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	<title>Reformator - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T11:48:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reformator&amp;diff=18405&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diopuld: /* Einzelnachweise */ LCCN</title>
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		<updated>2025-04-23T20:43:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; LCCN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Person der Reformationsgeschichte. Zum deutschen Fernsehfilm von 1968 siehe [[Der Reformator]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Urban Rieger.jpg|mini|hochkant|[[Urbanus Rhegius]], * 1489 †&amp;amp;nbsp;1541, ein in Süd- und Norddeutschland aktiver Reformator]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Menno Simonsz.gif|mini|hochkant|Menno Simons, ein in den Niederlanden und Norddeutschland aktiver Reformator]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reformator&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in der [[Geschichtswissenschaft]] und [[Theologie]] eine Person der [[Christentumsgeschichte|Kirchengeschichte]], die bei der Gründung und Ausformung der [[evangelisch]]en [[Kirche (Organisation)|Kirchen]] während der [[Reformation]] mitwirkte. Die Verwendung ist im Allgemeinen an die Reformationsgeschichte gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der Reformation hielt man es nicht für nötig, die Männer zu definieren, die den [[Liste von Reformatoren|Reformatoren]] zuzuordnen waren. Erst als das Wesen der Reformation in seiner Komplexität nicht mehr verständlich vermittelbar war, benötigte man ein Maß, nach dem ein Reformator bestimmbar wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Reformatoren [[Martin Luther]], [[Philipp Melanchthon]], [[Huldrych Zwingli]], [[Martin Bucer]] und [[Johannes Calvin]] leisteten [[Matthäus Alber]], [[Jakob Andreae]], [[Johannes Brenz]], [[Johannes Bugenhagen]], [[Heinrich Bullinger]], [[Martin Chemnitz (Theologe)|Martin Chemnitz]], [[Jacob Heerbrand]], [[Gottschalk Kruse]], [[Joachim Mörlin]], [[Andreas Osiander]], [[Urbanus Rhegius]], [[Nikolaus Selnecker]] sowie evangelisch gesinnte Fürsten wie etwa [[Georg III. (Anhalt-Dessau)|Georg von Anhalt]] oder [[Philipp I. (Hessen)|Philipp I. von Hessen]] einen wesentlichen Beitrag zur Durchführung der Reformation.&lt;br /&gt;
Für die außerhalb des territorialen Protestantismus stehenden Reformatoren wie [[Thomas Müntzer]] und [[Andreas Bodenstein]] wurde der Begriff [[Radikale Reformation|Radikale Reformatoren]] geprägt. Hierzu werden auch spiritualistische Reformatoren wie [[Kaspar Schwenckfeld]] und täuferische Reformatoren wie [[Balthasar Hubmaier]] und [[Menno Simons]] hinzugerechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor= |Titel= Radikale Reformatoren. 21 biographische Skizzen von Thomas Müntzer bis Paracelsus|Herausgeber= [[Hans-Jürgen Goertz]]| Verlag= |Ort= München |Jahr= 1978|ISBN=|Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturgeschichte ==&lt;br /&gt;
Erstmals versuchte [[Matthias Flacius]] die Thematik in seinem „Catalogus Testium veritatis“ 1570 anzugehen, als er die Kontinuität der Kirche beweisen wollte. In [[Basel]] verfasste [[Théodore de Bèze]] Kurzbiographien, die 1580 unter dem Titel „Icones“ in [[Genf]] erschienen. Kurz darauf kam in [[Amsterdam]] eine weiter vervollständigte Sammlung heraus. [[Melchior Adam]] schrieb mit „Vitae theologorum germanicorum“ 1618 in [[Heidelberg]] für die damalige Zeit das wichtigste Werk auf diesem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert mehrten sich die Lexika allgemeiner und spezifischer Art wie zum Beispiel das „Ketzerlexikon“ von B.P. Fritz, das „Konzilienlexikon“ von M. Diesch, die [[Realenzyklopädie für protestantische Theologie und Kirche]] und der [[Allgemeine Deutsche Biographie|Allgemeinen Deutschen Biographie]] etc. die hier nur vertretend genannt werden sollen. Diese Tendenz setzte sich im 20. Jahrhundert z.