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	<title>Regionalismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Regionalismus&amp;diff=519736&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AsepTisch: Änderungen von ~2025-39029-25 (Diskussion) wurden auf die letzte Version von Sokonbud zurückgesetzt: keine Verbesserung</title>
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		<updated>2025-12-07T20:11:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-39029-25&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-39029-25&quot;&gt;~2025-39029-25&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-39029-25&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-39029-25 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) wurden auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Sokonbud&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Sokonbud (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Sokonbud&lt;/a&gt; zurückgesetzt: keine Verbesserung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Regionalismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet&lt;br /&gt;
* das Streben nach Schaffung von Institutionen in einer geographischen Region, die zu [[Autonomie|autonomen]] Entscheidungen befugt sind, bzw. nach Ausweitung der [[Kompetenz (Organisation)|Kompetenzen]] vorhandener Institutionen,&lt;br /&gt;
* die [[Identität#Personale Identität|Identifikation]] von Menschen mit einer Region bzw. die Übertreibung dieser Haltung (analog zu [[Nationalismus]]) sowie&lt;br /&gt;
* regionsspezifische Ausdrucksformen in einer [[Sprache]], der [[Literatur]] und der [[Kunst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Regionalismus&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet sich von dem der &amp;#039;&amp;#039;[[Regionalisierung (Wirtschaft)|Regionalisierung]]&amp;#039;&amp;#039;, der allgemein Prozesse der Konstituierung oder Veränderung politischer, administrativer, gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher [[Geographischer Raum|Räume]] bezeichnet, unabhängig davon, ob diese aus der Region selbst heraus oder von außen in Gang gebracht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Arthur Benz]], Dietrich Fürst, Heiderose Kilper, Dieter Rehfeld |Titel=Regionalisierung: Theorie — Praxis — Perspektiven |Verlag=Leske und Budrich |Ort=Opladen |Datum=1999 |ISBN=3-8100-2517-8 |Seiten=23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politischer und wirtschaftlicher Regionalismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionen innerhalb von Staaten und am Rande mehrerer Staaten ===&lt;br /&gt;
Als Regionalismus bezeichnet man das Bestreben von Menschen, durch Regionalisierung Entscheidungskompetenzen von der [[nation]]alen Ebene bzw. von der Ebene eines [[Land (Deutschland)|Bundeslandes]] weg hin zu kleineren [[Region]]en zu verlagern, die teilweise zu diesem Zweck erst förmlich geschaffen werden müssen. Eine Form der Regionalisierung kann darin bestehen, dass kleinere Einheiten (etwa [[Landkreis]]e) zusammengelegt werden und neue Aufgaben übertragen bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiel: Gerhard Cassing: [http://cassing-planung.de/veroeffentlichungen/Regionalisierung_in_Niedersachsen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Regionalisierung in Niedersachsen. Konzepte zur Reform der Kreisebene&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 11,5&amp;amp;nbsp;MB). 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Der der Regionalisierung entgegengesetzte Prozess heißt [[Unitarisierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionen stellen Gebiete mittlerer Größe dar: Sie sind kleiner als die Staaten, denen sie angehören, aber größer als Städte oder Gemeinden. Als „Staaten“ gelten in diesem Zusammenhang nicht nur Nationalstaaten, sondern (in [[Bundesstaat (föderaler Staat)|Bundesstaaten]]) auch Bundesländer, die allerdings auch Regionen des zugehörigen Nationalstaats sein können. Eine Regionalisierung innerhalb von Bundesländern stellt beispielsweise die Einführung einer regionalen Lehrerfortbildung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionen können historisch gewachsen sein und durch Regionalisierung anerkannt und gestärkt werden (dies geschah z.&amp;amp;nbsp;B. im Zuge der Wiederherstellung [[Sachsen]]s als Bundesland anlässlich der Wiedervereinigung Deutschlands 1990); sie können aber auch willkürlich neu gebildet werden (Beispiele: die Aufteilung Frankreichs in [[Département]]s im Zuge der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] oder die Aufteilung der DDR in 14 [[Bezirk (DDR)|Bezirke]] im Jahr 1952).