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	<title>Reformierte Kirche Sils-Baselgia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T04:04:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reformierte_Kirche_Sils-Baselgia&amp;diff=1857528&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martin Sg.: /* Inneres */ präziser</title>
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		<updated>2026-01-12T12:06:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Inneres: &lt;/span&gt; präziser&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Sils- Kirche Baselgia im Winter.jpg|mini|Reformierte Kirche San Lurench (St. Lorenz), Sils-Baselgia, im Januar 2011]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;reformierte Kirche Sils-Baselgia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Sils im Engadin/Segl|Sils im Engadin]] ist ein [[evangelisch]]-[[Reformierte Kirche|reformiertes]] [[Kirche (Bauwerk)|Gotteshaus]] unter dem [[Denkmalschutz]] des [[Kanton Graubünden|Kantons Graubünden]]. Sie liegt direkt am [[Inn]] im gleichnamigen Dorfquartier (Baselgia heisst im [[Oberengadinische Sprache|Oberengadiner]] [[Bündnerromanisch|rätoromanischen]] Idiom Puter «Kirche»).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:San Lurench, Segl 8.jpg|mini|Ansicht von Nordosten, mit Chor und Sakristei]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals kommt der Ort [[Sils im Engadin/Segl]] als [[Sust]] an der [[Julierpass|Julierroute]] im karolingischen [[Urbar (Verzeichnis)|Urbar]] (um 831) vor. Eine Kirche in Sils – es muss sich um jene im Ortsteil Baselgia handeln – wird erstmals 1356 erwähnt, das [[Patrozinium]] St. [[Laurentius von Rom|Laurentius]] im Jahre 1598 (also erst nach der Reformation in Sils/Segl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baugeschichtliche Dokumente zum Bau der heutigen Kirche existieren nicht. Das bei geringer Höhe (4,10 Meter) verhältnismässig breite Schiff und die Form des Chorbogens lassen darauf schliessen, dass die Kirche in [[Spätromanik|spätromanischer]] Zeit errichtet wurde. Der Turm ist möglicherweise nachmittelalterlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erwin Poeschel |Titel=Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden |Hrsg=Gesellschaft für schweizerische Kunstgeschichte |Band=3 |Verlag=Verlag Birkhäuser |Ort=Basel |Datum=1940 |Seiten=405-406}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Chor wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts eingewölbt. Renovationen wurden in den Jahren 1750, 1834 und 1980 durchgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bolli&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ernst Bolli |url=https://www.refurmo.ch/ueber-uns/liegenschaften/sils/kirche-sils/segl-baseglia-san-lurench |titel=Kirche Sils/Segl Baselgia, San Lurench |werk=www.refurmo.ch |hrsg=Refurmo |datum=2017 |sprache=de |abruf=2022-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Äusseres ==&lt;br /&gt;
Die Kirche, umgeben vom Friedhof, ist ein schlichter Bau am still fliessenden Inn. Das Schiff, der eingezogene quadratische Chor mit Sakristei und der Turm sind wohlproportioniert. Das Schiff hat auf jeder Seite zwei, der Chor ein Fenster mit Stichbogenleibungen; der Eingang führt durch ein Rundbogenportal. Der Turm besitzt Rundbogenöffnungen auf zwei Geschossen und ist mit einem kegelförmigen Helm bekrönt. Turm- und Kirchendach sind mit Steinplatten bedeckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bolli&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneres ==&lt;br /&gt;
[[Datei:San Lurench, Segl 1.jpg|mini|Blick vom Schiff gegen den Chor: links die Orgel, rechts die Kanzel aus dem 17.&amp;amp;nbsp;Jh.]]&lt;br /&gt;
