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	<title>Reformburschenschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T09:49:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reformburschenschaft&amp;diff=1623645&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: so gehts auch und passt zum Lemma</title>
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		<updated>2020-03-06T18:05:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;so gehts auch und passt zum Lemma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reformburschenschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten sich seit den 1880er Jahren mehrere [[Studentenverbindungen]], die sich auf das Erbe der [[Urburschenschaft]] beriefen, sich aber von den bestehenden [[Burschenschaften]] abgrenzen wollten. Die Reformburschenschaften bezogen sich stärker als diese auf das liberal-demokratische Erbe der Urburschenschaft und kritisierten viele Traditionen anderer Burschenschaften als unzeitgemäß oder unburschenschaftlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformburschenschaften waren in den [[Korporationsverband|Korporationsverbänden]] [[Allgemeiner Deutscher Burschenbund]] (ADB) und [[Verband Deutscher Burschen]] (VDB) zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konrad Küster.jpg|miniatur|hochkant|[[Konrad Küster (Mediziner)|Konrad Küster]]]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Geschichte der Studentenverbindungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Reichsgründung|Reichsgründung]] 1871 wurde innerhalb der reichsdeutschen Burschenschaften das alte Ziel der Burschenschaft, die deutsche Einheit, vielfach als erreicht betrachtet. Die Burschenschaften näherten sich daraufhin den [[Corps]] an und stellten korporative Gesichtspunkte stärker in den Mittelpunkt. Einzelne Burschenschaften wandelten sich sogar in Corps um. 1881 wurde der &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Deputierten Convent&amp;#039;&amp;#039; (ADC) als burschenschaftlicher Verband gegründet, der seit 1902 [[Deutsche Burschenschaft]] (DB) heißt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reformbewegung innerhalb der Burschenschaften richtete sich in dieser Zeit zum einen gegen die Angleichung der Burschenschaften an die Corps, zum anderen aber auch gegen die zunehmende Zersplitterung der deutschen Studentenschaft. Auch die Bestimmungsmensur und ein übertriebener [[Comment]] wurden als unburschenschaftlich abgelehnt. Die Burschenschaften sollten sich stattdessen wieder stärker auf [[Sittlichkeit|sittliche]] Ziele besinnen, [[Toleranz]] zeigen und sich die Vereinigung der Studentenschaft in einer allgemeinen Burschenschaft zum Ziel setzen. In seiner &amp;#039;&amp;#039;Tivoli-Rede&amp;#039;&amp;#039; vom 21. Januar 1883 stellte der Burschenschafter [[Konrad Küster (Mediziner)|Konrad Küster]] drei zentrale Forderungen zur Reform der Burschenschaften auf:&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Kraussmüller, Ernst Anger: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Allgemeinen Deutschen Burschenbundes (ADB) 1883–1933 und das Schicksal der ehemaligen ADB-Burschenschaften.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historia Academica&amp;#039;&amp;#039; 28, Gießen 1989. S. 31–43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Abschaffen der [[Duell|Säbel- und Pistolenduelle]] sowie der [[Mensur (Studentenverbindung)|Bestimmungs- und Verabredungsmensuren]] und deren Ersatz durch obligatorische Schiedsgerichte;&lt;br /&gt;
# Üben von [[Toleranz]] als Zeichen hoher Bildung und selbstbewußter Stärke;&lt;br /&gt;
# Überparteiliche Betätigung im nationalen Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich die Burschenschaften des ADC allen Reformbestrebungen  – insbesondere der Aufgabe der Bestimmungsmensur – gegenüber abgeneigt zeigten, entwarfen Konrad Küster und [[Eugen Wolff (Literaturwissenschaftler)|Eugen Wolff]] gemeinsam ein Programm für eine neu zu begründende „Reformburschenschaft“. Als erste Reformburschenschaft wurde am 5. Mai 1883 in Berlin die Burschenschaft Neogermania (heute [[Bonner Burschenschaft Germania]]) gegründet. Im Laufe des Jahres 1883 entstand eine Reihe von weiteren „Reformburschenschaften“, die Opposition gegen die Situation der Burschenschaft bezogen, und sich noch im selben Jahr zum Allgemeinen Deutschen Burschenbund (ADB) zusammenschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Christliche Studentenverbindung|christlichen Motiven]] nichtschlagende Reformburschenschaften um [[Burschenschaft Alemannia Leipzig|Alemannia Leipzig]], Adelphia Gießen und Marcomannia Frankfurt gründeten 1920 den Verband Deutscher Burschen (VDB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem [[Gleichschaltung]]sdruck der Nationalsozialisten ging der ADB 1934 in der DB auf. Der VDB sollte mit dem [[Schwarzburgbund]] (SB) fusionieren, wozu es jedoch nicht mehr kam. 1935 wurden DB und VDB aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nach dem Krieg wiedergegründete VDB löste sich bald wieder auf. Die noch existierenden ehemaligen VDB-Burschenschaften sind heute entweder verbandsfrei oder Mitglied im SB. Der ADB erstand nicht neu; die Mehrzahl der früheren ADB-Burschenschaften schloss sich der 1950 wiedergegründeten DB an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Progress (Studentenbewegung)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Burschenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gunnar Auth: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des VDB&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Friedhelm Golücke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[GDS-Archiv]] für Hochschul- und Studentengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 8, SH-Verlag, Köln 2006. ISBN 3-89498-167-9.&lt;br /&gt;
* Hans-Georg Balder: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Deutschen Burschenschaft&amp;#039;&amp;#039;. WJK, Hilden 2006. ISBN 3-933892-25-2.&lt;br /&gt;
* [[Georg Heer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Deutschen Burschenschaft. Band 4. Die Burschenschaft in der Zeit der Vorbereitung des zweiten Reiches, im zweiten Reich und im Weltkrieg. Von 1859 bis 1919.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 1977. ISBN 3-533-01348-0.&lt;br /&gt;
* Helmut Kraussmüller, Ernst Anger: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Allgemeinen Deutschen Burschenbundes (ADB) 1883–1933 und das Schicksal der ehemaligen ADB-Burschenschaften.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historia Academica&amp;#039;&amp;#039; 28, Gießen 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporationsart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentengeschichte (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentengeschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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