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalismus kann auch komplizierte Formen annehmen: So wurde 1952 das Land [[Baden-Württemberg]] gegründet (eine neue Region innerhalb Deutschlands), um historisch gewachsene kleinere Regionen im Südwesten Deutschlands zu stärken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.politikundunterricht.de/1_01/baustein_c.htm &amp;#039;&amp;#039;Regionen in Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. Politik &amp;amp; Unterricht. Ausgabe 1/2001]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionen der EU, bei denen die Forderung nach Regionalisierung zunächst auf Widerstand seitens des jeweiligen Nationalstaats stieß, waren in den 1980er Jahren: [[Schottland]], [[Wales]], [[Nordirland]]; die [[Bretagne]], [[Okzitanien (historische Region)|Okzitanien]] und das [[Elsass]]; das [[Baskenland]] und [[Katalonien]]; und schließlich [[Südtirol]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Luverà: &amp;#039;&amp;#039;Von einem demokratischen Europa der Regionen zum ethnonationalen Föderalismus&amp;#039;&amp;#039;. S. 1. Erstveröffentlichung in deutscher Sprache in: &amp;#039;&amp;#039;Kommune. Forum für Politik. Ökonomie.Kultur&amp;#039;&amp;#039;. Ausgabe 6/1996, {{ISSN|0723-7669}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen sind den genannten Regionen jedoch in großem Umfang [[Autonomie]]rechte zugestanden worden. Der Konzeption eines [[Europa der Regionen|Europas der Regionen]] liegt die Idee zugrunde, dass es in allen Staaten der [[Europäische Union|Europäischen Union]] Ebenen der Staatlichkeit geben sollten, die in etwa der eines deutschen Bundeslandes entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch Regionen, die nationale Grenzen überschreiten. In einer Vielzahl von [[Europaregion]]en wird eine Zusammenarbeit benachbarter Gebiete praktiziert, die sich als einheitliche grenzüberschreitende Räume definieren bzw. als solche von der EU definiert werden. Die Idee einer Überwindung historischer Grenzen zur Herstellung einer Kooperation zwischen Nachbarn liegt auch Regionalisierungs-Initiativen wie dem [[Städtequartett]] Damme-Diepholz-Lohne-Vechta zugrunde. Durch dieses Städtquartett soll auch die jahrhundertealte [[Konfession]]sgrenze innerhalb [[Niedersachsen]]s überwunden werden, die bis 1946 zugleich eine Staatsgrenze (zwischen [[Oldenburg (Land)|Oldenburg]] und [[Königreich Hannover|Hannover]] bzw. [[Preußen]]) war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Guy Héraud]], Anhänger eines „[[Ethnie|ethno]]-nationalen europäischen [[Föderalismus]]“, sagte 1968 voraus, dass es in der Zukunft anstelle „der deutschen, französischen, italienischen usw. [[Souveränität]] […] nur noch eine einzige Souveränität geben [werde], die ihrerseits unter der Voraussetzung des föderalistischen Gemeinwesens stark verdünnt [sei]: die europäische Souveränität“. Grenzen innerhalb Europas müssten demnach neu nach ethnischen Kriterien gezogen werden, indem man Regionen wie „Tirol“ schaffe (zu dem dann auch Südtirol gehören sollte).&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Luverà: &amp;#039;&amp;#039;Von einem demokratischen Europa der Regionen zum ethnonationalen Föderalismus&amp;#039;&amp;#039;. S. 7, {{ISSN|0723-7669}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche Regionen würden sich zu Regionalstaaten entwickeln, die direkt der EU unterstellt würden und nur noch am Rande von Entscheidungen der jetzigen Nationalstaaten abhängig wären, denen sie heute angehören.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Luverà: &amp;#039;&amp;#039;Von einem demokratischen Europa der Regionen zum ethnonationalen Föderalismus&amp;#039;&amp;#039;. S. 16, {{ISSN|0723-7669}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bruno Luverà]] kritisiert an dieser radikalen Form des Regionalismus, dass das „Risiko der Schaffung einer abgeschotteten Insel der regionalen Egoismen besteht so wie die Gefahr, daß die Euregio eine Überwindung des [[Autonomie Südtirols|Autonomiestatuts Südtirols]] bedeutet, also des konstitutionellen Paktes zur Regelung des ethnischen Konfliktes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Form des Regionalismus besteht in der Idee &amp;#039;&amp;#039;regionaler Wirtschaftskreisläufe&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oeko-fair.de/clever-konsumieren/essen-trinken/regional-einkaufen/regionale-wirtschaftskreislaeufe/regionale-wirtschaftskreislaeufe2 Regionale Wirtschaftskreisläufe], auf oeko-fair.