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	<title>Reform - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gesetzesfreak: Link gesetzt. Sprachlich korrigiert.</title>
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		<updated>2026-02-22T19:32:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link gesetzt. Sprachlich korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reform&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gebildet aus lat. &amp;#039;&amp;#039;re&amp;#039;&amp;#039;: zurück und &amp;#039;&amp;#039;formare&amp;#039;&amp;#039;: bilden, gestalten; zusammengesetzt etwa: Wiederherstellung), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reformierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reformation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet eine planvolle Umgestaltung bestehender Verhältnisse, [[System]]e, Ideologien oder Glaubenslehren in Politik, Religion, Wirtschaft oder Gesellschaft. Sie wird häufig als [[Antonym|Gegenwort]] zur [[Revolution]] eingesetzt, die für schneller ablaufende Entwicklungen beziehungsweise für Änderungen mit radikalerem Wandel steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort erscheint schon in den Paulus-Briefen der [[Bibel]], später auch in dem Zusammenhang mit der kirchlichen evangelischen [[Reformation]] zur Zeit [[Martin Luther]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religiöse und kirchliche Reformen ==&lt;br /&gt;
Eine [[Reform (Religion)|religiöse Reform]] richtet sich auf die Reform der Glaubenslehre. Zu unterscheiden davon ist eine Reform der Organisation einer Religionsgemeinschaft, die allerdings oft die Folge einer Reform der Glaubenslehre ist. Schon früh gab es in der Kirchengeschichte Bewegungen der steten Erneuerung festgefahrener Formen, etwa was das einhalten von Ordensregeln in den Ordensgemeinschaften betraf.  Ein beispielhaftes Reformkloster war etwa die [[Abtei Cluny]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische und soziale Reformen in der Geschichte ==&lt;br /&gt;
Einschneidende gesellschaftliche Veränderungen bezeichnet man schon für die Zeit der [[Römische Republik|Römischen Republik]] als Reformen. Die [[Gracchische Reform|Gracchische Landreform]] scheiterte in zwei Anläufen 133 und 121 v. Chr., [[Gaius Marius|Marius]] war hingegen mit seiner [[Gaius Marius#Heeresreform (104–102 v. Chr.)|Marianischen Heeresreform]] 107 v. Chr. erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte historische Beispiele für Reformen in Deutschland sind die [[Preußische Reformen|Preußischen Reformen]], die [[Lebensreform]]-Bewegung, die aus Reformbewegungen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Linse]]: &amp;#039;&amp;#039;Sexualreform und Sexualberatung.&amp;#039;&amp;#039; In: Diethart Kerbs, Jürgen Reulecke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Reformbewegungen 1880–1933.&amp;#039;&amp;#039; Wuppertal 1998, S. 211–226.&amp;lt;/ref&amp;gt; hervorgegangene [[Sexualreform]], Reformen an Universitäten&amp;lt;ref&amp;gt;A. Thorbecke: &amp;#039;&amp;#039;Statuten und Reformationen der Universität Heidelberg vom 16. bis 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Schulen ([[Bildungsreform]]en), die [[Otto von Bismarck|Bismarckschen]] [[Sozialreform]]en (damit teilweise zusammenhängend die &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Reform&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Witte: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Reform (1848/49).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1221 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erwin Heinz Ackerknecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Medizinalreform von 1848.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Leipzig 1931; auch in: &amp;#039;&amp;#039;(Sudhoffs) Archiv für Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 25, 1932, S. 61–109 und 113–182.&amp;lt;/ref&amp;gt;), die verschiedenen [[Währungsreformen in Deutschland]], die [[Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996]] und die Arbeitsmarkt-Reformen im Rahmen der [[Agenda 2010]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In autoritären Regimen fordern [[Dissident]]en häufig Reformen, bevor diese von den Regierungen angestrebt werden. &amp;#039;&amp;#039;[[Glasnost]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Perestroika]]&amp;#039;&amp;#039; standen als Begriffe für [[Michail Sergejewitsch Gorbatschow|Michail Gorbatschow]]s Reformen in der [[Sowjetunion]] vor dem Umbruch von 1989 und nach den Reformen der [[Entstalinisierung]] unter [[Nikita Sergejewitsch Chruschtschow|Nikita Chruschtschow]]. In der [[Volksrepublik China]] bedeuteten die Einrichtung von [[Sonderwirtschaftszone]]n und [[Privateigentum]] nach dem Tod [[Mao Zedong]]s wirtschaftliche Reformen (→&amp;amp;nbsp;[[Geschichte der Volksrepublik China#Wirtschaftsreformen und Öffnung|Geschichte Chinas: Wirtschaftliche