&amp;amp;nbsp;B. mit der [[Neue Deutsche Biographie|Neuen Deutschen Biographie]], der [[Theologische Realenzyklopädie]] und [[Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon]] fort, die einen größeren Teil von Personen der Kirchengeschichte fassten und die eine Zuordnung der Reformatoren darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder wurde in diverser Fachliteratur wie [[Carl Ullmann]]s „Die Reformatoren vor der Reformation“ versucht, die Bezeichnung der Reformatoren als weitläufigen Ordnungsbegriff zu sehen, der Reformen als Maßstab zur Bewertung weitläufiger auslegen sollte. Jedoch setzte sich jene Tendenz nicht durch. Denn der Begriff des Reformators wird von der speziellen [[Reform]] der &amp;#039;&amp;#039;Reformation&amp;#039;&amp;#039; getragen, die sich in einem festgelegten Rahmen bewegt. Eine &amp;#039;&amp;#039;Reform&amp;#039;&amp;#039; ist zwar eine planmäßige und schrittweise Veränderung beziehungsweise Verbesserung gesellschaftlicher Verhältnisse, jedoch wird die Reform der Reformationszeit in einem zeitlich begrenzten Rahmen gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder gab es daher Bestrebungen eine spezifisch zuordnende [[Prosopographie]] auszuarbeiten. [[Robert Stupperich]] veröffentlichte 1984 sein Reformatorenlexikon und fasste den Kreis der als Reformator bestimmbaren Personengruppe weitgehend zusammen. Grundsätzlich schloss er dabei die oft fälschlicherweise als (Vor-)Reformatoren bezeichneten Reformer wie zum Beispiel [[John Wyclif]] und [[Jan Hus]] aus und schaffte damit eine feste Orientierung zu der Thematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aspekte zur Begriffsbildung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zentralbibliothek Zürich - Effigies praecipuorum illustrium atque praestantium aliquot theologorum - 000008283 cropped.jpg|mini|Fiktive [[Disputation]] zwischen führenden Reformatoren und Vertretern der katholischen Kirche, umringt von wichtigen Reformatoren. Auf der linken Seite des Tisches sitzend: Luther, Zwingli, Calvin, Melanchthon, Bugenhagen und Oecolampad.&lt;br /&gt;
Radierung, 1650, &amp;#039;&amp;#039;[[Zentralbibliothek Zürich]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Bei der Bildung des Begriffs Reformator wird im Allgemeinen das Wirken für die Reformation zum entscheidenden Kriterium. Aus dem Verständnis der Reformation ergibt sich daher eine zeitliche Grenze, die mit der Veröffentlichung der [[95 Thesen]] beginnt und mit dem Abschluss des Konfessionsbildungsprozesses (das heißt die Zeit zwischen dem [[lutherisch]]en [[Konkordienbuch]] 1580 und der [[Reformierte Kirche|reformierten]] [[Dordrechter Synode]] 1618/19) endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation war kein ausschließlich auf die Kirche beschränkter Vorgang, sondern eine Bewegung, die sich über die Gesamtheit aller Lebensbereiche erstreckte. Sie durchdrang daher im Kern die gesamte kirchliche und politische Bewegung und drang in alle Lebensbereiche ein. Deshalb wird die Reformation auch als kirchenpolitische Reformation bezeichnet. Des Weiteren breitete sich die Reformation schnell über die Grenzen der alten deutschen Staaten aus. Möchte man alle reformistischen Persönlichkeiten mit der Bezeichnung Reformator versehen, verschöben sich die Grenzen der Definition, so dass hier eine Begrenzung bei der Begriffsbildung stattfinden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Hauptvertreter der Reformation, über die es keinen Zweifel gibt, dass sie Reformatoren sind, erkennt man, dass es sich vorrangig um theologische Vertreter handelt. Melanchthon bildet hierbei als Reformator des Schulwesens eine prägnante Ausnahme. Leitet man im Bezug zu den zweifelsfreien Reformatoren eine Formulierung ab zu den Reformatoren, ergibt sich der sensitive Kontext, dass zu den Reformatoren jene zu zählen sind, die im Auftrag der großen Initiatoren die Verkündigung in