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	<title>Regosol - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T02:29:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Regosol&amp;diff=317255&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Windharp: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2024-09-10T12:04:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Flugsand-Regosol.jpg|thumb|Regosol mit beginnender [[Podsolierung]] (Aeh-C) auf Flugsanddüne der [[Flussterrasse|Niederterrasse]] bei Rastatt.]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Regosol&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(von [[Griechische Sprache|griech]]: &amp;quot;rhegos&amp;quot; = Decke, bedecken)&amp;#039;&amp;#039; ist ein flachgründiger [[Boden (Bodenkunde)|Boden]], der sich in einem frühen Stadium der [[Pedogenese|Bodenentwicklung]] auf [[Calciumcarbonat|kalkfreiem]] bis kalkarmem Lockermaterial bildet; dies ist klassischerweise [[Sand]]. Der [[Bodentyp]] weist zwei [[Bodenhorizont|Horizonte]] auf und wird in der deutschen Bodensystematik in die [[Bodentyp#Klasse R – A/C-Böden|Klasse R (A/C-Böden]]) eingeteilt. Seine Abkürzung lautet RQ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[World Reference Base for Soil Resources]] (WRB) gibt es eine Referenzbodengruppe, die ebenfalls [[Regosol (WRB)|Regosol]] genannt wird, aber etwas anders definiert ist und teilweise Böden umfasst, die in der deutschen Systematik zu den [[Lockersyrosem]]en, den [[Pararendzina|Pararendzinen]] und den [[Rendzina|Rendzinen]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Sand ist das klassische Ausgangsmaterial für Regosole, da andere kalkarme bis kalkfreie Lockermaterialien äußerst rar sind. Wenn dieser an der Oberfläche ansteht, so liegt vorerst nur ein Horizont („reiner Sand“) vor. Sobald sich eine [[Sukzession (Biologie)|Besiedlung]] mit [[Pionierpflanze|Pflanzen]] einstellt, kommt es zur Bildung von [[Humus]], so dass sich an der Oberfläche ein zweiter Horizont („humoser Sand“) bildet. Dieses Anfangsstadium wird als [[Lockersyrosem]] bezeichnet. Sobald der humose Horizont eine [[Gründigkeit|Mächtigkeit]] von über 2&amp;amp;nbsp;cm erreicht, ist der Boden ein Regosol. Damit ist die Bodenentwicklung aber nicht abgeschlossen. Im weiteren Verlauf kommt es durch die [[Verwitterung]] zur [[Verbraunung]] und [[Verlehmung]], so dass sich ein [[B-Horizont]] bildet und das [[Pedogenese#Bodenentwicklungsreihen|Folgestadium]] erreicht wird (nährstoffarme [[Braunerde]]). Am Ende der Bodenentwicklung steht der [[Podsol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Mitteleuropa]] kommen Regosole nur auf jungen Oberflächen vor, da sie sich im Zug der Bodenentwicklung relativ schnell zu Braunerden und Podsolen weiterentwickeln. Längerfristige oder gar dauerhafte Regosole gibt es nur auf erosionsanfälligen Standorten. Das sind in erster Linie [[Küstendüne]]n im Stadium der [[Küstendüne#Graudüne|Graudüne]]. Darüber hinaus sind Regosole heutzutage aufgrund menschlicher Tätigkeit allgemein weit verbreitet. In erster Linie auf [[Bodenerosion|erodierten]] Flächen durch unangepasste Nutzung. Auch Materialverlagerungen im Zuge des [[Tiefbau]]s oder Truppenübungsplätze mit sandigem Untergrund können genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit sind Regosole in Trockengebieten mit sandigen [[Wüste]]n und [[Halbwüste]]n weit verbreitet. Dort sind sie wegen der geringen Biomasseproduktion und der ständigen Winderosion auch häufig das Endstadium der Bodenbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Horizontierung ==&lt;br /&gt;
Der Regosol besitzt laut [[Bodenklassifikation|Deutscher Bodensystematik]] die Horizontierung Ah/ilC.&lt;br /&gt;
