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	<title>Regimentschef - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T13:55:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Regimentschef&amp;diff=355244&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RAL1028: Sonst trug er schon höhere Rangabzeichen, wie zum Beispiel die eines Grossadmirals. /* Staatsoberhäupter als Regimentschefs */</title>
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		<updated>2025-12-22T20:18:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sonst trug er schon höhere Rangabzeichen, wie zum Beispiel die eines Grossadmirals.  &lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Staatsoberhäupter als Regimentschefs&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Regimentschef&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war vom 16. bis 18. Jahrhundert der Besitzer/Bewirtschafter eines [[Regiment]]s der [[Kavallerie]] oder [[Infanterie]]. Die Bezeichnung gebrauchte vor allem die [[Preußische Armee]]; in der [[Landstreitkräfte Österreich-Ungarns 1867–1914|Österreichisch-Ungarischen Armee]] sowie in der [[Bayerische Armee|Bayerischen Armee]] war dafür der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Regimentsinhaber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; üblich. Der Titel „Chef des Regimentes“, auch „Oberstinhaber“ genannt, wurde im frühen 19. Jahrhundert zu einer Ehrenbezeichnung, vergleichbar dem so genannten [[Colonel-in-Chief]] bzw. dem [[Colonel of the Regiment]] in der [[British Army|Britischen Armee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[Landsknecht]]e, im späten 15. und des 16. Jahrhunderts, war der [[Feldhauptmann]], der sein [[Fähnlein]] (Kompanie) von etwa 400 Söldnern gegen eine Geldsumme im Auftrag eines [[Fürst]]en [[Werbung (Militär)|geworben]] hatte, militärischer Führer und Inhaber (Besitzer). Er war für die Ausrüstung und Bezahlung verantwortlich. Diese Funktion im Rahmen der [[Kompaniewirtschaft]] behielt der Inhaber einer [[Kompanie (Militär)|Kompanie]] bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Dies galt auch für die Wirtschaft des Regiments auf der nächsthöheren Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des 16. Jahrhunderts entwickelte sich das [[Regiment]], zusammengesetzt aus mehreren Kompanien, zum eigentlichen [[Verband (Militär)|Verbandstyp]]. Militärischer Führer eines Regiments war anfangs der erfahrenste der [[Hauptmann (Offizier)|Hauptleute]], zunächst mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Obristfeldhauptmann&amp;#039;&amp;#039;, später sprachlich verkürzt auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Obrist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, von dem sich [[Oberst]] ableitet. Er blieb aber weiterhin Inhaber seiner Kompanie (&amp;#039;&amp;#039;[[Leibkompanie]]&amp;#039;&amp;#039;) und war zugleich Inhaber des ganzen Regiments, also „Regimentsinhaber“. Da die Wirtschaft des Regiments analog der Kompaniewirtschaft erfolgte, bezog er so gleichzeitig [[Sold]] und andere Einkünfte als Inhaber des Regiments und als Inhaber der Leibkompanie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Inhaber wurde auch das Regiment benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation im 17. und 18. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Mit dem Übergang zu den [[Stehendes Heer|stehenden Heeren]] warben die [[Landesherr]]en selbst ihre Regimenter, ernannten die Offiziere und bestimmten den Regimentsinhaber. Dieser führte sein Regiment oft nicht mehr selbst. [[Regimentskommandeur]]e im heutigen Sinne wurden so die früheren Stellvertreter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Obristlieutenants&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Obristleutnant), die dann aufgrund der realen Führungsfunktion für sich den Rang und den Sold des Obristen, also des Regimentsinhabers, durchsetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setzte ein [[Reichskreis]] einen Obristen als Inhaber eines [[Kreistruppen|kreiseigenen Regiments]] ein, schloss er mit ihm eine [[Kapitulation#Vertrag|Kapitulation]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landesherr war meist persönlich Inhaber des „[[Leibregiment]]s“ (oder des „…-Regiments Nr. 1“) mit der Leibkompanie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regimenter wurden häufig weiterhin nach ihrem Inhaber benannt. Das gleiche Regiment hatte so im Laufe der Zeit verschiedene Namen. Falls ein Name zwei Regimenter bezeichnen konnte, da beispielsweise ein Vater ein Regiment besaß und sein Sohn ein anderes, wurde im deutschen Sprachraum dem Namen ein „Alt-“ bzw. „Jung-“ vorangestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;So hieß das kaiserliche Dragonerregiment D IV 1734 &amp;#039;&amp;#039;Alt-Savoyen&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Eugen von Savoyen|Eugen Franz Prinz von Savoyen]]) und im gleichen Jahr das Kürassierregiment K 2 &amp;#039;&amp;#039;Jung-Savoyen&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Johannes Franz Eugen von Savoyen|Eugen Johannes Prinz von Savoyen]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; (Das galt allerdings auch, wenn der betreffende Militär Inhaber zweier Regimenter war.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele im [[Württemberg|Herzogtum Württemberg]] für das gleiche Regiment:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Zeit || Name des Regiments || Regimentsinhaber&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1767–1784 || Grenadier-Regiment v. Augé || Generallieutenant Johann Abraham David von Augé&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1784–1786 || Grenadier-Regiment v. Gabelenz || Generalmajor Christoph Friedrich von Gabelenz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1786–1788 || Grenadier-Regiment v. Sachsen-Coburg || Generalmajor Prinz Ludwig Karl von Sachsen-Coburg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1788–1791 || Grenadier-Regiment v. Phull || Generalmajor Lebrecht Friedrich August von Phull&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1791–1794 || Grenadier-Regiment v. Nicolai || Generalmajor [[Ferdinand Friedrich von Nicolai]]&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Zeit || Name des Regiments || &amp;#039;&amp;#039;Regiments-Commandant&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1767 || Grenadier-Regiment v. Augé || Obrist Karl Friederich Eberhard von Reischach&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1767–1774 || Grenadier-Regiment v. Augé || Obrist August Ludwig Graf von Hohenlohe-Kirchberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1774–1775 || Grenadier-Regiment v. Augé || Obrist Sigmund Friedrich von Schütz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1775–1794 || Grenadier-Regiment v. Augé bis Grenadier-Regiment v. Nicolai || Obrist Otto Wilhelm Alexander von Rau von und zu Holzhausen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation im 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Spätestens zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde in den deutschen Ländern mit den [[Söldner]]heeren auch die Inhaberschaft für ein Regiment abgeschafft, in [[Königreich Preußen|Preußen]] mit der [[Preußische Heeresreform|Heeresreform]] 1807–1814.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wurden die Regimenter nun nur noch nach der Waffengattung benannt und durchnummeriert, im [[Königreich Württemberg]] z.&amp;amp;nbsp;B. durch eine königliche Ordre vom 26. Mai 1811:&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach Reyscher, Band 19.2, S. 1174 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; „S. K. M. befehlen, daß alle Regimenter der Cavallerie und Infanterie, ausgenommen die, so Prinzen des Königl. Hauses zu Chefs haben, nicht mehr die Namen des Proprietairs führen, sondern nach Nummern folgendermaßen benannt sein sollen&lt;br /&gt;
* [[Kavallerie|Cavallerie]]&lt;br /&gt;
** Nr. 1 Chevauxleger-Regiment Herzog Heinrich&lt;br /&gt;
** Nr. 2 Leib-Chevauleger-Regiment&lt;br /&gt;
** Nr. 3 Jäger-Regiment zu Pferde Herzog Louis&lt;br /&gt;
** Nr. 4 Jäger-Regiment zu Pferde König&lt;br /&gt;
** Nr. 5 Dragoner-Regiment Kronprinz&lt;br /&gt;
* [[Infanterie]]&lt;br /&gt;
