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	<title>Reformierte Kirche Trogen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T18:14:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-01T13:16:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Fix Links auf peter-fasler.magix.net =&amp;gt; orgelverzeichnis.ch, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Trogen Landsgemeindeplatz ref. Kirche.jpg|mini|hochkant=1.1|Hauptfassade der Kirche von Trogen]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;reformierte Kirche [[Trogen AR|Trogen]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Kirchengebäude von [[Hans Ulrich Grubenmann]] im Stil des [[Rokoko]]. Es handelt sich um eine der bedeutendsten reformierten Sakralbauten der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kirche entstand in einem Zeitalter des Aufbruchs, den das frühindustrialisierte Dorf Trogen gegen Ende des 18. Jahrhunderts erfasst hatte. In dieser Zeit entstanden zahlreiche prunkvolle [[Profanbau]]ten im Rokoko- und [[Régence]]-Stil sowie im Stil des [[Frühklassizismus]]. Die reformierte Kirche wurde an prominenter Lage am [[Landsgemeinde]]platz von 1779 bis 1782 durch den Baumeister Hans Ulrich Grubenmann errichtet. Neben der [[Reformierte Kirche Wädenswil|reformierten Kirche Wädenswil]] stellt die Kirche von Trogen Grubenmanns Hauptwerk dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussenbau ==&lt;br /&gt;
Während der Turm mit seiner geschweiften [[Haube (Architektur)|Haube]] noch deutlich an das Rokoko erinnert, spiegelt die den Platz beherrschende [[Fassade|Hauptfassade]] bereits klassizistische Einflüsse wider. Die Fassade wird durch [[Säule|Ziersäulen]] und [[Pilaster]] [[Toskanische Ordnung|toskanischer]] und [[Ionische Ordnung|ionischer]] Ordnung sowie durch [[Verkröpfung|gekröpfte]] [[Gesims]]e gegliedert. Sie ist mit einem von [[Vase]]n bekrönten [[Gebälk]] mit typisch frühklassizistischem [[Zahnschnittfries]] sowie einem schlichten [[Dreiecksgiebel]] abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Trogen ref. Kirche Empore SV.JPG|mini|Innenansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Trogen ref. Kirche Chorbogen.JPG|mini|Allegorie der Erdteile]]&lt;br /&gt;
== Innenraum ==&lt;br /&gt;
Die Kirche bildet einen für den [[Ostschweiz]]er [[Barock#Spätbarock|Spätbarock]] typischen Längssaal mit [[Chor (Architektur)|Polygonalchor]] und seitlicher L-[[Empore]]. Der [[Tonnengewölbe|flachtonnengewölbte]] Innenraum ist vielleicht der festlichste und am reichhaltigsten ausgeschmückte des reformierten Barocks in der Schweiz. Die leicht wirkenden, grünlich gefassten Rokoko-[[Stuckatur]]en stammen von einem der [[Moosbrugger (Familie)#Stuckateur-Familie|Moosbrugger-Brüder]]. Wie oft bei den Mossbrugger-Brüdern werden besonders die bestehenden architektonischen Strukturen wie etwa Fenster und [[Stichkappe]]n spielerisch durch Stuck hervorgehoben. Originell ist das im Chor turmseitig angebrachte Zifferblatt eines Uhrwerks, das auch von Stuckaturen umspielt wird. Die elegante [[Kanzel]] aus [[Stuckmarmor]] stammt ebenfalls von den Moosbrugger-Brüdern. Der schmale, kelchförmige [[Taufstein]] besteht aus dem hochwertigen [[Marmor]] aus [[Carrara]]. Die im Chorraum stehende [[Orgel]] im [[Neorokoko]]-Stil wurde erst 1894 eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert sind die vier spätbarocken [[Deckengemälde]] in den [[Kartusche (Kunst)|Deckenkartuschen]] von Chor und [[Kirchenschiff|Schiff]]. Das Bildprogramm stiftete [[Ursula Wolf-Zellweger]] alleine oder zusammen mit ihrem Ehemann [[Johann Conrad Wolf]], wobei der Künstler heute nicht mehr bekannt ist. Es umfasst das „Letzte Abendmahl“, den „Kinderfreund Jesus“, die „Himmelfahrt Christi“ sowie eine [[Allegorie]] der Erdteile im Chor. Der reformierte Kirchenbau in der Schweiz war vor dem Bau der Kirche Trogen von Schlichtheit und konsequentem Verzicht auf szenische Ausmalung geprägt. Es handelt sich bei den Deckenmalereien von Trogen also um eines der frühesten und bedeutendsten Zeugnisse sakraler Malerei in der reformierten Kirchengeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orgel ==&lt;br /&gt;
Im Chorhaupt befindet sich die [[Orgel]], die 1894 durch [[Friedrich Goll]], Luzern als Opus 131 gebaut wurde. Bei den Revisionen 1939 und 1952 gab es Änderungen der [[Disposition (Orgel)|Disposition]]. 1990 wurde das Instrument durch Orgelbau Kuhn restauriert, wobei die Dispositionsänderungen beibehalten wurden. Eine Revision nahm Matthias Hugentobler von der Orgelbau Kuhn AG 2015 vor. Die Orgel hat 24 [[Register (Orgel)|Register]] auf zwei [[Manual (Musik)|Manualen]] und [[Pedal (Orgel)|Pedal]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orgelverzeichnis.ch/APProfile/trogenrefhaupt.htm Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein: Ref. Kirche, Trogen AR] mit Disposition&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glocken ==&lt;br /&gt;
