosses, Alois von Jost, eines ehemaligen Offiziers der [[Gardes suisses (Frankreich)|Schweizergarde]] in Paris, war er hierhergekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schloss Reichenau nahm nach Schliessung des Instituts der französische Gesandte Guyot seinen Sitz. Er und Zschokke vertraten von hier aus die sogenannte «Partei der Patrioten», die Gegner der [[Salis (Adelsgeschlecht)|Salis]] und Österreichs, welche den Anschluss Graubündens an die Schweiz befürworteten. 1799 griffen Oberländer Bauern einen Posten von 900 Franzosen an, der die Brücke von Reichenau mit Geschütz verteidigte. Bis 1812 versuchte sich dann eine [[Bergwerk]]sgesellschaft erfolglos an der [[Gold]]produktion. Das Schloss gehört bis heute der Familie von [[Tscharner (Patrizierfamilie)|Tscharner]], die im Churer Rheintal Weinbau betreibt. Einige Nebengebäude dienen touristischen Zwecken oder als Eventlokal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brücken  ==&lt;br /&gt;
Die heutige [[Emserbrücke]] über den vereinigten Rhein stammt von 1881. Die Eisenfachwerkbrücke ersetzte die 1814 bis 1881 bestehende Holzbrücke von Johann Stiefenhofer. Von 1757 bis 1799 stand dort eine der für ihre Zeit am weitesten gespannten Holzbrücken von [[Johannes Grubenmann|Johannes und Hans-Ulrich Grubenmann]].&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Killer: [https://www.research-collection.ethz.ch/bitstream/handle/20.500.11850/133364/eth-20590-02.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Werke der Baumeister Grubenmann. Brücke in Wettingen&amp;#039;&amp;#039;.] [[Eidgenössische Technische Hochschule Zürich|ETHZ]], Doktorarbeit, Zürich 1942 (PDF; 27 MB), S. 34 (S. 32 im PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorderrheinbrücke («Bonaduzerbrücke» / «Italienische Strasse») bestand in ihrer bekannten Form bis 1889 als Holzbrücke aus einer östlichen Brücke auf einen Felsenpfeiler im Flussbett sowie einem westlichen ansteigenden Anstreb auf diesen Pfeiler im meist trockenen Teil des Flussbetts. 1889 wurden die Holzkonstruktionen durch eine pfeilerlose Stahlbogenbrücke mit 66 Metern Spannweite ersetzt. Diese im Wesentlichen einspurige Brücke wurde 1985 zum Ersatz ausgeschrieben und schliesslich durch die heutige Betonbrücke ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.espazium.ch/de/aktuelles/bruecken-am-vereinigten-fluss Brücken am vereinigten Fluss], Dezember 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Rheinübergänge in Reichenau und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bündner Monatsblatt.&amp;#039;&amp;#039; Heft 6, 1996, S. 373–425.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rhätische Bahn erstellte 1895 die [[Hinterrheinbrücke]] als dreifeldrige genietete Stahlrauten-Fachwerkbrücke für die [[Albulalinie]]. 1903 folgte die gut 700 Meter westlich liegende [[Farschbrücke]] (lokal auch «Vasortabrücke») über den Vorderrhein als Fachwerk-Parallelträgerwerk für die [[Bahnstrecke Reichenau-Tamins–Disentis/Mustér]]. 2018 wurde parallel zur alten Hinterrheinbrücke von 1895 eine zweite Stahlbrücke mit V-Stielen und einem Trogquerschnitt fertig gestellt. Nach der umfassenden Sanierung der alten Brücke gingen Ende 2019 beide Brücken nebeneinander in Betrieb. Die schlanke neue Brücke «Sora Giuvna» &amp;#039;&amp;#039;(kleine/junge Schwester)&amp;#039;&amp;#039; verdeckt den Blick auf die alte denkmalgeschützte Brücke so wenig wie möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rheinquerung der [[A13 (Schweiz)|A13]] über den Hinterrhein folgte (vorerst ohne Fortsetzung der [[Autostrasse]] nach Süden) in den 1960er-Jahren zur Eröffnung des [[San-Bernardino-Tunnel]]s. Die Strasse unterquert dabei die Brückenköpfe der beiden Eisenbrücken von 1881 und 1895.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reichenau Grubenmann-Brücken.jpg|Reichenau GR Grubenmann-Brücken vor 1799&lt;br /&gt;
Reichenau GR 2021.jpg|Reichenau GR 2021&lt;br /&gt;
Reichenau um 1822.jpg|Reichenau um 1822&lt;br /&gt;
Reichenau GR J.J.Mayer Aquarell 1821.jpg|Reichenau GR J.J.Mayer Aquarell 1821&lt;br /&gt;
Reichenau Brückenbrand.jpg|Brand der Rheinbrücke bei Reichenau am 31.&amp;amp;nbsp;Juli/1.&amp;amp;nbsp;August&amp;amp;nbsp;1880; Zeichnung von Johannes Weber&lt;br /&gt;
ETH-BIB-Reichenau-LBS H1-010144.tif|Historisches Luftbild von [[Werner Friedli (Fotograf)|Werner Friedli]] (1965)&lt;br /&gt;
Schloss Reichenau GR 02.jpg|Schloss Reichenau&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brückenwanderung ===&lt;br /&gt;
Seit 2021 kann man den Zusammenfluss des Rheins auf den Brücken umwandern: Am 11. Juni 2021 wurde der schon zuvor existierende Wartungsgang im unteren Brückenteil der Hinterrheinbrücke von 1895 als Fussgängersteg öffentlich zugänglich gemacht. Der einzige grössere Umweg ist durch die Autostrasse A13 bestimmt, sie verhindert den direkten Weg von der Hinterrhein- zur Emserbrücke. Stattdessen zwängt sich der Weg unter der Autobahnbrücke hindurch und führt zum Bahnhof Reichenau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Tamins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|8079|Reichenau (GR)|Autor=Linus Bühler|Datum=2010-08-23}}&lt;br /&gt;
* Werner Ort: &amp;#039;&amp;#039;Die Schülerrepublik im Schloss Reichenau.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hier und Jetzt, Baden 2018, ISBN 978-3-03919-463-6.&lt;br /&gt;
* [[Armon Planta]]: &amp;#039;&amp;#039;Verkehrswege im alten Rätien.&amp;#039;&amp;#039; Band 4. Chur 1990, ISBN 3-905241-06-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reichenau GR|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{ISOS|2171|Reichenau (Tamins u. a.)|Abruf=|Sprache=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4602841-9|VIAF=4108147270555335700007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reichenau Graubunden}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Churer Rheintal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tamins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Alpenrhein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Vorderrhein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Plutowiki</name></author>
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