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	<title>Regeneratfaser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T04:39:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Regeneratfaser&amp;diff=680955&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-05-03T20:19:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|1|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:cupro.jpg|mini|hochkant=1.4|Textilie aus Cupro]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Regeneratfasern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;regenerierte Fasern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Chemiefaser]]n aus pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen, die durch Umwandlung über gelöste Verbindungen in Fadenform regeneriert werden, d.&amp;amp;nbsp;h. als Faser in der gleichen chemischen Substanz wie der Ausgangsstoff vorliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-J. Koslowski: Chemiefaser – Lexikon . 12., erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-87150-876-9, S. 192.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen und Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Regeneratfasern sind:&lt;br /&gt;
* [[Viskose]] (CV) wird nach dem Viscoseverfahren aus reiner Cellulose hergestellt, die man hauptsächlich aus Eukalyptus-, Buchen- oder Pinienholz, zunehmend aber auch aus Bambus gewinnt.&lt;br /&gt;
* [[Viskose#Verwandte Produkte|Modal]] (CMD) wird nach einem modifizierten Viscoseverfahren hergestellt, bei dem ausschließlich Cellulose aus Buchenholz Verwendung findet, weshalb Fasern dieses Typs im trockenen wie nassen Zustand eine höhere Festigkeit als Viskose aufweisen.&lt;br /&gt;
* [[Lyocell]] (CLY) wird in einem [[Nassspinnen|Nassspinnverfahren]] aus Cellulose hergestellt, die man zuvor mit Hilfe von [[N-Methylmorpholin-N-oxid|&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Methylmorpholin-&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-oxid-Monohydrat]] als Lösungsmittel verflüssigt hat. Die Faser zeichnet sich durch sehr hohe Trocken- und Nassfestigkeit aus.&lt;br /&gt;
* [[Cupro]] (CUP) wird ebenfalls aus Cellulose, nur nach dem Kupferoxid-Ammoniak-Verfahren, hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Viskose]] weist eine typische Faserfeinheit  von etwa 10 bis 15&amp;amp;nbsp;[[Meter#Mikrometer|µm]] Durchmesser und eine Faserlänge von etwa 40&amp;amp;nbsp;mm auf. Für die Textilindustrie wird Viskose zu einem Endlosfaden versponnen. Feine [[Mikrofaser]]n werden bereits ab 0,9 [[Feinheit (Textilien)#Tex-System|dtex]] (0,9 g pro 10.000 m Fadenlänge) angeboten. Bei den neueren Verfahren ([[Viskose#Verwandte Produkte|Modal]], [[Lyocell]]) erreicht man höhere Faserfestigkeiten, eine bessere Feuchtigkeitsaufnahme und schnelles Trocknen. Daraus hergestellte [[Textilie]]n weisen einen glatten und kühlen Griff mit fließendem Fall auf, haben eine geringe [[Knitterneigung]] und können gewaschen und chemisch gereinigt werden. Dafür bedarf es jedoch weiterer Verfahrensschritte, um das ausgeprägte Nass-Fibrillierverhalten zu unterdrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Die in Form von [[Zellstoff]] vorliegende feste Cellulose wird zunächst in geeigneten Lösungsmitteln verflüssigt, in diesem Zustand durch Spinndüsen gepresst und anschließend wieder zu fester Cellulose (in Form von Cellulosefasern) regeneriert. Da Cellulose weder schmelzbar noch in den üblichen organischen Lösungsmitteln lösbar ist, ist das Auffinden der entsprechenden Lösungsmittel dabei von entscheidender Bedeutung. Gegenwärtig verwendet man zur Cellulose-Verflüssigung spezielle Systeme, die oft aus mehreren Komponenten bestehen wie etwa das System Natronlauge/Schwefelkohlenstoff (NaOH/CS&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;). Zunehmende technische Bedeutung erlangt hat auch das Direktlöseverfahren mittels [[N-Methylmorpholin-N-oxid|&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Methylmorpholin-&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-oxid]]-Monohydrat (NMO*MH). Die Anforderungen an Cellulose zur Herstellung von Regeneratfasern sind dabei i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. höher als die an Cellulose zur Papierherstellung (höhere Reinheit und bessere Reaktivität).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nachdem, ob die Faserbildung in einem Fällbad oder durch Verdampfen des Lösungsmittels erfolgt, werden die Spinnverfahren noch einmal in Nassspinnverfahren und Trockenspinnverfahren unterschieden. Es gibt aber auch Mischformen wie das [[Lyocellverfahren]], das einen Trocken-Nass-Spinnprozess darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;H.