** [[Grenadier-Regiment „Königin Olga“ (1. Württembergisches) Nr. 119|Nr. 1 Infanterie-Regiment Prinz Paul]]&lt;br /&gt;
** [[Infanterie-Regiment „Alt-Württemberg“ (3. Württembergisches) Nr. 121|Nr. 2 Infanterie-Regiment Herzog Wilhelm]]&lt;br /&gt;
** (v. Phull) 3tes Infanterie-Regiment&lt;br /&gt;
** (v. Franquemont) 4tes Infanterie-Regiment&lt;br /&gt;
** 5tes Infanterie-Regiment Prinz Friedrich&lt;br /&gt;
** [[Infanterie-Regiment „König Wilhelm I.“ (6. Württembergisches) Nr. 124|6tes Infanterie-Regiment Kronprinz]]&lt;br /&gt;
** (v. [[Koseritz (Adelsgeschlecht)|Koseritz]]) [[Füsilier-Regiment „Kaiser Franz Josef von Österreich, König von Ungarn“ (4. Württembergisches) Nr. 122|7tes Infanterie-Regiment]]&lt;br /&gt;
** (v. Scharfenstein) [[Infanterie-Regiment „Kaiser Friedrich, König von Preußen“ (7. Württembergisches) Nr. 125|8tes Infanterie-Regiment]]&lt;br /&gt;
** (v. Etzorf) 9tes Infanterie-Regiment“.&lt;br /&gt;
Die Zusätze fielen endgültig weg bei der Neuorganisation des [[Württembergische Armee|württembergischen Heeres]] 1817.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation im Deutschen Kaiserreich ==&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert änderte sich die Funktion und Stellung des Chef eines Regimentes in eine reine Ehrenbezeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatsoberhäupter als Regimentschefs ===&lt;br /&gt;
Die Staatsoberhäupter der Bundesstaaten des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreiches]] ([[Liste der Fürsten im Deutschen Kaiserreich|Bundesfürsten]]) waren Chefs ihrer jeweiligen Leibregimenter. Aber auch &amp;#039;&amp;#039;ausländische&amp;#039;&amp;#039; Monarchen hatten bis Kriegsbeginn 1914 Chefstellen deutscher Regimenter inne (z.&amp;amp;nbsp;B. der König von England, Zar [[Nikolaus II. (Russland)|Nikolaus II.]] von Russland, der König von Italien usw.); diese trugen die Rangabzeichen, die dem Range entsprachen, den sie in ihrer eigenen Armee innehatten. Lediglich Zar Nikolaus II. trug zu allen in- und ausländischen Uniformen als Regimentschef immer nur die Abzeichen eines Obersten. Umgekehrt war der [[Deutscher Kaiser|Deutsche Kaiser]] [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] Chef oder &amp;#039;&amp;#039;Ehrenoberst&amp;#039;&amp;#039; (so die Bezeichnung in einigen Ländern) zahlreicher ausländischer Regimenter. Bei Auslandsaufenthalten oder Besuchen der ausländischen Monarchen in Deutschland trug er dementsprechend dann die Uniform der Truppenteile, deren Chef er war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schulter DragRegt König 26.jpg|mini|Schulterstück und Achselklappe des [[Dragoner-Regiment „König“ (2. württembergisches) Nr. 26|Dragoner-Regiments König (2. Württembergisches) Nr. 26]]]]&lt;br /&gt;
Nicht alle Regimenter hatten im Kaiserreich noch einen Regiments-Chef. Dies war nun zu einer besonderen Auszeichnung geworden – gleichermaßen für den Ausgezeichneten wie für das Regiment, welches üblicherweise den (gekrönten) &amp;#039;&amp;#039;Namenszug&amp;#039;&amp;#039; (Anfangsbuchstaben/Initial/Monogramm) ihres Chefs auf den Schulterklappen bzw. Schulterstücken/Epauletten (Offiziere) trug (siehe Weblinks).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Regimentschef wurde von „seinem“ Regiment monatlich [[Rapport (Militär)|Rapport]] erstattet, sowie eine Liste über die im Regiment dienenden Offiziere gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Cramer (Offizier)|Alfred Cramer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Infanterie-Regiments Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfälisches) Nr. 15.&amp;#039;&amp;#039; Verlag R. Eisenschmid, Verlagsbuchhandlung für Militärwissenschaft, Berlin 1910.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm II. war z.&amp;amp;nbsp;B. Chef folgender Regimenter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[1. Garde-Regiment zu Fuß]] (zugleich war er [[Kompaniechef]] der 1. Kompanie / [[Leibkompanie]])&lt;br /&gt;
* [[Regiment der Gardes du Corps]]&lt;br /&gt;
* [[Leib-Garde-Husaren-Regiment]]&lt;br /&gt;
* [[1. Garde-Feldartillerie-Regiment]] (1. Feldbatterie = Seiner Majestät [[Leibkompanie|Leib-Batterie]])&lt;br /&gt;
* [[Königs-Ulanen-Regiment (1. Hannoversches) Nr. 13]]&lt;br /&gt;
* [[2. Badisches Grenadier-Regiment „Kaiser Wilhelm I.“ Nr. 110|Grenadier-Regiment „Kaiser Wilhelm I.“ (2. Badisches) Nr. 110]]&lt;br /&gt;