Der quadratische [[Chor (Architektur)|Chor]] ist vom Schiff um 6&amp;lt;sup&amp;gt;o&amp;lt;/sup&amp;gt; abgedreht und mit einem grätigen [[Kreuzgewölbe]] überdeckt, das auf profilierten [[Gesims|Gesimsen]] emporsteigt und am Scheitel mit einem Stuckmedaillon geziert ist. Der halbrunde Chorbogen ist ungefasst und besitzt keine [[Kapitell]]e. Die Fensterdisposition stammt aus dem 18. Jahrhundert: viereckig mit Stichbogenleibungen, im Chorschluss achteckig. Der Eingang ist rundbogig, ungefasst. Die Holzleistendecke des Schiffes ist neueren Datums.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poeschel 406&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erwin Poeschel |Titel=Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden |Hrsg=Gesellschaft für schweizerische Kunstgeschichte |Band=3 |Verlag=Verlag Birkhäuser |Ort=Basel |Datum=1940 |Seiten=406}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am rechten Rand des Chorbogens steht eine [[Kanzel]] (ohne [[Schalldeckel]]) aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts mit architektonischer Gliederung. Links befindet sich in der Ecke Chorbogenwand/Schiff die Orgel. An der Westwand ist eine [[Empore]] eingebaut. Das Fenster in der Mitte der [[Apsis]] zeigt eine Glasmalerei von [[Ernst Rinderspacher]] (1879–1949): Abnahme des Leichnams Jesu. Weitere zwei Glasmalereien vom selben Künstler befinden sich auf den Seitenfenstern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bolli&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Position der Kanzel rechts des Chors ist eher ungewöhnlich: In der Mehrzahl der reformierten Bündner Kirchen ist die Kanzel der linken Seite des Chors vorangestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orgel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:San Lurench, Segl 3.jpg|mini|Die heutige [[Orgelbau Kuhn|Kuhn]]-Orgel steht in der Nordostecke des Schiffes]]&lt;br /&gt;
1968 ersetzte eine Orgel von Orgelbau Maag AG, Zürich ein Harmonium. Diese Maag-Orgel (Werk 34) war ein [[Windlade#Multiplexsystem|Multiplexsystem]], d.&amp;amp;nbsp;h. aus &amp;#039;&amp;#039;einer&amp;#039;&amp;#039; Pfeifenreihe werden &amp;#039;&amp;#039;mehrere&amp;#039;&amp;#039; [[Register (Orgel)|Register]] in verschiedenen Tonhöhen herangezogen. Diese Orgel stand zunächst vorne gegenüber der Kanzel; später wurde das Instrument in die Ecke neben der Kirchentüre versetzt (siehe Foto von 2010, unten in Galerie). Die Orgel hatte zwei [[Manual (Musik)|Manuale]], [[Pedal (Orgel)|Pedal]] und drei Stammreihen, aus denen 14 Register gezogen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2015 wurde diese Orgel durch ein Instrument von [[Orgelbau Kuhn]] aus dem Jahr 1970 ersetzt. Es fand wieder – wie früher – seinen Platz gegenüber der Kanzel an der Nordwand des Schiffes. Dieses Instrument mit mechanischer [[Traktur]] verfügt über ein Manual, Pedal und sieben Register mit geteilter [[Schleiflade]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jutta Kneule |url=https://baselgias-engiadinaisas.ch/Dokumente-und-Bibliothek/ |titel=Orgeln im Engadin - Geschichte und Gegenwart (überarbeitete Fassung 2020) |werk=Baselgias Engiadinaisas |hrsg=Walter Isler |datum=2021 |sprache=de |abruf=2022-10-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glocken ==&lt;br /&gt;
In der nur schwer zugänglichen [[Glockenstube]] hängen an Holzbalken zwei elektrisch angetriebene Glocken:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Batz |Titel=Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graubünden |Hrsg=Hans Batz |Band=1 |Verlag=Casanova Druck und Verlag AG |Ort=Chur |Datum=2003 |ISBN=3-85637-287-3 |Seiten=11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die grössere Glocke hat einen Durchmesser von 72&amp;amp;nbsp;cm; sie ist ca. 220&amp;amp;nbsp;kg schwer. Die Inschrift lautet: * SI DEUS PRO NOBIS QUIS CONTRA NOS. SOLI DEO GLORIA - GOSS MICH JOHANN SCHMID A GRUEN(ECK) BURGER IN CHUR 1763. NICOLAUS ZAFFIUS CIVIS ET TRIBUNUS CURIAE ET MUNICEPS IN SILS FUSUAE HUYUS CAMPANAE DIRECTOR *. Ferner sind die Namen von sechs Gemeinde- und Kirchenvorstehern verzeichnet.&lt;br /&gt;