Predigt und Unterricht weitergetrieben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig trifft man auch auf das Argument, dass die Reformation auch eine kirchenpolitische Reform war und daher die politischen Größen der Reformationszeit mit einzuschließen sind. Es ist zweifellos, dass Regenten und ihre Vertreter maßgeblich an der Reformation mitgewirkt haben. Oft haben sie die Weichen gestellt, so dass ohne ihre fördernde Kraft die Reformation nicht möglich gewesen wäre. Jedoch sollte man auch bedenken, dass dies nicht aus der theologischen Einstellung im reformistischen Sinne entstanden ist, sondern dabei vor allem dem Eigennutz nahestehende Beweggründe nahe liegen. Nicht zuletzt lehnte Luther eine Politisierung seiner theologischen Lehre ab. Daher können Regenten und politische Größen nicht als Reformatoren im eigentlichen Sinne betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Nordwesten aufkommende „terminus Semilutheranismus“ zeigt schließlich, dass es Gruppen gab, die zwar vom Geist der Reformation berührt waren, aber doch nicht zur Reformation durchgedrungen sind. Die Reformation war eine Bewegung der christlichen Kirche und nicht gleichzusetzen beispielsweise mit dem [[Humanismus]], der sich nicht auf den einzelnen Menschen bezog, sondern auf die Gesamtheit aller Lebensbereiche erstreckte. Daher können solche Randerscheinungen im Zusammenhang mit den Reformatoren nur vereinzelt benannt werden, wenn sie in einer anderen Beziehung bedeutsam gewesen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probleme des Begriffs ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Da die Begriffsbezeichnung scheinbar recht eng gefasst wurde, erscheint es häufig schwierig, eine fachgerechte Zuordnung des Begriffs durchzuführen. In der Regel werden damit Theologen bezeichnet, die in ihren Amtsbereichen die evangelische Lehre während der Reformationszeit eingeführt haben. Bewährt hat sich bei der Zuordnung des Begriffs, dass es sich um Personen handelt, die an den kirchenpolitischen Ereignissen wie zum Beispiel an der [[Wittenberger Konkordie]], dem [[Reichstag zu Augsburg#1530|Reichstag zu Augsburg 1530]] etc., auf der Seite der evangelischen Theologen beteiligt waren. Einzig dort, wo der Grundaspekt zur theologischen Umsetzung der Reformation verschwimmt, können Personen den Reformatoren zugeordnet werden, wenn sie aus der theologischen Notwendigkeit prägend an den Ereignissen der Reformationsgeschichte mitwirkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Reformatoren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kurt Aland]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Reformatoren. Luther – Melanchthon – Zwingli – Calvin, mit einem Nachwort zur Reformationsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;; Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 1980&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;; ISBN 3-579-03964-4&lt;br /&gt;
* [[Robert Stupperich]]: &amp;#039;&amp;#039;Reformatorenlexikon&amp;#039;&amp;#039;; Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 1984; ISBN 3-579-00123-X&lt;br /&gt;
* Carl Ullmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Reformatoren vor der Reformation&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bde.; Hamburg 1842&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;; Gotha 1866&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reformers|Reformatoren}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4177347-0}}&lt;br /&gt;
* [https://mateo.uni-mannheim.de/camenaref/adam/adam4/adamvitae4.html &amp;#039;&amp;#039;Vitae Germanorum Theologorum&amp;#039;&amp;#039; Online-Version]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4177347-0|LCCN=sh85112255}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformator| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Christentum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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