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Bekanntheit der Anbieter in der eigenen Region sowie durch die Möglichkeit, persönlich zu kontrollieren, ob diese Anbieter Produkte [[Nachhaltigkeit|nachhaltig]] herstellen und vermarkten, soll Vertrauen in die Qualität der angebotenen Produkte geweckt werden. Auch sollen Verkehrsströme minimiert und die Umwelt dadurch entlastet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Regionalpartei}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Globale Regionen ===&lt;br /&gt;
In den [[Internationale Beziehungen|Internationalen Beziehungen]] gelten Gebiete bis zur Größe von Erdteilen als „Regionen“. Auch hier lässt sich die Definition des Begriffs „Region“ als „Gebiet mittlerer Größe“ anwenden: &amp;#039;&amp;#039;Weltregionen&amp;#039;&amp;#039; sind kleiner als die Welt, aber größer als einzelne Staaten. In diesem Sinn bezieht sich der Begriff „Regionalismus“ auf die Neigung von Nationalstaaten, sich in internationalen Kooperationen zusammenzuschließen, die sich über die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Weltregion identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente Beispiele für daraus entstandene Regionalorganisationen sind [[EU]], [[ASEAN]], [[NAFTA]], [[Mercosur]] usw. Gerade in den 1990er Jahren hat sich der Regionalismus so weit verbreitet, dass er als wichtiges Bindeglied zwischen der [[nationalstaat]]lichen Ebene einerseits und der [[Interregionalismus|interregionalen]] bzw. globalen Ebene andererseits dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionalismus in der Sozialpsychologie ==&lt;br /&gt;
In der Sozialpsychologie bezeichnet „Regionalismus“ die [[Identifikation (Psychologie)#Politik|Identifikation]] mit einer positiv bewerteten regionalen Eigengruppe (Beispiel: „Wir Sachsen“). Emil Küng&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Küng: &amp;#039;&amp;#039;Die großräumigen Zusammenschlüsse und die entgegengesetzten Entwicklungen&amp;#039;&amp;#039;. In: Universitas. 36. Jg. (1981), Heft 4, S. 405.&amp;lt;/ref&amp;gt; interpretiert die positive Bewertung des Regionalen als „Rückbesinnung auf die Vorteile des Kleinen und Überschaubaren“. So haben viele Menschen eine Scheu davor, in ein Gebiet umzuziehen, in dem ein anderer [[Dialekt]] gesprochen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uni-marburg.de/fb09/dsa/aktuelles/news/lameli2010 &amp;#039;&amp;#039;Mundartsprecher sind beharrlich. Sprachforscher und Ökonomen untersuchen Mobilität&amp;#039;&amp;#039;. Philipps-Universität Marburg. Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas. 15. Februar 2010]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kehrseite der Betonung der regionalen Identität besteht oft in der Abwertung derer, die nicht der regionalen Eigengruppe angehören, also in [[Xenophobie|Fremdenfeindlichkeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Mäs: &amp;#039;&amp;#039;Regionalismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 2006. S. 78&amp;lt;/ref&amp;gt; Regionalistische Fremdenfeindlichkeit bezieht sich nicht nur auf Angehörige einer anderen [[Ethnie]], sondern auch auf Menschen, die als [[Staatsbürgerschaft|Bürger]] desselben real existierenden Staates in einer anderen Region dieses Staates geboren wurden und aufgewachsen sind (Beispiel: die ablehnende Haltung vieler Menschen im besetzten Deutschland nach 1945 gegenüber [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945 bis 1950|Flüchtlingen und Vertriebenen]] aus [[Ostpreußen]], [[Hinterpommern]] oder [[Schlesien]]). Regionalismus kann sich auch heute noch auf Menschen beziehen, die sich als Angehörige derselben Ethnie wie die fremdenfeindlich Eingestellten empfinden und vom Ausland zugezogen sind (z.&amp;amp;nbsp;B. auf deutsche [[Spätaussiedler]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kaschuba.com/texte/kaschuba_wir_bilder.pdf Wolfgang Kaschuba: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Wir-Bilder nach 1945: Ethnischer Patriotismus als kollektives Gedächtnis?