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	<title>Refeeding-Syndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T13:03:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Refeeding-Syndrom&amp;diff=1450113&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A00:A200:0:E00:0:0:0:2D0: /* Prophylaxe und Behandlung */</title>
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		<updated>2025-03-27T16:56:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Prophylaxe und Behandlung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Refeeding-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (RFS) fasst man eine Gruppe teils lebensbedrohlicher Symptome zusammen, die durch rasche Zufuhr normaler Nahrungsmengen nach langer Zeit der Unterernährung hervorgerufen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizingeschichte ==&lt;br /&gt;
Im [[1. Jahrhundert]] n. Chr. dokumentierte der römisch-jüdische Historiker [[Flavius Josephus]] den [[Verhungern|Hungertod]] jüdischer Häftlinge in römischer Gefangenschaft. Einige der Gefangenen konnten der römischen Besatzungsmacht entfliehen. Wieder in Freiheit gelangt, überaßen sie sich und verstarben kurze Zeit später. Der Historiker beschrieb, dass vor allem jene verstarben, die sich den Bauch vollschlugen. Jene aber, die ihren Appetit zügelten, entkamen dem Tod.&amp;lt;ref&amp;gt;Li Doa, Peter E. Ballmera, Maya Rühlina: &amp;#039;&amp;#039;Die Komplexität des Refeeding-Syndroms.&amp;#039;&amp;#039; Swiss medical forum – Schweizerische Medizin-Forum (2017) 17(24):524 [https://medicalforum.ch/article/doi/smf.2017.02975 medicalforum.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. P. Knochel: &amp;#039;&amp;#039;Phosphorus.&amp;#039;&amp;#039; In: Maurice E. Shils, Moshe Shike, A. Catharine Ross, Benjamin Caballero, Robert J. Cousins: &amp;#039;&amp;#039;Modern Nutrition in Health and Disease.&amp;#039;&amp;#039; Tenth Edition. Lippincott Williams &amp;amp; Wilkins, Philadelphia 2006, ISBN 978-0-7817-4133-0, S.&amp;amp;nbsp;211–221.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals genauer medizinisch beschrieben wurde dieses Phänomen bei der [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges#Alliierte in japanischem Gewahrsam|Befreiung aus japanischer Kriegsgefangenschaft]] und der Befreiung nationalsozialistischer [[Konzentrationslager]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Es spielt aber auch heutzutage beispielsweise bei der Behandlung der [[Anorexia nervosa]] eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathophysiologie ==&lt;br /&gt;
Bedingt durch die [[Mangelernährung|Mangelversorgung]] des Organismus mit [[Glukose]], dem wichtigsten Energieträger, beginnt der Körper in Zeiten der Unterernährung, seinen Energiebedarf größtenteils mittels Fettverbrennung ([[Lipolyse]]) zu decken. Damit verbunden ist ein Anstieg der freien Fettsäuren im Blut, aber auch eine Abnahme der Glukose- und [[Insulin]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;konzentration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfügt der Organismus nach dieser Umstellung plötzlich wieder über genügend Glukose, reagiert er mit der Einstellung der Lipolyse und einer erhöhten Insulinausschüttung, um die im Blut befindliche Glukose in die Zellen zu befördern. Damit verbunden ist auch ein Anstieg der [[Kalium]]-, [[Magnesium]]- und [[Phosphat]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;konzentration intrazellulär mit einem entsprechenden Abfall der Konzentrationen außerhalb der Zellen (und im Blut). Bedingt durch das so entstandene Ungleichgewicht der intra- und extrazellulären Elektrolytkonzentrationen kommt es zu den beschriebenen Symptomen.&amp;lt;ref&amp;gt;Li Doa, Peter E. Ballmera, Maya Rühlina: &amp;#039;&amp;#039;Die Komplexität des Refeeding-Syndroms.&amp;#039;&amp;#039; Swiss medical forum – Schweizerische Medizin-Forum (2017) 17(24):523–528 [https://medicalforum.ch/article/doi/smf.2017.02975 medicalforum.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptomatik ==&lt;br /&gt;
