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	<title>Regionalpark - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Website, typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Enkheimer Ried.jpg|mini|Regionalparks als Konzepte stadtregionaler&lt;br /&gt;
Freiraumentwicklung]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Regionalparks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man in Deutschland Instrumente der [[Regionalplanung]] für ein landschaftsbezogenes [[Regionalmanagement]] in [[Stadtregion]]en. Die Etablierung und Umsetzung von Regionalparks dient der strategischen Stärkung der [[Freiraum (Landschaftsplanung)|Freiraumbelange]] gegenüber anderen Belangen der [[Raumnutzung]] (etwa des Wohnungsbaus oder der Gewerbeentwicklung) im Sinne einer multifunktionalen Freiraumentwicklung. Da Regionalparks informelle Instrumente sind, gehen von ihnen keine restringierenden Wirkungen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Wesentliches Merkmal der Regionalparks ist ihre Projektorientierung. Unter dem Dach stadtregionaler Regionalparkpläne oder -strategien werden [[Projekt]]e in Bereichen wie Naherholung, Sport, [[Landschaftsarchitektur|Landschaftskunst]], Erhalt des [[Kulturgut|Kulturerbes]], [[Urbanisierung|urbane]] [[Landwirtschaft]] oder [[Naturschutz]] realisiert. Diese multifunktionale Entwicklung der Stadtlandschaft dient zugleich aus regionalwirtschaftlicher Perspektive als Strategie zur Stärkung der so genannten weichen [[Standortfaktor]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalparks sind regionale Klammern lokaler und interkommunaler Freiraumprojekte. Als stadtregionale Leitprojekte bündeln und vernetzen sie dezentrale Maßnahmen der Landschaftsentwicklung. Regionalparks generieren Leitbilder und Maßnahmen für die Qualifizierung der Stadtlandschaft. Sie eröffnen Potenziale dafür, neue Gestalt- und Nutzungsqualitäten für die Verzahnung von Freiraum und bebautem Raum in der [[Kulturlandschaft]] einer Stadtregion zu entwickeln. Im zunehmend bedeutsamer werdenden Übergangsbereich von Stadt und Land – der so genannten [[Zwischenstadt]] – können auf diese Weise Modelle für eine nachhaltige Stadt-Umland-Entwicklung erprobt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalparks sind – anders als die im [[Bundesnaturschutzgesetz]] normierten [[Naturpark]]e, [[Biosphärenreservat]]e und [[Nationalpark]]s – keine formellen Schutzgebiete. Regionalparkziele und abgeleitete Planungsinhalte werden zwar häufig in [[Landesentwicklungsplan|Landesentwicklungspläne]], [[Regionalplanung|Regionalpläne]] oder [[Landschaftsplan|Landschaftspläne]] übernommen; ihre wesentliche Steuerungswirkung für den Schutz und die Entwicklung der Freiräume entfalten Regionalparks aber nicht über diese formellen Instrumente, sondern über die kooperative Entwicklung und Umsetzung von Projekten. Interkommunale [[Kooperation]] sowie die Kooperation mit Landnutzern, Flächeneignern und Organisationen der [[Zivilgesellschaft]] sind wesentliche Erfolgsfaktoren der Regionalparkentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organisationen der Regionalparkentwicklung sind öffentlich finanzierte Projektgesellschaften (Rechtsform [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]]), [[Regionaler Planungsverband|regionale Planungsverbände]] oder [[Förderverein]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Regionalparks in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Pioniere der Regionalparkentwicklung in Deutschland sind seit den frühen 1990er Jahren der [[Emscher Landschaftspark]] sowie der [[Regionalpark RheinMain]]. [[Datei:Messeturm 2.jpg|miniatur|Stangenpyramide im Regionalpark RheinMain]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Emscher Landschaftspark]] war von 1989 bis 1999 ein Leitprojekt der [[Internationale Bauausstellung Emscher Park|Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park]]. Die Aufwertung der industriell geprägten Kulturlandschaft in sieben Nord-Süd-Grünzügen und einem neu definierten Ost-West-Grünzug ist eine Hauptaufgabe der Regionalparkentwicklung im nördlichen [[Ruhrgebiet]]. Parkprojekte auf ehemaligen Industriearealen, Projekte der [[Landmarke]]nkunst, der ökologische Umbau des Fließgewässersystems der [[Emscher]] und regionsweite Rad- und Wanderrouten bilden u.