* [[Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm“ (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 116]]&lt;br /&gt;
* [[Königs-Infanterie-Regiment (6. Lothringisches) Nr. 145]]&lt;br /&gt;
* [[Altpreußisches Infanterieregiment No. 11 (1806)|Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm I.“ (2. Ostpreußisches) Nr. 3]]&lt;br /&gt;
* [[Grenadier-Regiment „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ (2. Königlich Sächsisches) Nr. 101]]&lt;br /&gt;
* [[Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ (2. Württembergisches) Nr. 120]]&lt;br /&gt;
* [[Regiment Königs-Jäger zu Pferde Nr. 1]]&lt;br /&gt;
* [[Königlich Bayerisches 1. Ulanen-Regiment „Kaiser Wilhelm II., König von Preußen“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ausnahmefällen wurden auch selbständige Bataillone mit einem Chef bedacht, so das [[Lauenburgisches Jäger-Bataillon Nr. 9|Lauenburgische Jäger-Bataillon Nr. 9]] dessen Chef am 18. Oktober 1916 der [[General der Infanterie]] [[Otto von Below]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weibliche Chefs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:VictoriaLouiseUniform.jpg|mini|hochkant|[[Viktoria Luise von Preußen]] wurde als 18-jährige Prin&amp;amp;shy;zes&amp;amp;shy;sin 1910 zum Regiments&amp;amp;shy;chef der [[2. Leib-Husaren-Regiment „Königin Viktoria von Preußen“ Nr. 2|Totenkopfhusaren]] ernannt. Auch ihre Mutter und ihre Schwägerin trugen derartige Ehrentitel und Uniformen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph-Herbert Meyer: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.der-loewe.info/victoria-luise-liebte-ihre-husarenuniform Victoria Luise liebte ihre Husarenuniform.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Loewe&amp;#039;&amp;#039;, 11. September 2007, abgerufen am 25. Juli 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
In der preußischen Armee sowie im [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Deutschen Heer]] (mit Ausnahme von [[Sächsische Armee|Sachsen]] und [[Bayerische Armee|Bayern]]) wurden auch weibliche Angehörige der regierenden Häuser mit Regimentern belehnt. 1914 gab es 21 weibliche Regimentschefs. Sie trugen in dieser Funktion die Uniform des jeweiligen Regimentes, allerdings ohne Seitenwaffe. Mit Ausnahme der Kaiserin trugen sie [[Schulterstück (Uniform)|Schulterstücke]] bzw. [[Epaulette]]n eines [[Oberst]]en; zu Epauletten wurde die [[Schärpe]] getragen, zu den Schulterstücken die [[Feldbinde]].&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Knötel d.&amp;amp;nbsp;J., Paul Pietsch, Werner Collas: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Heer – Friedensuniformen bei Ausbruch des Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039; 1. Band, 2. Auflage, Stuttgart 1982, S. 35 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Regiments&amp;amp;shy;chef || Name des Regiments&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg|Auguste Viktoria]], Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen || [[Füsilier-Regiment „Königin“ (Schleswig-Holsteinisches) Nr. 86]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sophie von Preußen (1870–1932)|Sophie Dorothea]], Königin der Hellenen || [[Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Luise von Preußen (1838–1923)|Luise]], Großherzogin von Baden || [[Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiment Nr. 4]]&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Alexandra von Hannover und Cumberland|Alexandra von Mecklenburg-Schwerin]] || [[Leib-Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm III.“ (1. Brandenburgisches) Nr. 8]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[2. Großherzoglich Mecklenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 18]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Charlotte von Preußen (1860–1919)|Charlotte]], Herzogin von Sachsen-Meiningen || [[Grenadier-Regiment „König Friedrich III.