&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 184&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von solchen Regionalisten, die sich mit mehr Autonomie für ihre Region, also mit Regionalisierung im engeren Wortsinn, nicht zufriedengeben, wird bestritten, dass der Staat, in dem die Region liegt, ein Nationalstaat sei, und die eigene Region wird zur „Nation“ erklärt. Diese Einstellung, die oftmals in [[Sezession|separatistische]] Bestrebungen einmündet, wird auch als &amp;#039;&amp;#039;regionaler Nationalismus&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremdenfeindliche Varianten des Regionalismus oder des regionalen Nationalismus stellen nach deutschem Recht einen Verstoß gegen das Verbot der [[Diskriminierung|Benachteiligung]] von Menschen wegen ihrer „Heimat und Herkunft“ (Formulierung in [[Artikel 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland|Art. 3 Abs. 3 GG]]) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionalismus in der Sprachwissenschaft ==&lt;br /&gt;
In der Linguistik gelten als „Regionalismen“ solche Begriffe, die nur in bestimmten Regionen eines Sprachareals verbreitet sind. Zum Beispiel wissen nur wenige Norddeutsche, dass „[[Karfiol]]“ die österreichisch-süddeutsche Bezeichnung für Blumenkohl ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die drei nationalen Standardvarietäten des Hochdeutschen gibt es eigene Bezeichnungen: [[Teutonismus (Sprache)|Teutonismus]] (Deutschland), [[Austriazismus]] (Österreich) und [[Helvetismus]] (Schweiz). Für verschiedene Dialekte oder Dialektgruppen werden bei Bedarf mitunter ebenfalls analog Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;Alemannismus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bavarismus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Suebismus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Saxonismus&amp;#039;&amp;#039; gebildet, die aber nicht allgemein etabliert sind. Diese Bezeichnungen werden teils auch auf die anderen in diesem Artikel dargestellten Bedeutungen von &amp;#039;&amp;#039;Regionalismus&amp;#039;&amp;#039; angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionalismus in der Literatur ==&lt;br /&gt;
In der US-amerikanischen Literatur bezeichnet Regionalismus eine literarische Perspektive, die im Amerika des Bürgerkriegs populär wurde. Lokale (&amp;#039;&amp;#039;local-color&amp;#039;&amp;#039; – siehe auch: [[Lokalkolorit]]) Autoren beschrieben nahezu jede Region der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]]. Beschreibungen von Gebräuchen und Dialekten steigerten den [[Realismus (Literatur)|Realismus]] dieser Werke. Er diente dem Realismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionalismus in der Kunst ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Traditionalismus (Architektur)}}&lt;br /&gt;
In der US-amerikanischen [[Kunst]] wird der Ausdruck Regionalismus zur Bezeichnung eines realistischen Stils verwendet, der die Stadt und die sich dort entwickelnde Technologie verabscheute und sich auf Szenen des Landlebens konzentrierte. Regionalistische Stile erleben den Höhepunkt ihrer Popularität von 1930 bis 1935 und die Künstler [[Grant Wood]] und [[Thomas Hart Benton (Maler)|Thomas Hart Benton]] waren ihre bekanntesten Vertreter. Während der [[Große Depression|Großen Depression]] der 1930er Jahre war regionalistische Kunst hochgeschätzt, da sich Amerika mit diesen Bildern seiner selbst versicherte.&lt;br /&gt;
: → &amp;#039;&amp;#039;siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Amerikanischer Realismus#Amerikanischer Regionalismus|Amerikanischer Regionalismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa entwickelt sich dann in der mittleren Moderne, etwa ab den 1960ern/70ern, der &amp;#039;&amp;#039;[[Kritischer Regionalismus|kritische Regionalismus]]&amp;#039;&amp;#039;, der die zentralen Anliegen der Moderne – Klarheit des Ausdrucks, Angemessenheit der Mittel – in einen Kontext von Zitaten stellt, die aber frei von historistischen Aspekten ist, sondern sich als organische Fortsetzung des ortsüblichen Formenschatzes sieht, und sich damit von den strengen modernistischen Strömungen abgrenzt, die eine umfassende Allgemeingültigkeit ihres Ausdrucks zugrunde legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Regionalität als Kategorie der Sprach- und Literaturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. Instytut Filologii Germanskiej der Uniwersytet Opolski. Frankfurt am Main 2002.&lt;br /&gt;
* J. N. Adams: &amp;#039;&amp;#039;The Regional Diversification of Latin 200 BC – AD 600.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2007.&lt;br /&gt;