* Die kleinere Glocke hat einen Durchmesser von 63&amp;amp;nbsp;cm und ein Gewicht von ca. 150&amp;amp;nbsp;kg. Sie trägt die Inschrift: + LUCAS &amp;lt;sup&amp;gt;.&amp;lt;/sup&amp;gt; MARCUS &amp;lt;sup&amp;gt;.&amp;lt;/sup&amp;gt; MATHEUS &amp;lt;sup&amp;gt;.&amp;lt;/sup&amp;gt; JOHANNES &amp;lt;sup&amp;gt;.&amp;lt;/sup&amp;gt; ANNO &amp;lt;sup&amp;gt;.&amp;lt;/sup&amp;gt; DOMINI MCCCCXLVI (1446) +.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poeschel 406&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glocke von 1446 ist die älteste datierte Kirchenglocke im [[Oberengadin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchliche Organisation ==&lt;br /&gt;
Kirchlich gehörte Sils/Segl im Mittelalter zu Sankt Mauritius / St. Moritz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Annemarie Schwarzenbach |Titel=Beiträge zur Geschichte des Oberengadins im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit |Hrsg=Universität Zürich - Dissertation |Verlag=Diss.-Druckerei A.-G. Gebr. Leemann &amp;amp; Co. |Ort=Zürich |Datum=1931 |Seiten=85}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wann sich Sils/Segl von St. Moritz trennte, ist nicht mit Bestimmtheit zu ermitteln; jedenfalls erschien Sils schon 1550 als eigene Pfarrei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arnold Nüscheler |Titel=Die Gotteshäuser der Schweiz |Hrsg=Zürcherische antiquarische und schweizerische geschichtsforschende Gesellschaft |Band=Erstes Heft - Bisthum Chur |Verlag=Druck und Verlag von Orell, Füssli und Comp. |Ort=Zürich |Datum=1864 |Seiten=123}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1552 trat Sils unter [[Pietro Paolo Vergerio]] zum evangelischen Glauben über.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Berger |Titel=Bündner Kirchengeschichte |Hrsg=Evangelischer Kirchenrat Graubünden |Band=2. Teil - Die Reformation |Verlag=Verlag Bischofberger A |Ort=Chur |ISBN=3-905174-02-2 |Seiten=103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sils/Segl war kirchgemeindlich fusioniert mit [[Silvaplana]] und [[Champfèr]] und gehörte in der [[Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden|Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden]] zum [[Kolloquium (Graubünden)|Kolloquium VII &amp;#039;&amp;#039;Engiadin&amp;#039;Ota-Bregaglia-Poschiavo-Sursès&amp;#039;&amp;#039;]]. Seit 2017 gehört Sils/Segl zur Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Oberengadin (romanisch: &amp;#039;&amp;#039;Baselgia evangelica-refurmeda Engiadin&amp;#039;Ota&amp;#039;&amp;#039;), umgangssprachlich &amp;#039;&amp;#039;Refurmo&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 San Lurench, Segl 6.jpg|Ansicht von Südwesten mit Eingangsportal&lt;br /&gt;
 Sils - Kirche Baselgia, Inn.jpg|Ansicht von Nordwesten, von der Brücke über den Inn (Januar 2011)&lt;br /&gt;
 San Lurench, Segl 4.jpg|Chorfenster mit Glasmalerei von [[Ernst Rinderspacher]]: Kreuzesabnahme des Leichnams Jesu&lt;br /&gt;
 Kirche Sils Baselgia Innenansicht.jpg|Blick vom Chor gegen den Eingang, mit der alten Maag-Orgel (2010)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Baselgia refurmeda San Luregn, Sils|Reformierte Kirche Sils-Baselgia|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.refurmo.ch/home Homepage der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Oberengadin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=46.43461 |EW=9.75506 |type=landmark |region=CH-GR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche in der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden|Sils im Engadin, Reformierte Kirche Sils-Baselgia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sils im Engadin/Segl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laurentiuskirche|Sils im Engadin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgut von regionaler Bedeutung im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Kanton Graubünden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Sg.</name></author>
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