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	<title>Reformierte Kirche Zuoz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T18:02:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reformierte_Kirche_Zuoz&amp;diff=1822418&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-59895-4: Es ist keine umgangssprachliche Bezeichnung, sondern die offizielle, die die Zweisprachigkeit aufnehmen und würdigen will</title>
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		<updated>2025-09-20T20:27:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Es ist keine umgangssprachliche Bezeichnung, sondern die offizielle, die die Zweisprachigkeit aufnehmen und würdigen will&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuoz Kirche.jpg|mini|hochkant=1.2|Kirchturm und Dorf Zuoz]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;reformierte Kirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Zuoz]] in [[Kanton Graubünden|Graubünden]] ist ein [[evangelisch]]-[[Reformierte Kirche|reformiertes]] [[Kirche (Bauwerk)|Gotteshaus]] unter kantonalem [[Denkmalschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Neben der [[Reformierte Kirche St. Moritz|Reformierten Kirche in St. Moritz]] und [[St. Peter (Samedan)|San Peter]] in [[Samedan]] ist die nach ihrem [[Patrozinium|Namenspatron]] [[Luzius von Chur]] auch &amp;#039;&amp;#039;San Luzi&amp;#039;&amp;#039; genannte Kirche eine der drei ältesten Tal- und Taufkirchen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jürg, Rageth; Silvio, Margadant |url=https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001543/2011-01-21 |titel=St. Moritz |werk=Historisches Lexikon der Schweiz (HLS) |datum=2011-01-21 |sprache=deutsch |abruf=2021-12-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Annemarie Schwarzenbach |Titel=Beiträge zur Geschichte des Oberengadins im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit |Hrsg=Annemarie Schwarzenbach |Sammelwerk=Dissertation Universität Zürich |Verlag=Diss.-Druckerei AG Gebr. Leemann &amp;amp; Co. |Ort=Zürich |Datum=1931 |Seiten=84}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des [[Oberengadin]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Mal in einer Urkunde bezeugt ist die Kirche im [[Hochmittelalter]] in den [[Gamertinger Urkunden]] von 1137/1139.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Annemarie Schwarzenbach |url=https://baselgias-engiadinaisas.ch/Dokumente-und-Bibliothek/ |titel=Beiträge zur Geschichte des Oberengadins |werk=Baselgias-Engiadinaisas |datum=2021-12-25 |sprache=de |abruf=2021-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum romanischen Unterbau aus dem frühen 13. Jahrhundert gehören die Umfassungsmauern des Schiffs. 1507 wurde – wahrscheinlich unter Meister [[Bernhard von Puschlav]] – ein neuer Chor in [[Spätgotik|spätgotischem]] Stil gebaut und das Schiff eingewölbt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manuel Maissen |url=https://doi.org/10.3929/ethz-b-000454176 |titel=Gewölbebau der Spätgotik in Graubünden |werk=ETH Zürich Research Collection |hrsg=ETH Zürich |sprache=de |abruf=2021-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Chor ist nach Osten gerichtet und ist aus der Schiffsachse leicht nach Süden abgedreht und wirkt darum im Grundriss der Kirche wie der zur Seite fallende Kopf des sterbenden [[Jesus Christus]]. Ebenfalls 1507 wurde eine Aufstockung des markant schmalgehaltenen [[Kirchturm]]s vorgenommen. Weitere Aufstockungen des Kirchturms folgten Ende des 16. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert zur jetzigen Höhe von 67 Metern. 1840 erhielt er eine separate Türe zum Erdgeschoss, welches früher als [[Ossarium|Beinhaus]] (Ossarium) diente.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Batz |Titel=Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graubünden |Hrsg=Hans Batz |Band=Band 1 Kreis Oberengadin |Datum=1997 |ISBN=3-85637-287-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchenschiff ist mit 7,40 Metern Länge und 6,20 Metern Breite das grösste im Oberengadin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