* Dirk Gerdes u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Regionen und Regionalismus in Westeuropa.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1987.&lt;br /&gt;
* Axel Borrmann, Bernhard Fischer, Rolf Jungnickel, Georg Koopmann, Hans-Eckart Scharrer: &amp;#039;&amp;#039;Regionalismustendenzen im Welthandel. Erscheinungsformen, Ursachen und Bedeutung für Richtung und Struktur des internationalen Handels&amp;#039;&amp;#039;. Nomos, Baden-Baden 1995.&lt;br /&gt;
* Holger Ihle: &amp;#039;&amp;#039;Nationale und regionale Identität von Fernsehprogrammen: eine Analyse der Programminhalte von ZDF, ORF 2, BR und MDR&amp;#039;&amp;#039;, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen 2012, {{DNB|1043515739}} (Dissertation Georg-August Universität Göttingen 2011, Gutachter: Jörg Aufermann, Wilfried Scharf, Helmut Volpers [http://d-nb.info/1043515739/34 Volltext online] PDF, kostenfrei, 339 Seiten, 4,6 MB).&lt;br /&gt;
* Stefan Keppler: &amp;#039;&amp;#039;Literarische Regionalität und heimliche Literaturgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 423). Hans-Dieter Heinz, Akademischer Verlag, Stuttgart 2004 [2005], ISBN 3-88099-428-5, S. 375–391.&lt;br /&gt;
* Michael Mäs: &amp;#039;&amp;#039;Regionalismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-14655-6.&lt;br /&gt;
* Marcus Mey: &amp;#039;&amp;#039;Regionalismus in Großbritannien – kulturwissenschaftlich betrachtet.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2003.&lt;br /&gt;
* Armin von Ungern-Sternberg: &amp;#039;&amp;#039;Erzählregionen. Überlegungen zu literarischen Räumen mit Blick auf die deutsche Literatur des Baltikums, das Baltikum und die deutsche Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Bielefeld 2003.&lt;br /&gt;
* [[Jochen Blaschke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der westeuropäischen Regionalbewegungen.&amp;#039;&amp;#039; Syndikat, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-8108-0149-6.&lt;br /&gt;
* Lutz Bergner: &amp;#039;&amp;#039;Der italienische Regionalismus. Ein Rechtsvergleich mit dezentralen und föderalen Systemen, insbesondere mit dem deutschen föderativen System.&amp;#039;&amp;#039; Kovac, Hamburg 2008, ISBN 978-3-8300-3997-6.&lt;br /&gt;
* [[Winfried Böttcher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Subsidiarität – Regionalismus – Föderalismus&amp;#039;&amp;#039;. Münster 2004.&lt;br /&gt;
* Roland Brandtjen: &amp;#039;&amp;#039;Does European Regionalism leads to Separatism? - An analysis and forecast of regionalism in Europe under consideration of the Kingdom of Denmark and its autonomous regions,&amp;#039;&amp;#039; Study Paper 01/11 [https://europa-kolleg-hamburg.de/wp-content/uploads/2019/05/SP_1_11_Brandtjen_final.pdf Volltext online], [[Europa-Kolleg Hamburg]] - Institute for European Integration, Hamburg 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www1.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=17F6KL Definition der Bundeszentrale für politische Bildung]&lt;br /&gt;
* [http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/regionalismus.html Definition des Wirtschaftslexikons Gabler]&lt;br /&gt;
* [http://www.westkuestenet.de/home-Dateien/regwelt.pdf Hans-Jürgen Hansen: &amp;#039;&amp;#039;Regionalismus und Weltgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Diplomarbeit. 1984] (PDF; 465&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.boeckler.de/pdf/p_edition_hbs_02.pdf Stefan Kühn: &amp;#039;&amp;#039;Komplementärer Regionalismus&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation. Hans-Böckler-Stiftung 1999] (PDF; 950&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.demokratiezentrum.org/fileadmin/media/pdf/fassmann3.pdf Heinz Fassmann: &amp;#039;&amp;#039;Regionalismus, Föderalismus, Supranationalismus. Begriffe und Konzepte&amp;#039;&amp;#039;. Demokratiezentrum Wien 2001] (PDF; 300&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.swp-berlin.org/common/get_document.php?asset_id=2854 Sabine Riedel: &amp;#039;&amp;#039;Regionaler Nationalismus. Aktuelle Gefahren für die Europäische Integration&amp;#039;&amp;#039;. SWP-Studie 2006]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4049037-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionalismus| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst nach Kulturraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ja:郷土愛]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AsepTisch</name></author>
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