“ (2. Schlesisches) Nr. 11]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Emma zu Waldeck und Pyrmont|Emma]], Königin der Niederlande || [[Infanterie-Regiment „Prinz Friedrich der Niederlande“ (2. Westfälisches) Nr. 15]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Viktoria von Baden|Victoria]], Königin von Schweden || Füsilier-Regiment Königin Viktoria von Schweden (Pommersches) Nr. 34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Viktoria von Schaumburg-Lippe|Prinzessin Viktoria]], Fürstin zu Schaumburg-Lippe || [[5. Westfälisches Infanterie-Regiment Nr. 53]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Luise Margareta von Preußen|Luise Margarete]], Duchess of Connaught || Infanterie-Regiment General-Feldmarschall Prinz Friedrich Karl von Preußen (8. Brandenburgisches) Nr. 64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Margarethe von Preußen|Prinzessin Margarethe]], Landgräfin von Hessen || [[Füsilier-Regiment „von Gersdorff“ (Kurhessisches) Nr. 80]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eleonore zu Solms-Hohensolms-Lich|Eleonore]], Großherzogin von Hessen und bei Rhein || [[Infanterie-Leib-Regiment „Großherzogin“ (3. Großherzoglich Hessisches) Nr. 117]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Margarethe von Italien|Margherita]], Königin von Italien || [[Kurhessisches Jäger-Bataillon Nr. 11]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Alix von Hessen-Darmstadt|Alexandra]], Zarin von Russland || 2. Garde-Dragoner-Regiment „Kaiserin Alexandra von Rußland“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Cecilie zu Mecklenburg|Cecilie]] Kronprinzessin des Deutschen Reiches || Dragoner-Regiment „König Friedrich III.“ (2. Schlesisches) Nr. 8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Sophie Charlotte von Oldenburg|Sophie Charlotte von Preußen]] || Dragoner-Regiment „von Arnim“ (2. Brandenburgisches) Nr. 12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alexandra Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg|Alexandra Viktoria]], Prinzessin von Preußen || [[Kurmärkisches Dragoner-Regiment Nr. 14]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hilda von Nassau]], Großherzogin von Baden  || [[2. Badisches Dragoner-Regiment Nr. 21]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Viktoria Luise von Preußen|Viktoria Luise]], Herzogin zu Braunschweig || [[2. Leib-Husaren-Regiment „Königin Viktoria von Preußen“ Nr. 2]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Maria von Teck|Mary]], Königin von Großbritannien || [[Husaren-Regiment „Fürst Blücher von Wahlstatt“ (Pommersches) Nr. 5]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wilhelmina (Niederlande)|Wilhelmina]], Königin der Niederlande || [[Husaren-Regiment „Königin Wilhelmina der Niederlande“ (Hannoversches) Nr. 15]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Charlotte zu Schaumburg-Lippe]], Königin von Württemberg || [[Ulanen-Regiment „König Wilhelm I.“ (2. Württembergisches) Nr. 20]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation nach 1918 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1988-0106-500, Generaloberst Hans von Seeckt - 70. Geburtstag.jpg|mini|hochkant|Hans von Seeckt schreitet die Ehrenkompanie des Infanterie-Regiments 67 anlässlich seiner Ernennung zum Regimentschef ab]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Deutsches Kaiserreich|Kaiserreich]] endet auch die Zeit der Regimentschefs. In der [[Wehrmacht]] wurde die Tradition siebenmal wieder aufgegriffen; es wurden Regimenter ausgewählt, bei denen der Inhaber eine persönliche Verbindung mit deren Traditionstruppenteilen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurden&lt;br /&gt;
* der [[Charakter (Titel)|charakterisierte]] General der Infanterie [[Franz Ritter von Epp]] 1935 Chef des Infanterieregiments 61 (Traditionsträger [[Königlich Bayerisches Infanterie-Leib-Regiment]]) in München&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Stumpf: &amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmacht-Elite.&amp;#039;&amp;#039; Harald Boldt Verlag, Boppard am Rhein 1982, ISBN 3-7646-1815-9, S. 149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der dienstälteste Soldat [[Generalfeldmarschall]] [[August von Mackensen]] 1936 Chef des Kavallerieregiments 5 (Traditionsträger [[1. Leib-Husaren-Regiment Nr. 1]]) in [[Słupsk|Stolp]]&lt;br /&gt;
* der ehemalige Chef der Heeresleitung Generaloberst [[Hans von Seeckt]] (zu dessen 70. Geburtstag) 1936 Chef des Infanterieregiments 67 (Traditionsträger [[Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1]]) in Berlin-Spandau&lt;br /&gt;