&amp;amp;nbsp;a. die materielle Basis des Emscher Landschaftsparks. Träger des Emscher Landschaftsparks waren in den 1990er Jahren der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) und die Planungsgesellschaft der IBA Emscher Park. Wesentliche Akteure seitdem waren bzw. sind der [[Regionalverband Ruhr]] (in Rechtsnachfolge des KVR) und die Projekt Ruhr GmbH. Zudem steigt die Bedeutung des kommunalen bzw. interkommunalen Engagements, das bereits zu IBA-Zeiten in Interkommunalen Arbeitsgemeinschaften institutionalisiert wurde. Das derzeit gültige regionale Planwerk ist der [[Masterplan (Stadtplanung)|Masterplan]] Emscher Landschaftspark 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Regionalpark RheinMain]] wird seit den frühen 1990er Jahren auf der Grundlage des Engagements des regionalen Planungsverbands (Umlandverband Frankfurt bis 2001, seitdem [[Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main]]) und der unter seiner Beteiligung gegründeten gemeinnützigen Gesellschaften (&amp;#039;&amp;#039;Regionalpark Dachgesellschaft&amp;#039;&amp;#039; seit 2005 und diversen teilräumlich operierenden interkommunalen [[Durchführungsgesellschaft]]en) konzipiert und realisiert. Wesentliches Element des Regionalparks ist ein Netz von parkartig gestalteten Wegen, den &amp;#039;&amp;#039;Regionalparkrouten&amp;#039;&amp;#039;, das vielfältige Freiraumprojekte miteinander verbindet. Es bildet das Rückgrat der formell gesicherten regionalen Grünzüge, welche als ein zusammenhängendes System attraktiver Freiräume erlebbar gemacht werden sollen. Auch der [[Frankfurter Grüngürtel|GrünGürtel Frankfurt]] ist als flächenhaftes kommunales Konzept zum Schutz und zur Entwicklung der Freiräume in die Regionalparkentwicklung integriert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kette der [[Regionalparks in Brandenburg und Berlin]] wird seit Ende der 1990er Jahre auf der Grundlage landesplanerischer Grundsätze (Gemeinsames [[Landesentwicklungsprogramm]] der Länder Berlin und Brandenburg sowie Gemeinsamer Landesentwicklungsplan für den engeren Verflechtungsraum Brandenburg-Berlin) entwickelt. Acht einzelne Regionalparks, die von den Außenbereichen der [[Berliner Bezirke]] weit in das brandenburgische Stadtumland der Bundeshauptstadt reichen, sollen demnach von den Akteuren vor Ort (u. a. Berliner Bezirke, brandenburgische Landkreise und Kommunen, Landwirte, Naherholungsdienstleister, Vertreter bürgerschaftlichen Engagements) gestaltet werden. Mit dem Aufbau einer Naherholungsbranche und der nachhaltigen Bewirtschaftung der Freiräume sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, um vom Freiraumerhalt in wirtschaftlicher Hinsicht zu profitieren. Als landesplanerisches Angebot ohne Aufbau eines zentralen Regionalparkmanagements und ohne geregelte finanzielle Unterstützung ist die Entwicklung der Regionalparks vom Engagement der Kommunen und der übrigen Akteure vor Ort abhängig. Die Entwicklungsfortschritte der Regionalparks sind daher äußerst unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Beispiele für Regionalparks oder regionalparkähnliche Ansätze informeller Freiraumentwicklung in Stadtregionen sind:&lt;br /&gt;
* der [[Regionalpark Saar]],&lt;br /&gt;
* der [[Regionale Landschaftspark Rhein-Neckar-Pfalz]],&lt;br /&gt;
* der [[Landschaftspark Niederrhein]],&lt;br /&gt;
* der [[Landschaftspark Region Stuttgart]],&lt;br /&gt;
* der [[Grüner Ring Leipzig|Grüne Ring Leipzig]],&lt;br /&gt;
* der [[Grüner Ring Hannover|Grüne Ring Hannover]],&lt;br /&gt;
* der [[Grüne Ring Region Bremen]],&lt;br /&gt;
* der [[Landschaftspark Bodensee-Oberschwaben]],&lt;br /&gt;
* der [[Wedeler Au|Regionalpark Wedeler Au / Rissen-Sülldorfer Feldmark]],&lt;br /&gt;
* der [[Regionalpark Rosengarten]] sowie&lt;br /&gt;
* der [[Regionalpark Rheingau]].&lt;br /&gt;