-P. Fink und S. Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Celluloseverarbeitung – umweltfreundliche Technologien auf dem Vormarsch&amp;#039;&amp;#039;. Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbares gilt für die Herstellung von Acetat- und Triacetat-Fasern, wobei hier zu bemerken ist, dass die Endprodukte in diesem Fall nicht, wie eben beschrieben, wieder Cellulose-Fasern sind, sondern solche aus [[Celluloseacetat]], also einem chemisch anderen Stoff. Sie zählen damit nicht zu den Regeneratfasern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Regeneratfasern finden Einsatz in [[Funktionstextil]]ien im Sportbereich, für Arbeitsbekleidung, Unterwäsche und Bettartikel sowie als [[Vliesstoff]] für Hygiene- und  Kosmetikartikel (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Watte]]). Außerdem wird die [[Faser]] für Textilien im medizinischen Bereich und für Industrieprodukte verwendet. Im technischen Bereich werden Regeneratfasern als Verstärkungsfaser für Reifen und zur Substitution von [[Glasfaser]]n in [[Faserverbund]]en eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Regeneratfasern sind im Segment Bekleidung und als [[Vliesstoff]] ein etabliertes Material. In Deutschland existiert eine international erfolgreiche und exportstarke Cellulosefaser-Industrie. So werden jährlich rund 200.000 t Celluloseregenerate produziert. Obwohl sich die Qualität des heimischen Holzes für die Herstellung von Regeneratfasern eignet, wird der Rohstoff Cellulose derzeit vollständig durch Importe aus Südafrika und USA/Kanada gedeckt, da in Deutschland die Herstellungskapazitäten für Chemiezellulose fehlen.&amp;lt;ref&amp;gt;FNR [Fachagentur nachwachsende Rohstoffe] (2006): Marktanalyse Nachwachsende Rohstoffe; Gülzow&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Chemiecellulose werden auch bereits aufbereitete Regeneratfasern nach Deutschland importiert, um den aktuellen Bedarf zu decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachhaltigkeit ==&lt;br /&gt;
Traditionelle Verfahren wie das Viskoseverfahren sind technisch sehr aufwändig und umweltbelastend (starke Säuren und Laugen, [[Kohlenstoffdisulfid|Schwefelkohlenstoff]] [CS&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;] und [[Schwermetalle]]). Vor dem Hintergrund der hervorragenden Eigenschaften des Cellulosemoleküls und seines Potentials als [[nachwachsender Rohstoff|nachwachsendem Rohstoff]] gab es in den letzten Jahrzehnten große Anstrengungen, umweltfreundliche und gleichzeitig technisch einfachere Verfahren zu entwickeln. So wurde u.&amp;amp;nbsp;a. das Carbamatverfahren&amp;lt;ref&amp;gt;Fraunhofer-Institut für angewandte Polymerforschung: {{Webarchiv | url= http://www.iap.fraunhofer.de/fb1/carbamat.pdf | wayback = 20070613182943 | text = Carbamat}}&amp;lt;/ref&amp;gt; entwickelt, das unbedenklichen Harnstoff anstelle des toxischen [[Schwefelkohlenstoff]]s verwendet, oder das [[Lyocell]]verfahren, das infolge der nahezu vollständigen Rückgewinnung des Lösungsmittels [[N-Methylmorpholin-N-oxid|&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Methylmorpholin-&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-oxid]] im Verfahrenskreislauf praktisch emissionsfrei abläuft und deshalb den Umweltpreis der Europäischen Union gewonnen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lyocell hat eine bessere Ökobilanz, als konventionelle (d.&amp;amp;nbsp;h. &amp;#039;&amp;#039;[[Biolandbau|nichtbiologische]]&amp;#039;&amp;#039;) [[Baumwolle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.umweltberatung.at/viscose|titel=Viscose – nachhaltig produziert?|titelerg=|autor=|hrsg=|werk=umweltberatung.at|seiten=|datum= |zugriff=2022-03-06|sprache=|format=|kommentar=|zitat=|offline=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H.-P. Fink und S. Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Celluloseverarbeitung – umweltfreundliche Technologien auf dem Vormarsch&amp;#039;&amp;#039;. Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft: [http://naturtextil.com/medien/ivn_pm_bambusviskose.pdf Pressemitteilung zu Bambusviskose] (PDF; 44&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiefaser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Doleksjuk</name></author>
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