* der Reichskriegsminister Generalfeldmarschall [[Werner von Blomberg]] (anlässlich seines 40-jährigen Dienstjubiläums) 1937 Chef des Infanterieregiments 73 (Traditionsträger [[Füsilier-Regiment „General-Feldmarschall Prinz Albrecht von Preußen“ (Hannoversches) Nr. 73]]) in Hannover&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmacht&amp;#039;&amp;#039; Nr. 20 - August 1937&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der ehemalige Oberbefehlshaber des Heeres [[Generaloberst]] [[Werner von Fritsch]] (als „Wiedergutmachung“ (vgl. [[Blomberg-Fritsch-Krise]])) 1938 Chef des Artillerieregiments 12 (Traditionsträger [[Großherzoglich-Mecklenburgisches Feld-Artillerie-Regiment Nr. 60]]) in [[Schwerin]]&amp;lt;ref&amp;gt;John W. Wheeler Bennett: &amp;#039;&amp;#039;Die Nemesis der Macht.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 1954, S. 402.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der Generaloberst [[Gerd von Rundstedt]] (zu seiner Verabschiedung) 1938 Chef des Infanterieregiments 18 (Traditionsträger [[Infanterie-Regiment „Graf Bülow von Dennewitz“ (6. Westfälisches) Nr. 55]]) in [[Bielefeld]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Heer 1939, Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. H. H. Podzun, Bad Nauheim 1953.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der Feldmarschall der k.u.k. Armee [[Eduard von Böhm-Ermolli]] 1940 Chef des Infanterieregiments 28 (Traditionsträger [[k.u.k. Infanterieregiment „Kaiser“ Nr. 1]]) in [[Troppau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bundeswehr]] kennt keine Chefstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation im Vereinigten Königreich ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Princess Anne, Princess Royal Trooping the Colour 2023 cropped.jpg|mini|hochkant|[[Anne, Princess Royal]] als Colonel-in-Chief der [[Blues and Royals|Blues and Royals (Royal Horse Guards and 1st Dragoons)]] beim [[Trooping the Colour|Trooping-the-Colour]] 2023]]&lt;br /&gt;
Im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]] und weiteren [[Commonwealth Realms]] gibt es bis heute die Positionen des [[Colonel-in-Chief]] und des [[Colonel of the Regiment]] (in Deutschland werden beide meist als „Ehrenoberst“ übersetzt). So waren z.&amp;amp;nbsp;B. in Großbritannien Prinz [[Edward, 2. Duke of Kent]] Colonel of the Regiment der [[Scots Guards]] und [[Anne, Princess Royal]] Colonel-in-Chief der [[Royal Scots]]; auch andere Mitglieder der [[Britische Königsfamilie|britischen Königsfamilie]] hatten und haben noch immer „ihre“ Regimenter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus von Bredow, Ernst von Wedel: &amp;#039;&amp;#039;Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres.&amp;#039;&amp;#039; Berlin (Scherl) 1905. ([https://archive.org/details/BredowClausVonHistorischeRangUndStammlisteDesDeutschenHeeres1905 online])&lt;br /&gt;
* Wilhelm Weber: &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche Kaiser als Oberstinhaber österr.-ungarischer Regimenter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Orden-Militaria-Magazin.&amp;#039;&amp;#039; 1996, S. 12–16.&lt;br /&gt;
* [[August Ludwig Reyscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vollständige, historisch und kritisch bearbeitete Sammlung der württembergischen Gesetze.&amp;#039;&amp;#039; Band 19.1: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsgesetze 1. Teil 1360–1800.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1849; Band 19.2: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsgesetze 2. Teil 1801–1820.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1850; Band 19.3: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsgesetze 3. Teil 1821–1849.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1851.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienststellung (Militär)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heeresorganisation (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Militärgeschichte|Regimentsinhaber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Frühe Neuzeit)]]&lt;/div&gt;</summary>
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