Im nördlich am Chor anliegenden [[Kirchturm]] befindet sich ein [[Glockengeläut]] von fünf historischen [[Kirchenglocke|Glocken]], das 1958 durch die große Landsgemeindeglocke der Gießerei [[H. Rüetschi]] ergänzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.srf.ch/radio-srf-musikwelle/glocken-der-heimat/trogen-reformierte-kirche SRF: Glocken der Heimat – Trogen, reformierte Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=wikitable style=text-align:center&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Glocke || Name || Gussjahr || Giesser || Gewicht || [[Schlagton]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || align=left | Landsgemeindeglocke || 1958 || align=left | H. Rüetschi AG, Aarau || 5032 kg || g°&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || align=left | Männerglocke || 1655 || align=left | Theodosius [[Ernst (Glockengießerfamilie)|Ernst]], Lindau || 2083 kg || c&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || align=left | Frauenglocke || 1816 || align=left | Jakob [[Glockengießerei Grassmayr (Feldkirch)|Grassmayr]], Feldkirch || 1093 kg || e&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || align=left | Vesperglocke || 1730 || align=left | Peter u. Johann Melchior Ernst, Lindau || {{0}}672 kg || g&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 || align=left | Kinderglocke || 1758 || align=left | Peter Ernst, Lindau || {{0}}302 kg || c&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6 || align=left | Henkerglöcklein || 1465 ||  || {{0}}{{0}}92 kg || g&amp;quot;&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Trogen Landsgemeindeplatz 1 no.JPG|mini|hochkant|Pfarrhaus am Landsgemeindeplatz 1]]&lt;br /&gt;
== Pfarrhaus ==&lt;br /&gt;
Bereits um 1765 wurde nach Plänen des aus dem nahen [[Teufen AR]] stammenden Grubenmann das [[Pfarrhaus]] erstellt. Das herrschaftliche anmutende Gebäude ist eines von insgesamt sechs Bauwerken des Architekten in Trogen. Bemerkenswert sind die reichhaltigen Rokoko-Stuckaturen von [[Andreas Moosbrugger|Andreas]] und [[Peter Anton Moosbrugger]], die hier im Gegensatz zur Kirche auch landschaftliche, figurale und szenische Formen annehmen. Es handelt sich um einen Höhepunkt profaner Rokoko-Stuckatur in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Neben der kirchgemeindlichen Nutzung finden in der reformierten Kirche Trogen auch die meisten Anlässe (Proben, Einführungen, Konzerte und Aufzeichnungen) der Gesamtaufführung des Bachschen Vokalschaffens durch die [[J. S. Bach-Stiftung]] unter [[Rudolf Lutz]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Anderes: &amp;#039;&amp;#039;Die Pfarrkirche Trogen&amp;#039;&amp;#039;. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 1992.&lt;br /&gt;
* Joseph Killer: &amp;#039;&amp;#039;Die Werke der Baumeister Grubenmann – Eine baugeschichtliche und bautechnische Forschungsarbeit&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation. Eidg. Techn. Hochschule Zürich. Gebr. Leemann und Co., Zürich 1942. ({{doi|10.3929/ethz-a-000091759}})&lt;br /&gt;
* Andreas F. A. Morel: &amp;#039;&amp;#039;Andreas und Peter Anton Moosbrugger – Zur Stuckdekoration des Rokoko in der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Basel 1973.&lt;br /&gt;
* Heidi Eisenhut [et al.]: &amp;#039;&amp;#039;Eine Deutung des Chorgemäldes der reformierten Kirche Trogen.&amp;#039;&amp;#039; Traber, Wald 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reformierte Kirche (Trogen)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://kirchetrogen.ch/portrat/ Homepage der Evang.-Ref. Kirchgemeinde Trogen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=47.408212|EW=9.465392|type=landmark|region=CH-AR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk von Hans Ulrich Grubenmann|Trogen AR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1780er Jahren|Trogen AR, Reformierte Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rokokokirche|Trogen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk im Kanton Appenzell Ausserrhoden|Trogen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barocke Kirche|Trogen AR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche in der Evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell|Trogen AR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Kanton Appenzell Ausserrhoden|Trogen, Reformierte Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trogen AR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rokokobauwerk in der Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
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