*Ah: Der Oberbodenhorizont (A) ist humos (h). Er besitzt eine Mächtigkeit von mindestens 2&amp;amp;nbsp;cm und maximal 40&amp;amp;nbsp;cm (durchschnittlich 10–20&amp;amp;nbsp;cm). Unter landwirtschaftlicher Nutzung kann auch die Bezeichnung Ap (p = gepflügt) vorkommen.&lt;br /&gt;
*ilC: Das Ausgangsmaterial (C) ist locker (l) und kalkarm bis kalkfrei (i = [[silikat]]isch; ≤ 2 [[Masseprozent|Gew.%]] [[Calciumcarbonat|Kalk]]). In der Regel handelt es sich um Sand. Das Material ist weitgehend unverwittert und muss eine Mächtigkeit von mindestens 30&amp;amp;nbsp;cm haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Sand kann kaum [[Wasser]] und [[Pflanzennährstoff|Nährstoffe]] speichern. Davon ausgehend sind Regosole Risikostandorte für Trockenstress und Nährstoffmangel. Wegen des [[Bodengefüge|Einzelkorngefüges]] von Sand ist das Material sehr erosionsanfällig. Vorteile von Sand sind eine gute Bearbeitbarkeit, Durchwurzelbarkeit, Durchlüftung und Erwärmbarkeit. Der [[pH-Wert]] kann stark schwanken. Auf den meisten Sanden sind sie sehr niedrig; nur an [[Küste]]n wegen der [[Muschelschale]]n sehr hoch. Durch die niedrige [[Kationenaustauschkapazität|Nährstoffhaltefähigkeit]] von Sand kommt es aber zu einer schnellen Entkalkung, so dass die Werte mit der Zeit sinken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Regosole sind prinzipiell landwirtschaftlich nutzbar. Wegen der Eigenschaften des sandigen Ausgangsmaterials (Nährstoffarmut, niedrige pH-Werte, Erodierbarkeit und geringen Wasserhaltefähigkeit) sind die Ertragserwartungen aber gering und unsicher. Im Anbau befinden sich Kulturen mit geringen Ansprüchen ([[Roggen]]), solche die lockere, warme Böden bevorzugen ([[Gemüsespargel|Spargel]], [[Kartoffeln]]) oder Generalisten ([[Mais]]). Mögliche Maßnahmen zur besseren Ackernutzung sind z. B. [[Bewässerung]], regelmäßige und angepasste Düngung oder Humusanreicherung durch [[Organische Verbindung|Organische]] [[Düngung]] (Verbesserung der Haltekapazität von Nährstoffen und Wasser). Insbesondere der Erosionsschutz muss beachtet werden, vor allem wenn der vorliegende Regosol erst durch Erosion entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sandböden werden in Mitteleuropa oft forstwirtschaftlich genutzt ([[Kiefern]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dünengebieten der Küsten ist eine Nutzung weder möglich noch zweckmäßig. Der Dünengürtel ist wichtig für [[Naturschutz|Natur-]] und [[Küstenschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Ah/C-Böden ==&lt;br /&gt;
Neben dem Regosol gehören noch drei weitere Bodentypen in die Klasse der Ah/C-Böden, die sich diagnostisch vor allem im Kalkgehalt des Ausgangsmaterials unterscheiden:&lt;br /&gt;
*Die [[Pararendzina]] entsteht auf [[mergel]]igem Material (Carbonatgehalt &amp;gt; 2 Masse-% und &amp;lt; 75 Masse-%). Meist handelt es sich um Lockergesteinsmaterialien wie [[Löss]].&lt;br /&gt;
*Der [[Ranker (Bodenkunde)|Ranker]] bildet sich ebenfalls auf kalkarmem oder -freiem Material (Carbonatgehalt ≤ 2 Masse-%). Allerdings muss es sich hier um Fest[[gestein]] handeln.&lt;br /&gt;
*Die [[Rendzina]] liegt auf kalkreichen Materialien (Carbonatgehalt ≥ 75 Masse-%) wie [[Kalkstein]] oder [[Gips]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* W. Amelung, [[Hans-Peter Blume|H.-P. Blume]], H. Fleige, R. Horn, [[Ellen Kandeler|E. Kandeler]], [[Ingrid Kögel-Knabner|I. Kögel-Knabner]], R. Kretschmar, [[Karl Stahr|K. Stahr]], B.-M. Wilke: [[Fritz Scheffer|Scheffer]]/[[Paul Schachtschabel|Schachtschabel]] Lehrbuch der Bodenkunde. 17. Auflage. Heidelberg 2018. ISBN 978-3-662-55870-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Windharp</name></author>
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