=== Inneres ===&lt;br /&gt;
Der Chor ist mit einem regelmässigen [[Sterngewölbe]] bedeckt. Die acht runden Dienste steigen aus dem Chorboden auf und bilden die Sternfiguration mit zwei runden Schlusssteinen, in deren Vertiefung das Haupt Christi und eine vierblättrige Rose abgebildet sind. Das Schiff ist vierjochig und mit einem [[Netzgewölbe]] bedeckt. An der nördlichen Chorwand befindet sich ein [[Tabernakel|Wandtabernakel]] aus dem Jahr 1520. Im Mittelpunkt der Kirche der [[Abendmahlstisch]] aus dem 17. Jahrhundert. Im Westen der Kirche steht die 1912 eingebaute Orgelempore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fensterbilder ===&lt;br /&gt;
Die Kirche und besonders der Chorraum zeigen [[Glasgemälde]] von [[Augusto Giacometti]] (1877–1947), [[Giuseppe Scartezzini]] (1895–1967), [[Gian Casty]] (1914–1979) und Constant Könz (* 1929 in Zuoz). Die einzelnen Fensterbilder stellen dar&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Wismer |Titel=Glasmalereien in Zuoz |Sammelwerk=Schweizerische Kunstführer GSK |Band=Serie 106 |Nummer=1051 |Auflage=1. |Verlag=Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte |Ort=Bern |Datum=2019 |ISBN=978-3-03797-647-0 |Seiten=5-33}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* im Chorraum:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;La Spraunza&amp;#039;&amp;#039; ([[Bündnerromanisch|rätoromanisch]] im Idiom [[Oberengadinische Sprache|Puter]] «Die Hoffnung»), 1929 von [[Augusto Giacometti]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Egli, Denise Frey, Beat Stutzer |Titel=Augusto Giacometti - Catalogue raisonné (Band 2) |Hrsg=Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaften SIK ISEA |Verlag=Scheidegger &amp;amp; Spiess AG |Ort=Zürich |Datum=2023 |ISBN=978-3-03942-175-6 |Seiten=755-757}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;La Charited&amp;#039;&amp;#039; (rätoromanisch im Idiom Puter «Die Nächstenliebe»), 1933 von [[Augusto Giacometti]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Egli, Denise Frey, Beat Stutzer |Titel=Augusto Giacometti - Catalogue raisonné (Band 2) |Hrsg=Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaften SIK ISEA |Verlag=Scheidegger &amp;amp; Spiess AG |Ort=Zürich |Datum=2023 |ISBN=978-3-03942-175-6 |Seiten=770-772}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;La Cretta&amp;#039;&amp;#039; (rätoromanisch im Idiom Puter «Der Glaube»), 1987 von Constant Könz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* im Kirchenschiff&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Ohne Titel,&amp;#039;&amp;#039; 2010 von Constant Könz&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Der Lebensbaum&amp;#039;&amp;#039;, 2010 von Constant Könz&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die drei Könige&amp;#039;&amp;#039;, 1955 von [[Gian Casty]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Wismer |Titel=Glasmaler Gian Casty - Aus dem Dunkeln leuchten |Verlag=Verlag Wälchli |Ort=Aarwangen |Datum=2011 |ISBN=978-3-9520580-2-2 |Seiten=104-107}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* im Oculus über der Orgel&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;La Cretta&amp;#039;&amp;#039;, 1951 von [[Giuseppe Scartezzini]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kirche Zuoz 1.jpg|Blick in den Chor&lt;br /&gt;
Kirche Zuoz Fenster 4.jpg|Glasfenster &amp;#039;&amp;#039;La spraunza&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Kirche Zuoz Fenster 5.jpg|Glasfenster &amp;#039;&amp;#039;La charited&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Kirche Zuoz innen vom Chor aus.jpg|Blick auf die Orgel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orgel ===&lt;br /&gt;