In der Regel manifestieren sich die klinischen Symptome des Refeeding-Syndroms innerhalb der ersten vier Tage nach Wiederaufnahme einer physiologischen Ernährung. Die klassischen Zeichen sind Wassereinlagerungen im Gewebe ([[Ödem]]e), akutes [[Herzinsuffizienz|Herzversagen]] und ein akuter [[Thiamin|Vitamin-B-1]]-Mangel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;korbonits&amp;quot;&amp;gt;M. Korbonits, D. Blaine, M. Elia, J. Powell Tuck: &amp;#039;&amp;#039;Metabolic an hormonal changes during the refeeding period of prolonged fasting.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eur J Endocrin.&amp;#039;&amp;#039; 157, 2007, S.&amp;amp;nbsp;157–166.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bedingt durch die Tatsache, dass die unterschiedlichen Elektrolytkonzentrationen intra- und extrazellulär insbesondere zur Aufrechterhaltung des Ruhepotentials der Nervenzellen benötigt werden, kommt es häufig zu neurologischen Ausfallerscheinungen. Eine häufig resultierende [[Hypophosphatämie]] kann zu Muskelschwäche, [[Dyspnoe]], [[Diplopie]], Krampfanfällen und Koma führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Emilie Reber, Natalie Friedli, Maria F. Vasiloglou, Philipp Schuetz, Zeno Stanga |Titel=Management of Refeeding Syndrome in Medical Inpatients |Sammelwerk=Journal of Clinical Medicine |Band=8 |Nummer=12 |Datum=2019-12-13 |ISSN=2077-0383 |DOI=10.3390/jcm8122202 |PMC=6947262 |PMID=31847205 |Seiten=2202 |Online=https://www.mdpi.com/2077-0383/8/12/2202 |Abruf=2025-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Symptome können eine durch eine [[Hypomagnesiämie]] hervorgerufene [[Arrhythmie]], [[Ataxie]], Krämpfe und Zittern sein. Eine Hypokaliämie kann eine arterielle [[Hypotonie|Hypotension]], einen Herzstillstand, eine Verstopfung ([[Obstipation]]) und einen Atemstillstand hervorrufen. Ein Zerfall von [[Erythrozyten|roten Blutkörperchen]] ([[Hämolyse]]), [[Thrombozyt]]en- und [[Leukozyt]]en&amp;lt;nowiki/&amp;gt;funktionsstörungen können als weitere Symptomatik auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prophylaxe und Behandlung ==&lt;br /&gt;
Weil ein unbemerktes RFS in der Regel zum Tod führt, ist neben der Vermeidung durch schrittweise und nicht plötzliche physiologische Nahrungsaufnahme (empfohlen wird eine anfängliche Ernährung mit ca. 15 kcal pro kg Körpergewicht und Tag, wobei bis zur metabolischen Stabilisierung des Patienten die Zufuhr von [[Nahrungsenergie]] in den ersten zehn Tagen nur langsam erhöht werden soll) auch eine engmaschige Kontrolle der Elektrolyte im Blut erforderlich. Fehlende Elektrolyte sollten [[Substitutionstherapie|substituiert]] werden, auch eine Gabe von [[Thiamin|Vitamin B1 (Thiamin)]] kann erforderlich sein. Besondere Vorsicht ist zudem bei der [[Intravenös|intravenösen]] Gabe von [[Glucose|Glukose]] geboten, die das Risiko oder die Schwere eines RFS steigern können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alan Rio, Kevin Whelan, Louise Goff, Dianne Patricia Reidlinger, Nigel Smeeton |Titel=Occurrence of refeeding syndrome in adults started on artificial nutrition support: prospective cohort study |Sammelwerk=BMJ Open |Band=3 |Nummer=1 |Datum=2013-01-01 |ISSN=2044-6055 |DOI=10.1136/bmjopen-2012-002173 |PMID=23315514 |Seiten=e002173 |Online=https://bmjopen.bmj.com/content/3/1/e002173 |Abruf=2023-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hohes Alter, [[Multimorbidität]] und initial niedrige Elektrolytkonzentrationen im Blut ([[Hypophosphatämie]], [[Magnesiummangel|Hypomagnesiämie]], [[Hypokaliämie]]) sind Risikofaktoren für das Auftreten eines RFS, die initial identifiziert werden können und zu einem adäquaten klinischen Management beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* C. Zauner, N. Kneidinger, G. Lindner, B. Schneeweiß, A. Zauner: &amp;#039;&amp;#039;Das Refeeding-Syndrom.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen.&amp;#039;&amp;#039; 4, 2005, S.&amp;amp;nbsp;7–11 ([https://www.kup.at/kup/pdf/5498.pdf Volltext online, pdf]).&lt;br /&gt;
* S. Rohrer, J. W. Dietrich: &amp;#039;&amp;#039;Das Refeeding-Syndrom – Eine Literaturübersicht.&amp;#039;&amp;#039; [Refeeding Syndrome: A Review of the Literature.] In: &amp;#039;&amp;#039;Z&amp;amp;nbsp;Gastroenterol.&amp;#039;&amp;#039; 2014 Jun;52(6), S.&amp;amp;nbsp;593–600. Epub 2014 Jun 6. PMID 24905111 [[doi:10.1055/s-0034-1366430]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Verschlechtertes Überleben. Österreichische Ärztezeitung Nr. 11 / 10.06.2018 [https://aerztezeitung.at/2018/oaz-artikel/medizin/refeeding-syndrom-verschlechtertes-ueberleben/ aerztezeitung.at]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechselkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Intensivmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
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