=== Konferenz der Regionalparks und Grünen Ringe (KORG) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Namen „Konferenz der Regionalparks und Grünen Ringe (KORG)“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.korg-deutschland.de/ KORG Deutschland]&amp;lt;/ref&amp;gt; existiert seit 2012 ein informelles Netzwerk von (Stadt-)Regionen auf Bundesebene. KORG setzt sich für die Qualifizierung und Stärkung des Freiraums in Deutschland ein und vereint aktuell 13&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.korg-deutschland.de/steckbriefe/ KORG Deutschland Steckbriefe der Mitglieder]&amp;lt;/ref&amp;gt; Regionalparks und Grünen Ringe in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionalparks in der Planungspraxis anderer europäischer Staaten ==&lt;br /&gt;
Die Green Belts (z.&amp;amp;nbsp;B. rund um [[London]]) oder der [[Mersey Waterfront Regional Park]] in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], der Agglopark Limmattal in der Schweiz, der [[Wiener Grüngürtel]] oder das &amp;#039;&amp;#039;Groene Hart van de [[Randstad]]&amp;#039;&amp;#039; in den [[Niederlande]]n sind den deutschen Regionalparks vergleichbar, werden aber nicht so bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 58 &amp;#039;&amp;#039;Parcs Naturels Régionaux&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.parcs-naturels-regionaux.fr/ |titel=Fédération des Parcs naturels régionaux |sprache=fr |abruf=2022-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Frankreich]] und die 146 &amp;#039;&amp;#039;Parchi Regionali&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.parks.it/indice/PR/index.php |titel=Parks.it {{!}} Parchi Regionali in Italia |abruf=2022-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Italien]] sind dagegen – von Ausnahmen in [[Mailand]] und [[Paris]] abgesehen – aufgrund ihres ländlichen Raumbezugs und ihrer formellen Verfasstheit eher mit den deutschen [[Naturpark#Deutschland|Naturparks]] vergleichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ludger Gailing|Gailing, Ludger]]: &amp;#039;&amp;#039;Regionalparks – Grundlagen und Instrumente der Freiraumpolitik in Verdichtungsräumen&amp;#039;&amp;#039;. Dortmunder Beiträge zur Raumplanung 121, Dortmund 2005, ISBN 3-88211-153-4.&lt;br /&gt;
* Gailing, Ludger: &amp;#039;&amp;#039;Regionalparks als stadtregionale Entwicklungsstrategien – Interkommunale Kooperationen für die Stadtlandschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: Deutsche Zeitschrift für Kommunalwissenschaften (DfK), 46. Jg., 2007/I, S. 68–84.&lt;br /&gt;
* Hartz, Andrea / Kühne, Olaf: &amp;#039;&amp;#039;Der Regionalpark Saar – eine Betrachtung aus postmoderner Perspektive&amp;#039;&amp;#039;. In: Raumforschung und Raumordnung Jg. 65, Nr. 1/2007, S. 30–43.&lt;br /&gt;
* Lehmann, Meike / Rautenstrauch, Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Regionalpark und Regionalmanagement: Synergien zwischen zwei neueren regionalplanerischen Handlungsansätzen?&amp;#039;&amp;#039;. In: DISP 150, Heft 3/2002, S. 46–53.&lt;br /&gt;
* Projekt Ruhr GmbH (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Masterplan Emscher Landschaftspark 2010&amp;#039;&amp;#039;. Essen 2005, ISBN 3-89861-476-X.&lt;br /&gt;
* Schmauck, Sebastian: &amp;#039;&amp;#039;Regionalparks als informelles Steuerungselement für den Natur- und Freiraumschutz in Europa.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Technische Universität Kaiserslautern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://eldorado.tu-dortmund.de/bitstream/2003/33136/1/121_regionalparks_gailing.pdf Publikation „Regionalparks“] (PDF-Datei; 4597 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www-sre.wu-wien.ac.at/ersa/ersaconfs/ersa05/papers/100.pdf Sustainable Landscape Development with Regional Parks] (PDF-Datei; 60 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.regionalpark-rheinmain.de Offizielle Website des Regionalparks RheinMain]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4780990-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionalpark| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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