Modernisierung (seit 1978)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der politischen Diskussion in Deutschland sprechen die [[Politische Partei|politischen Parteien]] oft von Reformen. Damit drücken sie aus, dass sie die bestehenden Verhältnisse gemäß ihren [[Parteiprogramm]]en umzugestalten wünschen. Beispiele für Reformbestrebungen der jüngsten Vergangenheit betreffen etwa die [[Arbeitsmarktpolitik]] (→&amp;amp;nbsp;[[Hartz-Konzept]]) und die [[Steuerreform#Steuerreformen in Deutschland|Steuerpolitik]] (→&amp;amp;nbsp;[[Ökologische Steuerreform]] der [[Rot-grüne Koalition|rot-grünen Koalition]] der [[Kabinett Schröder II|Regierung Schröder]]), oder die [[Gesundheitspolitik]] (→&amp;amp;nbsp;[[Gesundheitsreform in Deutschland#Die Gesundheitsreform 2007|Gesundheitsreform 2007]] der [[Große Koalition#Große Koalition 2005–2009|Großen Koalition]] mit dem [[Kabinett Merkel I]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontrovers diskutiert wird die These, dass die Politik in Deutschland an [[Immobilismus]] oder [[Reformstau]] leide.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred G. Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Das politische System der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; S. 112&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der damalige Bundespräsident [[Roman Herzog]] rief in seiner [[Roman Herzog#Berliner Rede 1997|Berliner Rede 1997]] dazu auf, dass ein „Ruck durch Deutschland“ gehen müsse und warb so für Reformbereitschaft bei der deutschen Gesellschaft und Politik. [[Thomas Straubhaar]] und andere erklären das Ausbleiben als notwendig erachteter Reformen mit den damit verbundenen Risiken und Kosten, denen offene Ergebnisse und häufig unerkannt bleibende positive Wirkungen gegenüber stünden.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftspolitik für Politologen.&amp;#039;&amp;#039; S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Agrarreform]]&lt;br /&gt;
* [[Bodenreform]]&lt;br /&gt;
* [[Bundeswehrreform]]&lt;br /&gt;
* [[Föderalismusreform]]&lt;br /&gt;
* [[Gebietsreform]]&lt;br /&gt;
* [[Gesundheitsreform]]&lt;br /&gt;
* [[Hochschulreform]]&lt;br /&gt;
* [[Steuerreform]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ralph Bollmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Reform. Ein deutscher Mythos.&amp;#039;&amp;#039; wjs, Berlin 2008, ISBN 3-937989-43-9.&lt;br /&gt;
* Yvonne Heiniger, Thomas Straubhaar, Hans Rentsch u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Ökonomik der Reform. Wege zu mehr Wachstum in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Orell Füssli, Zürich 2004, ISBN 3-280-05046-4.&lt;br /&gt;
* [[Hans Peter Grüner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Preis der Arbeitsmarktreform.&amp;#039;&amp;#039; Wirtschaftsdienst, März 2002, 141–144.&lt;br /&gt;
* Hans Peter Grüner: &amp;#039;&amp;#039;Demokratie, Reform und Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Wirtschaftsdienst, 2007, 87, 567–570.&lt;br /&gt;
* [[Diethart Kerbs]], [[Jürgen Reulecke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Reformbewegungen 1880–1933.&amp;#039;&amp;#039; Wuppertal 1998.&lt;br /&gt;
* [[Susan Richter]], Thomas Maissen, Manuela Albertone (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Languages of Reform in the Eighteenth Century. When Europe lost its fear of change&amp;#039;&amp;#039;. London 2019 (Routledge Research in Early Modern History). ISBN 978-1-032-08759-7&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Schödlbauer]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.iablis.de/iablis_t/2007/schoedlbauer07.html Was geht. Anmerkungen zur Reformgesellschaft]&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Warum Reformen scheitern. Die Kultur der Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Manutius-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-934877-61-0.&lt;br /&gt;
* Doreen Spörer: &amp;#039;&amp;#039;Regierungssysteme und Reformen. Studien zur neuen politischen Ökonomie.&amp;#039;&amp;#039; VS, Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-15034-0 (zugl. Dissertation, Universität Konstanz 2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* Andreas Frings: [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2906 &amp;#039;&amp;#039;Tagungsbericht Reformen. Grenzen und Möglichkeiten herrschaftlicher Steuerung durch institutionellen Wandel von der Antike bis zur Gegenwart. 5. November 2009–7. November 2009, Mainz&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[H-Soz-u-Kult]], 17. Dezember 2009.&lt;br /&gt;
* DFG Sonderforschungsbereich „Political Economy of Reforms“: http://reforms.uni-mannheim.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4115716-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reform| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gesetzesfreak</name></author>
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