Auf der 1912 errichteten Orgelempore erhielt die Kirche im gleichen Jahr eine [[Traktur#Pneumatisch|pneumatische]] [[Orgel]] von Jakob Metzler aus [[Felsberg GR|Felsberg]]. Als beratende Orgelexperten wirkten der Organist der [[St. Martin (Chur)|Churer Martinskirche]], Karl Köhl und der Organist und Komponist [[Otto Barblan]] mit. 1982 erfolgte ein Umbau der Orgel durch den Orgelbauer Hubert Senn, [[Unterengstringen]]. Die Orgel wurde elektrifiziert und es wurden neun neue Register eingebaut, vier dieser Register stammen von der alten Orgel in [[Arosa]]. Die Orgel hat zwei [[Manual (Musik)|Manuale]], [[Pedal (Orgel)|Pedal]], 23 [[Register (Orgel)|Register]] und eine [[Romantik (Musik)|romantische]] [[Disposition (Orgel)|Disposition]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glocken ===&lt;br /&gt;
Im [[Kirchturm]] der Zuozer San-Luzi-Kirche hängt ein [[Glockengeläut]] von vier [[Kirchenglocke|Glocken]] aus drei Jahrhunderten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.srf.ch/radio-srf-musikwelle/glocken-der-heimat/zuoz-san-luzi Radio SRF: Glocken der Heimat – Zuoz, San Luzi]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=wikitable style=text-align:center&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Glocke || Gewicht ca. || Gussjahr || Giesser || [[Schlagton]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || 1100 kg{{0}} || 1793 || Cajetan Soletti, Brescia || d’&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || 648 kg || 1954 || [[H. Rüetschi]] AG, Aarau || fis’&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || 460 kg || 1586 || Jerg Hauser, Sterzing || a’&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || 250 kg || 1774 || Cajetan Soletti, Brescia || h’&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchliche Organisation ==&lt;br /&gt;
Zuoz trat im Jahr 1554 unter [[Gian Travers]] und [[Philipp Gallicius]] zum evangelischen Glauben über. Erster Pfarrer wurde [[Ulrich Campell]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Berger |Titel=Bündner Kirchengeschichte |Hrsg=Evangelischer Kirchenrat Graubünden |Band=2. Teil Die Reformation |Verlag=Verlag Bischofberger |Ort=Chur |Datum=1986 |ISBN=3-905174-02-2 |Seiten=103}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden]] führte Zuoz (kirchlich mit [[Madulain]] fusioniert und mit S-chanf in Pastoriatsgemeinschaft stehend) bis 2016 als eigenständige Kirchgemeinde. Seit 2017 gehört Zuoz zur Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Oberengadin (romanisch: &amp;#039;&amp;#039;Baselgia evangelica-refurmeda Engiadin’Ota&amp;#039;&amp;#039;), offiziell &amp;#039;&amp;#039;Refurmo&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varia ==&lt;br /&gt;
Gemeindestatuten besagten 1666, dass «aus jedem Haus eine Person bei der Predigt anwesend sein musste und zum Mitsingen verpflichtet wurde, ansonsten musste eine Busse von 6 [[Kreuzer (Münze)|Kreuzern]] gezahlt werden».&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Teckemeyer (Pfarrer): &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche San Luzi in Zuoz.&amp;#039;&amp;#039; [Faltblatt zur Kirche], Zuoz 2012, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Baselgia rifurmeda, Zuoz|Reformierte Kirche Zuoz}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.baukultur.gr.ch/de_DE/address/reformierte_kirche.31785 |text=Kantonsbibliothek Graubünden.  (Foto) |wayback=20231002135814}}&lt;br /&gt;
* [https://www.refurmo.ch/ueber-uns/liegenschaften/zuoz/kirche-zuoz-san-luzi// Bau- und Kunstgeschichte Kirche San Luzi, Zuoz (aus Refurmo)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=46/36/7.4/N|EW=9/57/36/E|type=landmark|region=CH-GR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1070116386|VIAF=315940162}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche in der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden|Zuoz, Reformierte Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luzius-von-Chur-Kirche|Zuoz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuoz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgut von regionaler Bedeutung im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Kanton Graubünden|Zuoz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-59895-4</name></author>
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